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Bedeutet "auf Augenhöhe sein" auch gleicher Bildungsabschluss?

Eahemalirger Nutzser (#5900m7x1)


Natürlich gibt es auch Akademiker, die ein eher "flaches" Freizeitverhalten an den Tag legen und umgekehrt auch Hauptschulabsolventen die sich für Kunst und Kultur interessieren.

ABER das ist nicht die Mehrheit!

Da mich Theateraufführungen und klassische Musik sowie Golfen und "hochgeistige Literatur" (eben das, was allgemein darunter verstanden wird und was ich schon in der Schule endlos öde fand) nicht interessieren und ich auch nichts mit Segeln in teurer Kleidung auf der eigenen Yacht natürlich, alles andere wäre auch falsches understatement oder Wochenendreisen in teure Städte am Hut habe, nicht promovieren wollte und Wein geschmacklich scheusslich finde, bin ich wohl eine Minderheit unter den Akademikern. ;-D

Und ja ich musste mir die ein oder andere Aufführung anschauen als mein Bruder seine "Wir müssen elitärer werden"-Phase hatte, weil er mit einer seeeehr akademischen Tochter aus reichem Hause zusammen war in der Zeit und das da zum guten Ton gehört hat. ... Meine Eltern waren Akademiker und meine Großeltern Bauern, die nicht dumm waren aber eben ungebildet im klassischen Sinn und eher arm.

m]ittelgr/obrökhrixg


Ich kann mich dem bisherigen Grundtenor des Threads da anschließen - mir ist 'Augenhöhe' wichtig, die mache ich aber nicht am Bildungsabschluss fest. Mir sind da andere Dinge wichtig: Schnelligkeit und Flexibilität im Denken, ein ähnlicher, schneller Humor, breites Interesse oder Bereitschaft zum Interesse (ich interessiere mich für alle mögliche und möchte meinem Partner von für mich faszinierenden Erkenntnissen erzählen können und es ist toll, wenn der die Faszination nachvollziehen kann und nicht sagt 'Mikrobiologie? Sorry, interessiert mich gar nicht, lass mich in Frieden'), Offenheit, die Bereitschaft, sich selbst zu hinterfragen und Dinge von sehr vielen verschiedenen Standpunkte zu betrachten und nicht Dinge einfach unhinterfragt anzunehmen, weil es dem eigenen Weltbild entgegenkommt. Witzigerweise sind mein Partner und ich beide gleich halb(formal)gebildet, er mit abgebrochenem Studium, ich ebenso ;-D mein Exfreund hatte nicht mal Matura (Abitur), da Schule wegen diversen Gründen abgebrochen.

Berufs- und eher milleubedingt sind die meisten Menschen, die ich kenne, Akademiker, aber die obengenannten für mich wichtigen Punkte finden sich bei weitem nicht automatisch bei allen Vertretern dieser Spezies, dafür umso mehr Leute, die sich für schlauer halten, als sie das, basierend auf dem, was sie von sich geben und glauben, sind... :=o

Da ich Beziehungspartner bis jetzt immer offline kennengelernt habe, stellte sich die Frage nach diesem Filter auch gar nicht, da man sich ja in der Regel erstmal mit dem Menschen befasst, bevor man den Bildungs- oder Ausbildungshintergrund erfährt. Da sieht man dann ohnehin recht schnell, ob das passen könnte. Da Intelligenz (oder das, was ich als intelligent wahrnehme, vielleicht das, was man im Englischen unter 'quick witted' versteht) für mich ein wesentliches Kriterium darstellt, ob ich die Person überhaupt als attraktiv wahrnehme, sortiert sich das sowieso recht schnell.

Mir war gar nicht klar, dass es dieses 'potentieller Partner des Kindes muss des Status wegen mindestens studiert haben' überhaupt noch so gibt, ich bin aber auch in einem sehr definitiven Nicht-Akademiker-Haushalt aufgewachsen ":/

Nachdem heute extrem viele eines Jahrganges studieren, die Leute aber vermutlich nicht so extrem viel schlauer geworden sind, ist doch irgendwie die logische Schlussfolgerung, dass man heutzutage für ein Studium wesentlich weniger Fähigkeiten mitbringen muss als früher bzw. eben auch ein breiterer Querschnitt an Leuten studiert - wieso wird das immer noch so als 'Elite'-Merkmal gesehen?

