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Bisexualität andeuten und wenn ja, wie?

r:axl`flixnden


Es kamen Hinweise, dass meine "Schwärmerei" potenziell gesetzwidrig sein könnte, was sie aber nicht ist, ...

Ich denke das ist sehr wichtig, das es hier von einigen angesprochen wurde. Mein Eindruck von dir war, das du gerne ein Gesamtbild der Situation haben möchtest. Und dazu gehört es nun mal, das man das eine oder andere, was man vielleicht selber noch gar nicht bedacht hat, erwähnt oder geschrieben bekommt.

In meiner Situation war das ähnlich: Ich hatte mein Problem versucht in Worte zu fassen. Aber bei dem Input durch das Forum kamen Punkte und Gedanken auf, die mir aufzeigten, das mein Problem wohl eher nur ein Symtom waren und die Ursache wo anders zu suchen sind. Leider musste ich mir dann auch anhören, das ICH das Problem durch meinen Charakter noch verstärke und "eigentlich selber schuld bin".

Letztendlich habe ich jetzt ein viel besseres Bild davon, was alles berücksichtig werden sollte (weil mein Problem ja immer noch besteht).

Wenn also hier einige in Frage stellen, ob es moralisch/ethisch korrekt ist, dann finde ich das nicht als Angriff gegen dich. Sondern nur als Hinweis, das auch dieses bewertet werden sollte, egal welche Entscheidung du dann triffst.

(Ich hoffe ich habe mich verständlich genung ausgedrückt - wenn nicht, dann bitte nochmal nachfragen)

OXne&Fl0ower


So sehe ich das auch. Allerdings hatte ich das schon erfasst und verstanden...

Ich war sogar schon bei einer anderen Beraterin, um mir zum Thema Rat einzuholen.

Sie fand das alles nicht schlimm, konnte mir aber dann auch nicht weiter helfen...

So ist das eben, allerdings sind hier nicht nur ausgebildete Psychologen unterwegs ... und manchmal können Deutungen zu Symptomen auch richtig nach hinten losgehen. Mann nennt es Laienätiologie. Hobbypsychologen können großen Schaden anrichten...

Mwonixkar65


Hobbypsychologen können großen Schaden anrichten...

Das können richtige Psychologen auch. ;-) Ich würde an deiner Stelle versuchen aus dir selbst heraus zu handeln und nicht auf den Rat von irgendwem hören.

OBneF/lowher


Das können richtige Psychologen auch. ;-)

Ja, es passiert halt vor allem dann, wenn man sich selbst verliert, nicht auf sich achten und jemand zu großen Einfluss gewinnt.

Bei meinem Thema habe ich versucht, die Anfrage auf das wesentliche einzugrenzen. Natürlich hat die Sache viele weitere Aspekte. Abgesehen mal von ihrem Status als "Coach" oder Mediatorin ist sie, auch wenn keine Psychologin, und hat eine gewisse Verantwortung. Sie ist auch wirklich die professionellste Person, die ich kenne.

Aber sie ist halt nun auch ein Mensch. Und ich bin halt auch ein Mensch.

Seit langer Zeit versuche ich einzuordnen, was da passiert. Und natürlich ist es eher wahrscheinlich, dass da gar nichts dran ist. Dass es einseitig ist. Das ich mich verlaufe.

Aber meine Antennen nehmen da halt noch ein anderes Signal auf. Und wenn ich etwas gelernt habe, dann auf meine innere Stimme zu hören.

Ich hab irgendwie Angst, dass sich die Sache "verliert", wenn ich nicht irgend einen Schritt mache. Ich hab auch in letzter Zeit meine Gefühle weg geschoben. Manchmal war es so, dass ich latent mit ihr so wie ein kleines bisschen geflirtet habe. Das mache ich jetzt kaum noch ...

Es schläft gerade alles wie so ein bisschen ein. Ich bin ganz passiv, eben weil ich keine Ahnung hab, was ich machen soll. Sollten ihre Bemerkungen zur sexuellen Orientierung gezielt erfolgt sein, dann wird sie sich jetzt vielleicht fragen, warum von mir dazu keine Stellungnahme kommt.

