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Freundschaft zwischen Mann und Frau - kann das funktionieren...

CQinnFaEmoxn4 hat die Diskussion gestartet


und wenn ja, wie?

Folgende Frage stelle ich, weil ich mich nach einer Zeit sozialen Rückzugs (Leute, die meine Beiträge kennen, werden das wissen) wieder ins "Getümmel" stürze.

Mir ist es im Prinzip total egal, ob ein Freund von mir weiblich/männlich/trans/inter oder sonst was ist. Trotzdem mag ich gerne durchmischte Gruppen mit allen möglichen Menschen und da ich nun schon ein paar weibliche Kontakte geknüpft habe, frage ich mich, ob ich eben auch männliche Kontakte knüpfen kann.

Bevor ich wieder schlüpfrige Nachrichten erhalte - mir geht es wirklich nur um Freundschaft, rein platonisch. Ich bin vergeben und habe kein Interesse an Flirts oder gar unmissverständlichen Angeboten.

Ich werde mein Umfeld eh noch erweitern und/oder nochmal wechseln, da mein jetziges total der Gruppenbildung unterliegt, sodass die Männer sich in einer Ecke zusammenrotten und die Frauen in einer anderen. Siehe dazu ein anderer Faden von mir.

Trotzdem frage ich mich, wenn mein Umfeld irgendwann durchmischter ist - wird es dann unkomplizierter Kontakt zu Männern aufzubauen? Derzeit fühlt es sich schon so an, wenn man eben diese Gruppengrenze übertritt, als hätte man eindeutige Absichten. Diesen Eindruck möchte ich nicht erwecken, das verunsichert mich.

Wie macht ihr das, wenn ihr Freundschaften zum anderen Geschlecht aufbaut? Geht das gut? Stellt ihr gleich klar, dass ihr in einer Beziehung seid und nur eine Freundschaft wollt oder wartet ihr ab, bis der andere evtl. sexuelle Signale sendet, um die Dinge zu klarzustellen? Habt ihr langjährige Freunde, mit denen sich nichts Sexuelles, keine Verliebtheit auf einer Seite, entwickelt hat? Wenn ja - worauf führt ihr das zurück?

LG

Antworten
F1aSoxLa


Wie macht ihr das, wenn ihr Freundschaften zum anderen Geschlecht aufbaut? Geht das gut? Stellt ihr gleich klar, dass ihr in einer Beziehung seid und nur eine Freundschaft wollt oder wartet ihr ab, bis der andere evtl. sexuelle Signale sendet, um die Dinge zu klarzustellen? Habt ihr langjährige Freunde, mit denen sich nichts Sexuelles, keine Verliebtheit auf einer Seite, entwickelt hat? Wenn ja - worauf führt ihr das zurück?

In meinem Freundeskreis gibt es einige männliche Freunde, die ich auch oder überwiegend nur alleine treffe. Darunter gibt es welche, mit denen früher mal was lief oder wo ich Interesse hatte und er nicht oder weniger und auch das haben diese Freundschaften überstanden und davon ist heute nichts mehr zu spüren. Falls sich bei einem also im Laufe der Zeit mehr entwickeln sollte, muss das nicht zwingend das Ende einer Freundschaft sein.

Aber ich habe auch Freunde, wo nie was lief und keiner irgendeine Art von Interesse gehabt hätte. Das erkläre ich mir damit, dass wir uns zwar als Menschen mögen, aber so gar nicht dem gegenseitigen Beuteschema entsprachen/entsprechen. Es hatte/hat eher einen geschwisterlichen Touch. Und wenn ich mich recht entsinne, sind diese Freundschaften sogar in beidseitigen Single-Phasen entstanden.

Gesprochen haben wir darüber nicht, also auch nicht den Rahmen abgesteckt. Es hat ja keiner von uns was versucht, also gab es aus unserer Sicht wohl keinen Anlass dafür. Die Freundschaften, von denen ich spreche, existieren mehrheitlich seit über zehn Jahren, zum Teil "erst" seit ca sechs Jahren.

Wenn du dich wohler fühlst, finde ich, dass nichts dagegen spricht, den Rahmen klar abzustecken, indem du deutlich machst, dass du in deiner Beziehung glücklich bist, aber eben gerne auch andere Menschen einfach so und rein platonisch und ohne Hintergedanken und rein freundschaftlich ;-D kennenlernen willst.

C6iznnamoxn4


Wenn du dich wohler fühlst, finde ich, dass nichts dagegen spricht, den Rahmen klar abzustecken, indem du deutlich machst, dass du in deiner Beziehung glücklich bist, aber eben gerne auch andere Menschen einfach so und rein platonisch und ohne Hintergedanken und rein freundschaftlich ;-D kennenlernen willst.