Und Akademiker-Hobbys? Wirklich? ;-D

EPhemaTli'ger NZutze<r N(#592/547x)


Nein. :-) Das "verrät" der Satz nicht. Das kann man so interpretieren (ich gebe auch zu, dass es naheliegend ist), es ist aber keineswegs eindeutig.

Doch, weil es da steht, lies halt richtig, Mensch:

Bourdieu nennt das "soziales, kulturelles, ökonomisches und symbolisches Kapital", das ein Mensch besitzt - schon dann, wenn er nur geboren wurde und noch nie eine öffentliche Erziehungseinrichtung von innen gesehen hat.

Wie mich so eine dämliche Besserwisserei ärgert.

EGhempalige$r Nutzier (_#59254x7)


Es könnte auch gemeint sein, er wurde "nur geboren und nicht gebildet, was so viel heißt wie, dieser nun mehr z.B. fünfzigjährige Tropf hat eben nun mal noch nie eine öffentliche [...]".

Und das wäre ja auch dasselbe im Sinne Bourdieus. Insofern ist es sehr eindeutig.

Keine Ahnung, warum du meinst, da rumgschaffteln zu müssen. Wir brauchen hier im Forum dringend eine Ignore-Funktion.

m+ittelAgrobrxöhrig


Natürlich gibt es auch Akademiker, die ein eher "flaches" Freizeitverhalten an den Tag legen und umgekehrt auch Hauptschulabsolventen die sich für Kunst und Kultur interessieren.

ABER das ist nicht die Mehrheit!

Also ich bin ja nun keine Akademikerin, denke aber nicht, dass sich meine Interessen durch das Abschließen meiner doch sehr spezifischen Studienabschlüsse geändert hätten. Ich habe relativ spezifisches Wissen (für jemand, der das nicht studiert oder gelernt hat) in vielen Gebieten, bin hochmusikalisch und interessiere mich daher auch für Musik, aber (klassische) Kunst und Kultur sind mir im Gegensatz zu vielen anderen Dingen leider recht egal bzw. bringe ich da definitiv nicht das Interesse auf, mich damit eingehender zu beschäftigen.

Man kann seine Freizeit auch definitiv unflach verbinden, wenn man sich nicht für Kunst und Kultur interessiert, wenn damit Oper, Theater, Ausstellungen und Weinverkostung gemeint sein sollten.

E?hema=lige^r Nutzeqr (U#5925x47)


@ mittelgrobröhrig

Da du dein Studium aber nun mal nicht abgeschlossen hast und aus einer Nicht-Akdemikerfamilie kommst, zeigt das ja aber wieder, dass die Tendenz, die hier bisher beschrieben wurde, richtig ist. Das macht dich natürlich nicht zu einem schlechteren Menschen oder wertet dich ab. Aber trotzdem muss man das doch auch sehen und anerkennen.

mYittel7grobr,öhrxig


*verbringen statt verbinden. Ich sollte längere Beiträge doch lieber am Laptop schreiben %-|

Eqmotionxale


Hey, zur geistigen Offenheit gehört auch, dass Du meine zwei Interpretationen anschaust ;-)

Ich habe Dich jetzt so verstanden, dass der Bewusste geboren und noch nicht gebildet wurde, weil er noch zu jung dafür ist. Er könnte es also theoretisch noch werden.

Ich habe dem gegenübergestellt, dass ich den Satz spontan nicht als "geboren und noch nicht gebildet", sondern als "nur (abwertend) geboren, aber nicht gebildet" (da kann er auch schon älter sein und keine Bildung mehr bekommen) gelesen habe.

Und, wenn Du erlaubst, mich interessiert es an dieser Stelle viel mehr, die Verständnismöglichkeiten dieses Satzes aufzudröseln. Ich habe nämlich immer noch nicht genau verstanden, ob Du die zweite sprachliche Verständnismöglichkeit, die ich aufzeige, auch sehen kannst - bisher habe ich den Eindruck, Du siehst nur die eine, und ich würde gerne verstehen, warum.

