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Beziehung mit in Folge von Ängsten arbeitslosem Partner denkbar?

PwfeffRexrmiknzboxnbon


Hallo TE,

was genau möchtest Du jetzt hören? Ich vermute, Du möchtest hören, ach natürlich ist das überhaupt kein Problem, wenn jemand aufgrund psychischer Schwierigkeiten nicht vorhat, zu arbeiten.

Ich seh das so: Psychische Probleme ist ein Ding. Nicht vorhaben zu arbeiten das andere.

Wer psychische Probleme hat, sollte meiner Meinung nach um seiner Selbst willen Hilfe in Anspruch nehmen, um wieder gesund zu werden.

Ich kenne Menschen, die sind psychisch erkrankt und die arbeiten dennoch. Und wenn es in der geschützten Umgebung einer WfB ist.

Ich persönlich würde weder mit einem psychisch erkrankten eine Beziehung eingehen wollen, noch mit jemandem der aus welchen Gründen auch immer, nicht vorhat, zu arbeiten.

Ich war mit jmd zusammen der psychisch erkrankt war und das möchte ich einfach nicht nochmal.

Und nicht vorhaben zu arbeiten steht so sehr im Gegensatz zu meinen eigenen Arbeitsansichten, dass das absolut nicht passen würde.

CKoteSaNuvaxge


Ich gehe nach wie vor davon aus, dass sie von sich sebst schreibt, und hieraus

Das Problem ist nur, dass niemandem auf der Stirn steht "Ich bin psychisch krank und habe nicht vor zu arbeiten". Man lernt z.B. jemanden kennen, der gerade am Ende von Ausbildung/Studium ist und der von seinen beruflichen Plänen erzählt.

habe ich geschlossen, dass sie Berufsanfängerin ist und es womöglich noch gar nicht versucht hat mit dem Arbeiten.

Ich finde die TE sollte mal sagen worum es sich handelt, so ist das ja Kaffeesatzleserei.

Und wenn mir jemand, der nicht vorhat zu arbeiten, von seinen beruflichen Plänen vorschwärmt, dann ist das eine absichtliche Täuschung.

P*ockQetMLouse


Ich finde das übrigens auch nicht normal, vor dem ersten Job Angst zu haben.

Aufregung - klar. Gewisse Unsicherheit z.B. beim ersten Gespräch mit dem Chef- auch klar. Aber sonst?

DGieCKruexmi


Oft hat man als psychisch beeinträchtigter Mensch auch schon mehrere Therapien hinter sich und die über Jahre oder Jahrzehnte angestauten Ängste bessern sich zwar auch etwas, aber immer nur ein ganz kleines Bisschen, weil es eben nicht schneller geht und man nicht von jetzt auf gleich plötzlich normal ist. Dieser Lernprozess, die Ängste abzubauen, dauert vielleicht ein Leben lang.

Eine andere Alternative wäre es, für einige Monate in eine Klinik zu gehen und somit erst mal aufzuhören zu arbeiten. Aber vielen fällt der Wiedereinstieg ins Berufsleben dann noch schwieriger, wenn sie einmal an das Nichtstun und das Umsorgtwerden in der Klinik gewöhnt sind.

Das Problem ist nur, dass niemandem auf der Stirn steht "Ich bin psychisch krank und habe nicht vor zu arbeiten". Man lernt z.B. jemanden kennen, der gerade am Ende von Ausbildung/Studium ist und der von seinen beruflichen Plänen erzählt

Das Alter wäre auch sehr interessant. Wenn jemand tatsächlich schon Jahrzehnte lange Therapien und stationäre Klinikaufenthalte hinter sich hat, ist es etwas anderes, als wenn sich ein junger Menschh hinter dem "andere haben auch Jahrezehntelang erfolglos Therapien absolviert" verschanzt und deutlich weniger Versuche und Bemühung unternimmt, dass es ihm besser geht.

LeoJu7isioanxa


Zum Fadenthema: Ich würde mich auch eher nicht mit jemandem einlassen, der psychisch angeschlagen ist. Und erst recht nicht mit jemandem, der ständig jammert.

Jupp. Genauso sehe ich das auch.