Du wirst lachen - aber hier im Forum muss man das teilweise wirklich, ohne auch nur die Mehrheit der User hier über einen Kamm scheren zu wollen. Aber das Leben ist ja auch nicht das Forum, also begegnet mir das in freier Wildbahn hoffentlich noch seltener ^^.

Trotzdem werde ich es wohl klarstellen, weil ich mich dann wohl fühle. Ich erwähne meinen Freund ja eh immer früher oder später...

Danke auch für deine Erfahrungen, FaSoLa. Wenn ich fragen darf - wie/wo hast du diese Kontakte denn geknüpft?

C0innWamxon4


* wohler fühle

FIaStoLa


Du wirst lachen - aber hier im Forum muss man das teilweise wirklich, ohne auch nur die Mehrheit der User hier über einen Kamm scheren zu wollen. Aber das Leben ist ja auch nicht das Forum, also begegnet mir das in freier Wildbahn hoffentlich noch seltener ^^.

;-D Ich drück dir die Daumen.

Ich hab meine Freunde auf ganz unterschiedliche Art kennengelernt. Zwei über einen damaligen Arbeitskollegen, weil wir gemeinsam auf einem Konzert waren und die auch wen kannten, die wiederum den Kollegen kannten... Dann über die beiden zwei weitere über ein gemeinsames Hobby, über einen von denen dann einen weiteren über häufigere, aber unregelmäßige Begegnungen (Partys, ausgehen, ...). Irgendwie war das eine Kettenreaktion merke ich gerade. ":/

Einen anderen über den Job, wir hatten denselben Job bei unterschiedlichen Arbeitgebern und haben uns auf Veranstaltungen kennengelernt und im Laufe der Zeit angefreundet. Einen weiteren im Auslandssemester. Noch nen anderen über einen Mit-Azubi, mit dem ich befreundet war. Seinen Kumpel hab ich auch öfter getroffen, weil wir eben auch privat was gemacht haben, also der Azubi, Kumpel und ich. Und mit dem Kumpel bin ich heute noch befreundet, mit dem Azubi nicht mehr.

CvinnWamon4


Ah, okay, danke FaSoLa @:) ! Dann werde ich einfach mal die Augen offen halten und mich nach Leuten umschauen, die da auch einfach zwanglos drauf sind. Macht ja auch keinen Sinn, sich irgendwo reinzudrängen, wo das Klima einfach komisch ist.

D]ieZaUu(berfxee


Also nach meiner Erfahrung gibt es so wirklich innige, tiefe Freundschaften eigentlich nur zwischen Menschen des gleichen Geschlechts.

Sowas wie eine "echte Männerfreundschaft" oder "beste Freundinnen", die wie Pech und Schwefel zusammenhalten und schon sowas wie Seelenverwandte sind. Sowas kenne ich in meinem Bekanntenkreis viel.

Zwischen Mann und Frau habe ich sowas (ausserhalb von Beziehungen) noch nicht erlebt.

C.inZnamoyn4


Ja DieZauberfee, mein Partner ist eh mein bester Freund, also suche ich auch nicht unbedingt nach einem Seelenverwandten. Ich suche eher nach Menschen, mit denen ich mich mal nett unterhalten kann und was unternehmen kann. Und wenn dann daraus mehr, also eine echte Freundschaft, wird, ist es schön, wenn nicht, ist es aber auch kein Ding.

EXhema2liger Nutfzer v(#5x90071)


Wie macht ihr das, wenn ihr Freundschaften zum anderen Geschlecht aufbaut? Geht das gut? Stellt ihr gleich klar, dass ihr in einer Beziehung seid und nur eine Freundschaft wollt oder wartet ihr ab, bis der andere evtl. sexuelle Signale sendet, um die Dinge zu klarzustellen?

Ist die Frage, ob eine Klarstellung Missverständnisse verhindert oder es eigentlich schon ein schlechtes Zeichen ist, wenn man das ausdrücklich klarstellen "muss".

Bei mir ist so eine Freundschaft mal entstanden, weil es an der Uni eine kleinere gemischte Gruppe gab, die sich schon angefreundet hatten, als ich dazu gekommen bin. Das war sehr angenehm und da musste zum Glück auch nie was klargestellt werden. Genauso wie in der Schulzeit. Das hat sich immer so zusammengefunden/ergeben. Es passte einfach mit den jeweiligen Charakteren (so wie es umgekehrt oft auch einfach nicht passt ohne greifbaren Grund). Ich weiß, dass das für dich keine befriedigende Antwort ist. Wie man gezielt eine Freundschaft zu einem Vertreter des anderen Geschlechts "forcieren" könnte außerhalb von solchen offenen Gruppen, weiß ich nicht. Schätze das hat oft für mindestens einen von beiden zu schnell eine Datingkomponente und endet entweder als undefinierbare Geschichte irgendwo zw. Freundschaft/Bekanntschaft und platonisch-sexuell (ok bei dir ja nicht, weil du vergeben bist) oder wenns richtig schlecht läuft damit, dass sich einer von beiden verliebt und das als Beziehung sieht.

