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Lappalien und der Kampf mit mir selbst

j1ulixaP


@ DieDosismachtdasGift

ich bin meist gegen 15 uhr daheim und er gegen 16:30. Manchmal mach ich aber auch überstunden und ab nächstem jahr arbeite ich dann auch bis 16 uhr. Es sind quasi nur anderthalb stunden dazwischen, aber in der Zeit schaffe ich z.b. das ganze Haus zu putzen, er schafft in der zeit vielleicht die Küche zu saugen...

Ich will halt auch nicht immer warten bis er nach Hause kommt um ihm dann zu sagen, dass er bitte noch saugen soll oder so und ich muss solange im "Dreck" sitzen.

Unser Kompromiss, als wir zusammen zogen, in eine neue Wohnung, war eigentlich, dass ich akzeptiere seine Katze mitzunehmen und er dafür den Hausputzt macht, weil ich gegen Tiere im Haus bin. Wir haben drei Etagen und jeden Tag liegen Staub und Katzenhaare überall auf den Stufen, Das fegt durchs ganze Haus, Außerdem läuft sie über die Tische und ich seh eigentlich überall nur Haare. Er vergisst sogar manchmal das Katzenklo suaber zu machen bzw. macht es nur einmal am Tag, was ich zu wenig finde. Er ist ein Tagträumer und genießt das Leben lieber, als sich lästigen Arbeiten zu widmen. Ansich finde ich seine Einstellung ja ok, aber ich bin anders erzogen worden. Ich denke wenn, wie in seinem Fall, die Eltern einem alles abnehmen, dann kann man später schlecht lernen auf eigenen Beinen zu stehen. Ich war immer allein zu haus und daher sehr selbstständig... Ich weiß nicht, man kann zu dem Thema hier nicht mehr viel sagen. Ich werde ihm wahrscheinlich einen Brief schreiben, indem ich meine Gefühle zu der Sache mal zum Ausdruck bringe, weil ich denke dass er das nicht so versteht. Wenn ich mit ihm rede bockt er ziemlich schnell rum, das will ich nicht. Dann ist die Stimmung für den ganzen Abend im Eimer. Ich warte aber generell bis ncähstes Jahr und guck mal wie es dann aussieht. Nicht mehr zu Weihnachten :D

SCoizey


Das Wort Kompromiss ist da vielleicht nicht ganz richtig.

Der Partner nimmt den Kühlschrankinhalt mit und vergisst, dass für die Partnerin nichts mehr da ist. (Passiert vielleicht mal. Kommt es öfter vor, glaube ich persönlich nicht mehr an vergessen, dann ist es ihm schlicht egal). Die Reaktion darauf: Vielleicht schmiere ich ihm die Brote, dann muss er nicht das Zeug mitnehmen.

Das war mit "Kompromiss" gemeint. Richtiger wäre vielleicht eher gewesen: "wenn einer immer zurücksteckt oder hinnimmt."

VKerhuyetexr


Und wenn er einfach eine Person bezahlt, die das Haus sauberhält? Wäre das für dich ein guter Kompromiss?

p'inknEiWcox75


Hallo juliap,

ich bin meist gegen 15 uhr daheim und er gegen 16:30. Manchmal mach ich aber auch überstunden und ab nächstem jahr arbeite ich dann auch bis 16 uhr. Es sind quasi nur anderthalb stunden dazwischen, aber in der Zeit schaffe ich z.b. das ganze Haus zu putzen, er schafft in der zeit vielleicht die Küche zu saugen...

Das sind ja traumhafte Arbeitszeiten bei Euch beiden. Ich dachte jetzt eher, es wäre wie bei mir. Ich komme meist gegen 18:30 Uhr nach Hause, freitags auch mal gegen 16:00 Uhr. Mein Mann meistens nie vor 19:00 Uhr, meist erst gegen 20:00 Uhr. Da bleibt dann auch nicht mehr viel Zeit zum sauber machen. Das meiste mach ich im Vorbeigehen ;-)

Richtig geputzt wird am Wochenende (wenn wir da sind). Wir haben ne 4 Zimmer-Wohnung und wenn ich richtig putze, brauche ich mindestens 3 Stunden, er für die Bäder (sein Job) noch ne weitere Stunde. Es sind ca. 120 qm.

Unter der Woche bin ich für die Wäsche zuständig, er für das Müll entsorgen. Saugen tut der Staubroboter jeden Tag. Katzenklo mach ich (entferne Kot jeden Tag, komplett sauber machen dann alle 3 Tage - reicht vollkommen).

Ihr müsst Kompromisse schließen lernen oder ihr müsst Euch jeder für sich so organisieren, dass beide glücklich sein können. Schmier Dir Dein Brot doch abends schon oder richte alles was Du brauchst zusammen, damit alles da ist was Du brauchst.

Sende Deinem Freund über ne App nen Einkaufszettel, den könnt ihr beide ergänzen und pflegen und die Dinge abhaken, wenn sie gekauft sind. Wenn er was vergisst, muss er eben nochmal los, vereinbart das, dass das eben so ist. Auch wenn Du was vergisst, dann wird es eben sofort nachgeholt.

Sucht Euch Hilfe. Wenn ihr genug verdient, dann leistet Euch zusammen eine Putzfrau (hatten wir lange Zeit - suchen wir wieder eine). Oder sucht Euch jemand, der die Fenster putzt (machen wir auch regelmäßig, das gönnen wir uns einfach).

;-)

A:udreAy Taxttoo


Unterschiedliche Prioritäten, die als Rücksichtlosigkeit interpretiert werden vom Gefühl her, lassen sich nicht einfach wegdrücken! Ihr müsst darüber reden, reden, reden! Und wenn ihr das zusammen so nicht hinbekommt, braucht ihr (sollte mit Doppelverdienst kein größeres Problem sein) eine Hilfe, die diese Punkte "neutralisiert".

Mit "Es sollte mir gleichgültiger sein" erreichst du leider nichts, das erschöpft sich im Wunschdenken. "Es ist mir inzwischen gleichgültig, weil ich ihn liebe und diese Dinge weniger wichtig nehme" - das was du dir wünschst, klappt manchmal und manchmal nicht. Das Ganze hat aber nichts mit einer Leistung zu tun, bei der man unterliegen kann und sich schämen müsste vor sich selbst.

B3iffxyC


Ich finde pinknicos Beitrag super, das sollte vielleicht euer Ansatz sein.

Läuft bei uns ähnlich ababStaubsauger-Roboter ist ne feine Sache, lustig, wenn die eine Katze immer mitfährt und andere im Vollsprint as Weite sucht...,, mit richtiger Arbeitsteilung und Guter-Laune-Musik kommt fast so etwas wie Spaß auf.

Thema Katzenklo:

Gescheites Streu wirkt hier auch Wunder, da ist eine Komplettsäuberung nur alle 6-8 Wochen nötig (ich nehme an, Markennamen sind hier unerwünscht).

Ist in meinen Augen nur eine traurige Sache, dass es ein Kompromiss war, dass sie mit einzieht.

Schreibe ihm ruhig einen schönen Brief, kommt selbst bei den unromantischsten Männern immer gut an. Ist sicher eine gute Basis für ein folgendes Gespräch.

Eine Frage:

Würdest Du Dich selbst als übertrieben reinlich und penibel bezeichnen?

R7alpgh_HxH


Liebe ist in einer Beziehung wichtig, zum zusammenleben aber ist es unendlich viel wichtiger, dass man einen Alttag und einen Haushalt gemeinsam bewältigt. Das sind weder Lapalien noch muss man es auf die Hormone schieben, wenn da Konflikte entstehen. Bitte keine Schuldgefühle!

Ich denke, es gibt selten zwei Menschen, die exakt gleiche Vorstellungen davon haben, was sauber und aufgeräumt ist. Das wird immer ein Kompromiss bleiben. Und naturgemäss wird der, dessen Reizschwelle eher überschritten ist, häufiger aufräumen als der, dessen Reizschwelle höher ist. Das muss nichts mit Faulheit zu tun haben. Wichtig ist, dass man sich dann über das Thema unterhält, sich auf einen Plan einigt, wie man vorgeht. Und das für jede der "Lapalien". Und gegebenenfalls muss dann auch mal mit der Faust auf den Tisch gehauen werden. Wenn er morgens den Kühlschrank leer räumt, Dir nichts da lässt, obwohl DU einkaufen warst... Da würde ich, glaube ich, ausflippen. Und als Frau hast Du eigentlich Möglichkeiten, auszuflippen, dass ein Mann sich das merkt und das nie wieder tut. Meine Frau zumindest kann sowas sehr gut :-)

Zum Thema Sauberkeit muss man dann vielleicht als der mit der niedrigeren Reizschwelle mal gucken, ob man da nicht auch etwas an den eigenen Ansprüchen drehen kann. Und das sage ich aus der Position dessen, der bei uns die niedrigere Reizschwelle hat. Dazu übrigens:

Ist das nun ein Männer Frauen Problem?[...]

Männer haben ja auch ein anderes Auge für einen gesaugten Boden, ich bin da einfach gründlicher

Das glaubst Du vielleicht. ]:D Bei uns ist es genau anders rum. Ich verzweifle angesichts dessen, das meine Frau nicht in der Lage ist, Ordnung zu halten auf einem Level, der mir genug wäre...

Ich werde ihm wahrscheinlich einen Brief schreiben, indem ich meine Gefühle zu der Sache mal zum Ausdruck bringe, weil ich denke dass er das nicht so versteht. Wenn ich mit ihm rede bockt er ziemlich schnell rum, das will ich nicht. Dann ist die Stimmung für den ganzen Abend im Eimer.

Das mit dem Brief ist prima, das kann eine Menge Stress aus der sachlichen Diskussion herausnehmen. Und gerade grosse Gefühle lassen sich in einem Brief oft besser in Ruhe aufdrücken. Ihr werdet aber nicht umhin kommen, die Kleinigkeiten im Alltag zu bereden, denn eine Lösung lässt sich nur gemeinsam finden.

Was mir auffällt ist, dass Du das Thema staubsaugen sehr oft erwähnst. Wir saugen einmal die Woche. Das reicht vollkommen. Nur in der Küche fegen wir täglich, im Flur wo man mit den Schuhen reinkommt auch - nach Bedarf. Nun eine Katze zu akzeptieren und zu glauben, es würde trotzdem klappen, das Haus klinisch rein zu halten, halte ich für naiv. Und dem Partner der dann die Katze mitbringt zu sagen - ich akzeptiere die Katze, aber dafür saugst du, TÄGLICH... das muss scheitern.

M,inxnaly


Um mal die andere Perspektive einzunehmen:

Ich bin auch eher "unordentlich". Mir würde es tierisch auf den Keks gehen, wenn ich mich ständig nach einem Standard richten sollte, der nicht meiner ist. Eine Grundsauberkeit muss natürlich sein. Natürlich räume ich auch mehr auf, wenn ich weiß, dass Besuch kommt.

Allein aus den Arbeitszeiten abzuleiten, wer noch mehr Energie zum Wegräumen hat, finde ich kurz gegriffen. Man muss ja nicht nur die Zeit haben. Habe ich den ganzen Tag mit Leuten diskutiert und hinbekommen was ich wollte, kann ich Berge versetzen. Ist alles schief gegangen, ist einfach Ruhe ganz wundervoll, selbst wenn ich ab 16:00 Uhr nur noch auf der Couch hänge.

Bevor ich also eine Diskussion starten würde, (falls ich der ordentlichere Part wäre, was ich nicht bin), würde ich mir aber schon genau überlegen, wo ich den selbst auch einen Kompromiss eingehen und Fünf grade sein lassen könnte.

Die Idee mit der Putzhilfe finde ich übrigens einen super Kompromiss!

Ehrlich? Heulen, weil man einmal keinen Belag für sein Brot hat? Das ist selbst bei einer Gedankenlosigkeit des Partners krass. Man kann Essen bestellen, noch schnell was kaufen, in der Pause was kaufen, einen netten Kollegen bitten etwas zu teilen, einen Diät-Tag einlegen... halt irgend eine andere Lösung suchen.

Und wenn Du die Mutti-Rolle nicht übernehmen möchte. Rette Dir halt am Abend vorher "Deinen" Belag in eine Tupperdose. Kaum Aufwand, Du musst nicht die Arbeit für jemand anderen machen und Du hast was Du willst.

B3e\nitaxB.


Man könnte auch fürs Putzen eine Fee beschäftigen, die 1 x oder sogar 2 x die Woche kommt.

Da muß man sich nicht um jeden Dreck immer und immer wieder aufregen. Von der Maßnahme profitieren beide. Wie viel entspannter sitzt man dann auf dem Soffa....

Im Kühlschrank kann man Dosen mit Auffschrift ICH und DU haben.

Und als Mammilein morgens Brötchen schmieren - nö.

mcelannxa


Ich kann dich sehr gut verstehen, denn bei meiner besten Freundin ist das mit ihrem Freund ganz genauso, aber echt zu 100%.

Bei ihr war das dann so, dass sie eine "Checkliste" gemacht hat und diese als Pinnwand in die Küche gehängt hat. Sie meinte, es ist seitdem besser geworden und wenn er sich wieder nicht dran hält, dann zeigt sie auf die Checkliste.

Sie hat ihm aber auch im normalen (ohne Stress und Streit) offen und ehrlich darüber gesprochen, ohne gleich Vorwürfe zu machen.

JauliW2006


Ui... also, ich bin in deinem Eingangspost auch erstmal darüber gestolpert

Ehrlich? Heulen, weil man einmal keinen Belag für sein Brot hat? Das ist selbst bei einer Gedankenlosigkeit des Partners krass.

Minnaly

Vor allem in Verbindung hiermit

Es ist ein TÄGLICHER Kampf mit mir selbst, mit meiner Kleinlichkeit und meinen Gefühlen. Mein Freund ist einfach immer nur der Auslöser aber nicht der Grund. Ich hab einfach jeden Tag wenn ich nach Hause komme immer irgendwas, was mich aufregt.

Was ist denn da los? Was meinst du damit?

Das "unordentlich/unreinlich vs. ordentlich/reinlich"-Problem kenne ich auch aus meiner Ehe sehr gut, da hab ich mich in vielen deiner Worte wiedergefunden und finde deinen Faden deshalb sehr interessant :)D Ich hätte damals wohl bis in alle Ewigkeit die herunterschluckende Kompromissemacherin gegeben - allerdings statt mit Heulkrämpfen mit anerzogener Stoik.

Und - meine Güte!! - was für eine BEFREIUNG war meine folgende Beziehung mit einem selbstständigen, sauberen, gemütlich-ordentlichen, organisierten Mann... ja hab ich erst gemerkt, wieviel Energie mir das alles in meiner Ehe geraubt hat. Mein Mann ist allerdings nicht deshalb mein Ex-Mann, nicht, dass da falsche Schlüsse gezogen werden ;-D

jauliaxP


Ja den perfekten Mann gibt es nicht, und wenn alles andere stimmt, denke ich mir auch, sollte man sich wegen des Putzen nicht streiten und die Beziehung in Frage stellen.

Es geht mir auch nicht darum, dass ich keinen Belag mehr hatte :|N sondern ums Prinzip, dass kein Mitdenken stattfindet.

Gestern Abend war die Stimmung gedrückt und er hat sich ein wenig ausgekotzt und gesagt er denkt er kann mich nicht zufrieden stellen, und er ist im Moment so gestresst von Allem und Weihnachten wird für ihn auch nur Stress und er möchte sich einfach nur ausruhen. Er hasst jegliche Verpflichtungen und er fühlt sich leer im Moment. Ich hab dann natürlich nicht noch einen drauf gehauen sondern habs mir einfach angehört und gefragt, was ich dagegen tun kann. Weiß er aber nicht. Ja ich bin jetzt wieder ein wenig traurig, weil ich mich sehr auf Weihnachten und die Familienbesuche freue... aber vielleicht fängt er sich ja.

Naja, wir kriegen das schon geschaukelt.

Danke für all eure Ratschläge!!! :)_

Rwal+pCh_HH


er denkt er kann mich nicht zufrieden stellen, und er ist im Moment so gestresst von Allem und Weihnachten wird für ihn auch nur Stress und er möchte sich einfach nur ausruhen. Er hasst jegliche Verpflichtungen

Eine Beziehung sollte keine Verpflichtung sein, aber so ganz ohne wird es im Leben nicht gehen. Eine Beziehung bedeutet zumindest, sich um den Partner Mühe geben und das gemeinsame Leben auch gemeinsam zu meistern. Wenn man dazu keine Lust hat, keine Lust hat, die Energie aufzubringen, dann sollte man sich fragen, ob man gerade überhaupt eine Beziehung führen möchte. Deine Schilderungen klingen ja nicht so, als wäre das eine kurze Phase, weil er "im Moment so gestresst" ist.

Die Energie, die man aufbringen muss ist umso größer, je unterschiedlicher die beiden Partner sind, insofern scheint ihr da nicht gut zueinander zu passen, wenn er meint, das Zusammenleben mit Dir wäre so anstrengend, dass er das nicht kann, Dich zufrieden zu stellen. Wenn man so arg unterschiedlich tickt, dass sich einer der Partner verbiegen muss und nicht mehr er selbst sein darf, dann scheitert das ohnehin über kurz oder lang.

j[uhliasP


ich habe festgestellt dass sich Männer gern in die opferrolle bringen. wenn sie irgend etwas vergessen oder falsch gemacht haben reden sie so eindringlich dass man am ende noch ein schlechtes gewissen haben muss. so geht es mir jedenfalls :( mit tut dann am ende noch leid, dass ich Überhaupt was gesagt hab und mich als doofe fühle obwohl ich innerlich denke, dass ich im Recht liege. das ist mir schon so oft passiert. >:(

ATuSdreyY Taxttoo


Wenn schon Pauschales, dann auch das, was ich mehrfach (von Männern!) gehört habe: "Frauen können viel besser reden, sie können dir einen Knopf an die Backe reden!" Ob da nicht auch was dran ist? ]:D

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