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Kontaktsperre nicht durchsetzbar

uqhrme5nschx64 hat die Diskussion gestartet


Hallo euch allen. Will euch garnicht nicht die ganze Tragödie näher bringen. Mir geht es wie vielen hier. Das Thema "Keine Gefühle mehr".

Gut, Trennung erfolgte vor 4 Wochen mußten uns noch einige Male treffen wegen verschiedenen Sachen. Sie super drauf, ich habe ganz schön meine Probleme damit sie loszulassen.

Es geht hier auch nicht darum sie wiederzubekommen, ich akzeptiere die Trennung.

Mein Problem ist, meine Ex ist eine Kollegin von mir. Wir arbeiten nicht regelmäßig miteinander aber es wird immer wieder vorkommen, das wir eine Woche mal zusammen arbeiten müssen. Das kann auch keiner von uns beiden verhindern. Sie hat aber damit auch kein Problem, denn ich bin in ihren Augen ja wieder Kollege und Freund, wie vor der 4 jährigen Beziehung. Die nächste Woche bin ich wegen einer Op noch krankgeschrieben. aber dann könnte es schon zu einer Begegnung kommen.

Und das macht mir zu schaffen. Ich kann die eigenlich wichtige Kontaktsperre nicht vollziehen. Hat jemand Ratschläge für mich, wie ich damit umgehen kann, denn ich will loslassen können.

Antworten
M)ick,flow


Wie kommst Du auf den Begriff "Kontaktsperre"?

u:hrmen8sch64


Hallo Mickflow, diese möchte ich für mich. Wenn ich meinen Gefühlen für sie nachgeben würde, die immer noch stark vorhanden sind, würde ich sie telefonisch kontakten. Das wäre sicherlich kontraproduktiv um loslassen zu können.

Sie meldet sich ja auch nicht. Sie ist da logischerweise viel weiter als ich. Sie hatte schon in der Beziehung mit mir abgeschlossen.

MPonijk2a65


Schwierige Situation. Ich würde so wenig wie möglich "Freund" sein und auch das Kollegiale auf das Notwendigste beschränken. Und vor allem in dieser Zeit Gedanken von Bedauern oder Begehren so weit wie möglich von mir schieben. Auf das eher Negative konzentrieren, falls solche Gedanken aufkommen.

uwhrme1nscxh64


Das ist ja mal schon ein Hinweis mit der Konzentration auf das Negative. Ich weiß nicht ob ich das hinbekomme bei ihrer offenen, fröhlichen Art, die auch bei den anderen Kollegen gut ankommt.

Aber ich merke gerade wieder einmal, daß ich mich schon wieder mit der Zukunft beschäftige und nicht mit dem heute und jetzt. Das Kopfkino ist schon wieder stärker.

MPoni3ka6x5


Unter negativ braucht man ja nicht negative Charakterzüge verstehen (obwohl das sicher auch nach einer Trennung möglich ist), sondern auch einfach den Ablauf der Trennung an sich, dass sie zum Beispiel mit dir schon während der Beziehung abgeschlossen hatte. Also ihr "super" drauf sein, was ja zeigt, dass ihr die Trennung am Allerwerstesten vorbei geht und DAS finde ich sehr negativ.

uWhrm#ensc"h64


Hallo Monika65, du findest das als negativ. Für sie war aber die Trennung ja eine Art Erlösung. Jetzt merke ich erst im Rahmen der Selbstreflexion das ich die ganze Zeit von Oneitis besessen war, und somit ihre Reaktion nachvollziehen kann die zur Trennung führten.

Eigentlich müßte ich ihr dankbar sein, aber soweit bin ich noch nicht.

MWon,ikSa65


Dazu gibt es zwei Perspektiven, aus ihrer Sicht war es sicher nicht negativ. Aus der eigenen Sicht schon, im Trennungsfall muss man egoistisch denken, dankbar sein kann man später immer noch.

Es hilft dir nicht weiter, wenn du ihre Perspektive annimmst. Zu einer Beziehung gehören immer zwei. Du hast geschrieben, dass du in ihren Augen wieder der Kollege und Freund bist, der du vorher warst. DAS ist nicht möglich, finde ich, man kann das Rad nicht zurückdrehen, wenns auch vielleicht für sie ganz nett wäre. Aus einem ordentlichen Abstand heraus geht das vielelicht auch für dich mal wieder, aber im Moment solltest du versuchen, für DICH zu denken. Wenn du zu Beziehungsabhängigkeit neigst wäre der erste Schritt aufzuhören den Partner oder Expartner zu idealisieren und seine Weltsicht zur eigenen zu machen.