Naja, manchmal sagt man auch ganz viel zu Themen, oder es sagt sehr viel aus, wenn man plötzlich nix mehr dazu sagt. Vor allem dann, wenn man ja zu allem anderen immer ganz viel sagen kann.

Ich hänge fest. Und ja, in mit 90 % Wahrscheinlichkeit fühlt sie gar nichts und ist einfach nett und professionell.

Aber mit diesem Fakt arbeite ich schon länger, und es bringt mir einfach nichts, mein innere Stimme und die Schwingungen wegzuschieben. Es kommt immer wieder hoch. Und es kommen auch Signale von ihr, die in die 90% "is nichts" eben nicht passen. Da könnte noch etwas anderes sein. Und daran muss ich arbeiten, herauszufinden, was das ist und eben mal ein (subtiles) Signal zum Thema sexuelle Orientierung geben, wenn sie's nun schon zum 4. Mal in irgend einem anderen Zusammenhang hat fallen lassen. Egal, ob es jetzt gezielt von ihr war oder vielleicht auch einfach Zufall...

D7ie Se<herxin


Aber meine Antennen nehmen da halt noch ein anderes Signal auf. Und wenn ich etwas gelernt habe, dann auf meine innere Stimme zu hören.

das gefährliche an genau diesen signalen ist aber oft, dass man sie sich so hin-interpretiert, wie man sie gerne hätte. dass aus kollegialer nettigkeit von einer "verknallten" person eben zugewandtheit herauslesen, die über das kollegiale hinausgeht - eben weil man sich das innerlich wünscht.

ich selber fand bisher die vorschläge am besten, die dich selber in den mittelpunkt stellen, nicht aber eure beziehungsebene :)_

OtneFqlower


dass aus kollegialer nettigkeit von einer "verknallten" person eben zugewandtheit herauslesen, die über das kollegiale hinausgeht - eben weil man sich das innerlich wünscht.

ja. Ich stimme zu. Das ist mir bewusst.

ich selber fand bisher die vorschläge am besten, die dich selber in den mittelpunkt stellen, nicht aber eure beziehungsebene :)_

das mach ich auch die ganze Zeit.

Manchmal fühle ich mich total lächerlich und denke OMG, wenn sie wüsste ...

O/neF\lowexr


ganz mal abgesehen davon hat sie nen Partner (der unter der Woche auswärts arbeitet) und einen halb erwachsenen Sohn, der meistens bei ihrem vorherigen Ehemann wohnt...

IXmxma


Als lesbische Frau habe ich natürlich auch so manche Erfahrungen mit hetero bzw bi Frauen gemacht ;-)

Da kamen oft Erklärungen, dass man selbst ja keine Probleme mit Homosexualität hat, aufgeschlossen ist usw.

Ich habe eigentlich immer gemerkt, ob das nun Solidaritätsbekundungen waren oder Angebote. Es zählt nämlich nicht nur das Gesagte an sich, sondern viel mehr das "wie".

Du könntest ja zuerst mal versuchen, den Kontakt privater zu gestalten. (Ich finde Sie sehr symphatisch, hätten Sie Lust, mit mir mal einen Kaffee trinken zu gehen?) In privater Atmosphäre kannst du dann immer noch rausfinden, was Sache ist, indem du mit ihr flirtest. Das ist zwischen zwei Frauen nicht anders, als zwischen Mann und Frau auch.

Du solltest dir aber vielleicht viel mehr Gedanken darum machen, dass sie einen Partner hat?

rXalfli.nxden


Du könntest ja zuerst mal versuchen, den Kontakt privater zu gestalten.

Das wäre jetzt auch meine nächste Idee zu diesem Thema gewesen. Denn dadurch könnte man unter Umständen ableiten, ob sie auch gerne Zeit mit dir verbringen möchte, ohne das sie dafür bezahlt wird. Dabei siehst du dann vielleicht auch, wenn die Atmosphäre etwas gelockerter ist, ob sie auch mal mehr von sich erzählt - etwas was sie sich in ihrer "Praxis" (ich nenn das jetzt einfach mal so), nicht trauen würde, weil es für sie ja ihr Arbeitsplatz ist.