E'hemaligPerc Nutz`er R(#5900x71)


Der hier ist so gesehen - obwohl Spezialist auf seinem Gebiet - kein richtiger Akademiker, weil er schon optisch nicht dazu gehört:

[[https://de.wikipedia.org/wiki/Mark_Benecke Mark Benecke]]

Ähnliches gilt für seine Freundin

[[https://de.wikipedia.org/wiki/Lydia_Benecke Lydia Benecke]]

ESmotieon%ale


P.S.: scarface1988, mit meinem letzten Beitrag bist Du gemeint.

E$hemali)ger Nut+zer E(#590x071)


Dass mit den Akademiker-Interessen/Hobbies stammt aus einer Zeit, als Studieren primär für die Oberschicht möglich gewesen ist und aus der Mittelschicht weniger Zugang dazu hatten. Heutzutage ist das längst überholt, aber es mag sicher Kreise geben, in denen es weiterhin als dazugehörend vorausgesetzt wird, bestimmte Hobbies und Interessen der früheren Oberschicht zu haben, weil man sonst nicht dazu gehört und in diese Kreise kommt.

kwleianer_qdraRchenxstern


Augenhöhe macht sich für mich an vielen Dingen fest: Bildung, die nicht mit Schuldbildung gleichgesetzt sein muss, Ansichten, Lebenseinstellungen, Interessen.

Generell nicht in Frage käme ein Mann, der nicht richtig essen kann (grusel, hatte ich bei meinem ersten Freund) und jemand, dessen Sprachschatz nicht sehr ausgeprägt ist oder der eine Null in Rechtschreibung ist (hatte ich auch schon, da hab ich mich auch geschämt...)

Nicht in Frage käme aber auch jemand, der sich z.B. was auf seinen ach so tollen MINT Abschluss einbildet und andere abwertet, der politisch anders steht als ich oder mit meinen Interessen nichts anfangen kann.

Generell ist mein Freundeskreis sehr durchmischt und ich gehe privat sowohl auf Festivals als auch in die Oper, wobei die Freundin, mit der ich in die Oper gehe "nicht mal" ein Abi hat, so was aber auch.

Mein Vater ist Akademiker, meine Mutter nicht, den größeren Standesdünkel hat eindeutig sie und sie trauert auch bestimmt der Zeit hinterher, in der sie als "Frau Doktor" hätte brillieren können ]:D .

Was mir in diesem Faden auffällt ist, dass hier der Akademiker ständig mit dem klassischen Bildungsbürgertum (Oper, Konzert, Wein...) gleichgesetzt wird, der Hauptschüler mit dem Präkariat, sprich kein Geld, Bier und Ballermann oder eben den drei fs ??? .

Ich kenne genügend Leute, die auch mit Hauptschulabschluss mit Ausbildung und anschließender Weiterbildung einen guten Job haben, teilweise wesentlich mehr verdienen als ich und sehr vielseitig interessiert sind und Akademiker, die nur (noch) zu Hause auf dem Sofa dümpeln, ist halt doch meist vom jeweiligen Menschen abhängig.

k|leiner'_d,rac$hensxtern


Der hier ist so gesehen - obwohl Spezialist auf seinem Gebiet - kein richtiger Akademiker, weil er schon optisch nicht dazu gehört:

[[https://de.wikipedia.org/wiki/Mark_Benecke Mark Benecke]]

Och, der gute Mark ist einfach ne coole Socke und eben eine neue Form von Akademiker.

Ich kenne zwei Juristen und einen Arzt, die unter Taler/ Arztkittel auch nicht anders aussehen :-D.

Mark trinkt übrigens auch gern Wein und geht auf Konzerte, auch auf klassische :)= ;-D

K&leio


(Auszug aus dem Startbeitrag)

Mich interessiert vor allem die Meinung von studierten Frauen, aber Männer können sich auch gern äußern.

Tja, dann wird meine Meinung weniger interessant sein, da ich mein Studium nicht abgeschlossen habe. ;-) Abschlüsse haben mich nie interessiert. Was jemand weiß und kann oder nicht, sagt ein Zertifikat nicht unbedingt aus. Ich mache mir lieber selbst ein Bild von einem Menschen und begegne jedem auf gleicher Augenhöhe. Speziell jene, die meinen, es gäbe ein Gefälle, kann das immer mal lustig sein, denn viele haben auch so eine Erwartungshaltung, dass man zu ihnen "hochschauen" sollte, überhaupt wenn jemand nach ihrer Meinung weniger Wert ist, egal ob es nun eine geringere Ausbildung bedeutet, weniger Wissen (was ja nicht unbedingt etwas mit einem Abschluss zu tun hat), weniger Bildung, weniger Intelligenz, etc. etc.

