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Beziehung mit in Folge von Ängsten arbeitslosem Partner denkbar?

Tbaps


Und kurios ist jetzt zu sehen, wieviele Frauen sich hier im Thread keinen psychisch instabilen Partner, der nicht mal für sich selbst sorgen kann, geschweige denn für eine Familie, vorstellen können. Ich wette, dass sehr viel mehr Frauen das klassische Rollenbild einerseits vehement als überholt oder gar "rückständig" ablehnen, aber gleichzeitig eine Entscheidung treffen würden, die genau dieses Rollenbild bestätigt.

Mit dem Rollenbild hat das für mich eher weniger zu tun. Wir haben das klassische Rollenmodell nie gelebt.

Wenn man mit seinem Partner eine Familie gründen möchte, dann muss man sich als Frau auch darauf verlassen können, dass der Mann seinen Anteil leistet– sei es durch den Verdienst (wenn die Frau zu Hause bleibt) oder Arbeitsteilung im Haushalt/ Kindererziehung.

Welche Frau braucht ein weiteres (erwachsenes) Kind, es sei denn sie hat ein Helfersyndrom?

Ein Mann muss nicht "viel" verdienen, aber bis zu einem gewissen Grad belastbar sein, sollte er schon, Aber wenn man davon schon beim Kennenlernen nicht ausgehen kann? Dann kann man den Kinderwunsch vergessen.

Frau kann auch alleinerziehend bleiben, aber das ist ja hier nicht das Thema.

MKilk+a68


es ist schön, wenn man in der Notwendigkeit der Erwerbsarbeit zusätzlich noch einen Sinn findet und sich damit das Leben nicht bedeutend schwerer macht, aber wenn das nicht gegeben ist oder die Erwerbstätigkeit eine so große Bürde für jemanden wäre, dass es ihm das Leben verdirbt, also dann doch lieber nicht arbeiten, was soll der Quatsch.

Es ist in meinen Augen kaum der erstrebenswerte Gipfel der Selbstverwirklichung oder -perfektionierung, seinen Otto unter einen Arbeitsvertrag setzen zu können. Wenn da also jemand wäre, der grundsätzlich für mich als Partner interessant wäre - vom Wesen, vom Herzen, von den Ansichten und der Art, das Leben anzugehen her - dann würde für mich diese Beeinträchtigung keine nennenswerte Rolle spielen.

Diesen Abschnitt von a.fish kann ich nur unterschreiben und wollte ihn unbedingt nochmal hervorheben, weil ich die Eintstellung zur Erwerbsarbeit der meisten Schreiber*innen hier so gar nicht teilen kann.

aJ.fxish


Das widerspricht sich ja nicht.

Noja, ich finde schon, man kann sich da mal kritisch hinterfragen. Warum man dennoch so einem Männerbild nachhängt, warum man meint, so einen Partner zu brauchen/wollen, wieviel davon sich nur darum gut und richtig anfühlt, weil es einem als gut und richtig vermittelt wurde/wird etc. Wie oft man so in Kategorien von "männlich" und "weiblich" denkt und warum man manche Eigenschaften mehr dem einen oder anderen zuweist, warum man einen Mann als weniger begehrenswert empfindet, wenn er nicht der zugedachten Kategorie entspricht, etc., das ist mMn schon was mit der "inneren Emanzipation" zu tun.

Mwada6me Chaqrentoxn


Noja, ich finde schon, man kann sich da mal kritisch hinterfragen. Warum man dennoch so einem Männerbild nachhängt, warum man meint, so einen Partner zu brauchen/wollen, wieviel davon sich nur darum gut und richtig anfühlt, weil es einem als gut und richtig vermittelt wurde/wird etc. Wie oft man so in Kategorien von "männlich" und "weiblich" denkt und warum man manche Eigenschaften mehr dem einen oder anderen zuweist, warum man einen Mann als weniger begehrenswert empfindet, wenn er nicht der zugedachten Kategorie entspricht, etc., das ist mMn schon was mit der "inneren Emanzipation" zu tun.

die Diskussion war doch immer geschlechtsneutral, ich möchte weder eine Partnerin, noch einen Partner der nicht selbst für sich sorgen kann.

es geht hier nicht darum dass der Mann mehr verdienen soll, sondern dass eine Person als erwachsener Mensch fähig ist für sich selbst zu sorgen. ich möchte einfach niemanden an meiner Seite der von mir abhängig ist!

z.B. verdient mein Partner wesentlich weniger als ich, aber er verdient genug um sich sein Zeug selbst zu kaufen und gleichberechtigt Miete zu zahlen für unsere Wohnung.

ich selbst möchte niemanden auf der Tasche liegen, weder einer Person noch dem Staat - und ich wünsche mir einen Partner der das genauso sieht.

as.\fixsh


die Diskussion war doch immer geschlechtsneutral, ich möchte weder eine Partnerin, noch einen Partner der nicht selbst für sich sorgen kann.

