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Eine einzige Kette von Ablehnungen ... ausbrechen?

M7onte7rey


NotMichaelCane

Ist diesen Momenten etwas gemeinsam? Wäre ja naheliegend das mal anzuschaun, wenn das schon so häufig passiert ist.

In diesen Momenten erkenne ich einfach nur für mich selbst, dass ich es mir aus dem Kopf schlagen sollte. Ich würde dem keine eigene Bedeutung beimessen.

Das könnte daraufhin deuten, dass Du zu viel mit Deiner eigenen "Performance" beschäftigt bist anstatt Dich für die Persönlichkeit Deines Gegenüber tatsächlich zu interessieren. Könnte. Muss nicht. Nur so ein Gedankenanstoss.

Also, die Situation ist dann ungefähr so: Wir haben uns ein bisschen kennen gelernt, bei mir hat es sozusagen Klick gemacht, ich habe Interesse daran, sie wirklich kennen zu lernen, schwärme ein bisschen für sie und denke öfter mal an sie.

Wenn wir uns dann treffen, bin ich schon sehr darauf aus, dass wir eine gute Zeit zusammen haben. In diesem Sinne besteht eine Gefahr, in eine "Performance" abzurutschen, denn wenn ich das Gefühl habe, dass es mir in dem Moment gerade zu lau wird, bin ich schon bemüht, nachzuhelfen, wie eine Art Gastgeber vielleicht. (In einem begrenzten Rahmen, aber so eine Tendenz ist da.)

Wenn Du meinst, dass es Dein Job ist ihr Interesse zu vergrößern anstatt Deins an ihr einfach auszuleben und zu sein und einzubringen wer Du sowieso bist ist das ein Klassiker von "needy" und ab einem bestimmten Punkt möglicherweise sogar manipulativ wirken. Das ist ein Abturner. Manchmal trieft sowas erst nach einiger Zeit so richtig durch und das würde den Switch erklären.

Was Du schreibst klingt sehr plausibel, aber ich verstehe es wohl nicht wirklich:

Ja, ich finde schon, dass es mein Job ist, ihr Interesse zu vergrößern. Denn ich weiß ja, dass ich selber Interesse habe, und fände es natürlich gut, wenn sie mich dann auch mögen würde.

Ich versuche es jetzt nicht zu erreichen, indem ich mich extra verkaufe/verbiege, aber wie oben: eine gute Stimmung oder besonderen Abend haben. (Was jetzt bisher offenbar aber eh nicht "gereicht" hat.)

Gleichzeitig wüsste ich nicht, wie ich mein Interesse an ihr ehrlich ausleben soll.

Was das Körperliche angeht, käme mir vielleicht eine hitzige Knutscherei und die Getränke von der Bar fegen in den Sinn. In der Realität dagegen sitzt da jemand eben einfach nur entspannt neben mir und denkt sich vielleicht die ganze Zeit nichts dabei. Wenn ich meinen Wünschen folge und wirklich mal versuche sie zu küssen, fällt sie vielleicht aus allen Wolken, ihr friert das Gesicht ein, bekommt einen Schock ... was weiß ich. (Wenn ich einfach nur ein Bekannter/Kumpel/Freund bin, muss es ja dann noch schlimmer sein als wenn es irgendein beliebiger Typ im Club auf einmal versucht.)

Bevor ich so weit wäre, müsste ich außerdem überzeugt sein, dass auch sonst eine gute gemeinsame Basis und Verbindung da ist.

Gleichzeitig hat man ja aber nicht monatelang Zeit und kann es nicht einfach so passieren lassen, wie wenn sich nebenbei irgendwo eine gute Freundschaft entwickelt.

Ich sehe also große Unterschiede zwischen Wunsch/Anspruch und Realität, was wohl unterbewusst eine Art Stress bei mir erzeugt.

Waterli2

Das ist auch sehr interessant zu lesen. 2-4 Wochen wäre vielleicht nicht mal das größte "Problem". Aber küssen ist für mich nicht bedeutungslos, sondern fast intimer als das eigentliche Rein-Raus. Für mich wäre ein Kuss quasi schon der Anfang eines Beziehungsversuchs, einer Affaire oder was auch immer. Über Sex oder eine Beziehung würde ich vorher auch nicht reden. (Und den Beziehungsstatus bekomme ich auch so mit.)