Die Sache ist die: Früher, als ich noch sehr jung und beziehungsunerfahren war, bin ich mal an jemanden geraten, der auch ziemlich einen Klatsche hatte, zudem hatte er auch eine Körperbehinderung, die sicherlich eine gewisse Einschränkung mit sich brachte, aber die ich heute, rückblickend, als keinerlei Entschuldigung sehen würde. Er hat sich hinter seinem Handicap versteckt, teilweise auch damit kokettiert, aber das größte Problem war wohl eher seine Art, ein Gemisch aus Koketterie und Selbstmitleid, und das war das eigentliche Problem. Keine Verantwortung übernehmen wollen, sich gehen lassen, sich hinter der Behinderung verstecken, andere haben grundsätzlich Schuld.

Das ist halt auch das, was mich persönlich bei psychisch Kranken auf Distanz bringt: Nicht allein die Erkrankung, sondern auch charakterliche Probleme, die häufig mit der Erkrankung einhergehen, die zwar gerne als "Symptom" bezeichnet werden, aber in meinen Augen doch eher einen Teil dazu beigetragen haben.

MMn greifen psychische Störungen/Erkrankungen viel komplexer in ein Beziehungsleben ein als körperliche das je könnten. Ich würde mich daher niemals mehr mit jemanden einlassen, der eine psychische Erkrankung hat.

T4aps


Jeder von uns hat ja wohl mal so angefangen, dass er sich überwinden musste, jeden Tag zur Arbeit zu gehen,

Nö. Ich habe bereits in den Schulferien gearbeitet/ Praktika absolviert und wusste, wie das mit der Arbeit geht.

Was würdet ihr machen, wenn euer Mann viel mehr verdient? Das würdet ihr doch sicherlich auch dankend annehmen und als euer gemeinsames Geld betrachten…

Dann verdient er eben mehr. Es würde mich für meinen Mann freuen, wenn er sich mal den einen oder anderen Extrawunsch erfüllen würde.

Im Laufe der Berufsjahre gab es trotz gleicher Ausbildung durchaus Zeiten in denen er mich (und die Kinder) komplett durchgefüttert hat und auch Zeiten in denen sein Verdienst gegen Null ging.

Wir leben in einer Zugewinngemeinschaft, ich müsste also gar nichts "annehmen", da alles (außer das Ererbte) sowieso unser gemeinsames Geld ist.

Das ist aber was völlig anderes, als in deiner Ursprungsfrage.

Ich habe auch nochmal ein bisschen nachgedacht und muss zugeben, dass mein Verständnis für psychische Erkrankungen doch irgendwie Grenzen hat. Das mag ungerecht und falsch sein, ist aber so.

Geht mir nicht anders. Ich finde es nur legitim, sich das einzugestehen.

Also kurz und knapp, ich würde (krank oder nicht) nicht mit einem Menschen leben wollen, der sich gehen lässt und nicht an einer Änderung arbeitet. Für eine Beziehungsanbahnung wäre das ein ganz klarer Ausschlusspunkt. Zur Verfügung stehendes Geld hat damit nichts zu tun.

L/ouisiIanxa


Ich habe auch nochmal ein bisschen nachgedacht und muss zugeben, dass mein Verständnis für psychische Erkrankungen doch irgendwie Grenzen hat. Das mag ungerecht und falsch sein, ist aber so.

Das geht mir auch so, aber ich halte es nicht für grundsätzlich falsch. Ich denke, dass psychisch Kranke ebensowenig Verständnis für andere haben, denen es nicht so geht wie ihnen.

aKyEashxa


"Kennt ihr das nicht, dass ihr euch unsterblich in das Wesen und die äußere Erscheinung einer Person verliebt, unabhängig von der finanziellen und der Arbeitssituation?

Warum kann man sein Leben nicht offener und weniger vorgefertigt gestalten? Warum muss alles direkt auf Zusammenziehen/Heirat hinauslaufen und Menschen, mit denen das nicht problemlos oder nur mit finanzieller Unterstützung umsetzbar ist, werden aussortiert?"

Jeder kann sein Leben und seine Beziehungen so gestalten, wie er will. Einige wollen keine Beziehung, die auf Zusammenziehen/ Heiraten/ Familie gründen hinausläuft, andere aber schon. Ich gehöre zur 2. Sorte und nur weil du dir wünscht, dass andere Menschen ihr Leben "offener und weniger vorgefertigt" gestalten, ändert das an MEINEN Wünschen und Plänen gar nichts. Ich will zusammen leben, und das erfordert nun mal, dass mein Partner sich finanziell selbst über die Runden bringt, weil ich sonst für seinen Lebensunterhalt zahlen muss (und dazu habe ich wirklich keine Lust). Außerdem geht es mir wie Pocketmouse, ich könnte mit jemandem, der aus psychischen Gründen gar nicht arbeiten kann/will, keine Beziehung auf Augenhöhe führen. Das hat mit dem Geld nichts zu tun.

