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Möchte Weihnachten nicht mit Vater verbringen

q{uiszuisjxe hat die Diskussion gestartet


Liebe Leute,

ich verweise auf meinen Faden: [[http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/730118/]]

und habe es vor 5 Wochen geschafft, den kompletten Kontakt zu meinem Erzeuger einzustellen und bin total glücklich darüber, da mein Leben viel einfacher ist, wenn ich mich nicht mehr aufregen muss und ich muss sagen: Ich vermisse meinen Vater überhaupt nicht. Er hat mir nicht gut getan und war egoistisch. Ich denke kaum noch daran und habe auch nur noch Wut und Hassgefühle übrig.

Jetzt steht (leider) Weihnachten an und meine Oma meint ich müsste mich mit ihm an einen Tisch setzen und er sei doch mein Vater. Allerdings war er die letzten vier Weihnachten wegen irgendwelchen Weibern, die ihm den Kontakt zur Familie verboten haben, nicht anwesend.

Ich möchte ihn auf gar keinen Fall mehr sehen. Ich würde sogar Weihnachten bei meiner Familie absagen, oder übertreibe ich?

Antworten
d9ana`e8x7


Nö. Wenn du ihn nicht sehen willst, dann willst du ihn nicht sehen. Man kann ja auch noch eine Woche später zum Rest der Familie fahren, wenn man die denn gerne sehen würde. Blutsverwandtschaft gibt niemandem einen Freibrief sich wie der letzte Arsch zu verhalten.

Cdleo kEdwa=rd s vq. DavoNnpoorxt


Das was dir weniger Bauchschmerzen bereitet mach. @:)

Du musst wissen was dir leichter fällt, wegbleiben (immerhin kommst du nicht wegen ihm) oder hingehen und ertragen/ignorieren (immerhin kommst du nicht wegen ihm).

Ich würde es von meinem Grad der Wut abhängig machen, wäre ich also ZU wütend um ihn nicht ignorieren zu können? Der kann sich ja nicht einbilden dass ich wegen ihm hingehe.

dqanae-8x7


Ich hätte wohl keine Lust auf ein Weihnachten, an dem sich zwei Leute ignorieren. Weder als Ignorierender noch als Rest der Familie, noch als Ígnorierter... Damit verdirbt man ja dann allen das Fest.

ulpelxa


Ich schlage mich seit langem mit der gleichen Frage herum. Seit mein Vater verstorben ist, sind Weihnachten eine schlimme Zeit. Und zwar nicht, weil mein Vater fehlt - damit könnten wir ja alle gemeinsam umgehen, wir könnten gemeinsam trauern, wir könnten das miteinander machen. Sondern, weil meine Mutter es zu einem Event gespickt mit Schuldgefühlen und offenen und versteckten Vorwürfen macht und mein Bruder und ich einen Eiertanz um die mütterlichen Gefühle veranstalten, um möglichst keinen der irrationalen Wut-Trauer-Aggressions-Ausbrüche zu verursachen und heil wieder rauszugehen.

Meine Antwort: Überleg dir gut, was dir wichtig ist. Geht es darum, ihn unter keinen Umständen zu sehen? Dann handle entsprechend. Geht es darum, sich vor Verletzungen von seiner Seite zu schützen? Dann überlege, ob das auch bei einem Familienweihnachten möglich ist, was es dafür bräuchte etc. Geht es darum, dir die Hassgefühle zu ersparen? etc etc - Finde das heraus, dann weisst du auch etwas besser, welche Handlungsoptionen dir zur Verfügung stehen.

CKleo EdwardBs v.g DavonCpooxrt


danae, und was ginge es andere an?

Wenn Zank und Streit das Treffen stören würde, ja gut, dann ist die Aussage klar und verdirbt, ob ich allerdings mit jemanden nicht aktiv agiere oder ausblende hat man doch als anderer Teilnehmer nicht zu entscheiden?!

:)D

dFanaex87


Na, es ist ja auch mein Weihnachten und wenn meine Schwester meine Ma gezielt ignorieren würde, wäre ich sauer, denn das stört mich. Gute Stimmung kommt dann jedenfalls nicht auf. Da würde ich es deutlich vorziehen, wenn man am ersten Tag Weihnachtsfeiertag käme, wenn der andere weg ist. Dann kann ich mit beiden Menschen an denen mir viel liegt feiern, ohne ständig Angst haben zu müssen, dass mein Gesprächseverhalten als Parteinahme aufgefasst werden würde.

VEampy7x7


Das machen wir schon seit Jahren so, die Frau meines Bruders und ich können uns nicht ausstehen, also sind wir seit Jahren am ersten Feiertag bei meinen Eltern und mein Bruder und seine Familie an Heilig Abend. Das ist für alle Beteiligten deutlich entspannter, mein Bruder und ich haben uns auch nicht viel zu sagen, so braucht niemand einen Eiertanz veranstalten und alle sind zufrieden.

