» »

Freundin offensichtlich krank, geht nicht zum Arzt

K}ennenXlern7pr%eis hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe vor 1,5 Jahren meine Freundin kennen gelernt. Seit 6 Monaten wohnen wir nun zusammen. Sie hat offensichtlich Probleme, will aber nicht zum Arzt. Was kann ich noch tun? Mit reden komme ich irgendwie nicht weiter.

Sie hat Schlafprobleme. Das heißt sie tritt und schlägt nachts um sich, rammt mir ständig ihr Knie in meine empfindlichen Zonen, zertrümmert die Nachttischlampe, entreißt mir das Kopfkissen, redet im Schlaf, fällt aus dem Bett, etc.

Was mir aber viel mehr Sorgen bereitet: Ich habe immer das Gefühl das sie nachts aufhört zu atmen. Jedenfalls liegt sie da und auf einmal schnappt sie nach Luft, oft schreckt sie dabei auch auf. Dann wird sie auch manchmal wach, schläft dann aber einfach weiter und meint es wäre nichts.

Ich muss dann auch oft irgendwo hin fahren, weil sie sich zu müde fühlt zum Auto fahren. Sie geht auch nicht arbeiten, weil sie bislang immer entlassen wurde, weil sie ständig auf der Arbeit einschläft oder morgens nicht aus dem Bett kommt.

Ich habe ihr gesagt, dass sie doch unbedingt mal zum Arzt gehen soll. Will sie aber nicht, sie meint sie war früher schon mal da, weil sich ihr damaliger Freund beschwerte (der musste also auch schon unter ihr leiden) und es wurde nichts gefunden und alles auf die Psyche geschoben. Sie meinte auch, dass sie mehrmals im Schlaflabor war, aber nichts gefunden wurde. Hat mir sogar einen alten Arztbericht vorgelegt. Demnach ist sie wirklich kerngesund.

Jedenfalls ist der Bericht schon 10 Jahre alt und ich finde sie sollte einfach noch mal zum Arzt gehen, aber sie will nicht, weil man sie damals nur zum Psychologen geschickt hat oder meinte das würde an ihren 4kg Übergewicht liegen.

Zu allem Überfluss hat sie mir nun auch noch erzählt, dass ihr Vater ziemlich jung starb. Er hat im Schlaf einfach aufgehört zu atmen.

Was soll ich noch tun?

LG der verzweifelte Partner

Antworten
G*numksel


Du hast alles getan, was Du tun konntest. Freundin wüsste auch, was zu tun ist, will jedoch aus irgend einem Grund nicht. Wenn medizinisch alles in Ordnung ist - was gemäss Arztbericht der Fall ist - wäre ein Psychologe die nächste Anlaufstelle. Vielleicht fragst Du sie mal, WARUM sie sich gegen psychologische Hilfe sträubt. Dass es am Übergewicht liegt, glaube ich nicht, denn 4kg sind kein gefährliches Übergewicht.

A`uroerxa


Vielleicht hat sie auch Angst, dass der Arzt etwas finden könnte. Man gilt ja lieber als gesund, als dass man plötzlich krank ist. Aber heutzutage sind die Ärzte vielleicht schon etwas weiter und vielleicht würde sich ein neuer Besuch beim Spezialisten doch lohnen. Es wird viel zu schnell alles auf die Psyche geschoben. Besonders wenn der Vater auch schon sowas hatte und daran starb, kann es etwas vererbliches sein. Das sollte sie beim Arzt auch erwähnen. Wenn sie wirklich nicht will, kannst du sie höchstens moralisch unter Druck setzen, indem du künftig auf der Couch schläfst und sie nicht mehr fährst, nur weil sie müde ist.

w ave_[sevxen


Selbst wenn es wirklich psychisch sein sollte, wäre sie krank. Wenn man sie "nur" zum Psychologen geschickt hat, sollte sie dort vielleicht auch hingehen.

Etwas "auf die Psyche schieben" ist seitens der Ärzte ja nicht so gemeint, dass man den Patienten nicht ernst nimmt - das wird nur von Menschen, die psychische Krankheiten stigmatisieren, so ausgelegt.

K#uxrt


Schlafapnoe kommt häufiger vor, aber meist im Zusammenhang mit starken Schnarchen, wo Übergewicht eben eine Rolle spielt.

Ihre häufige Müdigkeit kann durchaus deswegen kommen, aber sicher nicht wg. 4Kg Übergewicht.

Auf der Arbeit einschlafen könnte insofern eine Wirkung sein, aber evt. auch eine Form von Narkolepsie (ich weiß nicht, ob man die immer ärztlich nachweisen kann)

Klar verstehe ich auch Deine Angst, weil der Vater so gestorben sein soll, aber ob das tatsächlich dieselbe Ursache ist, kann ja niemand sagen, weil bei ihr nichts gefunden wurde und ich denke auch, dass die Todesursache des Vaters nicht bis ins Kleinste untersucht wurde.

