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Beziehung mit in Folge von Ängsten arbeitslosem Partner denkbar?

KmaInnN,ichtKlxagen hat die Diskussion gestartet


Hallo,

könntet ihr euch vorstellen mit jemandem zusammen zu sein, der psychische Probleme hat und sich dadurch als nicht arbeitsfähig sieht und nicht arbeitet?

Jemand hat z.B. Antriebsschwierigkeiten und soziale Ängste, z.B. im Bereich Leistung erbringen im Job, Angst vor Autoritätspersonen usw. Aber nichts so Schlimmes, was ein harmonisches Beziehungsleben massiv beeinträchtigen würde. Solange derjenige nicht in diese angstbesetzten Situationen wie Leistungsdruck kommt, könnte er mit euch eine relativ normale Beziehung führen. Nur finanziell würde er halt nicht so gut dastehen, aber das würde ihm reichen.

Könntet ihr euch das als "gesunde" Menschen vorstellen, mit so jemandem eine Beziehung zu führen, auch wenn man die sozialen Ängste nicht direkt nachempfinden kann?

Würdet ihr den Partner dann in eine Richtung versuchen zu unterstützen? Entweder dass er sich wirklich schonen und nicht arbeiten soll oder ihm zureden, dass es ihm mit Arbeit und Konfrontation besser gehen würde? Oder würdet ihr euch da gar nicht "einmischen" und Arbeit oder nicht Arbeit seine Angelegenheit sein lassen?

Viele Grüße

Antworten
Mrinnaxly


Um ehrlich zu sein, würde für mich so eine Beziehung nicht in Frage kommen.

Vielleicht wäre es anders, wenn ein aktueller Partner, der vorher normal gearbeitet hat, irgendwann einmal nicht mehr könnte. Aber das müsste ich selbst schon so mitbekommen und nicht nur erzählt werden.

Dabei geht es nicht mal so ums Geld, ich könnte ohne Probleme eine weitere Person finanzieren, aber Leistungsdruck haben heutzutage fast alle. Ich finde es essentiell wichtig, wie man selbst und wie andere mit solchen Herausforderungen umgehen können.

Ich bin gespannt, wie andere das hier sehen und bin mir ziemlich sicher, dass ich hier den Mainstream verfehle!

Dtie1Kruexmi


Ich sehe das wie Minnaly, im Leben kann es immer dazu kommen, dass man den Partner unterstützen muss, dass er/sie krank wird etc. Aber wenn die Beziehung dann schon eine solide Basis hat, kommt man auch durch schwere Zeiten. Bewußt von Anfang an würde ich jedoch so eine Beziehung nicht eingehen.

Und ganz ehrlich, einen Mann, der grundsätzlich Angst vor Authoriätspersonen hat, finde ich unmännlich. Ich würde im Boden versinken, wenn mein Partner sich z.B. in einer banalen Verkehrskontrolle wie ein Kleinkind benimmt oder rumstottert und vor Aufregung seine Papiere nicht findet o.ä.

L!ian.-Jxill


Dabei geht es nicht mal so ums Geld, ich könnte ohne Probleme eine weitere Person finanzieren, aber Leistungsdruck haben heutzutage fast alle. Ich finde es essentiell wichtig, wie man selbst und wie andere mit solchen Herausforderungen umgehen können.

So sehe ich das auch.

jKulMe6julSy


Ich könnte mir mit so einem Menschen keine Beziehung vorstellen.

jFule8julxy


Ich sehe das wie Minnaly, im Leben kann es immer dazu kommen, dass man den Partner unterstützen muss, dass er/sie krank wird etc. Aber wenn die Beziehung dann schon eine solide Basis hat, kommt man auch durch schwere Zeiten. Bewußt von Anfang an würde ich jedoch so eine Beziehung nicht eingehen.

:)^

DMie SDejhexrin


für mich wäre wohl auch die frage, was derjenige schon alles unternommen hat, um aus seiner (bestimmt auch für ihn unbefriedigenden) situation herauszukommen.

auch ich könnte mir einen partner, der nicht verdient an meiner seite "leisten", was sich allerdings daraus für eine dynamik entwickeln könnt... puh... keine ahnung ???

