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Ehe und Kinder heutzutage finanzieller Selbstmord für den Mann?

LyiverCpo~ol


Nun ich denke nicht, dass die meisten ungewollten Kinder durch misslungene Sterilisationen oder geplatzte Kondome entstehen. Die allermeisten Paare die ich kenne reden einfach nicht wirklich über das Thema Kinderwunsch. Man kriegt halt eins und dann erst redet man mal darüber.

Selbst Schuld würd ich sagen. Einem erwachsenen Menschen kann man durchaus zutrauen, dass man über so ein lebensentscheidendes Thema spricht. Macht man das nicht, dann braucht man hinterher auch nicht rumheulen.

BXlzack_ Gun


Nun ich denke nicht, dass die meisten ungewollten Kinder durch misslungene Sterilisationen oder geplatzte Kondome entstehen. Die allermeisten Paare die ich kenne reden einfach nicht wirklich über das Thema Kinderwunsch. Man kriegt halt eins und dann erst redet man mal darüber.

ich denke es liegt nicht mal so sehr an fehlender kommunikation über den kinderwunsch, sondern vielmehr daran, dass viele menschen mit falschen oder unrealistischen erwartungen an die sache herangehen und dann im nachhinein enttäuscht und unglücklich darüber sind, wie sich ihr leben durch die kinder verändert hat. gerade das führt meiner erfahrung nach auch oft zum bruch der ehe/partnerschaft der eltern.

zb weil sich der mann nur noch in die arbeit stürzt, um sich dadurch dem lärmenden, arbeitsreiche(re)n zu hause zu entziehen. die frau ist dann auch unglücklich, fühlt sich von ihrem mann im stich gelassen, ist durch die kinder auch genervt und gestresst; gerät dann womöglich in einen inneren konflikt, weil sie ihre kinder liebt, aber das leben mit ihnen irgendwie doch unbefriedigend findet und bereut. mit diesen ambivalenten gefühlen ist sie dann auch alleine, aber wenn der mann dann doch mal da ist werden ihm laufend vorwürfe gemacht, woraufhin er sich dann noch stärker zurückzieht, usw usf. da kommt einfach sehr schnell eine spirale nach unten in gang, die sich kaum noch aufhalten lässt.

ich sags schon immer: die entscheidung für oder gegen kinder ist die schwerste und folgenreichste, die man überhaupt treffen kann. kinder können der finale baustein zum vollkommenen glück sein, aber sie können auch der schlimmste fehler sein, der einem das ganze leben unrevidierbar versaut. kinder zu kriegen ist ein vabanque-spiel mit unglaublich hohem einsatz und dementsprechend riesigen gewinnchancen, aber auch genauso riesigem verlustrisiko.

K\antenme4chan3ikexr


Im Zuge der Gleichberechtigung, welche ich für gerecht und konsequent halte, werden zur Zeit folgende Szenarien angedacht (und auch schon in Schweden und Dänemark gesetzlich geplant):

Frau und Mann wollen Kind: Kind wird geboren und beide Eltern haben mit der Elternschaft gleiche Rechte und Pflichten.

Frau und Mann wollen kein Kind: Kind wird innerhalb der gesetzlichen Fristen abgetrieben oder nach Geburt zur Adoption freigegeben, dazu stimmen Frau und Mann zu.

Frau will kein Kind, Mann will Kind: Frau unterschreibt keine Mutterschaftsanerkennung (die es in Frankreich immer schon gibt), Frau wird keine rechtliche Mutter, Frau hat keine Rechte und Pflichen, Mann wird rechtlicher Vater. Dieser Vorgang existiert längst in einigen Ländern, nämlich bei Leihmutterschaften. Die Frau erklärt sich damit sozusagen zur Eizellenspenderin. Es gibt Ausnahmeregelungen bei Vergewaltigungen.

Frau will Kind, Mann will kein Kind: Vater lehnt die Vaterschaft innerhalb der gesetzlichen Abtreibungsfrist ab, wird damit kein rechtlicher Vater, hat keine Rechte und keine Pflichten. Mutter entscheidet allein. Der Vater erklärt sich damit sozusagen zum Samenspender.