M6onte|rexy


NotMichaelCane -> Caine, sorry ;-)

temare, Givanildo und Kaffeemonster

Danke für eure netten Beiträge, ich habe sie gerne gelesen.

(temare, was meinst du mit der Schublade durchs Tanzen? Dass ich schnell irgendwo einsortiert werde, oder dass es sozusagen eine bestimmte Community dort ist?)

Ich erkläre mich jetzt mal allgemein, um das Gespräch nicht allzu sehr verzweigen zu lassen:

Mein Verhalten ist wohl geprägt davon, dass ich in diesem Bereich verletzlich bin und wenig Selbstvertrauen habe [*]. Ich versuche, mein Verhalten zu ändern, und hoffentlich gehen dann mit der Zeit und den neuen Erfahrungen die Zweifel und die Verletzlichkeit weg [**]. Um zu wissen, was ich vielleicht ändern könnte, muss ich verstehen, was an meinem jetztigen Verhalten und an meiner jetztigen Einstellung schlecht ist, oder zumindest ungewöhnlich und kontraproduktiv. Ich habe das Gefühl, einige der Beiträge hier könnten mir sehr dabei helfen, meine Augen zu öffnen.

(Das ist im Moment erst mal das Beste, was mir einfällt. Klar wäre es noch viel besser, bei den Treffen einen unsichtbaren Coach neben mir zu haben, aber geht ja nicht.)

Meine Persönlichkeit umkrempeln muss ich nicht, meine ich (oder erst der Typ werden, auf den ich sozusagen selber stehen könnte), aber irgendwie eine bessere Einstellung finden und den Dreh mal rausbekommen.

[*] In anderen Bereichen habe ich diese Probleme nicht.

[**] Das Gegenteil wäre: Selbstvertrauen, das ich in anderen Bereichen habe, mitnehmen und sich als Konsequenz davon automatisch besser verhalten. Meine Erfahrung ist aber, Selbstvertrauen kann man nur begrenzt transferieren. (Z.B. kann ich mich bemühen wie ich will, aber Selbstvertrauen in meine Fähigkeiten als Skispringer kann ich nur erlangen, wenn ich schon mal auf zwei Skiern stand ohne auf den Arsch gefallen zu sein... Auch wenn ich sonst ein super sportlicher Typ bin, der im Prinzip beste Voraussetzungen hat.)

eUnigwmat^ic1606


In diesen Momenten erkenne ich einfach nur für mich selbst, dass ich es mir aus dem Kopf schlagen sollte. Ich würde dem keine eigene Bedeutung beimessen.

Ich glaube was hier gemeint war, war eher die Frage, ob diesen Momenten vielleicht irgendetwas vorrausgeht. Also, mal ein ganz plattes Beispiel (das auch sicher nicht der Realität entspricht, aber es geht nur darum die Frage zu veranschaulichen): Du gehts mit einer Frau, an der du Interesse hast, einen Kaffee trinken. Alles läuft gut soweit, sie scheint sich auch für die zu interessieren, bis du irgendwann einer vorbeilaufenden Kellnerin offensichtlich hinterherguckst und dann, mehr zu dir selber aber für deine Begleitung doch hörbar, flüsterst "Mann, die würd ich aber auch gern mal knallen.". Also, einfach ob da irgendein wiederkehrendes Muster ist, in dass du verfällst oder ein anderer Auslöser auffindbar ist.

Was Du schreibst klingt sehr plausibel, aber ich verstehe es wohl nicht wirklich:

Ja, ich finde schon, dass es mein Job ist, ihr Interesse zu vergrößern. Denn ich weiß ja, dass ich selber Interesse habe, und fände es natürlich gut, wenn sie mich dann auch mögen würde.

Ich versuche es jetzt nicht zu erreichen, indem ich mich extra verkaufe/verbiege, aber wie oben: eine gute Stimmung oder besonderen Abend haben. (Was jetzt bisher offenbar aber eh nicht "gereicht" hat.)

Nein, es ist nicht dein Job, ihr Interesse an dir zu vergrößern. Dein Job ist es, du selbst zu sein (so sehr Leute bei den ersten Dates halt sie selbst sind/sein können, ich schätze mal ein bisschen Anspannung die dann zu Ungeschicktheit oder was auch immer führt ist da für jeden dabei) und ihr so überhaupt erst mal zu zeigen was denn da ist das man interessant finden könnte.

Sieh es einfach so - der Großteil der Menschen dürfte schlicht nicht füreinander gemacht sein. Zumindest ich persönlich bin davon überzeugt, dass nicht jeder jeden attraktiv und interessant finden kann, sondern dass der eigentlich Anteil potentieller Partner im Verhältnis zum Rest der Menschheit verschwindend gering ist - klar, für manche ist dieser Anteil größer als für andere, manchmal sogar deutlich, aber letztendlich braucht jeder sein passendes Gegenstück, dass es erst mal zu finden gilt. Und in dieser Situation bist du nun, Mann X mit seiner ganz eigenen Kombination an Stärken und Schwächen, Interessen, Eigenschaften, Merkmalen, Verrücktheiten, dem ein oder anderen Fehler oder Knacks und dir gegenüber sitzt Frau Y auf die dasselbe zutrifft und die ebenfalls ein komplett einzigartiges Konstukt unterschiedlichster Aspekte ist. Die könnten zu deinen passen, vielleicht aber auch nicht. Und wenn sie das nicht tun, dann gibt es nichts was du tun könntest, dass daran etwas ändert - außer dich zu verbiegen und zu verstellen und ihr was vorzuspielen. Mag eine Zeit lang funktionieren, sicher, aber wirklich zufriedenstellend dürfte dass auf Dauer nicht sein, denn was ist eine Beziehung schon wert die auf so einer Grundlage entsteht ?

Und wenn du in eine solche Situation kommst in der du aktiv versuchst, ihr Interesse an dir zu beeinflussen, dann läuft du eben Gefahr dass es schnell in eine Lage abrutscht, die du ja selbst beschreibst:

Wenn wir uns dann treffen, bin ich schon sehr darauf aus, dass wir eine gute Zeit zusammen haben. In diesem Sinne besteht eine Gefahr, in eine "Performance" abzurutschen, denn wenn ich das Gefühl habe, dass es mir in dem Moment gerade zu lau wird, bin ich schon bemüht, nachzuhelfen, wie eine Art Gastgeber vielleicht. (In einem begrenzten Rahmen, aber so eine Tendenz ist da.)

Das solltest du aber vermeiden. Du bist nicht der Animateur, der Entertainer der für den Abblauf des Abends alleinverantwortlich ist und die potentielle Wahrscheinlichkeit steigt enorm an, in so einer Situation - vielleicht komplett unbewusst - eine Maske aufzusetzen. Selbst wenn diese Maske im Grunde nur eine künstliche Aublähung/ Übertreibung deiner tatsächlichen Eigenschaften ist ("Ich will dass sie jetzt merkt wie witzig ich bin, also hau ich Pointen im Sekundentakt raus.")

Wenn du aber in so einer Dating-Situation unbedingt einen Job erfüllen willst - außer dich selbst zu zeigen, wie du bist - dann den hier:

Gleichzeitig wüsste ich nicht, wie ich mein Interesse an ihr ehrlich ausleben soll.

Wie das allerdings geht sollten dir besser weisere, klügere und vor allem sozial weniger inkompetente Menschen als ich erklären :-D

[*] In anderen Bereichen habe ich diese Probleme nicht.

[**] Das Gegenteil wäre: Selbstvertrauen, das ich in anderen Bereichen habe, mitnehmen und sich als Konsequenz davon automatisch besser verhalten. Meine Erfahrung ist aber, Selbstvertrauen kann man nur begrenzt transferieren. (Z.B. kann ich mich bemühen wie ich will, aber Selbstvertrauen in meine Fähigkeiten als Skispringer kann ich nur erlangen, wenn ich schon mal auf zwei Skiern stand ohne auf den Arsch gefallen zu sein... Auch wenn ich sonst ein super sportlicher Typ bin, der im Prinzip beste Voraussetzungen hat.)

Unterschreibe ich so. Die Vorstellung von universellem Selbstvertrauen finde ich höchst seltsam (naja, außer man ist tatsächlich in ALLEM verdammt gut, aber wer ist das schon ?) und ich bin mir verdammt sicher, dass Selbstvertrauen eine Sache ist, die man sich für jeden der unterschiedlichen Aspekte des Lebens einzeln erarbeiten und verbieten muss, i.d.R. durch eine Kombination aus Selbstbewusstsein (Wissen über die eigenen Fähigkeiten, Eigenschaften, Stärken und Schwächen), Erfolge in den jeweiligen Vereichen und den entsprechenden Umgang mit Misserfolgen).

So ziemlich jeder Fall von überbordendem, universellen Selbstvertrauen der mir bisher begegnet ist stellt sich bei näherem Hinsehen normalerweise ganz schneller eher als Selbstbetrug, Arroganz, Überheblichkeit und Realitätsverleumdung dar.

e)nigjmatic)1606


Unterschreibe ich so. Die Vorstellung von universellem Selbstvertrauen finde ich höchst seltsam (naja, außer man ist tatsächlich in ALLEM verdammt gut, aber wer ist das schon ?) und ich bin mir verdammt sicher, dass Selbstvertrauen eine Sache ist, die man sich für jeden der unterschiedlichen Aspekte des Lebens einzeln erarbeiten und verbieten muss, i.d.R. durch eine Kombination aus Selbstbewusstsein (Wissen über die eigenen Fähigkeiten, Eigenschaften, Stärken und Schwächen), Erfolge in den jeweiligen Vereichen und den entsprechenden Umgang mit Misserfolgen).

Das sollte natürlich verdienen heißen :=o

E9hemaliger 6Nutzer (#U5686x97)


@ Monterey

Folgende Fragen: Gibt es für Dich eine andere Form von Intimität als die sexuelle ?

Falls ja: Wo hast Du die wann schon mal erlebt? Welche Voraussetzungen waren dafür gegeben?

Wpalk5inygGhoxst


@ StarkeLöwin

Oder siehst du vielleicht auch aus wie ein Milchbubi.

Und das ist jetzt inwiefern pauschal negativ?

Ganz ehrlich: Ich kenne viele Milchbubis in Beziehungen, weil bei denen einfach die anderen Eigenschaften (Ausstrahlung, Charakter usw.) stimmen. So was ist weder mit Hässlichkeit gleichzusetzen noch rational betrachtet ein Makel. Was nützt einem ein besonderes "männlich" aussehendes großes Baby?

MEontverey


enigmatic1606

Ich glaube was hier gemeint war, war eher die Frage, ob diesen Momenten vielleicht irgendetwas vorrausgeht.

Ich denke nicht.

Nein, es ist nicht dein Job, ihr Interesse an dir zu vergrößern. Dein Job ist es, du selbst zu sein (so sehr Leute bei den ersten Dates halt sie selbst sind/sein können, ich schätze mal ein bisschen Anspannung die dann zu Ungeschicktheit oder was auch immer führt ist da für jeden dabei) und ihr so überhaupt erst mal zu zeigen was denn da ist das man interessant finden könnte.

Ich weiß nicht und bin rational noch nicht überzeugt, dass man sozusagen rein in seinem Alltags-Modus bleiben sollte, wenn es um erste Treffen zu zweit geht. Alleine schon wegen diesem von mir (selber auferlegten?) Zeitdruck.

Allerdings, das was du beschreibst, ...

Du bist nicht der Animateur, der Entertainer der für den Abblauf des Abends alleinverantwortlich ist und die potentielle Wahrscheinlichkeit steigt enorm an, in so einer Situation - vielleicht komplett unbewusst - eine Maske aufzusetzen. Selbst wenn diese Maske im Grunde nur eine künstliche Aublähung/ Übertreibung deiner tatsächlichen Eigenschaften ist ("Ich will dass sie jetzt merkt wie witzig ich bin, also hau ich Pointen im Sekundentakt raus.")

... Dieses Risiko sehe ich auch. Mal wirklich versuchen mich gar nicht "einzusetzen" und konsequent darauf achten, überhaupt nicht in diesen Stress zu kommen, das probiere ich jetzt mal bewusst.

Sieh es einfach so - der Großteil der Menschen dürfte schlicht nicht füreinander gemacht sein. Zumindest ich persönlich bin davon überzeugt, dass nicht jeder jeden attraktiv und interessant finden kann, sondern dass der eigentlich Anteil potentieller Partner im Verhältnis zum Rest der Menschheit verschwindend gering ist (...)

Klar, aber ich beziehe mich hier schon von vorn herein auf besondere Frauen, mit denen ich mich außergewöhnlich gut verstehe, wo (nach bisherigem Wissen zu jenem Zeitpunkt) wichtige Dinge schon mal passen würden, usw. Klar ist das nur meine Sicht, aber fehlendes Glück halte ich einfach nicht für eine Erklärung.

NotMichaelCaine

Folgende Fragen: Gibt es für Dich eine andere Form von Intimität als die sexuelle ?

Falls ja: Wo hast Du die wann schon mal erlebt? Welche Voraussetzungen waren dafür gegeben?

Arten von Intimität? So auf die Schnelle mal:

- Körperliche, aber nicht sexuell (manchmal beim Tanzen; jemandem tief in die Augen schauen ...)

- In Gesprächen, in denen man alles erzählen kann

- durch die Kunst (Malerei, Literatur), auch gemeinsam mit anderen (Musik machen oder hören)

Die erste Art erlebe ich sehr oft, ohne besondere Voraussetzungen. Die Zweite in den letzten Jahren relativ selten, denn meine alten engen Freunde (incl. mir) wohnen in alle Himmelsrichtungen verstreut und auch die Prioritäten haben sich geändert (Neue Jobs und Städte, Hobbies, Partnerinnen). Mit einigen der neueren Freunde nimmt es langsam zu. Die dritte Art erlebe ich nur hier und da mal, nicht alltäglich.

Eine allgemeine Voraussetzung, die mir einfällt, ist Ruhe. (Dass man sich wie in einer Blase gegenüber dem Rest der Welt abschnürt).

Sexuelle Intimität war eben kein Thema die letzten Jahre, die Erinnerung ist schon fast verblasst, das ist alles ganz weit weg.

RDabiatxor


könnte es sein das die Mädels zu viel von dir erwarten?

So wie ich diesen Faden jetzt quergelesen habe, kannst du gut tanzen, siehst gut aus, bist nicht blöd, bist als Tanzpartner begehrt, kannst dich ausdrücken und trotzdem klappt es nicht mit den Mädels.

Ich denke bei vielen Frauen erweckst du den Eindruck des "tollen Hechts" und sie sind dann verwundert wenn du nicht wie Don Juan als Megawomenizer dein Programm abziehts.

Evt. wäre es für dich einfacher außerhalb der Tanzerei eine Frau kennenzulernen und vom Tanzen gar nichts zu erzählen. Spontan fällt mir eine Szene aus "Hitch der Date Doctor" ein. Dort wurde dem Profitänzer gezeigt wie er mit Dates zu tanzen hat um die Eroberung nicht zu brüskieren. Schritt links, Schritt rechts, das wars.

P7ytho.nisxt


@ Monterey

Ich finde, du hast deine selbsterfüllende Prophezeiung doch hier in diesem Schema schon ganz gut selbst erkannt:

Um es mal ganz grob auf ein Schema runterzubrechen: Ich lerne eine Frau durch ein Hobby oder im Alltag kennen. Irgendwann kommt der Hoppla-Moment, da bilde ich mir ein(?), dass es gegenseitiges Interesse gibt. @:) (Bis hierhin kann es Minuten bis Monate dauern.)

Spätestens ab dann sitze ich sicher nicht untätig rum und versuche, sie besser kennen zu lernen. Wenn es gut läuft, bin ich natürlich irgendwann verknallt.

Aber selbst dann, wenn es gut läuft, irgendwann kommt der zweite Hoppla-Moment (und sei es nur ein Blick, eine Geste oder Körperhaltung). Ab dann kann ich gefühlt von Sekunde zu Sekunde zuschauen, wie immer weniger von ihr kommt und sie das Interesse verliert. (Also vielleicht irgendwie wie bei einem Arzt, dem die Patienten wegsterben.)

Ab dann bricht bei mir noch so eine Art Liebeskummer aus, ich fühle mich wie ein Tier in der Falle, und es wird erst recht unmöglich und schmerzhaft. :-/ %:|

Und irgendwann hab ich mich an die Erkenntnis gewöhnt, normalerweise pendelt es sich auf eine (lose) Freundschaft ein.

Hierdrin wird das erläutert:

[[https://de.wikipedia.org/wiki/Selbsterf%C3%BCllende_Prophezeiung]]

Ich denke, ein Ansatz kann darin liegen, dass du aus dem Denkmuster mal wieder rauskommst.

Also z.B. wieder an die eine große Liebe glauben kannst. Na gut, das wäre ein bisschen naiv. Oder - geringfügig realistischer ;-) : dass nach dem zweiten Hoppla-Moment zwar eine Phase kommt, wo die Intensität der Beziehung zwar zurückgeht, aber aktiv von deiner Seite etwas getan werden kann, dass sie sich auch wieder intensiviert. Und nicht nur passiv auf das Ende zu warten wie ein Kaninchen vor der Schlange.

Ganz nebenbei: mit deinen hohen Kennenlern-Möglichkeiten bei 3,4,5 Parties die Woche - naja, da ist auch die nächste Kandidatin jeweils nicht weit weg, aber es sind eben nur Kandidatinnen. Nur sind Parties eben nicht wirklich so der Platz, um dort langfristige, tiefe Beziehungen zu finden. Das Kennenlernen geht schnell, erstmal steht nur körperliche Attraktivität im Vordergrund und die "tänzerische Kompatibilität" - eine fast komplett körperliche Form der Kommunikation, ähnlich wie Sex - achtet auf fast keine beziehungsbestimmenden Faktoren auf rationaler oder emotionaler Ebene. Und dann fehlen eben die Gemeinsamkeiten und Anreize, die eine Beziehung auch langfristig für beide lohnenswert erscheinen lassen.

Parallel triffst du auf den Parties auch viele Partygängerinnen, die eben auch selbst eine breite Auswahl haben. Und die in den Parties und Tanzen vielleicht eher ein Hobby und Freizeitgestaltung als eine aktive Form der Partnersuche sehen. Beim Tanzsport kann das anders aussehen: da ist klar, dass es um einen Sport zu zweit geht, nicht in erste Linie um Sympathien.

Anstatt wie nach Rat von "Hitch dem Date Doctor" (Super Tipp! :=o ]:D ) also deinen Anspruch zu senken und sich selbst durch Zurücknahme "massenkompatibler" zu machen, suche sich ein Profitänzer eben eine Profitänzerin, wenn ihm dieser Aspekt so wichtig sein sollte. Die kann er nicht brüskieren, aber evt. eine Form von sportlichem Ehrgeiz wecken, die mit Dominanz und Macht zu tun hat als mit einer Form von Beziehungsfindung.

Eines fand ich übrigens richtig gut in deinem Ausgangsbeitrag: es nicht zuzulassen, dass deine Person, Charakter, Aussehen zerpflückt wird. Ich glaube nämlich, diese Art von Selbstzweifeln oder "Sich-von-anderen-analyisieren-lassen" oder "Fremdbestätigung brauchen" hilft letztlich wenigen. Denn es bringt eher Mitleid, Kritik oder Schadenfreude als die echte Unterstützung anderer.

-Hv9ietnLameZsinx-


Ein Kuss hätte für mich auch schon eine besondere Bedeutung der Zuneigung und würde in mir zumindest auslösen, dass ich nicht irgendeine bin, sondern grade diejenige, die an erster Stelle steht, was es auch immer werden mag.

Aber ich muss zustimmen, wenn jemand in 2-4 Wochen nicht zu Potte kommt mit der Annäherung, sei es nun per whatsapp, oder im realen Leben, dann wird mir auch sehr schnell langweilig. Dann kann es sein das ich denjenigen zwar nicht abschiesse, aber ich verliere langsam das Interesse und schaue mich ebenfalls weiter um. Es gibt nämlich das sogenannte Benching Phänomen, wo Mann, oder Frau Aufmerksamkeit braucht und sich denjenigen quasi auf der Ersatzbank warmhält, dadurch sein Ego pusht. Das ist gar nicht mal so selten. Mir ist so ein Mann auch schon begegnet dieses Jahr, wobei ich an diesem nicht ohnehin nicht wahnsinnig interessiert war, aber es gibt Menschen die steigern sich dann rein und sind enttäuscht. Also zu vorsichtige Männer werden definitiv ausgebootet zzz . Auch das ist mir schon passiert, die Männer meinen wenn sie etwas in Richtung Sexualität schreiben oder sagen, die Frau damit zu verscheuchen, dass ist aber nur der Fall wenn man zu forsch rangeht. Da muss man als Mann schon das Maß finden, etwas, aber nicht zuviel. Sich rantasten, dann wird einem als Frau auch signalisiert, hey ich bin auch körperlich interessant. Sonst driftet es schnell auf die Freundschaftsebene ab.

A,udrery Tattxoo


Auf die Frage: Würdet ihr mal was ganz anderes machen und sogar ausbrechen? Meine Antwort: Ja! Ich würde mal eine Zeitlang ganz aufhören, Frauen als potentielle Partnerinnen wahrzunehmen. Mich voll und ganz anderen Dingen widmen, irgend etwas Neues beginnen, das meine Aufmerksamkeit fesselt. Frauen in dieser Zeit möglichst "neutral" sehen und vielleicht sogar bewusst auf Abstand halten.

Damit wirklich zu einem Abstand zur Situation zu kommen, aufhören, dich selbst fertig zu machen wegen Misserfolgen - und eventuell Gespräche führen mit jemandem, der dich versteht und beraten kann, damit du mehr Sicherheit bekommst, die unabhängig von einer Beziehung bestehen kann.

EnhWemahliDger Nuttzer *(#56B869x7)


Die erste Art erlebe ich sehr oft, ohne besondere Voraussetzungen. Die Zweite in den letzten Jahren relativ selten, denn meine alten engen Freunde (incl. mir) wohnen in alle Himmelsrichtungen verstreut und auch die Prioritäten haben sich geändert (Neue Jobs und Städte, Hobbies, Partnerinnen). Mit einigen der neueren Freunde nimmt es langsam zu. Die dritte Art erlebe ich nur hier und da mal, nicht alltäglich.

Ich denke das das ein Faktor sein könnte. Deine Formulierung bzgl Intimität drückt für meine Begriffe viel zu Passivität aus. Es wirkt als würdest Du erwarten, dass Dein Gegenüber die komplett allein herstellt nd Du nur drauf eingehst. Du erlebst sie. Dementsprechend seltener passiert das für Dich. Gerade die Dritte Art kann man jedoch relativ einfach aktiv selbst ausloten. Vor allen Dingen wenn man bezüglich viele Leute treffen so aus den vollen schöpfen kann wie Du beim tanzen.

Wenn ich neue Leute kennenlerne bin ich sehr schnell bei Literatur, Musik oder philosophischen Ansichten. Das sind Themen in denen man schnell merkt ob Intimität überhaupt entstehen kann oder nicht Gerade bei einem Hobby wo man viele unterschiedliche Leute trifft geht das "aussieben" da recht schnell und mit einer großen Anzahl. Anscheinend wartest Du da immer aufs ausgesiebt werden anstatt selber zu sieben. Das wärs was ich an Deiner Stelle als erstes ändern würde. Ich vermute Du bist so darauf bedacht einen guten Eindruck zu machen, dass Du Dich nicht klar mit Deinen eigenen Ansichten - gerade in solchen Themenbereichen - präsentierst sondern wartest bis sie da einen Eröffnungssatz bringt an den Du Dich anpassen kannst.

Klar - kann man auch machen. Wenns aber schon zu lange nicht klappt würde ich da einen krassen Strategiewechsel vornehmen wenn ich Du wäre.

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