EBhema5l}iger `Nutz)er L(#5156>10x)


Für mich ginge es gar nicht mal so sehr um's Arbeiten, nicht Arbeiten oder das Geld. Ich komme langfristig nicht damit klar, wenn sich jemand in seinem eigenen Elend häuslich einrichtet und keinerlei Versuche unternimmt, um die Situation zu ändern.

Nicht mal notwendigerweise wegen einer möglichen Erwerbsarbeit, sondern wegen der eigenen Zufriedenheit und dem Gefühl ein (wie auch immer gelagertes) gutes Leben führen zu können.

Jemand hat z.B. Antriebsschwierigkeiten und soziale Ängste, z.B. im Bereich Leistung erbringen im Job, Angst vor Autoritätspersonen usw.

Das wird früher oder später auch den Paaralltag auf die eine oder andere Weise beeinträchtigen. Probleme mit Autoritätspersonen kann es immer mal geben. Und einen gewissen Antrieb im Sinne von Lebensfreude und dem Drang etwas erleben und vielleicht auch verändern zu wollen halte ich für wichtig. Ich meine hej, mit irgendwelchen Inhalten muss man ja seine Tage und sein Leben auch füllen (wollen)!

Axcialuvsed


Naja es kommt auf die Person darauf an, wenn die Person halt nichts macht, dann wäre es wohl für mich nicht attraktiv, aber wenn die Person tatsächlich KRANK ist, würde es mich nicht stören, wieso auch? Jeder trägt seinen Ballast mit sich.

LAou@isixana


Hallo,

könntet ihr euch vorstellen mit jemandem zusammen zu sein, der psychische Probleme hat und sich dadurch als nicht arbeitsfähig sieht und nicht arbeitet?

Nein, könnte ich nicht. Früher als naiver Teenager hätte ich vielleicht noch jeden retten wollen, aber heute wüsste ich, dass das eine Belastung wäre, die ich nicht tragen möchte und die einen selbst noch mit runterzieht.

Anders wäre es, wenn man schon länger zusammen ist und dann wird jemand arbeitslos oder erkrankt. Dann hat man eine Basis, man ist miteinander verbunden. Ich sag immer, es ist so ein bißchen wie ein Sparbuch. Mit der Zeit spart man an, und dann kann man auch mal einen Kredit nehmen. Aber ein Konto eröffnen und gleich eine Kreditkarte haben und überziehen wollen, das geht nicht.

AGnkca10x1


Das käme ganz auf die Person drauf an. Angstpatienten sind oft gar nicht ängstlich, so wie man sich das

normalerweise vorstellt. Sie können durchaus ganz mutig sein und auch eine ausgeprägte Persönlichkeit besitzen.

Die Angst ist häufig ganz komplex. Kaum oder gar nicht erklärbar. Und phobische Ängste vor diversen

Situationen machen aus einem Mann keinen Waschlappen.

Also, ich könnte mir eine Beziehung zu solch einem Menschen durchaus vorstellen, wobei mir

klar ist, dass es nicht ganz einfach ist. Es käme auch drauf an, inwieweit der Partner schon Versuche

unternommen hat, seine Angststörung zu überwinden.

Nicht bereit zu einer Beziehung wäre ich allerdings, wenn ich lediglich das Kindermädchen und

der Ernährer spielen müsste. Wenn ich mich ausgenutzt fühlen würde.

Ich sehe mich nicht als Retter, habe aber für vieles Verständnis. Es gibt Menschen, und es sind nicht unbedingt die

"schlechtesten" , die mit unserem überzogenen Leistungsdruck nichts anfangen können.

tUhe re7al noxki


Nein, ich könnte mir das nicht vorstellen. Ich hätte große Probleme, eine tatsächliche Arbeitsunfähigkeit von Faulheit zu unterscheiden, bzw. kann ich mich generell nicht so gut in psychische Probleme hineinversetzen und Verständnis aufbringen, dass es für mich möglich wäre zu akzeptieren.

LSian-xJill


Solange derjenige nicht in diese angstbesetzten Situationen wie Leistungsdruck kommt, könnte er mit euch eine relativ normale Beziehung führen.