Mein Post an PocketMouse betraf nur ihren Post, da ging es nicht mehr ums Verdienen, sondern um grundsätzliche Eigenschaften. Hat vielleicht nicht mehr so 100%ig mit dem eigentlichen Thema zu tun.

ich möchte einfach niemanden an meiner Seite der von mir abhängig ist!

Naja, wenn derjenige vorher auch schon nicht arbeiten gegangen ist, hat er ja wohl bisher auch irgendwie zurecht gekommen. Verhungern und verdursten muss man glücklicherweise hierzulande ja auch ohne Arbeit nicht.

PQocketsMousxe


Noja, ich finde schon, man kann sich da mal kritisch hinterfragen.

Kann man sicher aber muss man auch?

Ich finde das halt sexy, wenn der "männlich" ist.

Außerdem muss der bei mir auch gegenhalten können und sollte mir auch ein paar Takte erzählen können, wenn ich spinne.

Ich kann doch attraktiv finden was ich will und gleichzeitig den Anspruch haben, dass man mich z.B. in der Arbeitswelt nach Leistung und nicht nach Geschlecht bewertet.

CBoteDSauvTaxge


warum das, wenn ein Mann so etwas hat, anscheinend noch unattraktiver und abschreckender rüberkommt.

Vielleicht, weil es für einen Mann in unserer Gesellschaft unüblicher ist, "schwach" zu sein/ zu erscheinen?

Ich weiß natürlich nicht, wie ich über eine potenzielle Partnerin denken werden würde wenn ich ein Mann wäre. Aber ich bin sehr darauf aus, alleine gut klarzukommen, (das wäre ich vermutlich auch als Mann), und dazu gehört, dass niemand von mir abhängig ist, weil mich das dann umgekehrt auch abhängig macht. Dazu kommt dass ich auf Augenhöhe Wert lege.

@ TE

Was deine "Angsterkrankung" angeht: Wie offen ich damit im Job wäre käme für mich auf die Art der Erkrankung an und darauf wie "gut" mein kollegiales Umfeld ist.

E?hema:liger Nqutzer A(#4\98327)


Was deine "Angsterkrankung" angeht: Wie offen ich damit im Job wäre käme für mich auf die Art der Erkrankung an und darauf wie "gut" mein kollegiales Umfeld ist.

Ich denke, dass Depressionen/Burnouts mittlerweile von der Gesellschaft eher nachvollzogen werden können als Angsterkrankungen.

C(oteSoau.vagxe


Ich denke, dass Depressionen/Burnouts mittlerweile von der Gesellschaft eher nachvollzogen werden können als Angsterkrankungen.

Das kann schon sein. Burnout bzw Depressionen im Zusammenhang damit sind sozusagen eine "Leistungserkrankung", sprich: derjenige hat viel geleistet und sich dabei übernommen.

mpousezpo-tato


Ich habe sehr gute Erfahrung damit gemacht offen mit der Erkrankung umzugehen, ich mache auch viele Witzchen a la "Ich war ein bisschen verrückt" und "Ich hatte halt eine Tasse aus meinem Schrank verloren".

Bei mir wissen auf der Arbeit auch mehrere Personen Bescheid. Manche haben mich einfach nur für schüchtern gehalten.

Wenn im Ausnahmefall ein Spruch kommt, dann kontere ich damit, dass ich Sachen mache, die sich mein Gegenüber nicht traut (z.B. Vogelspinne auf die Hand nehmen, tauchen).

Ich habe übrigens kein Problem damit, meine Meinung bei meinen Kollegen und bei meinem Chef zu vertreten. Das ging allerdings nicht von Anfang an. Das Hauptproblem daran war, dass ich nur eine Ausbildung habe, während meine Kollegen fast alle studiert haben.

DcieKrfuemi


Noja, ich finde schon, man kann sich da mal kritisch hinterfragen. Warum man dennoch so einem Männerbild nachhängt, warum man meint, so einen Partner zu brauchen/wollen, wieviel davon sich nur darum gut und richtig anfühlt, weil es einem als gut und richtig vermittelt wurde/wird etc. Wie oft man so in Kategorien von "männlich" und "weiblich" denkt und warum man manche Eigenschaften mehr dem einen oder anderen zuweist, warum man einen Mann als weniger begehrenswert empfindet, wenn er nicht der zugedachten Kategorie entspricht, etc., das ist mMn schon was mit der "inneren Emanzipation" zu tun.

Und warum sollte man das kritisch hinterfragen?

Ich denke, es ist ein Irrglaube, dass sich etwas richtig anfühlen wird, nur weil es einem so vermittelt wurde bzw man sich zu dem hingezogen fühlt, auf das man konditioniert wurde. Auf die Spitze getrieben würde das ja wieder in Richtung "Umerziehung" von Homosexuellen gehen, denn was in die eine Richtung klappt, muss dann ja auch in die andere gehen.....

