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Freundschaft vor-und nach der Schwangerschaft

D4orEfni<xe


Dass du den ganzen Tag alle mit Babykram zuspamst, hat doch niemand behauptet. Vielleicht erwarten deine Freunde das jetzt aber und ziehen sich sozusagen prophylaktisch zurück. Da wären sie sicher nicht die ersten, die das so machen. Weil irgendwo her müssen die Erfahrungen von "habe ich auch so erlebt", "... Spreu vom Weizen..." und "Freundschaftskarten werden bei Schwangerschaft neu gemischt" ja kommen ":/

Ich selbst kann dazu kaum was sagen, weil zwischen Umzug (70km) und Schwangerschaft nur 1,5 Jahre lagen - ich weiß also nicht, ob und wie die Freundschaften weiter gegangen wären ohne Schwangerschaft. Aber dass sich eine Menge verändert hat, habe ich genauso erlebt.

Und dass zwischen Eltern und Kinderlosen oft Welten liegen, ist ja ganz unabhängig davon immer wieder zu beobachten.

M1elpodmeYne


Ich denke, Dorfnixe hat da einen guten Ansatz.

Ich kenne das Phänomen zwar (noch) nicht von Schwangerschaften, aber generell, wenn sich Lebensumstände ändern. Freunde, die vorher studiert haben und dann fertig waren und den ersten Job bekamen, haben sich erst kaum noch und dann gar nicht mehr gemeldet, weil sie einfach keine Zeit mehr hatten. Viele kennen das Phänomen vielleicht auch, wenn Freunde neue Partner finden und man als Kumpel dann erstmal "abgeschrieben" ist.

Bei einem Kind ist es nunmal so, dass das eine dauerhafte Änderung ist. Eine Änderung, die nunmal auch mit wenig Schlaf, nicht mehr viel Zeit zum spät ausgehen (da man stillen muss) usw. einhergeht und Freundschaften daher auch belastet. Und manche Menschen können z.B. mit Kindern generell nichts anfangen und haben Sorge, dass sie dich eben gar nicht mehr ohne Kind treffen können bzw. du beleidigt sein könntest wenn sie sagen: "Hey, ich will mich gerne mit dir treffen, aber ohne Baby."

Und im Grunde brechen sie dann den Kontakt eben schonmal "vorsorglich" ab. Also getreu dem Motto 'Ich mache das selbst, bevor sie es macht, wenn das Kind dann da ist, so tut es weniger weh'.

Kinder sind so eine Sache. Als Schwangere sieht man sich nunmal öfters mit Menschen konfrontiert, die entweder keine Kinder wollen (und dann manchmal auch die Kinder der Freunde nicht dabeihaben möchten, wenn sie Kinder gar nicht mögen) oder Menschen, die gerne Kinder bzw. einen Partner hätten und die eine Schwangerschaft eines anderen dann belastet. Beide Sorten von Menschen neigen wohl manchmal dazu, sich von einer Schwangeren zu distanzieren, weil das Thema "Kind" nunmal kein erwünschtes Thema ist und die Leute wissen, dass sich bei Eltern nach der Geburt alles verständlicherweise ums Kind dreht und drehen muss.

Von daher würde ich auch raten, deinen Freunden nicht böse zu sein. Es tut furchtbar weh, wenn so etwas passiert und sich Wege von Freunden (erstmal) trennen. Ich denke, das beste, was du machen kannst, ist, dich auf dich und dein Baby zu konzentrieren und dann erstmal zu schauen, wie es nach der Geburt sein wird. Wenn deine Freunde sehen, dass es dich auch dann noch ohne Kind und mit anderen Themen im Gepäck gibt, dann nähern sie sich vielleicht wieder an. Und wenn es dann doch so ist, dass sich dein Leben so ums Kind dreht, dass du eher den Austausch mit anderen Müttern möchtest, dann werden sich da sicher auch welche finden und neue Freundschaften entstehen. :)_ Sieh dieses "Sortieren" von Freundschaften als Teil der Umbruchsphase, die eine Schwangerschaft bedeutet. Du wirst ein tolles Baby bekommen und ganz bestimmt entweder neue, tolle Freunde oder alte Freunde werden zurückkommen und dann wirst du erst recht wissen, was du an denen hast. :)*

MsoniDkaM65


Und dass zwischen Eltern und Kinderlosen oft Welten liegen, ist ja ganz unabhängig davon immer wieder zu beobachten.

Nicht nur das, auch zwischen "frischen" Eltern und solchen, die das Gröbste hinter sich haben wie man so schön sagt. Wir hatten eine regelmäßige Art von Nachbarschaftsgruppe, Frauen, die sich regelmäßig tragen. Eine bekam ein Nachzüglerbaby und später war das Kind dann immer dabei, was dann als so nervig empfunden wurde, dass die Gruppe auseinander fiel.

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