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Bedeutet "auf Augenhöhe sein" auch gleicher Bildungsabschluss?

C+le*o E(dw]ards v. 7Davconpoorxt


Entschuldige die kurze Antwort, mag ein bisschen unhöflich sein, aber vielleicht ist das große Wort und der Unterschied dazu auch einfach tiefer gehendes Interesse ?

Vor allem auf die Frage nach der Einstellung, bzw. unterschiedlicher Einstellung.

E]hem4aligeOr Nutvzer E(#592x547)


Ja, aber unterschiedliche Interessen entstehen ja eben auch nicht aus Null und Nichts, sondern haben bestimmte Voraussetzungen wie z.B. unterschiedliche "Persönlichkeiten". Diese wiederum entstehen auch nicht aus Null und Nichts, sondern kommen zumindest von einem Genpool und gleichermaßen von den Dingen, die wir im Laufe unseres Lebens erfahren (nature vs. nurture).

Und da ja nun nicht jeder Mensch grundlegend verschiedene Interessen hat, sondern sich immer mal wieder Menschen finden, die sich für die gleichen Dinge interessieren (auch gleichermaßen verschiedenartige Interessen pflegen), muss man sich fragen, welche Voraussetzungen und Entstehungsbedingungen Interessen haben. Und da spielen eben nicht nur angeborene Eigenschaften eine Rolle, sondern auch soziale Bedingungen.

Ich möchte nicht sagen, dass man sich für so etwas interessieren muss, um ein guter Mensch zu sein. Damit geht gar keine Bewertung einher für mich. Ich möchte nur sagen, dass es vielleicht lohnend sein kann, nach so etwas zu fragen. In der Ausgangsfrage des Threads wie in vielen anderen Fragen, die soziale und sozialpsychologische Phänomene betreffen. Denn offensichtlich reicht es ja nicht aus, um bestimmte bestehende Probleme zu lösen, dass alle nach ihrem Bauchgefühl gehen. Sonst hätten wir die Probleme schließlich nicht. Es muss also komplexer sein. :)z

ElhemaligHer Nutz{er (#5r92547g)


Denn offensichtlich reicht es ja nicht aus, um bestimmte bestehende Probleme zu lösen, dass alle nach ihrem Bauchgefühl gehen. Sonst hätten wir die Probleme schließlich nicht.

Z.B. Kriminalität, soziale Ungleichheit, usw.

PVytthonisxt


@ Cinnamon4

Nur so aus Interesse, Pythonist, du musst auch nicht antworten, wenn du nicht willst:

Den Hinweis finde ich überflüssig.

Warum wäre eine Lebenspartnerschaft (oder engere Freundschaft, wenn ich das richtig herauslese) für dich mit einem Menschen, der kein Akademiker ist, nicht vorstellbar? Würde dich stören, dass dein Gegenüber den Lebensabschnitt "Studium" nicht erlebt hat, sodass ihr nicht darüber sprechen könntet? Oder geht es da um andere Aspekte?

Im Prinzip ist das schon der zentrale Punkt.

Mir geht es dabei nicht um das Diplom oder den Bachelor/Master an sich (also eine genau festglegte Abschlussform), sondern einfach das Erlebnis einer langen, intensiven Ausbildung mit internationalen Mitstudenten, ggf. einer WG-Zeit, Erfahrungen mit den Profs und Dozenten, das Erlebnis der freien Gestaltung des Studiums und viel Freiheit in der Interessenentfaltung und Auswahl der Nebenfächer, das Erlebnis der Abschlussarbeit. Und all das über Jahre an einem Thema, wodurch sich eine gewisse, verlässliche Tiefe erreichen lässt. Gewohnt sein, viel zu lesen, auf gutem Niveau mitdiskutieren können, sich gut ausdrücken zu können, Ergebnisse präsentieren/veröffentlichen, und die Erfahrung, dass diese Ausbildung mit einer ersten Berührung mit wissenschaftlicher Arbeit verbunden war, samt Englisch als normaler Sprache zwischen internationalen Kontakten, auch Auslandserfahrungen. Und einer langen Zeit mit geringem Einkommen aber guten Verdienstaussichten. Sowie der inneren Sicherheit, mit dem Abschluss gezeigt zu haben, dass man gern lernt, und Prüfungssituationen besteht. Und etwas erreicht zu haben, was später zu einer sicheren Lebensgrundlage beiträgt.