C<inna*mpon4


Zuschauer, du schreibst immer so kluge Sachen:

Ist die Frage, ob eine Klarstellung Missverständnisse verhindert oder es eigentlich schon ein schlechtes Zeichen ist, wenn man das ausdrücklich klarstellen "muss".

Da hast du wirklich Recht! Eigentlich sollte das gar nicht nötig sein. Auf der anderen Seite denke ich aber auch, dass ich so eben gar keine falschen Signale senden kann. Ich bin ein relativ offener, herzlicher Mensch, der gerne Komplimente macht und freundlich ist. Ich denke halt, dass man das missverstehen könnte - gerade, wenn so eine Gruppe sich nicht von sich aus durchmischt.

Und es hilft mir ja auch nicht, wenn mir jemand sagt, was ich hören will. Das kann ich auch alleine ;-D .

Ich halte ja jetzt eh Ausschau nach Gruppen, die eben auch untereinander zwangloser agieren, aber bis dahin bin ich eben wo ich bin und will da das Beste draus machen :)z .

Manchmal sind meine Erwartungen vielleicht auch zu hoch? Zumindest frage ich mich da gerade in meinem anderen Faden...

C[inna6monx4


P.S.: Ich will übrigens keine Freundschaften forcieren! Das geht ja eh nicht. Was ich aber an mir merke: Manchmal will ich trotz innerer Widerstände, die vielleicht auch Signale vom Gegenüber sind, den Kontakt suchen. Vielleicht sollte ich es da schon bleiben lassen, artet ja sonst auch für mich in Stress aus.

E-hemaliqger NuGtzer x(#590&071)


Auf der anderen Seite denke ich aber auch, dass ich so eben gar keine falschen Signale senden kann.

Du vergisst die dir unbekannte Seite deines Gegenübers. ... Jemand will nicht nur deshalb mehr von dir, weil du entsprechende Signale gesandt oder abweisende Signale nicht gesandt hast.

Damit fängt es doch schon an: Was ist das für ein Kontakt, gerade wenn es freundschaftlicher Art sein soll, in dem man nicht unbefangen freundlich und aufmerksam zu dem anderen sein, zusammen scherzen und etwas unternehmen kann, weil immer die Befürchtung im Raum steht, dass das beim anderen "falsch ankommen" könnte?

Auch soweit erstmal egal, ob die eine Person zu recht diese Befürchtung hat.

Wenn jemand deine Art:

Ich bin ein relativ offener, herzlicher Mensch, der gerne Komplimente macht und freundlich ist.

nicht nur (freundschaftlich) sympathisch findet, sondern sich davon auch romantisch oder sexuell angezogen fühlt, kannst du am Anfang so viel verbal klargestellt haben, wie du willst. Wie der andere dein Verhalten deutet, hast du dummerweise nicht in der Hand. Die Eigenschaften, die eine gute Freundschaft ausmachen bzw. einen als platonischen Freund, können einen auch als Partner/Partnerin attraktiv machen für andere. Das kann man nicht verhindern. ... Deshalb hilft bei solchen Fällen von einseitiger Verliebtheit üblicherweise auch nur der Kontaktabbruch anstatt zu versuchen eine Freundschaft miteinander fortzusetzen. (Ich will nicht behaupten, dass es in Einzelfällen auch mit einer Freundschaft miteinander klappen kann, nur denke ich, dass die meisten nicht so ticken, dass das funktioniert.)

Man kann evtl. versuchen an seinem eigenen Verhalten zu feilen und z.B. keine Komplimente machen, weil das ja womöglich flirtig und "an mehr interessiert" rüberkommen könnte und sich manchmal extra unfreundlich und distanziert geben böse gesagt, aber das finde cih etwas unglücklich & verkrampft. Das ist dann auch keine gute Bekanntschaft oder Freundschaft, wenn man da so sehr aufpassen muss auf sein Verhalten und auf den anderen (was der denken könnte). Dass man mal solche Befürchtungen hat, würde ich auch soweit als normal einschätzen. Wichtig ist, ob du vom Gefühl her dem anderen vertraust und dich wegen dieses Vertrauens darin, dass du freundlich etc. sein kannst ohne gleich die platonisch-freundschaftliche Schiene zu riskieren, dem anderen gegenüber unbefangen verhalten kannst. Dass kannst du aber nur herausfinden darüber, was du im Kontakt mit der Person spürst. Tzz, dass ich mal sowas schreiben werde

Wenn du jemanden neu kennenlernst, hast du immer das Grundrisiko, dass der andere etwas anderes will als du. Das ist trivial als Erkenntnis, ich weiß. Ich schreibe es, weil bei dieser Sache mit den Signalen, die man sendet und empfängt und die der andere sendet und empfängt, oft unbewusst hintersteht, man könnte es steuern, was der andere empfängt und letztlich will.