Leistungdruck ist ja ab einem gewissen Maß für niemanden schön und kann durchaus zu psychischen Problemen führen. Nur kann es sich nicht jeder leisten, sich darin einzurichten, den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen und sich solchen Situationen gar nicht erst auszusetzen. Meinen Respekt hat eher der, der es schafft, sein Leben nicht mit dem Kopf im Sand zu verbringen.

X`ir`ain


Ich würde es nicht machen. Nicht mehr.

Ich war mal mit einem Typen zusammen, der "Nicht aufstehen kann" und generell für jedes Argument in der Form von "Mach doch die und die Ausbildung" ein Gegenargument hatte.

Ich habe ihn zuerst unterstützt und versucht ihm so gut zu helfen, wie es ging. Aber selbst wenn ich da war, kam er manchmal nicht aus dem Bett hoch, ich fühlte mich "verarscht", denn ich bin 700km angereist nur um dann einen Partner zu haben, der das ganze Wochenende nur im Bett liegt und ich dann an seinem PC gezockt hab...dafür hätte ich nicht anreisen brauchen.

Ich habe viel versucht um ihm zu helfen. Er meinte immer er könne nicht aufstehen, weil er Kopfschmerzen hat und sich schlapp fühlt. Er konnte sich dann nichtmal melden und sagen "Mir gehts heute nicht so gut." Manchmal habe ich tagelang auf eine Reaktion von ihm gewartet und mir sonstwas ausgemalt, was passiert sein könnte.

Jede Ausbildungsstelle oder Nebenjob, den ich oder seine Familie für ihn raussuchte, war nicht das richtige. Er konnte sich zu nichts aufraffen...nichtmal Inventur mal einmal zu machen oder so.

Jetzt im Nachhinein denke ich: Er war depressiv.

Ich war auch schon depressiv, ich hätte zu meinen schlimmsten Zeiten nicht mit mir selbst zusammen sein wollen. Aber ich habe etwas getan, ich war in Therapie, versuchte meinen Alltag einigermaßen zu managen...

Ich denke, wenn es so ein generelles Problem ist, dass er nicht arbeiten kann wegen Obrigkeit, könnte ich das nicht dauerhaft mitmachen, da ich mich selbst ausgenutzt fühlen würde...Ich schaff das Geld heim und er macht sich nen Lorenz. (Allerdings bin ich auch der Meinung, dass ich wenn ich Kinder hab wieder wenigstens Teilzeit zum Haushaltseinkommen beitragen will nach Elternjahr.)

Wenn er den Willen zeigen würde, daran zu arbeiten mit Therapie und erstmal nur ein paar Stunden arbeiten, später aber mehr, könnte ich es mir vorstellen.

Aber jemand der nicht arbeitet, es für die Zukunft für sich aber auch vollständig ausschließt...das könnte ich nicht.

a?mazonee67


Hallo zusammen :-)

Wenn ich mich in einen Menschen verliebe, der mir seine Probleme anvertraut werde ich das nicht davon abhängig machen, ob er arbeitsfähig ist.

Ich mache es davon abhängig, ob er ein Herz hat, ob er denken kann/will und zu mir passt.

Fast jeder hat irgendwann mal irgendwas und gerade Angsterkrankungen sind nicht so einfach zu händeln. Klar, man möchte einen "funktionstüchtigen, starken Partner", das kommt hier auch bei einigen so rüber und ich verstehe und akzeptiere das.

Aber ich sehe das anders: Jeder hat Macken, die einen mehr, die anderen weniger.

Wenn er dadurch finanziell weniger leistungfähig wäre und ihn das nicht stören würde, könnte ich damit leben.

Ich habe auch Einschränkungen und muss damit leben und das ist weder für mich, noch für mein Umfeld immer leicht. Muss ich jetzt andere mit meiner Anwesenheit verschonen?! Würde das meine Probleme nicht sogar verschärfen, wenn ich als Mensch mit "psychischen Problemen" so offen abgelehnt würde? ":/

Schade, dass diese Meinung, jemand, der depressiv, persönlichkeitsgestört, Angsterkrankt oder sonstwas ist, wäre daher ein "nicht akzeptabler Partner" oder finanziell nicht so aufgestellt - um sich greift.

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