Jemand der studiert hat, hat da in der Regel ähnliche Erfahrungen. Wenn jemand nicht studiert hat (z.B. erst Lehre, dann Meisterin), ist ja kein Ausschlusskriterium. Aber dann würde ich trotzdem nach den oben genannten Eigenschaften und Fähigkeiten "suchen" und schauen, ob das zusammenpasst.

Auch wenn ich so typische Studienbegriffe wie "Uni-Mensa", "Fakultät", "Professor", "Dozent", "Hiwi", "Studentenwohnheim", "Wissenschaftlicehr Mitarbeiter", "Dekan", "Semester", "Vorlesung", "Referat", "Proseminar", "Bachelor-/Master-/Diplomarbeit", "Audimax" erst erklären muss, behindert das unsere Kommunikation. Sonst hingegen ist es etwas verbindendes, auch wenn jeder seine Erfahrungen gemacht hat. Für mich fühlt es sich gut an, wenn ich ohne große Nachfragen verstanden werde. Es bildet sich eher das Gefühl, auf einer Wellenlänge zu sein, damit Sympathie und Zuneigung und damit die wichtigste Vorraussetzung für eine Partnerschaft.

Und neben diesem Gefühlsaspekt gibt's bei mir auch so rationale Gründe: es kann gut dazu kommen, dass ich mal für eine Zeit im Ausland arbeiten werde. Mit jemand, der z.B. Auslandserfahrung schon hat und sich dann dort zurecht kommt, ist die Wahrscheinlichkeit viel größer, zusammen diese Auslandsjahre zu verbringen. Das Studium ist dafür keine zwingende Voraussetzung, eine gute Ausbildung und ein Zurechtkommen in einer fremden Kultur verbessert aber meines Erachtens die Möglichkeiten, dass auch meine Partnerin dann mitkommt. Oder ich mit ihr eine Zeit lang ins Ausland gehe.

Auch bei einem Aspekt wie z.B. Kindererziehung würde ich erwarten, dass beide Eltern eher auf einen gemeinsamen Weg kommen, wenn sie eben eine ähnlich tiefe Ausbildung haben.

Am Ende geht's mir da nicht um eine Wertung besser/schlechter, sondern einfach die Kompatibilität zwischen den beiden Personen.

N~3st~orys


Guten Morgen,

Ich habe mir alles durchgelesen. Und bei der fachlichen sozialpsychologischen Disskusion hab ich Kopfschmerzen bekommen beim lesen. ??? Das hat nichts damit zu tun, das ich nichts akademisches studiere, aber als Informatiker könnte ich mit anderen Fachbegriffen um mich werfen und keiner würde sie verstehen. :=o Könntet ihr nicht zusammenfassen und in Worte kleiden die jeder versteht? |-o

Zum Aspekt Freizeit Akademiker - Nicht Akademiker:

Ich kann hier nur aus meinem Umfeld sprechen, der hier ist Fachhochschulstudium Technische Informatik. Und die Leute mit denen ich oft zu tun habe, gehen sehr gerne auf Festivals. Meistens sinds aber auch Bastler die in ihrer Freizeit gerne an Projekten Arbeiten. :-) Studentenmäßig vom Hintergrund ist auch alles kunterbunt, von frisch vom Abi ins Studium über Ausbildung und dann Studium etc. Und keiner hat da wirklich Lust auf Theater, Musicals (Naja ich schon aber man muss bei den Preisen halt warten bis es Aktionen gibt), Opern, und Weinproben.

Ich persönlich komme aus einem Akademischen (stark NWT geprägten) Haushalt. Erwartet wurde von mir schon das ich einmal studiere, und ich denke aber auch, meine Eltern hätten sich schon irgendwie abgefunden hätte ich nur eine Ausbildung gemacht.