(Ok, man kann durch sein Auftreten Einfluss nehmen, mehr oder weniger, aber man es nicht alleine in der Hand, welches Interesse sich bei dem anderen entwickelt oder nicht. Stichwort "falsche Signale" senden => kommt auch drauf an, was der andere empfangen will).

Was ich aber an mir merke: Manchmal will ich trotz innerer Widerstände, die vielleicht auch Signale vom Gegenüber sind, den Kontakt suchen.

Was sind das für Widerstände? ... Das Gefühl, dass der andere keinen (näheren) Kontakt mit dir will oder dass du dir nicht sicher bist, ob du näheren Kontakt zu dem möchtest?

D|erDa*Hintexn


Ich kann nur von mir selber reden: NICHT möglich. Ich vergucke mich recht schnell in eine Frau

SOchokolaTdDensücFhtigxe


Also ich habe zwar im realen Leben diverse Kontakte zu Männern, schon alleine beruflich bedingt. Von meinen aktuellen Kollgen würde ich aber keinen als "richtigen" Freund bezeichnen. Ich komme mit allen gut klar, mit dem einen mehr und dem anderen weniger.

ABER früher haben sich daraus schon Freundschaften ergeben. Ich war lange mit einem Kollegen (und später Ex-Kollegen) befreundet, wir haben uns auch außerhalb des Jobs getroffen, dann aber eigentlich immer mit Partner (er war auch vergeben). Da war auch nie was klarzustellen und es gab auch keine Signale, wir haben uns einfach gut verstanden und waren anfangs auch so eine 3er-Gruppe (zwei Frauen ein Mann - wir haben auch viel zusammenarbeiten müssen).

In meiner aktuellen Firma und meiner alten Abteilung gibt es noch einen Kollegen, mit dem ich immer noch freundschaftlich verbunden bin, wir (also mein Mann und ich) haben bei ihm und seiner Frau mal vor Jahren auch beim Umzug geholfen und er dann später auch mal bei uns, er war letztes Jahr zur Feier unserer beiden 40. Geburtstage eingeladen. Sonst treffen wir uns privat eigentlich nie, sondern eher auf einen Kaffee oder mal mittags. Als ich in einem anderen Gebäude/Ort gearbeitet habe ist er auch vielleicht einmal im Jahr hingekommen, um mal essen zu gehen. Auch da gab es nie irgendwas zu klären oder Signale irgendwelcher Art.

Und so ging es mir bisher immer mit näheren männlichen Kontakten. Allerdings mache ich auch niemals ein Geheimnis aus meinem Beziehungsstatus. Und trage auch meinen Ehering immer wenn ich unterwegs bin.

Allerdings ist dieser Kontakt auch immer persönlicher Art, ich schreibe weder mit Kollegen noch mit besagten Freunden regelmäßig Mails oder Whatsapp. Mann trifft sich (mal mehr mal weniger häufig), man redet über Gott und die Welt und fertig.

Und da ich selten ausgehe (außer mit meinen Mann gemeinsam) ergeben sich die Kontakte nun mal über den Job als über andere Aktivitäten. Oder auch mal über die Kinder.

Außerdem hat sich hier übers Forum der eine oder andere Kontakt ergeben, aber das sind alles nur virtuelle Kontakte.

CfanisM_ajvorisx93


Ich pflege zu einigen Frauen sehr innige Freundschaften und rede mit besagten Frauen über wirklich alles, sogar über intime Dinge. Klarzustellen gab es nie was, da von beiden Seiten einfach nie sexuelle Anziehung da war und auch nie da sein wird. Insofern: Aus meiner Sicht definitiv möglich.

Sobald eine(r) den/die andere(n) grundsätzlich als attraktiver empfindet, als umgekehrt, wird es aus meiner Sicht schon etwas schwieriger. Unmöglich wird es aber erst, wenn tatsächlich Gefühle da sind - ich schließe mich in diesem Punkt _Zuschauer_ an: Bei unerwiderten Gefühlen lieber sofort den Kontakt abbrechen.

Was die 'Klarstellung' an sich angeht, schließe ich mich ebenfalls _Zuschauer_ an und bin da sogar ein Stück pessimistischer - sobald man das Gefühl hat, was klarstellen zu müssen, ist das schonmal kein gutes Zeichen.

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