Danke, das beruhigt mich, dass hier anscheinend viel Toleranz herrscht.

Toleranz ist für mich ein Unwort, da es ja schon bedeutet, dass jemand andere nicht auf gleicher Augenhöhe betrachtet, sondern "duldet".

Meine Eltern sind sehr festgefahren in ihrem Weltbild und denken, dass, wenn man studiert hat (das haben sie + ich auch), auf jeden Fall auch einen Partner bräuchte, der ebenfalls studiert hat.

Wer ist nicht in seinem Weltbild festgefahren?

Man hat ja nicht unbedingt immer die gleiche Meinung, wie die Eltern. Mein Vater war auch immer dieser Meinung, dass ein Paar das gleiche Niveau haben sollten. Ich sehe es anders bzw. kategorisiere ich anders. Für ein Miteinander setze ich ein anderes Niveau an, als er es definiert hat.

Genauso gibt es genug Menschen, die ein Studium für völlig überflüssig ansehen und auf Menschen herabsehen, die studieren und sich vor der Arbeit drücken. ;-D Gleiche Augenhöhe wird sehr unterschiedlich definiert und hat auch nicht immer mit erlerntem Wissen zu tun. Die einnen kommen sich besser vor als andere, wenn sie einem bestimmten Schönheitsideal entsprechen, etc. etc. Ich finde es wiederum viel wichtiger zu sehen, wie jemand mit sich und anderen umgeht - achtsam oder achtlos. Eine gegenseitige Auseinandersetzung hat meiner Ansicht nach überhaupt nichts damit zu tun, was das Gegenüber kann oder weiß, sondern einfach nur Interesse und die Fähigkeit zuzuhören, wobei das strenggenommen natürlich auch eine Fähigkeit ist - Einfühlungsvermögen und soziale Kompetenz.

Es gibt auch Menschen, die immer Recht haben wollen, auch wenn sie etwas nicht wissen und z. B. darauf bestehen, dass die Erde eine Scheibe sei. Ich finde, das Motto einer ehemaligen Userin drückt das immer noch am besten aus:

Es gibt Besserwisser, die niemals begreifen, dass man Recht haben und ein Idiot sein kann.

(Martin Kessel, dt. Schriftsteller, 1901-1990)

Viele Menschen, egal ob nun mit einer akademischen Ausbildung oder nicht, verhalten sich so.

Mich kotzen diese Vorurteile und dieses Elite-Denken ziemlich an.

Du hast dann wohl eher kein Elite-Denken. Ist aber genauso ein Dogma.

Ich weiß nicht, inwieweit jemand selbst es als Vorurteil ansieht, was ich bei ihm als Vorurteil sehen würde. Es muss nicht immer ein Vorurteil sein, dass dazu führt, andere abzuwerten. Ich finde es auch müßig darüber zu diskutieren, denn beide Denkweisen sind meiner Ansicht nach gleich legitim. Der eine sieht es so, der andere anders.

Im Zusammenleben oder meinem Leben spielt es für mich überhaupt keine Rolle, ob jemand meint zu einer Elite zu gehören, der ich oder andere nicht zugehörig sind, weil es für mich so etwas wie eine Elite gar nicht gibt und ich jedem auf gleicher Augenhöhen mit Respekt begegne. Das bedeutet, dass ich jedem zugestehe aus seiner Sicht Recht zu haben, genauso wie ich aus meiner Sicht Recht habe. Es entsteht aber trotzdem ein Konflikt. Jemand kann mehr oder weniger als ich wissen, deswegen sind wir meiner Ansicht nach trotzdem auf einer Augenhöhe. Auch der Elitegläubige bleibt für mich auf gleicher Augenhöhe mit mir. Es hängt aber auch davon ab, was jemand im Miteinander als Ziel ansetzt. Oft wollen manche Menschen Recht haben und eine Unterhaltung endet darin, dass einer ständig argumentiert, warum er jetzt Recht hat und nicht der andere. Das ist für mich überhaupt nicht wichtig, bzw. hat er/sie sowieso Recht. Da braucht einer nicht herumzuargumentieren. Viele werden dann übergriffig, weil sie versuchen andere zu "überzeugen", dass sie doch Recht haben. Wenn ich Recht haben will, muss ich Lehrer werden oder etwas in diese Richtung. Im Privatleben habe ich kein Problem, wenn mein Gegenüber meint, die Erde wäre ein Scheibe oder mir die Relativitätstheorie auseinandersetzen kann. Beides ist für mich irrelevant für die Beziehungsebene.