Trotzdem ist mir in der Frage von Freundschaft oder Beziehung der Bildungsabschluss egal. Einfach deswegen weil mir mein bester Freund (der eine Ausbildung gemacht hat) bewiesen hat das man um intelligent zu sein kein Abi haben muss. In vielen Punkten ist er viel vernünftiger als ich, zielstrebiger. Im Gegensatz zur Exfreundin seines Bruders, die Germanistik studiert, sich für was besseres hielt, aber trotzdem so hohl war wie ein Stück Brot, und mit ihren Ansichten für nach dem Studium sehr realitätsfremd war.

Ganz ehrlich, was nützt mir ein akademischer Grad, wenn ich davon am Ende nicht leben kann. Ich hätte auch statt Informatik, Philosophie oder Psychologie studieren können. Aber man muss da echt verdammt gut sein um am Ende etwas zu erreichen. Die Chance dort bei der Arbeitssuche auf die Schnauze zu fallen ist echt hoch.

So zum Thema Beziehung: Um auf Augenhöhe zu sein, muss mein Gegenüber mit mir auf einer Wellenlänge sein. Wenn ich es schaffe ihn mit meiner Art unterzubuttern, egal ob Charakter, oder Intelligenz, dann passt es nicht. Weil Augenhöhe heißt für mich, dass mein Gegenüber auch Kontra geben kann. Zumindest unter anderem.

Und mein lieber Schatz mit dem ich jetzt über 6 Jahre zusammen bin, kann das. x:) x:) Er ist übrigens ausgebildeter Elektriker.

@:)

Lso|laXx5


@ scarface1988

Ich sehe es nicht so, dass der Satz nur ohne dieses Wort stimmt, denn die intrinsische Motivation wird bei der Dissonanzreduzierung im beschriebenen Fall eben genau wegen des Geldes verdrängt (hier besteht die Dissonanz zwischen der als unangenehm empfunden, langweiligen Tätigkeit und der als angenehm empfunden, extrinsischen Motivation in Form von Geld). :)z

Tja, wenn du trotz meines Hinweises immer noch findest, dass der Satz stimmt, dann hast du eben einen hartnäckigen Denkfehler und es war nicht nur ein Flüchtigkeitsfehler, der dir unterlaufen ist.

Es geht mir nicht darum, gebildet zu wirken, sondern darum, über diese Konzepte zu diskutieren, weil ich sie spannend finde. Wenn du mehr über kognitive Dissonanz weißt als ich, dann zeig doch argumentativ auf, was du meinst. Das fände ich interessant.

Es geht mir nicht um das Fachwissen, sondern darum wie man es im Alltag anwendet. Man kann sein Wissen auch einfach unauffällig in dem, was man sagt, einbauen. Ich finde es für diesen Faden weder nötig noch sinnvoll irgendwelche Studien zu zitieren.

[...]

[...] Es ging mir nur darum, darauf hinzuweisen, dass auch jemand, der in langen Monologen "auf Akademisch" doziert, inhaltlich auch genauso mal die eine oder andere Aussage bringt, die einfach Unsinn ist. Das fällt aber einigen nicht auf, daher finde ich es sinnvoll, auf solche Fehler hinzuweisen, wenn sie mir auffallen.

[...]

Und selbst wenn es stimmt, geht man mit dozieren schnell jemandem auf die Nerven. Jenen, die dasselbe Wissen schon haben, bringt die Wiederholung schließlich nichts, und die anderen, die etwas noch nicht wissen, brauchen tendentiell eine einfachere, leicht verständliche Aufbereitung der Inhalte, sonst haben sie auch nach dem Vortrag nicht an Wissen gewonnen.

Hhype9rioxn


Ein Beitrag wurde gelöscht.

pTaraze@lln2u'ss


Auf 'Augenhöhe' sich begegnen heißt, sich nicht höher zu stellen als sein Gegenüber. Leben und leben lassen. Ohne viel Geschwurbel und Brimborium. Auf Augenhöhe heißt schlicht und einfach 'Mensch sein'.