Ich hatte schon mal eine Beziehung zu einem psychisch labilen Menschen, und ich will das niemals wieder. Die Illusion, dass "Liebe alles kann und alles schafft" habe ich seitdem nicht mehr. Insofern kann ich auch nur über solche Sprüche wie das, was du oben geschrieben hast ("unsterblich in jemanden verlieben..") lachen - klar kann ich jemanden vom Äußeren und Wesen her extrem anziehend finden, aber ob ich mich auf diesen Menschen einlasse und Gefühle und Zeit in eine Beziehung investiere, ist meine Entscheidung. Und da ich nicht mehr 18 bin und Illusionen hinterher renne, mache ich das nur, wenn ich abschätzen kann, dass die Gesamtumstände zu meinem Leben und dem, was ich will, passen.

Beziehungen sind derart höchstpersönlich, dass jeder dabei so viel "diskriminieren" kann, wie er will. Klar haben psychisch Kranke dabei einen Nachteil. Aber da die Probleme des Partners das eigene Leben massiv beeinflussen, ist es absolut legiitim zu sagen, das will ich für mein Leben nicht.

KUannNi&chtK.lagxen


Hallo,

danke für eure Antworten. Ich sage mal etwas konkreter, worum es mir geht. Also in erster Linie ging es mir wirklich nur um ein generelles Meinungsbild zum Thema und nicht um einen konkreten Fall, dass ich mich entscheiden müsste, ob ich mit jemandem zusammen sein will oder nicht. Ich habe eine Angsterkrankung und leichte Depressionen und bin, wie einige schon richtig vermutet haben, selbst psychisch krank. Ich habe aber eine Arbeit.

Mit den vielen verschiedenen Beispielen, die sich vielleicht paradox anhören, wollte ich nur zeigen, dass sich eine Angsterkrankung ganz unterschiedlich äußern kann und es nicht den typischen Betroffenen gibt, der zwangsläufig arbeitslos ist, jammert oder in jeder Hinsicht völlig gestört und beziehungsbelastend ist, zumindest nicht per se durch die psychische Krankheit. Ob man sich charakterlich von Vornherein jemand Extrovertierten wünscht, ist natürlich eine andere Frage.

Meine Erfahrung (und auch die Erfahrung von anderen betroffenen Frauen) ist, dass man als Frau trotzdem gut ankommt und selbst Männer, die lebensfroh sind, auf einen zukommen, Interesse zeigen und trotz des Wissens um die psychischen Probleme mit einem eine Beziehung eingehen (möchten). Betroffene Männer dagegen haben oft sehr große Schwierigkeiten, eine Partnerin zu finden. Ich habe z.B. einige gute Freunde, die noch nie eine Chance bei Frauen hatten, und ich wüsste gern, woran es genau liegt, also was das Abschreckende ist und warum das, wenn ein Mann so etwas hat, anscheinend noch unattraktiver und abschreckender rüberkommt. Also ich habe mich gefragt, ob es die fehlende Arbeit, das fehlende Geld oder die - anscheinend vor allem bei Frauen (?) ausgeprägte - Angst vor einem psychisch kranken Partner ist, wobei hier natürlich auch vereinzelt Männer Vorbehalte ggü. psychisch kranken Frauen als Partnerin äußerten.

Also es gibt hier einige Aspekte, die mich an der Diskussion interessieren, und ich hoffe, es ist ok, wenn es in den Themen hier nicht immer nur um ganz konkrete Entscheidungsfragen geht.