Im Schlaf um sich schlagen, wird aber vermutlich andere Ursachen haben, das kann z.B. etwas Nervliches sein, ich würde aber auch ehr auf etwas psychisches tippen, was sich vielleicht durch ständige und heftige Alpträume äußert.

Ich kann mir vorstellen, warum sie nicht zum Arzt geht, vor allem, wenn sie schon eine lange, erfolglose Odyssee hinter sich hat.

Und natürlich stecken auch Ängste dahinter, was, wenn es etwas unheilbares ist ...

Unter Druck setzen halte ich für den falschen Weg, wenn sie unter Alpträumen leidet, dann wird sich das dadurch sicher nicht bessern, wobei ich den Vorschlag in einem anderen Zimmer zu schlafen, nicht als Druckmittel sehe, sondern es sorgt für einen unversehrten und ausreichenden Schlaf.

Sie nicht mehr fahren, wenn sie müde ist, fände ich dagegen gefährlich, wenn sie dann eben doch selber fährt.

In dem Zusammenhang wäre vielleicht sogar sinnvoll den Führerschein ganz abzugeben, denn wenn sie bei der Arbeit einschläft dann vielleicht auch am Steuer ... dann gefärdet sie ja auch Andere.

Alles in Allem bleibt Dir nur, ihr hin und wieder (nicht zu oft, sonst hört sie nicht mehr zu, weil sie genervt ist) zu sagen, dass Du Dir Sorgen machst. Mehr kannst Du nicht tun.

Kien9nen>lernpkr~eis


Getrennt schlafen ist für uns beide keine Option. Ich glaube auch nicht, dass sie Alpträume hat. Jedenfalls hat sie diesbezüglich noch nichts erwähnt und so wirkt es auf mich auch nicht. Wenn ich sie morgens frage dann erzählt sie immer, dass sie von ganz alltäglichen Dingen geträumt hat.

@ Gnumsel:

Sie sträubt sich gegen psychologische Hilfe, weil Psychologen aus ihrer Sicht dumme Quacksalber sind und ihre Krankenversicherung dann teurer wird. Aber mal ganz davon abgesehen: Ich glaube nicht, dass die Beschwerden weggehen, wenn sie sich beim Seelenklämpner auf die Couch legt.

PjraxdaTeunfel


Sie sträubt sich gegen psychologische Hilfe, weil Psychologen aus ihrer Sicht dumme Quacksalber sind und ihre Krankenversicherung dann teurer wird. Aber mal ganz davon abgesehen: Ich glaube nicht, dass die Beschwerden weggehen, wenn sie sich beim Seelenklämpner auf die Couch legt.

Das sehe ich leider auch so.. Ist die denn privat versichert, dass sie nicht zum Psychologen will? Wird die dann wirklich teurer?

Für mich klingt es auch nach einem psychischen Problem und genau da liegt hier glaube ich der Hase im Pfeffer. Da deine Freundin eine psychische Erkrankung nicht für sich akzeptiert und Psychologen für sie keine ernstzunehmende Hilfe darstellen, wird es sehr schwer wie zu überzeugen... Ich glaube gerne, dass rein körperlich alles in Ordnung ist.

Das ihr Vater damals im Schlaf erstickt ist, könnte evtl. die Ursache für die Schlafprobleme sein. Ein Trauma, dass sie nicht verarbeitet hat und nun hat sie unterbewusst Angst vor dem Schlafen. Also, wäre jetzt eine Vermutung, die dahinter stecken könnte. Dieses Trauma wird sich aber von alleine sicher nicht auflösen.

Getrennt schlafen ist keine Option für euch hast du geschrieben.. Das verstehe ich gut, ich würde das auch nicht wollen. Aber vielleicht wäre es eine kleine Chance ihr zu zeigen, wie belastend die Situation auch für dich ist, denn dich bringt sie ja auch regelmäßig um den Schlaf wenn sie im Schlaf solche "Turnübungen" veranstaltet...

Also, vielleicht doch mal für eine Weile auf die Couch auswandern? Muss ja nicht für immer sein, aber das würde ich ihr gar nicht sagen. Vielleicht fällt es euch leichter das Thema nochmal anzugehen wenn sie wirklich am eigenen Leib zu spüren bekommt, dass auch du leidest. Manchmal brauchen Menschen einen kleinen Schubser, um sich einzugestehen, dass doch einmal Hilfe nötig wäre...

p%araze-llxnuxss


'Schenck-Syndrom'

[[https://de.wikipedia.org/wiki/REM-Schlaf-Verhaltensst%C3%B6rung]]

..trifft hier glaube ich ziemlich gut zu. Man kann dieses Sydrom behandeln.