Auch wenn sie in einer Beziehung steckt - das tust du ja auch - heißt das nicht, das sie völlig abgeneigt wäre, sich mit dir zu treffen und eine Art "Affäre" zu haben. Aber darüber zu spekulieren ist jetzt noch viel zu früh.

Vielleicht kannst du dir das ja mal überlegen, sie zu einem Kaffee in die Stadt oder auch direkt bei dir einzuladen (falls du das willst und es möglich ist, weil dein Partner garantiert nicht anwesend ist ;-) ). Je nachdem wie sie drauf reagiert, wirst du dann weiter sehen können.

Ich drück dir die Daumen @:)

O#neFloxwer


@ Imma

- Du sprichst mir aus der Seele ...

dass sie einen Partner hat?

ja, das beschäftigt mich auch. Keinesfalls will ich irgend etwas "kaputt" machen.

Manchmal hatte ich den Eindruck, sie könnte "offen" sein für "was auch immer", der Mann scheint vielbeschäftigt (selbständig) zu sein, viel weiß ich nicht über ihn, verheiratet sind sie nicht, soviel ich erfahren habe.

Allerdings ist es eher unwahrscheinlich, dass sie aus einer (gesetzt dem Fall) intakten Partnerschaft irgendwas mit irgendwem anfängt ..

wie gesagt, ich "bildete" mir ein "Signale" von ihr zu empfangen ...

zu den Solidaritätsbekundungen: im Prinzip hab ich nie gesagt, ich bin bi. Ich hab sogar meist von "männlichen" Partnern/Expartnern/Partnerkonflikten gesprochen. Keine Ahnung, wie sie immer auf das Thema kam.

Vielleicht hat sie "Signale" von mir bekommen ... dann kann es halt sein, sie war einfach nur neugierig oder eben "interessiert"

den Kontakt privater zu gestalten.

damit tue ich mich superschwer ... die Atmosphäre wirkt bei ihr so superprofessionell und ich hab immer auch das Gefühl, da ist eh nix, ähnlich einer Songzeile "She's so high above me"... ich hab auch derzeit so viele Baustellen (privat/emotional), dass ich irgendwie nicht die Kapazität habe, jetzt den "großen" Schritt zu machen mit der Chance einer 95 % igen "Abfuhr". Ich "brauche" sie auch, meine Dinge zu ordnen, Ordnung in meine Problemchen zu bringen, Motivation etc. Es gibt ein Konzept, dass sie immer wieder ändert und ich bin nicht mal "halb" an den Zielstellungen dran...

Ich wollte mich halt langsam rantasten. Bei der derzeitigen Situation wäre allerdings jedes Signal irgendwie super offensichtlich - das befürchte ich zumindest ...

r|alf=lindjexn


Ich wollte mich halt langsam rantasten. Bei der derzeitigen Situation wäre allerdings jedes Signal irgendwie super offensichtlich - das befürchte ich zumindest ...

Ich finde eine freundliche und nette Einladung zu einem Kaffee/Kuchen ist völlig unverbindlich für euch beide. Aber wenn du das Gefühl hast, das es "too much" ist und dein Coaching gefährdet, dann höre auf deine Stimme. Denn ich denke, du bist am Besten mit der Situation vertraut und wirst das auch einschätzen können.

OVn{eF4low3er


@ ralf:

Vielleicht kannst du dir das ja mal überlegen, sie zu einem Kaffee in die Stadt oder auch direkt bei dir einzuladen

siehe oben

- die Idee ist nicht schlecht, das wäre nur der über- über - übernächste Schritt. Dafür bin ich derzeit nicht bereit irgendwie.

Momentan gehe ich lieber "kleine" Schritte, auch nach dem Motto: sorry - Grenze überschritten - wollte ich gar nicht ... - falls sie blöd reagiert, was sie bisher nie getan hat.