Beim Thematisieren von psychischen Krankheiten/weniger belastbaren Menschen überlege ich allerdings auch, ob ich mich (auf der Arbeit) jemandem anvertrauen könnte oder besser nicht, bspw. wenn mal wieder jemand mein sehr zurückhaltendes Verhalten als komisch empfindet oder irgendwie falsch interpretiert. Da ich aber Angst habe, dass sich das gleich sehr dramatisch anhört, von einer Diagnose oder "psychisch krank" zu sprechen, ziehe ich diese Option meist doch nicht in Erwägung. Außerdem habe ich Angst vor der Frage, warum ich mit diesen Problemen überhaupt in dem sehr anspruchsvollen Bereich, wo ich bin, arbeite, wenn ich doch (angeblich) diese Ängste hätte. Mir scheint oft: Wenn man einmal arbeitet, glaubt einem keiner, dass man weniger belastbar ist und Ängste hat, wenn man aber nicht arbeitet, wird einem vorgeworfen, man wäre faul und jeder könnte/müsste irgendwas machen.

aG.fisxh


Ich denke, da steckt in vielen Köpfen noch das Bild vom Mann als Versorger, vor allem, wenn klassische Lebensziele wie Hochzeit, Haus, Vorgarten und Kinder etc. pp. angestrebt werden.

Deine Offenheit bei der Arbeit würde ich ganz vom Arbeitsumfeld abhängig machen. Man kann sich doch aber auch erklären, ohne gleich ganze Diagnosen offenzulegen. Also wenn jemand von Deiner Art irritiert ist, könntest Du das ja einfach aufklären - dass Du halt manchmal etwas zurückhaltend bist, fertig. Mit den Macken und Eigenheiten seiner Mitmenschen arrangiert man sich ja auch, meist ohne groß darüber nachzudenken, ob und was da nun genau "dahinter steckt".

TNhis TIwiligZht Gaxrden


Aber vielen fällt der Wiedereinstieg ins Berufsleben dann noch schwieriger, wenn sie einmal an das Nichtstun und das Umsorgtwerden in der Klinik gewöhnt sind.

ähm, ein Klinikaufenthalt in einer psychosomatischen Klinik ist kein Urlaub. Und glaube mir, ein Depressiver wäre froh wieder arbeiten zu können, weil es ihm halt gibt...

XJiorxain


Da ich aber Angst habe, dass sich das gleich sehr dramatisch anhört, von einer Diagnose oder "psychisch krank" zu sprechen, ziehe ich diese Option meist doch nicht in Erwägung. Außerdem habe ich Angst vor der Frage, warum ich mit diesen Problemen überhaupt in dem sehr anspruchsvollen Bereich, wo ich bin, arbeite, wenn ich doch (angeblich) diese Ängste hätte. Mir scheint oft: Wenn man einmal arbeitet, glaubt einem keiner, dass man weniger belastbar ist und Ängste hat, wenn man aber nicht arbeitet, wird einem vorgeworfen, man wäre faul und jeder könnte/müsste irgendwas machen.

Ich möchte dazu etwas sagen.

Ich glaube fast jeder auf meiner Arbeit wusste, dass bei mir im Oberstübchen, was nicht richtig läuft. (Ja ich sag sowas über mich selbst, obwohl ich psychisch krank genau genommen mittelgradig depressiv war, so ganz mit Medikamenten und so...)

Es war für meinen Chef auf jeden Fall keine große Überraschung als ich eines Tages in die Arbeit kam um ihm den gelben Schein zu geben und ihm sagte "Ich hatte einen Nervenzusammenbruch und brauche jetzt Hilfe. Ich hoffe, dass es mir bald besser geht und ich wieder arbeiten kommen kann"

Mir wurde regelrecht das Gefühl gegeben alle hätten nur auf meinen Zusammenbruch gewartet. Interessant, immerhin hatte ich vorher ein halbes Jahr lang 99% meiner Energie dafür aufgebracht "normal" zu wirken.

Ich habe sehr gute Erfahrung damit gemacht offen mit der Erkrankung umzugehen, ich mache auch viele Witzchen a la "Ich war ein bisschen verrückt" und "Ich hatte halt eine Tasse aus meinem Schrank verloren".

Das war meine Art damit umzugehen. Wenn jemand nachgefragt hat, habe ich ihm ein bisschen was erklärt, wie es dazu kam oder auf welche Situationen ich so extrem reagiere, dass ich nie gelernt hatte mit solchen Situationen konstruktiv umzugehen.

Und ich hab nach 6 Wochen wieder gearbeitet, weil meine Depression nicht auf meine Arbeit fundiert war. Sie hatte die Ursachen in meiner Gefühlswelt. Die Arbeit gab mir eher Kraft meinen Tagesablauf beizubehalten. Und ja ich bin der Meinung, man MUSS doch was machen.