D9ie Sehxerin


hey, du warst bis jetzt wohl ganz konsequent im (nicht)umgang mit deinem vater. warum lässt du es zu, dass deine oma jetzt an deiner standhaftigkeit rütteln kann? wäre sie denn involviert? kannst du mit ihr an irgendeinem tag feiern, an dem dein vater eben nicht dabei ist? kannst du damit umgehen, wenn sie sich dann erst mal zurückziehen würde?

S>ilbXer+mondaxuge


Öhm - also die letzten Jahre war dein Vater nicht an Weihnachten da, weißt du wie Oma da reagiert hat ? Genauso wie jetzt bei dir oder hat sie es bei ihm akzeptiert ? Wie ist dein Verhältnis zur Oma sonst ? - Soll heißen, habt ihr euch so lieb dass du ihr den Gefallen tun könntest/solltest, oder wäre es mehr ein "es gehört sich so" ?

qJuisu#isje


Da mein Vater ja ihr Sohn ist und um einiges älter als ich ist, hat sie es natürlich akzeptiert.

Mein Vater ist in ihren Augen, obwohl er meine Oma genauso schlecht, wenn nicht sogar noch schlechter als mich behandelt (hat).

Ich habe mich entschieden und zwar (mein Stand seit 5 Wochen):

-Ich bin nicht mehr genervt

-Ich fühle mich frei

-Muss mir keine ständigen Probleme mehr anhören, die mich eh nur aufregen

-Muss mir keine Gedanken mehr über anderer Menschen Dummheit machen

Es ist eigentlich komisch, dass ich fast gar nicht mehr daran denke, wobei es mich so sehr belastet hat. Jetzt möchte ich aber auf gar keinen Fall mit ihm an einem Tisch sitzen, da Weihnachten ein Fest der Liebe ist und ich einmal im Jahr ein schönes Fest haben will. Es gibt generell nie Ruhe. Sogar zu meinem Geburtstag nicht, weil mein Vater nie kommen will, wenn meine Mutter kommt, da seine "Alte" das nicht akzeptiert. Die dritte "Alte" im Übrigen. Er schafft es auch nicht alleine zu kommen. Er ist einfach ein kleines devotes Hündchen, was sich von seinen Frauen verdrehen und erpressen lässt (auf der Gefühlsebene). Wenn ich das hier schreibe, regt es mich schon auf. Jedenfalls waren seine "Alten" immer an Weihnachten mit eingeladen, wollten aber nie, dass er bei uns feiert und somit ist er mit seinem Hintern schön Zuhause geblieben. Meine Oma hat es natürlich toleriert und nichts dazu gesagt, außer, dass sie es traurig findet. In den Augen meiner Oma sind auch immer die Frauen schuld, nie mein Vater, wobei er es ja mit sich machen lässt.

Ich möchte ihn auch nicht ignorieren, ich will ihn gar nicht sehen, damit auch keine alten Gefühle hochkommen und er mir eventuell plötzlich doch wieder leid tut und ich dann über meine Entscheidung (die ich mit einem rationalen Kopf gefällt habe) nachdenke bzw. sie anzweifel.

Meine Oma meint auch immer wieder und das ist das, was mich so aufregt, dass ich ein eiskalter, herzloser Mensch bin, der seinen Vater "verurteilt" und "hasst" und es ist doch mein Vater und wie könnte ich nur dies oder jenes tun. Also eigentlich bin ich die Dumme in ihren Augen, weil sie sich wie eine blinde, betrogene Ehefrau verhält?! Wie kann das sein? Mein Vater hat die dritte Frau, die ihn so verändert bzw. von der er sich so verändern und kleinmachen lässt. Er stand vor meiner Tür mit einer gebrochenen Nase (von Frau 1), ich habe die Tür aufgemacht, er hat ein halbes Jahr bei mir gewohnt und am Ende hat er mich (sein eigene Fleisch und Blut) doch wieder fallen lassen. Ich könnte glatt meinen, dass ich ihn tatsächlich hasse. Ich könnte tausende Storys erzählen, aber bei meiner Oma (meine Ersatzmutter) prallt das alles ab. Ich würde mir Akzeptanz für meine Entscheidung wünschen, da ich auch akzeptiere, dass er die Beiden Kontakt haben und nichts dagegen sage. Ich bin es so leid, fühle mich wie in einem Kampf um meine eigene Meinung. Sorry, aber das musste mal raus. Ich hoffe, ihr versteht mich ;-D habe glaube ein bisschen Wirr geschrieben.