Ich bin kein typisches Weibchen, bewirtschafte nebenbei einen Offenstall mit derzeit 7 Pferden und 3 ha Land, kann mit Kreiselmäher und Motorsense umgehen, Dächer reparieren, Ställe bauen. In meinem Hauptjob verdiene ich dazu überdurchschnittlich gut. Zu mir fühlen sich sicher keine Mimimi-Männer hingezogen, es sei denn, sie suchen eine Mutti. Und die Rolle will ich nun wirklich nicht übernehmen. Ich will einen Mann auf Augenhöhe. Um mich emanzipiert zu fühlen, brauche ich keinen "schwachen" Mann, mir reicht es, eine starke Frau zu sein.

ap.fisxh


Kann man sicher aber muss man auch?

Nö, Du musst gar nichts. Du schriebst, dass sich traditionelle Rollenbilder ablehnen und diesen aber gleichzeitig in Teilen bei der Partnerwahl anhängen sich nicht widersprechen. Ich finde, das widerspricht sich. Da können wir ganz bequem schlicht unterschiedlicher Meinung sein.

Ich denke, diese Rollenbilder basieren auf Geschlechterklischees und einem differenzierteren Miteinander müssen differenziertere Geschlechterbilder vorangehen - daher würde ich mir wünschen, dass jede*r solche Klischees hinterfragt und herausfordert, wenn sie einem begegnen, auch im eigenen Kopf. Vielleicht sogar besonders da, ist schließlich der einzige Kopf, auf den man direkten Zugriff hat. Das Bild vom starken männlichen Mann, der stets stark und männlich sein muss, um überhaupt als männlich gelten zu dürfen, ist in meinen Augen ein sexistisches Klischee und dieses unkritisch zur persönlichen Vorliebe zu erklären, die nix mit gar nix zu tun hat, ist der Sache mit der differenzierten Betrachtung von Menschen imo nicht zuträglich. Der muss sich wiederum natürlich niemand verpflichtet fühlen, aber es ging ja nun gerade um das Thema Rollenbilder und warum psychisch erkrankte Männer es bei der Beziehungssuche schwerer haben.

D`ieK[ru@eAmxi


Ich messe gesellschaftlichen Rollenbildern deutlich weniger Bedeutung bei, sondern sehe vieles eher evolutionär bedingt. Auch, wenn wir keine steinzeitlichen Überlebensstrategien mehr benötigen, so ist noch sehr viel instinktives Handeln in uns. Und gegen Instinkt / Intuition anzuarbeiten, halte ich für ungesund.

Frauen, die die Pille nehmen, stehen zum Teil auf andere Männer als sie es tun würden, wenn sie nicht hormonell verhüten würden. Frauen jenseits der Wechseljahre / außerhalb des gebärfähigen Alters haben auf Männer, die ja deutlich länger Nachwuchs zeugen können, eine andere Anziehung als gebärfähige Frauen. Kleine, schmächtige Männer werden anders wahrgenommen, als große, kräftige. Da sich das, unabhängig vom Land /der Gesellschaft / der Kultur fast überall auf der Welt so vorfinden läßt, sehe ich eben weniger das von der Gesellschaft geprägte Rollenbild, als vielmehr evolutionären Instinkt als Grund. Der ist natürlich unterschiedlich ausgeprägt beim Individuum - zum Glück.

a/.fxish


Was beim Menschen nature oder nurture ist, ist allerdings ein weites Feld der Spekulationen. Gerade die vielzitierte Steinzeit wird ja seit einigen Jahren einer gründlichen Revision unterzogen, geht doch die Vorstellung der klassischen Steinzeitfamilie auf viel Phantasie des Bürgertums ums 18. Jhd. zurück, basiert aber auf wenig belegbaren Funden oder Fakten. Auch dort wurde also mit bereits bestehende Vorstellungen auf die Dinge geblickt und so Schlüsse mit einem großen Bias gezogen. Davon kann man sich niemals ganz frei machen. Wie Menschen "eigentlich", "in echt", "von Natur aus" sind oder sein sollten, entzieht sich mMn der menschlichen Erkenntnis. Wir konstruieren uns unser Menschenbild.

DcieKr-uaemi


abgesehen von dem Wort "Steinzeit" sehe ich zwischen deinem Post und dem Thema hier keinen Zusammenhang.

ok, dann lösen wir uns von der Steinzeit und fragen uns, welche Attribute das Überleben vereinfachen, unabhängig von der Gesellschaft/dem Land/den technischen Hilfsmitteln:

körperliche Fitness

alle "Sinne" beisammen ( Hören, sehen etc)

Mindestmaß an Klugkeit, Fähigkeit, konstruktiv zu denken

Besitz von Ressourcen oder die Fähigkeit, sich diese anzueignen

Handwerkliches Geschick

machen diese Attribute eher attraktiv oder unattraktiv?

hat sich wirklich in den Jahrtausenden der Menschheit so viel geändert?

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