[[http://www.trennungsfaq.com/forum/showthread.php?tid=10920 Quelle]]

Natürlich muss ein Kind das Recht darauf haben, zu erfahren, wer seine Eltern wirklich sind, um seine biologische Identität zu wahren.

S@chokolVad0ensüchtHigxe


ich sags schon immer: die entscheidung für oder gegen kinder ist die schwerste und folgenreichste, die man überhaupt treffen kann. kinder können der finale baustein zum vollkommenen glück sein, aber sie können auch der schlimmste fehler sein, der einem das ganze leben unrevidierbar versaut. kinder zu kriegen ist ein vabanque-spiel mit unglaublich hohem einsatz und dementsprechend riesigen gewinnchancen, aber auch genauso riesigem verlustrisiko.

Das würde ich so unterschreiben. Auch das mit der Abwärtsspirale. Mich wundert es jedenfalls nicht, daß so viele Beziehungen/Ehen nach der Geburt von Kindern kaputt gehen. Es ändert einfach alles, und das muß man als Paar erst mal verarbeiten und die Kurve kriegen. Kinder zu haben ist keine pure Glückseligkeit. Und es läßt sich nicht vergleichen mit dem zeitweisen Betreuen "fremder" Kinder, wo alles toll ist. Es ist etwas komplett anderes, wenn es eigene Kinder sind, die man permanent um sich hat, mit allen schönen Momenten, aber auch allen Problemen und Auseinandersetzungen.

Auch wenn ich es wieder tun würde - aber das Leben ist erheblich schwieriger/komplizierter als vorher. Trotzdem sehe ich sie absolut als Bereicherung. Man lernt auch, wieder andere Prioritäten zu setzen.

Jedenfalls hat Black Gun es perfekt geschrieben! :)^ :)=

B1lacMk Guxn


Man lernt auch, wieder andere Prioritäten zu setzen.

ich denke das ist ein bischen der springende punkt: viele menschen wollen und können ihre prioritäten nicht so stark verschieben wie es kinder erfordern. das sind dann die fälle, die im nachhinein feststellen, dass sich ihr leben durchs kinderkriegen zum schlechteren verändert hat. ganz gefährlich.

ddoom;hixde


@ Kantenmechaniker

Wow, danke für den Link! Interessanter Vorschlag und eine interessante Seite noch dazu.

cnlaIiqrext


Frau will kein Kind, Mann will Kind:** Frau unterschreibt keine Mutterschaftsanerkennung (die es in Frankreich immer schon gibt), Frau wird keine rechtliche Mutter, Frau hat keine Rechte und Pflichen, Mann wird rechtlicher Vater. Dieser Vorgang existiert längst in einigen Ländern, nämlich bei Leihmutterschaften. Die Frau erklärt sich damit sozusagen zur Eizellenspenderin. Es gibt Ausnahmeregelungen bei Vergewaltigungen.

Frau soll gegen ihren Willen Schwangerschaft und Geburt durchmachen, um ein Kind abzuliefern? :-X

Frau will Kind, Mann will kein Kind:** Vater lehnt die Vaterschaft innerhalb der gesetzlichen Abtreibungsfrist ab, wird damit kein rechtlicher Vater, hat keine Rechte und keine Pflichten. Mutter entscheidet allein. Der Vater erklärt sich damit sozusagen zum Samenspender.

Könnte man schon eher diskutieren.

S]tefLfenx90


Ich habe meiner Freundin gesagt, dass wenn wir heiraten sollten, ich auf das Treueversprechen "bis dass der Tod uns scheidet" sehr viel Wert lege und es für mich ein Obligatorium ist. Ich denke die Botschaft ist bei ihr angekommen.

Fkizzly'puzzxly


Ich denke die Botschaft ist bei ihr angekommen.

Und wie hat sie sich entschieden?

L5iaYn-J(ill


Nun ich denke nicht, dass die meisten ungewollten Kinder durch misslungene Sterilisationen oder geplatzte Kondome entstehen.

Ich fürchte ja fast, dass die meisten ungewollten Kinder durch Nachlässigkeit und Unbeherrschtheit auch auf Seiten des Mannes entstehen.

sWensibelCmaxnn99


ich sags schon immer: die entscheidung für oder gegen kinder ist die schwerste und folgenreichste, die man überhaupt treffen kann.