KhenneHnlWernpBreixs


Also ernsthaft meine Freundin kommt mir jetzt nicht so vor als hätte sie einen an der Waffel. Sie hatte auch nie sonderlich Kontakt zu ihrem Vater und aus meiner Sicht keine Angst vor dem Schlafen, von daher finde ich das schon extrem da jetzt von einem Trauma zu reden.

@ parazellnuss:

In der Tat das klingt sehr passend. Allerdings passt es so gar nicht, dass diese Krankheit fast ausschließlich bei alten Männern auftritt.

A|nn+wy%llvXxx


Wer hat denn gesagt, dass sie "einen an der Waffel" hat?

Und die Krankheit tritt ja nicht ausschließlich bei alten Männern auf, sondern eher zum größten Teil. Dennoch können auch junge Frauen davon betroffen sein.

Mich würde auch interessieren, warum ihre Krankenkasse teurer wird, wenn sie zu einem Psychologen gehen würde? Ist sie privat versichert?

XZir6aTixn


Man hat doch nicht gleich einen an der Waffel, weil man zur Therapie geht.... %-|

Wenn ihr beide und euer Umfeld so denkt, kein Wunder, dass sie da nicht hin will. Schlafstörungen können nunmal zu einem gewissen Grad psychisch bedingt sein.

Obwohl ich das Einschlafen auf Arbeit als kritisch ansehe. Denn auch wenn ein normaler Mensch mal eine besch... Nacht hatte zieht er das irgendwie durch... Augen AUF und durch.

Vielleicht ist sie unzufrieden mit ihrem Beruf, traut sich aber nicht, das einzugestehen?

Schläft sie tagsüber (sie ist ja zur Zeit arbeitslos, wenn ich richtig gelesen hab)?

Wenn ja, sollte sie das mal konsequent lassen. Ich würde tatsächlich an ihrer Stelle auch mal ausprobieren, ob mit Sport das um sich treten weniger wird. Vielleicht baut sie nicht genügend Energie ab tagsüber.

o`nod_isexp


Hallo! Das nachts um sich schlagen ist ganz definitiv das oben mit Link beschriebene Schenck-Syndrom und nichts Psychisches. Der Facharzt dafür ist der Neurologe, zu dem sie bitte vertrauensvoll hingehen soll, weil sie sich sonst nicht nur Deinme Partnerschaft, sondern auch ihren Beruf und ihr Leben kaputt macht. Die in dem Link genannten "Benzos" sind wirklich gut und dämpfen auch jede Unruhe, welche vielleicht auch zu den Atemaussetzern führt, OHNE in die Psyche einzugreifen. Da diese verschreibungspflichtig sind, muss eh ein Arzt (Neurologe) die Hand drauf halten, weil man das nicht von vornherein sagen kann, wie sich Beruhigungsmittel (auch freikäufliche) auf ihre Atemaussetzer auswirken. Ich möchte sie aber bitten, wirklich auf diese Benzos zu bestehen und sich nicht auf Experimente mit Psychopharmaka einzulassen, denn dies sind die von der Schulmedizin empfohlenen Standardmittel.

REM-Schlaf assoziierte Parasomnien sind Störungen, die nur während der REM-Schlafphasen auftreten. Hierzu zählen Alpträume, Schlaflähmungen ... vorübergehende Herzstillstände (Asystolien) von mehr als 2,5 Sekunden Dauer bei fehlender organischer Herzerkrankung, Verhaltensstörungen im REM-Schlaf (Schenk-Syndrom, vorübergehend gesteigerter Muskeltonus mit traumbedingten, oft aggressiven Verhaltensweisen...).

[[http://www.schlafmedizin-aktuell.de/Schlafstorungen-Einteilung/schlafstorungen-einteilung.html]]

KGenAnenle3rnxpreis


Nun ja jedenfalls behaupte ich mal mit meiner Freundin ist geistig alles in Ordnung. Sie hat ja auch einen Hochschulabschluss.

Sie erzählt immer ihr alter Beruf war ihr Traumberuf.

Es kommt öfters mal vor, dass sie tagsüber nach dem Sex einschläft. Daran möchte ich aber aus persönlichen Gründen nichts ändern. ;-D

Sport macht sie jeden Tag. Das kann es also nicht sein.

ppara>zRellnuTss


..aha. Dann ist ja alles in Ordnung. So what...

A3nnBwyllaXxxx


Ein Hochschulabschluss und psychische Erkrankungen schließen sich nicht aus. Die können JEDEN treffen. %-|

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beziehungen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Psychologie · Erziehung · Sexualität · Homo, Hetero, Bi


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH