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Umzug wegen Ausbildung - ohne Partner?

tSheot hersjide2x81 hat die Diskussion gestartet


Guten Tag :-)

Mich belastet derzeit eine Situation und ich würde gern eure Meinung dazu hören.

Ich hab mich die letzten Wochen für einen Ausbildungsplatz beworben, deutschlandweit. Gestern bekam ich einen Anruf von der Firma, wo ich unfassbar gern lernen würde. Ich hab nun am 27. Januar ein Vorstellungsgespräch.

Das Problem ist, dass dieser Ort 250km entfernt ist.

Mit meinem Partner bin ich seit 8 Monaten zusammen und wir wohnen seit dem ersten Tag zusammen.

Ich mache mir nun Gedanken, wie wir das bewerkstelligen sollen, falls ich diesen Platz bekommen würde.

Mein Partner hat hier in unserer jetzigen Stadt seine Ausbildung gemacht, ist im Juli diesen Jahres fertig geworden und wurde auch übernommen. Die letzten Monate lief es öfters mal nicht gut in der Firma und er sagte da zu mir, er überlegt, im Februar mal frei zu machen um sich anderweitig umzuschauen. Ich sagte ihm, egal was er wo macht, ich komme mit.

Mittlerweile scheint es aber besser zu laufen, ich hab auch das Gefühl, seine Chefs betüdeln ihn mittlerweile, weil die mitbekommen haben, dass ich deutschlandweit suche und die auch wissen, dass eine Fernbeziehung für uns beide nicht in Frage kommt. Beispielsweise bekam er heute ein Set mit unterschiedlichen Tassen geschenkt, einfach so. Das häuft sich seit Wochen. Aber gut, vielleicht sind das auch nur Hirngespinste.

Ohne ihn will ich nicht weg. Und es geht auch finanziell nicht, auf keinen Fall. Ich müsste mir komplett neue Möbel kaufen, wahrscheinlich eine Küche, Kaution, etc. pp., wie das halt so ist.

Jetzt weiß ich nicht was ich tun soll. Ich bete natürlich, dass er mitkommt. Mir zerreißt es das Herz, wenn ich daran denke, dass wir uns trennen. Entweder ganz oder räumlich. Mir zerreißt es aber auch das Herz, wenn ich daran denke, den Platz evtl. nicht anzunehmen, weil ich es weder psychisch noch finanziell nicht auf die Reihe bekomme.

Habt ihr so eine Situation schon mal durchgemacht, habt ihr Tipps, wie ich meinem Partner das beibringen soll? Wie ich ihm das "schmackhaft" machen kann? Von einem Umzug ist er ja nicht unbedingt abgeneigt, er wollte ja wie gesagt schon mal weg ... ??? :-| :°(

Antworten
kUratezkAaetzchexn


Hallo theotherside.

Erstmal die Frage: Wie alt seid ihr?

Warum ich frage, ist einfach, dass 8 Monate Beziehung noch nicht sehr lang sind. Wahrscheinlich kennt ihr euch schon besser als andere Paare, die seit 8 Monaten zusammen sind, da ihr zusammen wohnt. Aber trotzdem ist es keine lange Zeit. Häufig ist man noch in der Verliebtheitsphase.

Ich würde das Thema mit deinem Freund bereden und erklären, was für dich diese Stelle bedeutet. Du kannst auch shcon mal nachschauen, ob er Möglichkeiten hätte, dort eine Stelle zu finden usw. Ob das klappt und er mitzieht, kommt dann auf ihn an.

tPheotherksidex281


Hallo kratzkaetzchen,

wir sind beide fast 21. Ich weiß, das ist noch sehr jung, aber aus der Verliebtheitsphase sind wir schon raus. Wir hatten schon unsere Krisen wo wir nicht weiter wussten aber haben uns wieder hochgekämpft.

Mit meinem Ex bin ich damals nach 2 Jahren zusammen gezogen und es hat vorn und hinten nicht funktioniert.

Theoretisch könnte er in der selben Firma anfangen, die suchen da derzeit. Ansonsten ist die Stelle Richtung Ruhrgebiet und da was zu finden, wäre nicht so das Problem, einige Stellen gibt es.

k;atharin~a-die4-groxße


Ich würde schon mal mit ihm drüber reden, wie es grundsätzlich mit seiner Bereitschaft aussieht, mitzukommen. Aber allzu sehr würde ich jetzt noch nicht die Pferde scheu machen, schließlich musst du den Platz ja erst noch bekommen...

Und ihr habt ja scheinbar schon mal drüber gesprochen, du wirst dich ja nicht heimlich bundesweit beworben haben und grundsätzlich war er dem Umzug nicht abgeneigt. Sage ihm also, dass das nun konkret werden könnte und wie seine Meinung dazu jetzt ist.

Wenn er in der Firma bleiben könnte, ist das doch eine gute Voraussetzung.

VTerh+ue7ter


Wieso sollte er jetzt nicht mitkommen wollen? Oder habe ich das überlesen? o.O

Ich kenne es so, dass man dort wo man ausgebildet wurde nicht bleiben sollte, weil man ewig der Azubi bleibt. ;-) Vielleicht hilft ihm das ja.

tTheoth*erGside281


Ich hab mich mehr oder weniger heimlich beworben. Ich hab ihm gesagt, ich hab Bewerbungen weg geschickt, wo hin hab ich ihm aber nicht gesagt, das kam nicht zur Sprache. Das hat aber noch andere Gründe.

Er war dem Umzug halt nicht abgeneigt, weil es da um ihn ging. Weil er damals (im September) weg wollte. Nun will ich weg (vorausgesetzt natürlich, das klappt).

Vorn paar Wochen fragte ich ihn mal, ob er noch weg ziehen würde und er sagte "eher weniger". :-/ ":/

Ich hab halt die Angst, dass er nicht mit will, weil er hier in der Firma bleiben will. Er hat hier seine zwei, drei Kollegen, mit denen er sich gut versteht und er arbeitet in der Firma sehr selbstständig und ist gut in dem, was er tut. Ich will ihn auch nicht unbedingt da "wegzerren", das ist so mein Problem gerade.

Seine beste Freundin weiß über alles Bescheid, dass ich mich beworben habe und gestern der Anruf kam, sie sagte, er würde sicherlich mitkommen. Nur bin ich mir da halt nicht ganz so sicher leider..

Bin ich egoistisch? Das kreist mir auch die ganze Zeit im Kopf umher. :-(

DSieDos!ismachtdaxsGift


Bin ich egoistisch? Das kreist mir auch die ganze Zeit im Kopf umher.

Hm, nun ja. Es gibt zumindest selbstbezogene Gedanken. Ich habe überlegt wie ihr da raus finden könnt.

Mein Ansatz dazu ist. Es ist wichtig, dass ihr beide eine solide Lebensgrundlage erwerben könnt. Ob diese Beziehung bereits das Non plus Ultra eures Lebens sein wird, kann ihr nicht nach knapp 8 Monaten wissen.

Es ist für eure Persönlichkeitsentwicklung enorm wichtig, dass ihr euch als Team bewährt. Dazu gehört auch die Eigenständigkeit innerhalb eurer Beziehung. Das hat mit wichtiger Lebenskompetenz zu tun, sich ohne materielle Abhängigkeit weiter zu entwickeln.

Ob Du z.B. diese Ausbildung für Dich als richtig empfindest weißt Du erst, wenn Du sie aufgenommen hast und ein paar Monate real gelebt hast.

Was passiert, wenn Du nach 3 Monaten bemerkst " nicht meins, die Kollegen sind nicht gut, ich habe mir etwas anderes vorgestellt als das was jetzt läuft". Sowas kann schnell passieren.

Mein Ansatz wäre, Deinem Partner vertrauen, ihm die Möglichkeit lassend sich beruflich zu etablieren. Wenn es mit dem Ausbildungsangebot klappt, vorerst in eine kostengünstige WG ziehen. Darum kannst Du Dich bereits vor der Zusage informativ kümmern übers das Internet.

Sich ohne Wissen des Partners bewerben? Warum war es für diese Top-Beziehung nicht möglich darüber offen zu reden? Du erwartest, dass Dein Freund für Dich alles stehen und liegen lässt, was er sich beruflich bisher aufgebaut hat und Du schaffst keine transparente Kommunikation ihm gegenüber umzusetzen?

Wie würdest Du so einen Schritt umgekehrt für Dich empfinden? Dein schlechtes Gewissen beruht denke ich gerade darauf, und Du weißt nun nicht wie Du diese vertrackte Situation so auflösen kannst ohne das es Streit gibt, oder?

250 km sind nicht die Welt. Eine Strecke, die sich mittels Bahn-Card und vorausplanender Paar-Zeit gut in den Griff bekommen lässt. Ebenso als Möglichkeit einer Fahrgemeinschaft mit Leuten, welche (vielleicht) dieselbe Strecke wöchentlich fahren.

Einem Berufsanfänger, der einen guten Ruf erarbeitet hat würde ich nicht abverlangen, dass er das für mich aufgibt ohne die Sicherheit das mein Schritt eine Zukunft hat.

Es wäre für euch eine gute Bewährungsprobe für die Beziehung. Man muss sich auch mal durchbeißen und trauen können. Dazu kann auch eine räumliche 'Trennung' (zeitlich im überschaubaren Rahmen) gehören.

Ich habe unter solchen Umständen vor vielen Jahren eine Beziehung aufgebaut, ich kannte es gar nicht anders als sich zum Teil nur alle 2 Wochen am Wochenende zu sehen. Es gab weder Handy, Skype noch elterliche Unterstützung über Autoverleih o.ä.

Dennoch wurde daraus eine lange Beziehung mit Familie. Es nützt nichts, ihr kommt nicht weiter, wenn ihr nicht zeitnah offen miteinander redet.

Ich würde empfehlen, dass auf jeden Fall zu tun, bevor Du die Zusage von der künftigen Ausbildungsfirma bekommst. Unter dem mentalen Druck die Vertragsunterschrift ohne Wissen des Freundes geleistet zu haben, fällt so ein wichtiges Gespräch noch schwerer. Dem Partner zum Zeitpunkt X das Messer auf die Brust setzen, hmmmm keine so gute Idee.

Dein Freund sollte Deine Pläne kennen und nicht erst dazu geholt werden, wenn es Fakten gibt die auch ihn betreffen. (noch mehr als aktuell)

C:omrxan


seine Chefs betüdeln ihn mittlerweile, weil die mitbekommen haben, dass ich deutschlandweit suche

Ich hab mich mehr oder weniger heimlich beworben. Ich hab ihm gesagt, ich hab Bewerbungen weg geschickt, wo hin hab ich ihm aber nicht gesagt, das kam nicht zur Sprache.

Das finde ich jetzt spannend, dass seine Chefs mehr über dich wissen als dein Partner.

Die "anderen Gründe", warum du es ihm nicht gesagt hast, müsste man schon kennen, um das zu bewerten. Auf der einen Seite planst du die Unzertrennlichkeit, auf der anderen Seite unternimmst du Schritte, die du deinem Partner gegenüber maximal andeutest. Wie willst du das auflösen? Ohne offenen Dialog manövrierst du euch in Probleme hinein - ich finde das Verhalten nicht unbedingt partnerschaftlich.

AIndrxejka


Also ich verstehe Dich nicht. Warum bewirbst Du Dich deutschlandweit obwohl Du nicht weg willst und es finanziell auch nicht möglich ist? ":/ es gibt doch sicher auch Ausbildungsbetriebe in Deiner Nähe. Wegen einem Ausbildungsplatz würde ich nicht wegziehen, zumal Du nicht mal weißt was danach ist. An der Stelle Deines Freundes würde ich auch nicht weggehen. Berufserfahrung ist unerlässlich wenn er sich woanders bewerben will. Mach Deine Ausbildung an Deinem Wohnort und dann könnt Ihr immer noch wegziehen, wenn Du fertig bist.

kwratqzkaentlzchexn


Da hilft nur ein offenes Gespräch, besonders da er nach dem momentanen Stand eher nicht umziehen würde.

Überleg dir, wie wichtig dir die Ausbildung ist und wie sehr du es bereuen würdest, wenn du es nicht machst und ihr euch trennt. Denn das kann passieren, besonders in jungen Jahren.

Am Ende sind 250km nicht so viel, dass man sich nicht nicht am Wochenende sehen könnte, aber doch genug, dass man vllt sich kein richtiges Leben an beiden Orten aufbauen kann, weil man alles darauf ausrichtet den Partner am Wochenende zu sehen.

t]heotGherDsidxe281


Also, der Punkt, weswegen ich da mit ihm nicht so offen drüber sprechen konnte, wie ich das gerne würde, ist folgender: mein Freund hat die gleiche Ausbildung absolviert wie ich sie machen möchte. Er findet das allerdings blöd, er macht sich Gedanken um meine Gesundheit. Mit Sicherheit steckt da noch ein anderer Grund hinter, da steuert er aber gegen und sagt "ne, das ist nur der eine Grund". Nun gut, muss ich vorerst so hinnehmen.

Problem ist, mit am Wochenende sehen ist kritisch. Man hat in dem Beruf Bereitschaftsdienst, er 365 Tage im Jahr, wie das im Ruhrgebiet in der Firma geregelt ist, weiß ich natürlich noch nicht. Er kann sich da natürlich nicht ständig ein Wochenende frei nehmen oder zwei im Monat, das gibt ordentlich Stunk (haben wir alles schon miterlebt hier). Ich kann mit den 450€ Gehalt im Monat auch nicht unbedingt andauernd hier her düseln.

Deutschlandweit hab ich mich beworben, als er sagte, er überlegt, sich wo anders was zu suchen. Da er in seinem Arbeitsvertrag ne Wettbewerbsverbotsklausel zu stehen hat, fällt unser jetziges Bundesland dann eh weg. Sprich überall, außer in Niedersachsen, könnte er hinziehen und einen neuen Job anfangen.

Hier in der Region habe ich bereits alles abgeklappert, warte da auch noch auf Antworten, also eine minimale Chance, dass ich hier noch was finde, gibt es noch. Derzeit gibt es in ganz Deutschland 15 Ausbildungsplätze, von denen ich weiß. Und das ist eben nicht viel, daher deutschlandweit.

Ich hab auf jeden Fall vor, mit ihm in den nächsten Tagen zu sprechen, bis Januar wollte ich damit auf keinen Fall warten, keine Sorge. Das halte ich auch gar nicht aus.

thheotXhersidxe281


Mir ist die Ausbildung schon sehr wichtig weil ich der Meinung bin, das ist genau der Beruf, den ich gesucht habe. Und ich würde es bereuen, würde ich die Ausbildung nicht machen und was anderes tun, definitiv. Bezweifle auch, dass ich in einem anderen Beruf glücklich werde.

D=ie .SZeherxin


Ich hab auf jeden Fall vor, mit ihm in den nächsten Tagen zu sprechen, bis Januar wollte ich damit auf keinen Fall warten, keine Sorge. Das halte ich auch gar nicht aus.

dann bereite dich gut auf das gespräch vor, damit ihr euch nicht an überflüssigen punkten aufhängt ;-)

es ist erst mal ein vorstellungsgespräch. wenn du die ausbildungsstelle bekommst, ist es erst mal mit probezeit verbunden und dann mischen sich die karten neu. und auch nach der ausbildung gibt es wieder eine neue situation => denkt einen schritt nach dem anderen und nicht schon das ganze berufsleben im kopf durch :)_

kMratzka!etzjchen


Problem ist, mit am Wochenende sehen ist kritisch. Man hat in dem Beruf Bereitschaftsdienst, er 365 Tage im Jahr, wie das im Ruhrgebiet in der Firma geregelt ist, weiß ich natürlich noch nicht. Er kann sich da natürlich nicht ständig ein Wochenende frei nehmen oder zwei im Monat, das gibt ordentlich Stunk (haben wir alles schon miterlebt hier). Ich kann mit den 450€ Gehalt im Monat auch nicht unbedingt andauernd hier her düseln.

gut, aber ihr könnt euch die reisekosten von dir auch teilen. und du fährst dann eben öfter. es ist nicht schön, aber wenn es für eine absehbare Zeit ist, kann man so etwas handhaben.

Ctomrxan


Mit Sicherheit steckt da noch ein anderer Grund hinter, da steuert er aber gegen und sagt "ne, das ist nur der eine Grund". Nun gut, muss ich vorerst so hinnehmen.

Ihr toppt euch aber beide mit mangelnder Kommunikationsbereitschaft ;-) . Daher wundert mich, dass ihr schon an so festen Lebensplänen dran seid.

Man hat in dem Beruf Bereitschaftsdienst, er 365 Tage im Jahr

Auch wenn bisschen Offtopic: Also das kann ja nicht sein. Laut ArbZG müssen mindestens 15 Sonntage im Jahr frei sein und für jeden Arbeitseinsatz an einem Feiertag ist ein freier Ersatztag zu gewähren. Das ist für eine Fernbeziehung zwar nicht ideal, aber es ist längst nicht so dramatisch, dass man sich kaum sehen könnte. Problematisch sehe ich es eher, das du dann ebenfalls viele Bereitschaftszeiten hättest. Wenn sich die freien Tage bei euch in einer Fernbeziehung nicht synchronisieren lassen, dann ist's tatsächlich schlimmstenfalls Essig. :-/

Darf ich fragen, was das für ein Job ist, der so toll ist, dass man so etwas in Kauf nimmt? Also nicht einmal die Feuerwehr hat hier 365 Tage Bereitschaft für jedermann.

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