Ich kenne Menschen mit dem unterschiedlichsten Bildungsniveau und sie können sich alle miteinander unterhalten. Jemand, der mein ach so intelligent und gebildet zu sein, dem sollte es sowieso nicht schwer fallen, sich mit jemandem zu unterhalten, der weniger weiß.

Ich würde mir nichts mehr wünschen, als in meiner Partnerwahl akzeptiert zu werden und einen Zusammenhalt in der Familie zu haben. Ich wollte deshalb mal fragen, ob so eine Ansicht meiner Eltern der Normalfall ist oder ich da mit außergewöhnlich festgefahrenen Menschen zu tun habe.

Ja, für manche Eltern ist diese Denkweise normal und für andere ist etwas anders normal.

Man kann sich wünschen, einen anderen Zusammenhalt in der Familie zu haben, aber wie realistisch ist dieser Wunsch? Akzeptierst Du denn, dann Deine Eltern ihre Sicht der Dinge haben?

Ich bin keine 20 mehr, aber trotzdem belastet mich diese Einstellung und "Gehirnwäsche" durch meiner Eltern sehr - besonders wenn sie es so hintenrum oder durch Sticheleien von sich geben.

Es ist Deine Entscheidung, Dich nicht abzugrenzen.

Danke für eure Erfahrungen. Meine Eltern sind da schon echt extrem. Es geht nicht mal um Hauptschulabschluss vs. Studium, sondern allein wenn jemand "nur" Abi hat, ist er für sie nicht gut genug, weil man ja studiert haben muss und einem sonst so viel anspruchsvolles "Geprägtwerden" durch Professoren, eigene wissenschaftliche Arbeiten, Recherchen etc. entgehen würde..

Das ist doch okay, sie können es doch so sehen oder meinst Du ihre Denkweise ist weniger legitim und/oder richtig als Deine?

mkitteplgrob)röhxrig


@ scarface

Welche Tendenz und was sollte ich anerkennen? Soweit ich das hier überblicke, hat sich die Mehrheit der Antwortenden hier im Thread nicht als weinverkostende theaterbesuchende Operndauergäste geoutet.

Auch bei meinen Arbeitskollegen, von denen die Mehrheit Akademiker ist, sowieso in meinem Freundeskreis sind mir schon alle möglichen Hobbys untergekommen, eine Häufung der obengenannten wäre mir aber noch nicht aufgefallen.

Mittlerweile studieren mehr als 50% eines Jahrgangs; denkst du wirklich, dass ein beliebiges Studium tatsächlich noch irgendeine Art von Elite-Kennzeichen darstellt? Ein Studium kann ein Hinweis darauf sein, dass jemand sich eine bestimmte Art zu denken, zu schlussfolgern und sich Wissen anzueignen zu eigen gemacht hat und dass er vermutlich intelligenzmäßig zumindest nicht unterm Schnitt liegt (was das heutzutage mit den Hobbys zu tun hat, verstehe ich nur nach wie vor nicht), ist aber heutzutage wirklich kein Garant mehr, zumindest für ersteres nicht. Blöd wird er/sie schon nicht sein, aber bei 50% eines Jahrgangs ist ein Studium noch nicht mal mehr ein zwingender Hinweis auf überdurchschnittliche Intelligenz (kann es gar nicht sein)

Hätten sich meine Interessen geändert, hätte ich das eine Jahr noch draufgelegt und abgeschlossen? Ich gehe nicht davon aus.

Und ähm doch, auch in meiner Nicht-Akademiker-Kindheit war ich im Theater, im Museum und in der Oper und es wurde von Anfang an davon ausgegangen, dass ich mal mindestens studiere. Mein Vater ist bis heute enttäuscht, dass ich es nicht mindestens zu einem Master gebracht habe ;-D

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