E@hemalige`r Nutz@er (#5x92547)


Es geht mir nicht um das Fachwissen, sondern darum wie man es im Alltag anwendet. Man kann sein Wissen auch einfach unauffällig in dem, was man sagt, einbauen. Ich finde es für diesen Faden weder nötig noch sinnvoll irgendwelche Studien zu zitieren.

1. Es ist nach wie vor kein Fehler, wie inzwischen auch eine andere Userin nach Schilderung meines Gedankenganges sehen konnte, die wohl ebenfalls etwas Fachwissen hat - im Übrigen hat auch Cinnamon keinen Fehler gefunden beim Durchlesen. Also inzwischen sind da inklusive mir drei Leute, die den Gedankengang für plausibel halten (mit Hintergrundwissen). Der Satz und der dahinter liegende Gedankengang sind so schlicht nicht falsch. Substanzloses Pseudogschafftln um des Gschafftlns willen hat noch nie irgendetwas geholfen. Du hast nämlich immer noch nicht erklärt, warum eine positive Korrelation nicht intuitiv ist. Deine Antwort besteht nur aus: "Schau her, wie substanzlos das ist, was du schreibst, dabei fühlst du dich so klug - aber nein, ich möchte gar nicht sagen, dass du substanzlos bist, obwohl du dich so klug fühlst und dich damit ungerechtfertigt vorführen. Genauso wenig möchte ich erklären, warum das substanzlos ist, um dich nicht vorzuführen, sondern einen berechtigten Fehler zu korrigieren. Es geht mir nicht darum, nur darauf hinzuweisen, damit dich alle für einen Deppen halten. Aber schau her! Schau her, was du für ein Depp bist!" Ich bin nicht blöd genug für so eine Masche. Tut mir leid.

2. Nur, weil vereinzelt Leute der Ansicht sind (du auch), dass in diesem Faden kein Fachwissen nötig ist, heißt das nicht, dass sonst restlos alle anderen das genauso sehen und dass sich alle Diskussionsteilnehmer nach dieser Ansicht richten müssen. Und wenn dich meine Beiträge sehr stören, kannst du sie ja einfach ignorieren oder melden bzw. dich selbst anders auf andere beziehen. Auch selektiv kann man in diesem Faden weiter diskutieren. Ich selbst gehe nicht auf alles ein.

3. [...]

Ich erkenne keinen Mehrwert darin, weiter auf deine Beiträge einzugehen. [...] Ich werde mich jetzt wieder der konstruktiven Seite des Fadens widmen.

Lqiver(pool


Mir geht es dabei nicht um das Diplom oder den Bachelor/Master an sich (also eine genau festglegte Abschlussform), sondern einfach das Erlebnis einer langen, intensiven Ausbildung mit internationalen Mitstudenten, ggf. einer WG-Zeit, Erfahrungen mit den Profs und Dozenten, das Erlebnis der freien Gestaltung des Studiums und viel Freiheit in der Interessenentfaltung und Auswahl der Nebenfächer, das Erlebnis der Abschlussarbeit. Und all das über Jahre an einem Thema, wodurch sich eine gewisse, verlässliche Tiefe erreichen lässt. Gewohnt sein, viel zu lesen, auf gutem Niveau mitdiskutieren können, sich gut ausdrücken zu können, Ergebnisse präsentieren/veröffentlichen, und die Erfahrung, dass diese Ausbildung mit einer ersten Berührung mit wissenschaftlicher Arbeit verbunden war, samt Englisch als normaler Sprache zwischen internationalen Kontakten, auch Auslandserfahrungen. Und einer langen Zeit mit geringem Einkommen aber guten Verdienstaussichten. Sowie der inneren Sicherheit, mit dem Abschluss gezeigt zu haben, dass man gern lernt, und Prüfungssituationen besteht. Und etwas erreicht zu haben, was später zu einer sicheren Lebensgrundlage beiträgt.

Interessant. Ich studiere und werde diese Studium in naher Zukunft erfolgreich beenden. Demnach erfülle ich formal dein Partnerwahl"kriterium".