Wenn beide Partner Kinder mögen und auch bereit dafür sind, gemeinsam die Verantwortung und Aufgaben des Großziehens zu übernehmen, ist es gar nicht so schwer.

Schwer wird es, wenn man die Aufgaben der Kinderbetreuung überwiegend nur einem Partner überlässt und wenn man sich allzusehr auf seinen Job fokussiert.

Ich glaube, dass das ein nicht unwesentlicher Punkt ist, der Beziehungen mit Kindern scheitern lässt.

Ansonsten ist es gar nicht so schwer- immerhin können Kinder auch viel Freude bereiten- wenn man es richtig macht, kann es in der Familie sogar ganz angenehm sein. Man sollte sich aber etwas in Entwicklungspsychologie und Pädagogik bilden und sich in die Kinder einfühlen können. Wer Kinder versucht, nach seinem Gutdünken zu dressieren oder sich weitgehend sich selbst überlässt, wird relativ früh viele Probleme mit seinen Kindern bekommen.

B}lackp Gun


Wenn beide Partner Kinder mögen und auch bereit dafür sind, gemeinsam die Verantwortung und Aufgaben des Großziehens zu übernehmen, ist es gar nicht so schwer.

das ist doch der punkt, auf den ich hinaus will: viele menschen unterschätzen die verantwortung und die aufgaben, die kinder mit sich bringen. auf-gaben, auch im sinne von "die dinge die man aufgeben muss".

viele menschen denken sie seien für kinder bereit, sind es dann aber doch nicht. und falls dieser fall eintritt ist die kacke halt am dampfen... die meisten fehlentscheidungen im leben kann man stark oder gar vollständig korrigieren. falls man aber im nachhinein feststellt, dass die entscheidung für kinder (oder für kinder mit diesem speziellen partner) eine fehlentscheidung war, ist guter rat teuer.

s<en[sibeGlmaqnn99


viele menschen unterschätzen die verantwortung und die aufgaben, die kinder mit sich bringen. aufgaben, auch im sinne von "die dinge die man aufgeben muss".

Ich erlebe immer wieder Eltern, die Dinge angeblich der Kinder wegen aufgeben, die sie eigentlich gar nicht aufgeben müssten. Manchmal kann man ungewöhnliche Lösungen finden oder die Kinder auch stärker mit einbeziehen (Reisen, Freizeitaktivitäten). Kinder werden allzu oft unterschätzt. Kinder können durchaus sehr viele Aufgaben selbst erledigen- Eltern denken viel zu oft, dass sie das für die Kinder erledigen müssten und unterschätzen die Fähigkeiten der Kinder. Damit werden Kinder zu unselbständigen Menschen gemacht und schränken dadurch auch die Freiheiten der Eltern ein. Anleitungen für die Kinder geben ist richtig und wichtig, die Kinder aber an Marionettenbändern zu halten, den Rollstuhl zu spielen, den Geschenkemacher spielen, bringt oft Ärger und kann Kinder zur Last werden lassen.

LyolaxX5


viele menschen denken sie seien für kinder bereit, sind es dann aber doch nicht.

Naja, Nachwuchs zu versorgen ist etwas, das zig Säugetierartenarten mit weniger Intelligenz hinbekommen. Sooo eine extrem komplizierte Aufgabe ist das - vom Prinzip her - auch wieder nicht. Natürlich ist es mit zig Herausforderungen verbunden, aber wenn es in der bisherigen Menschheitsgeschichte ging, dann ist es ja wohl auch heute machbar.

Und gänzlich bereit - im Sinne von alles schon könnend und alles wissend - kann man eben nicht sein. Wie so viele Dinge ist das eben auch zu großen Teilen learning by doing.

Wer fähig ist, Verantwortung zu tragen, ist m.E. prinzipiell auch als Elternteil geeignet. Ob es dann einen Kinderwunsch gibt oder nicht ist nochmal ein anderes Thema...

sEensibe[lma%nn9x9


Wer fähig ist, Verantwortung zu tragen, ist m.E. prinzipiell auch als Elternteil geeignet.

:)z

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