Die Erkrankung wird sich nicht von selbst in Luft auflösen, man muss an sich arbeiten, hart arbeiten, Verhaltensmuster durchbrechen und neue Denkweisen antrainieren. Jeder der sagt "Therapie versuch ich garnicht erst"...der wäre ein schlechter Einfluss für mich...und für mein kleines Helfersyndrömchen. Das Helfersyndrömchen soll nämlich schön in seinem Käfig bleiben und nicht ausbrechen.

Und mit "irgendwas machen" meine ich zBsp. Zur Therapie gehen. Wenigstens einen grundsätzlichen Tagesablauf probieren (9 Uhr aufstehen, Mittag essen kochen, Entspannungsübungen, um 23 Uhr ins Bett gehen, also etwas, was JEDER schaffen kann, wenn er möchte).

Aber nur die Luft anstarren und warten, dass es besser wird...das bringt einen nicht weiter.

L_ouiMsianxa


Meine Erfahrung (und auch die Erfahrung von anderen betroffenen Frauen) ist, dass man als Frau trotzdem gut ankommt und selbst Männer, die lebensfroh sind, auf einen zukommen, Interesse zeigen und trotz des Wissens um die psychischen Probleme mit einem eine Beziehung eingehen (möchten). Betroffene Männer dagegen haben oft sehr große Schwierigkeiten, eine Partnerin zu finden. Ich habe z.B. einige gute Freunde, die noch nie eine Chance bei Frauen hatten, und ich wüsste gern, woran es genau liegt, also was das Abschreckende ist und warum das, wenn ein Mann so etwas hat, anscheinend noch unattraktiver und abschreckender rüberkommt.

Das wird am klassischen Rollenbild liegen. Und kurios ist jetzt zu sehen, wieviele Frauen sich hier im Thread keinen psychisch instabilen Partner, der nicht mal für sich selbst sorgen kann, geschweige denn für eine Familie, vorstellen können. Ich wette, dass sehr viel mehr Frauen das klassische Rollenbild einerseits vehement als überholt oder gar "rückständig" ablehnen, aber gleichzeitig eine Entscheidung treffen würden, die genau dieses Rollenbild bestätigt.

Zum Thema selbst: Ich als Frau möchte kein erwachsenes Kind als Partner, generell habe ich eine Abneigung gegen Erwachsene, die sich weigern, erwachsen zu werden und die damit verbundene Verantwortung zu übernehmen. Dazu kommt, dass ich eher im klassischen Rollenbild verankert bin, das ich hier aber nicht ausdiskutieren möchte.

LuouiLs{iana


Mir wurde regelrecht das Gefühl gegeben alle hätten nur auf meinen Zusammenbruch gewartet. Interessant, immerhin hatte ich vorher ein halbes Jahr lang 99% meiner Energie dafür aufgebracht "normal" zu wirken.

Du glaubst gar nicht, was für gute Instinkte die Umwelt dafür hat, wenn irgendwas nicht ganz nach der Norm läuft. Von daher finde ich jegliche Anstrengungen, etwas dahingehend zu verbergen, für völlig verschwendete Energie, die man gut und gerne für Nützlicheres aufwenden kann.

Ich habe sehr gute Erfahrung damit gemacht offen mit der Erkrankung umzugehen, ich mache auch viele Witzchen a la "Ich war ein bisschen verrückt" und "Ich hatte halt eine Tasse aus meinem Schrank verloren".

Generell kommt es gut an, wenn man sich auch mal selbst auf die Schippe nehmen kann, obwohl das m.E. nach auch eine Art Selbstverteidigungsmechanismus ist. Besser man sagte es selbst als das andere das tun.

PYockeytzM[ouxse


Ich wette, dass sehr viel mehr Frauen das klassische Rollenbild einerseits vehement als überholt oder gar "rückständig" ablehnen, aber gleichzeitig eine Entscheidung treffen würden, die genau dieses Rollenbild bestätigt.

Naja...

Ich kann mir ja auf der einen Seite einen starken Partner wünschen, der eine Schulter zum Anlehnen bietet und auch mal für mich einsteht und eine gewisse Dominanz ausstrahlt und gleichzeitig kann ich unabhängig sein und Gleichberechtigung fordern. Das widerspricht sich ja nicht.

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