All das, was du dir dann aber von dieser Akademikerin erhoffst, kann ich dir allerdings nicht bieten:

Ja, ich habe in WG gewohnt. In 6 1/2 Jahren Studium genau 10 Monate. Als reine Arbeitnehmerin mit Job in meinem Lehrberuf haben ich hingegen knapp 2 Jahre in WGs verbracht. Für diese Erfahrung braucht es sicher kein Studium.

Internationale Mitstudenten? Auslandskontakte? Gibt es mit Sicherheit irgendwo. Ich habe bisher keinen getroffen. Ich habe einige Leute in meinem Semester, die nicht in Deutschland geboren wurden aber nun hier studieren. Ich habe aber auch Arbeitskollegen, die nicht in Deutschland geboren wurden und jetzt hier arbeiten. Auslandssemester sind in meinem Studiengang absolut ununüblich und machen nur wenige, da man sich aus meinem Studienfach wenig bis gar nichts aus dem Ausland anrechnen kann und es somit einfach nur ein langer teurer Urlaub ohne nennenswerte Mehrwert für die akademische Ausbildung ist. Einer meiner Komilitonen ist gerade im Auslandsemester, kann an seiner dortigen Uni keinerlei Kurse unseres Fachs belegen, macht stattdessen so ein paar Alibi-Kurse in einem anderen Fach und steht den Rest der Zeit auf dem Surfbrett. Wenn er im Sommer wiederkommt, wird er in seinem Studium da weitermachen wo er letzten Sommer aufgehört hat.

Englisch musste ich bisher auch kein sprechen, normale Sprache ist das in meinem Studiengang nicht.

Erfahrungen mit Profs und Dozenten? Ja, die stehen halt da vorne und erzählen was. Den Großteil dieser Leute sehe ich 1-3 Mal und dann nie wieder. Wir haben keinen direkten Kontakt zu ihnen und der Großteil der Seminare wird von Leute gehalten, für die wir Studenten nur eine zusätzliche Last in ihrem Arbeitsalltag sind. Bei den allermeisten habe ich keine Ahnung, wie sie eigentlich heißen und würde sie auf der Straße nicht wiedererkennen. Die haben so gar keine Relevanz in meinem Leben.

Freie Gestaltung des Studiums? Gibt es nicht. Klar strukturierte Stundenpläne, die mir genau vorgeben, was ich wann zu machen habe. Mal einen Kurs verschieben. Führt bestensfalls zu einem hysterischen Anfall einer Sekretärin aber garantiert nicht dazu, dass man selbst entscheiden kann, wann man diese Kurs macht. Ich habe es mir in den letzten Wochen mit 3 verschiedenen Leuten verscherzt weil ich einen Pflichtermin, den man ungefragt auf einem Samstag angesetzt hatte, tauschen wollte bzw. letzten Ende sogar getauscht habe. Die Sekretärin hat mich fast durchs Telefon gezogen als ich ihr diesen Tausch angekündigt habe. Ich gehe 5 Tage die Woche ca. 8 h/Tag in die Uni. Aktuell sehe ich da keinen nenneswerten Unterschied zu einem normalen Job.

Freiheit in der Interessensentfaltung?

Jeder muss hier durch alle Fachgebiete durch und jedes Fachgebiet hält sich für das wichtigste und beste Gebiet. In 6 Jahren Studium habe ich genau 2 Mal die Möglichkeit eines Wahlfachs. Da gibt es ein begrenztes Angebot aus dem man 3 Optionen wählen kann und wenn man Glück hat, wie man dem Fach zugeteilt, das man gewählt hat. Bei ersten Mal war das bei mir nicht der Fall. Letzten Endes habe ich ein beliebiges Wahlfach genommen weils aus einem zweitätigem Wochenendeseminar bestand und ich den Mist schnell erledigt habe wollte. Bei zweiten Mal habe ich mein Wunschwahlfach bekommen und kann jetzt genau eine einzige Woche meinen Interessen nachgehen.