D?ie @Sehebrin


im grunde geht es doch darum, dass du jetzt aufhörst, dich vor anderen zu rechtfertigen.

du hast beschlossen, dich von deinem vater zu lösen => entscheidung gefallen und keine begründung mehr nötig.

du willst weihnachten nicht mit ihm am tisch sitzen => klare entscheidung => klare ansage und keine begründung mehr nötig.

du hast das für dich selber (selbstschutz getan => ergebnis langer überlegungen => niemand hat das recht das zu be(ver)urteilen und keine begründung mehr nötig.

daanaex87


Du wirst damit leben müssen, dass deine Oma deine Entscheidung doof findet. Du kannst ihr nur sagen, dass an der Stelle nicht mehr diskutiert wird. Sowas rüttelt immer eine ganze Familie durch und natürlich gerade diejenigen, die in den alten Strukturen bleiben. Sie müssen das schon fast verteidigen, weil andere Optionen ja auch ihr Verhalten in Frage stellen. Wer das System verlässt, ist für die anderen meistens der Buhmann.

k_atiaxfox


Ohje, dein Konflikt kommt mir so schrecklich bekannt vor. Habe gerade deinen anderen Faden gelesen. Mein Vater ist zwar vom Wesen her wohl ganz anders als deiner, aber eben auch psychisch nicht auf der Höhe und oft schwer einzuschätzen und sein Verhalten oft nicht nachvollziehbar.

Ich kann deinen Gefühlstanz zwischen Wut, Enttäuschung (auch Hass) und besonders Mitleid so gut nachvollziehen. Ich kenne auch das Einmischen durch andere Verwandte. Bei mir war es vor allem auch meine Oma, die mir mit ähnlichen Äußerungen ins Gewissen geredet hat und mich versucht hat zu überreden, dass ich das alles meinem Vater doch nachsehen müsse, ein so schlechter Vater könne er doch gar nicht gewesen sein, er sei doch mein Vater. Ich kenn das alles genauso.

Ich hab mich irgendwann so wie du komplett entzogen, auch meiner Oma, die darunter wohl sehr gelitten hat. Letztes Jahr ist sie gestorben und ich habe sie nicht mehr gesprochen, aber mir geht es ganz okay damit. Es ist sogar eine Last von mir gefallen, auch wenn ich mich schwer damit tue, das so auszusprechen. :-|

Kannst du deiner Oma nicht klar machen, dass du dir das alles nicht mehr anhören willst?

Ich hab das nie hinbekommen, deswegen weiß ich nicht, wie meine reagiert hätte, ich fürchte aber, dass es gar nichts gebracht hätte. Ich denke, Kontaktabbruch war da wohl das Mittel der Wahl...

Aktuell versucht es die Freundin meines Vaters, mich mit mehreren Einladungen und Treffen wieder zu Kontakt zu drängen (fühlt sich so an). Ganz aktuell auch zu Weihnachten. Ich hab abgesagt, diesmal sogar ohne Schuldgefühle und großen innerlichen Eiertanz (nur ein ganz kleines bisschen, aber das sind Altlasten). Fortschritt meinerseits! :)^

Wenn du da nicht hingehen willst, dann tu es nicht, auch nicht für deine Oma.

Ich kenne das Gefühl auch, sich endlich von diesem ganzen Scheiß frei zu fühlen, weil man es durch Kontaksperre einfach nicht mehr mitbekommt.

Die Vorstellung da an Weihnachten zu sitzen und gute Miene zum bösen Spiel zu machen, ohne dass die mitbekommen sollen, was emotional bezüglich meines Vaters in mir vorgeht und schon vorgegangen ist, bereitet mir ein ekelhaftes Beklemmungsgefühl. Will ich nicht, mach ich nicht mehr. 3-4 Mal im Jahr Kontakt maximal und gut, aber ganz sicher nicht an Weihnachten.

kaatia9fox


Ich bin es so leid, fühle mich wie in einem Kampf um meine eigene Meinung. Sorry, aber das musste mal raus. Ich hoffe, ihr versteht mich ;-D habe glaube ein bisschen Wirr geschrieben.

Ich kann das übrigens wirklich gut nachvollziehen und finde nicht wirr, was du schreibst. Das sind wohl die Folgen, wenn von anderer Seite ständig versucht wird an der eigenen Wahrnehmung und Sichtweise herumzumanipulieren. Ich bin irgendwann so wütend deswegen geworden, dass ich diese Wute jetzt immer noch mit mir herumtrage. Ist nicht immer präsent, aber wenn es mir nicht gut geht oder ich Stress habe, oder auf Menschen treffe, die so mit mir umgehen, kommt diese Wut extrem schnell und manchmal auch heftig hoch.

Meine Erfahrung ist: Je länger man sich verbiegt und Dinge für andere tut, um nicht anzuecken oder um zu gefallen oder einfach nur die vermeintliche Harmonie aufrechtzuerhalten, umso wütender wird man irgendwann.

Ich kann dir nur raten, bei dir und deiner Empfindung zu bleiben. Wenn du wütend und enttäuscht auf deinen Vater bist, musst du darum nicht kämpfen. Lass dich da von deiner Mutter oder Oma nicht so vollquatschen. Du musst das nicht abfangen, was dein Vater nicht auf die Reihe kriegt. @:)

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