Manchmal denk ich, vielleicht denkt sie sich das Gleiche wie ich ... oder eben auch nicht ...

O|neFBl?owfexr


@ Imma,

ich hab etwas gelesen, den sogenannten "gaydar". Das ist wahrscheinlich auch wieder so ein Vorurteils-Ding...

aber... "spürt" man an irgend etwas, ob eine Frau auch an Frauen interessiert sein könnte?

Ich selbst bin jetzt keine "Tussi", aber eher feminin, schminke mich, sehe "hetero" aus. Wie auch einige lesbische Frauen, die ich kenne. Die hätte ich auch nicht als lesbisch eingestuft. Komisch, dass man immer erstmal davon ausgeht, dass alle "hetero" sind...

r4a%lfVlindxen


omentan gehe ich lieber "kleine" Schritte, auch nach dem Motto: sorry - Grenze überschritten - wollte ich gar nicht ... - falls sie blöd reagiert, was sie bisher nie getan hat.

Ok, das ganze kommt mir total bekannt vor ;-D Ich stecke grad in einer ähnlichen Lage. Und auch ich hab diese Bedenken ständig. Laß dir also (symbolisch) die Hand reichen und sie dir gewiß, da ich verstehe, wie du gerade "leidest"

CbiRnn>amon4


Hm... ich schreibe jetzt auch einfach mal was dazu, ohne Alles gelesen zu haben. Sorry also, falls der eine oder andere Gedanke nicht neu in der Diskussion ist.

So wie ich die TE verstehe, möchte sie keine Ratschläge dazu, ob das mit ihrer Therapeutin richtig so wäre. Trotzdem möchte ich kurz zu bedenken geben, ohne die TE bevormunden zu wollen: In einer Psychotherapie herrscht ja ein gewisses Gefälle, einfach weil deine Therapeutin viel, viel mehr über dich weiß als du über sie. Sie ist für dich da, wenn du Trost und Hilfe brauchst - umgekehrt ist das nicht der Fall. Das ist in anderen, zwischenmenschlichen Beziehungen (seien es jetzt Freundschaften oder Liebschaften) ja nicht so. Wenn ihr also eine Beziehung anstrebt, solltet ihr - aus meiner Sicht - in euer beider Interesse das Coaching beenden und euch auf privater Ebene neu finden. Du wirst dann vermutlich auch verletzliche Seiten an ihr finden oder auch Momente erleben, in denen sie kein Verständnis für dich hat. Ihr solltet dann einfach aufpassen, dass dieses künstliche Beziehungsgefälle, welches in Psychotherapien entsteht, sich nicht im privaten Bereich fortsetzt. Ich persönlich sehe eine Beziehung zwischen dir und deiner Therapeutin also schon als möglich an, aber nicht parallel zur Therapie/Coaching und es werden auch Herausforderungen auf euch zukommen, wenn ihr das berufliche Verhältnis in ein privates umwandeln wollt.

Zurück zu deiner Frage:

Ich würde an deiner Stelle vermutlich einfach von mir und meinen bisexuellen Erfahrungen erzählen, wenn sie das Thema das nächste Mal aufgreift. Das wirkt zwanglos und so, als ob ihr eben einfach mal ganz neutral über eure Erfahrungen sprecht. Oder du sagst dann sowas, wie: "Ich bin ja auch froh, dass Homo- und Bisexuelle heutzutage schon weniger diskriminiert werden als früher, sonst wäre ich arm dran." Oder du erzählst mal von einer hübschen Frau, die dir letztens begegnet ist, und die dich total umgehauen hat... Einfach so als Smalltalk. Oder - auch als Smalltalk - erzählst du davon, wie unsinnig du die Einteilung in Mann und Frau findest, und dich selbst einfach in Menschen verliebst. Überlege, wie du einer normalen guten Freundin, von der du nichts willst, davon erzählen würdest. Vielleicht fällt dir dann was ein @:) !

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