Zwar haben wir auch Praktika aber auch hier ist die Fachbereichswahl wieder vorgegeben und letzten Endes habe ich genau einen von vier Monaten in meinem Wunschfachgebiet machen können und weitere 2 Monate in einem Bereich abgesessen, der mich keinen Meter interessiert. Selbiges gilt für das praktische Jahr. Da kann man immerhin ein Drittel des Jahres in seinem Wunschinteressengebiet machen. Und auch da gibt es wieder Stimmen, die das Wahltertial gerne noch durch ein weiteres Pflichfachgebiet ersetzen wollen.

Nebenfächer? Gibt es nicht. Hat man auch keine Zeit zu. Wäre im Falle eines Falles auch genehmigungspflichtig von Seiten der Uni. Diese Genehmigung gibt es aber nur selten und in absolut fundiert begründeten Fälle. "Find ich interessant" ist kein Argument.

Abschlussarbeit? Gibt es in meinem Fach nicht. Ich werde 6 1/2 Jahre Studium abschließen ohne jemals auch nur einen einzigen Satz einer wissenschaftlichen Arbeit geschrieben zu haben.

Jahrelang in einem Thema eine verlässliche Tiefe erreichen? Ich habe hier einen gigantischen Haufen in Themen, die alle innerhalb kürzester Zeit geprüft werden und selbst wenn ich rund um die Uhr lernen würde, hätte ich keine Chance nur ansatzweise "Tiefe" zu erreichen. Klar, das große Oberthema steht. Aber im Endeffekt habe ich nur eine grobe oberflächliche Idee von allem. Mehr will mein Studium auch nicht erreichen. Für die Vertiefung der Themen ist die Zeit nach dem Studium gedacht. Ich wurde Fächer geprüft für die einen Tag gelernt habe und von denen ich vorher nichts wusste und hinterher auch nichts weiß bzw. die ich nur mit dem Wissen bestanden habe, was ich bereits in der Ausbildungs gesammelt habe.

Gewohnt sein, viel zu lesen, auf gutem Niveau mitdiskutieren können, sich gut ausdrücken zu können?

Muss in meinem Studiengang keiner. Lesen? Ich habe seit 3 Semester kein Buch mehr aufgeschlagen, ich lese wenn überhaupt Vorlesungsfolien oder google was. Diskutieren? Joa, kommt man vor. Ist aber kein Bestandteil des Studiums, mache ich mit Kollegen auch manchmal. Gut ausdrücken muss sich auch keiner. Man kommt durchs Studium ohne einen einzigen Satz zu schreiben, mündliche Prüfungen gibt es kaum welche und die besteht man auch ohne sich besonders gewählt ausdrücken zu können.

Ergebnisse präsentieren/veröffentlichen? Kann man machen, muss man aber nicht. Ich habs einfach gelassen, hab anderes Zeug zutun. In meiner bisherigen Studienzeit habe ich zwei, dreimal ein Referat gehalten, dass primär aus der Zusammungfassung des Lehrbucheintrags bestand. Keine neuen Erkenntnisse, nur den schlichte Power Point Präsentation. Auch wissenschaftliche Arbeit kann man hier sicher manchen, man kanns aber auch lassen. Ich werde bis zum Ende meines Studiums nicht nennenswert mich wissenschaftlicher Arbeit in Berührung kommen.

Ich lerne übrigens auch nicht gerne. Ich finds ätzend. Ich bin ein praktischer Mensch und nichts finde ich ätzender als sich im Vorfeld von Prüfungen einen Haufen Wissen in den Kopf stopfen zu müssen. Vor allem wenn ich weiß, dass es nie wieder relevant für mich und meinen Job sein wird. Wenn ich mich was interessiert, lese ich es nach. Ein Studium brauche ich dafür jedoch nicht.

Wäre ich möglich gewesen, meinen Wunschberuf ohne Studium zu erreichen, ich hätte diese Möglichkeit wahrgenommen.