MYar5tinx_20


Ich kann dir die Geschichte eines Arbeitskollegen erzählen:

er war lange Zeit mit seiner Jugendliebe zusammen und sie hat dann anscheinend "aus heiterem Himmel" Schluss gemacht. Ihn hat das super getroffen. Inzwischen ist er verheiratet und hat Kinder. Da sie beruflich alle paar Monate mal zu tun haben, sehen sie sich auf Vorträgen und Tagungen. Aber wenn er sie sieht, kommt das alles wieder hoch. Er meinte vor 2 Jahren: wenn sich die Gelegenheit ergibt, würde ich meine Frau für sie betrügen. Er sagt das, als ob es ein Naturgesetz sei (finde ich scheiße, aber ich will mal sachlich bleiben). Es kam wohl nie dazu, weil sie inzwischen auch verheiratet ist und es scheinbar genießt, ihn so hinzuhalten. Letztes Jahr dann die Situation vollkommen umgedreht. Sie trinkt ein Gläschen zu viel und schüttet ihm ihr Herz aus. Ihre Ehe ist scheiße und alles nervt sie. Er hätte sie auf dem Silbertablett bekommen können, aber dachte dann an Frau und Kind und ließ es.

So wird das zwischen den beiden garantiert auf ewig hin und hergehen. Wir sagen immer, er soll sie nicht treffen...rein beruflich und professionell und dann am Abend getrennte Wege. Das geht. Aber sie können es beide nicht lassen.

Ich sage nicht, dass du den Job wechseln musst. Aber ich muss den Miesepeter spielen und dir sagen: entweder du lernst vollständig loszulassen, oder du findest Wege, den ihren nicht zu kreuzen. Sonst wird es sehr anstrengend.

u-hrm9enMsch64


Danke Monika, Du siehst die Sache wirklich richtig. Bei der Trennung sagte sie mir auch, es wäre schön wenn man alles wieder auf Null setzen könnte.

Natürlich weiß ich auch das ich jetzt an mich denken muß, und daher komme ich mit der Kontaktsperre gut zurecht. Meine Ängste beziehen sich auf das nächste dienstliche Zusammentreffen.

uchrmCens(ch6x4


Martin_24, ich freue mich über deinen Beitrag. Natürlich muß ich versuchen ganz lozulassen. Ich hoffe aber auch das sie dabei bleibt und sich nicht auf dem Tablett präsentiert.

Ich kann mir sehr wohl vorstellen das es sonst anstrengend wird.

D.ie Se(herxin


Natürlich weiß ich auch das ich jetzt an mich denken muß, und daher komme ich mit der Kontaktsperre gut zurecht.

vielleicht hilft es dir innerlich ein wenig, wenn du dich von diesem wort löst und dir selber distanz vorgibst. es hilft ja nichts, wenn die berufliche konstellation nun mal so ist - dann aber bitte etwas erreichbares als ziel setzen!

distanz heißt halt dann, dass du begegnungen vermeidest, bei denen du mit ihr allein bist, gespräche vermeidest, die über den beruflichen kontext hinausgehen und so... außerdem finde ich, dass du ihr das genau so auch kommunizieren solltest.

dieses "lass uns freunde bleiben" funktioniert nämlich (fast immer) nur dann, wenn beide beteiligten einen zeitlichen, räumlichen und emotionalen abstand hatten, um die alte emotionale beziehung zu beenden - sonst kann man doch gar nicht zurücksetzen auf null :)_

ubhrm#enschx64


Danke an die Seherin. Du hast mir da eine echte Alternative aufgezeigt, mit dem Begriff "Distanz". Denn Sperre hört sich wirklich so konsequent und hartherzig an. Ich glaube, das mir das die Sache schon etwas leichter machen wird. Das merke ich jetzt schon.

E5istzropfexn


Warum wechselst Du nicht den Job? Klingt etwas hart, aber immer noch besser als Jahre lange sie gut (oder weniger gut) gelaunt zu sehen...und weiter zu leiden.

u4hrumenFsch6x4


Nach 36 Jahren in der Firma, werde ich nicht wegen einer Exbeziehung den Job wechseln. Das geht einfach nicht. Das muß ich hinbekommen. Mit meiner Exehefrau hat das nach der Scheidung vor 5 Jahren auch funktioniert, obwohl da noch das jüngste Kind im Spiel war.

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