Auch wenn ich so typische Studienbegriffe wie "Uni-Mensa", "Fakultät", "Professor", "Dozent", "Hiwi", "Studentenwohnheim", "Wissenschaftlicehr Mitarbeiter", "Dekan", "Semester", "Vorlesung", "Referat", "Proseminar", "Bachelor-/Master-/Diplomarbeit", "Audimax" erst erklären muss, behindert das unsere Kommunikation. Sonst hingegen ist es etwas verbindendes, auch wenn jeder seine Erfahrungen gemacht hat. Für mich fühlt es sich gut an, wenn ich ohne große Nachfragen verstanden werde. Es bildet sich eher das Gefühl, auf einer Wellenlänge zu sein, damit Sympathie und Zuneigung und damit die wichtigste Vorraussetzung für eine Partnerschaft.

Sowohl meine Nicht-Akademiker Eltern als auch meine Kollegen mit Hauptschulabschluss wissen, was diese Begriffe bedeuten. Ich mir waren diese Worte nicht fremd bevor ich zum ersten Mal eine Uni betreten habe. Ich studieren jetzt schon über 4 Jahren und kommunzieren deutlich mehr mit Nicht-Akademikern als mit Akademikern. Noch niemals habe ich mich in meiner Kommunikationen eingeschränkz gefühlt oder irgendwas erklären müssen.

L>olaeX5


Es ist nach wie vor kein Fehler,

Wie du meinst. Wenn du lieber nichts dazu lernst, dann ist das eben so.

[...]

Alle Menschen machen hin und wieder Fehler. Man wird doch nicht gleich diffamiert und bloßgestellt, nur weil man auf einen Denkfehler aufmerksam gemacht wird!

[...]

Nein habe ich nicht. Aber danke der Nachfrage. *:)

[...]

Ich hatte dir den Grund genannt, aber wenn du mir nicht glauben willst, so steht es dir natürlich frei, dir alternative Theorien zusammenzureimen.

Ich erkenne keinen Mehrwert darin, weiter auf deine Beiträge einzugehen.

Ja, das habe ich auch gemerkt, dass mein Einwurf nicht auf fruchtbaren Boden gefallen ist. Naja, ich hab's versucht, Sache erledigt.


Auf 'Augenhöhe' sich begegnen heißt, sich nicht höher zu stellen als sein Gegenüber. Leben und leben lassen. Ohne viel Geschwurbel und Brimborium. Auf Augenhöhe heißt schlicht und einfach 'Mensch sein'. (parazellnuss)

Zustimmung. :)z :)^ Ich halte die gleiche Augenhöhe auch für eine Einstellungssache.

b%elrlagixa


Zustimmung. :)z :)^ Ich halte die gleiche Augenhöhe auch für eine Einstellungssache.

Das wäre ein gutes Schlusswort für diesen gruselige Faden :)^

gqau1loixse


Och, ich fand das ganz interessant! ;-D

nXobbix100


Es ist wirklich ein sehr heikles aber auch sehr interessantes Thema und es kommt weniger auf den Bildungsabschluss an sondern auf die Menschen die ihn haben oder nicht haben. Am schlimmsten ist es wenn Menschen etwas vorgeben zu sein und sich total überlegen fühlen aber es in Wirklichkeit nicht sind.

hFalfdfevil


Um gezielt die Fadenfrage zu beantworten:

Nicht unbedingt, aber es sollte schon Kommunikation auf Augenhöhe stattfinden können.

Es ist ja durchaus möglich, dass ein sehr intelligenter Mensch trotzdem nicht auf entsprechenden Schulen war.

Das kommt sogar ziemlich oft vor.

Auf Augenhöhe sein heißt für mich: ähnlicher hoher Intellekt, und damit ein Zusammenleben Sinn macht, auch gleiche Interessen. Die Weltanschauungen sollten auch einigermaßen übereinstimmen.

Das der Gesunde mit dem Kranken nicht zusammenleben kann, wie BenitaB äußerte, halte ich für absoluten Schwachsinn. Es zeigt sich an realen Beispielen auch immer wieder, dass es nicht so ist.

Wenn in einer Beziehung ein Partner im Nachhinein krank wird, wird es zumeist nicht deswegen verlassen. Es werden auch Beziehungen und Ehen eingegangen, wo vorher schon

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