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Brieffreundschaft mit einem Mörder - Schlechte Idee?

Ciot(eSauvxage


Du scheinst geringfügig gefestigt zu sein, dich selbst nicht wirklich zu kennen

Den Eindruck hatte ich auch in deinem letzten Thread, in dem ich mitgeschrieben habe. Abgesehen davon dass ich daraufhin auch die Info, dass du seit ein paar Monaten einen Freund hast der dich schon seit Jahren kennt nicht mehr einordnen kann. ":/

EOlafRem|icxh0815


Auch wenn er dir körperlich nichts kann, weil er eingesperrt ist

Bitte auch bedenken das er das nicht immer sein wird. Und solche Leute haben viel Zeit...

Wenn er in 18 Jahren raus kommt, hast du dann vielleicht eine süße, 10jährige Tochter, von der du ihm in deinen Briefen vorgeschwärmt hast in der sicheren Annahme das er sowieso nicht weiß wer du bist...

Ich hätte alleine davor schon viel zu viel Schiss.

SE. wa"llciysii


na jetzt wird's aber ziemlich bunt hier, meine Güte, lasst sie ihre Erfahrungen doch machen, vllt wird sie dadurch mal ne bessere Psychologin als jemand der ja ach so toll auf sich aufpasst.

EylafRedm#iNch08x15


lasst sie ihre Erfahrungen doch machen

Müssen diese ersten Erfahrungen ausgerechnet mit einem Mörder und - bitte entschuldigt den Ausdruck - Kinderficker sein?

Wie wäre es mit einem Bankräuber? Oder ist das nicht spannend genug?

SQ. wal\lixsii


Oder ist das nicht spannend genug?

nehm ich an, da stehn ja auch schon rein moralisch Welten dazwischen.

E[lafR`emichx0815


So einen Bankräuber zu interviewen wäre auch ganz interessant.

Wobei... vielleicht doch nicht. Denn immerhin wurde er ja geschnappt. Also wäre seine Methode nicht zur Nachahmung geeignet.

m?inimxia


... auch mit meiner Chefin gesprochen, diese gab mir paar Ratschläge und meinte, ich sollte sie auf dem Laufenden halten. Jedoch war sie auch skeptisch, wie wohl 95% hier.

Hat sie ihre Skepsis auch begründet?

hKikle:i6nqes


Wie ist das eigentlich, wird und darf Post aus dem Gefängnis gelesen werden? Also von Seiten des Gefängnisses? Könnte der denn ungehemmt über seine Taten schreiben?

M ic2kflxow


Er hatte mir auch prompt geantwortet und eben den Eindruck bei mir erweckt, dass er sehr viel Selbstmitleid habe. Da hat sich mir die Frage gestellt: Darf jemand, der Kinder auf dem Gewissen hat, überhaupt jammern? Klar, man soll nicht alles mit der Tat verbinden, aber moralisch ist es eine sehr neue und sehr ungewohnte Situation für mich.

Hab ich die Fakten richtig verstanden?

1) Du studierst Psychologie mit (Haupt-/Neben-/Vertiefungs)Fach Rechtspsychologie im letzten Semester (seit 5 Jahren!)

2) Du schreibst an deiner Masterthesis und willst Anfang 17 fertig sein

3) Du bist aus Recherche- oder Ausbildungszwecken in Prozessen

4) Arbeitest neben dem Studium seit 2 Jahren im Bereich Gutachten (als was?)

5) Hast studienbedingt motiviert ein privates Interesse an einem Kindermörder/-schändet

6) Den Prozessgutachter hast Du nicht kontaktiert (der dir sicher einen sehr tiefen Einblick hätte verschaffen können, zumal professionell) ...?

Dass Du diese Frage stellst: "Darf jemand, der Kinder auf dem Gewissen hat, überhaupt jammern?", das wirft bei mir die Frage auf, welcher der 6 Punkte oben falsch ist. Ich gehe jede Wette ein, dass Du in einer entsprechende Ausbildung auch gelernt hättest, wie die korrekte Antwort für eine Psychologin lauten müsste. Du hättest genau diese Frage nicht stellen müssen, nicht hier und auch dir selbst nicht. Alle anderen Fragen wären gerechtfertigt, diese nicht.

Als Psychologin wäre die Frage nach der Moral allenfalls objektiv interessant, aber eben nicht subjektiv, und dir geht es ja nach deinem Bekunden gerade um das Subjekt.

Wie gesagt, ich denke, dass einer der Punkte oben nicht stimmt, und 3 und 4 werden es wohl eher nicht sein. Vielleicht kommt aber der Faden hier auch in einer Masterthesis demnächst zur Vorlage zur Erlangung eines akademischen Grades ... Nur so meine Gedanken, wenn ich diesen Faden hier lesen...

Ich behaupte sicher nicht, dass es sich um einen Fake handelt, aber Logik sieht deutlich anders aus!

D^raculmana78


Briefkontakt mit einem Kindermörder und -schänder, der zuerst aus fachlichem Interesse an seinen Motiven entstand, mittlerweile aber privater Natur ist? ":/

Wenn du magst, kannst du auch Kontakt zu einem Opfer solcher Männer aufnehmen, es schreibt hier gerade.

Mir fehlen gerade ein wenig die Worte und das ist verdammt selten! Und alleine bin ich ja wohl mit meinem Unverständnis für deine Situation hier absolut nicht, wie ich nachlesen konnte.

Und du hast einen Freund. Der davon weiß. Was sagt der denn dazu? Ist er einverstanden damit? ???

s%we]enyx 72


Aus fachlichem Interesse heraus kann ich es auch auch nachvollziehen. Mich irritiert auch das du jetzt privat schreibst.

Auch möchtest du ihm als " Gegenleistung" etwas von dir erzählen und das finde ich nicht gut. Was genau möchtest du ihm denn über dich erzählen?

Das mit dem Studium weis er ja schon und reicht meiner Meinung nach auch vollkommen aus.

Mehr sollte und darf er über dich auch nicht wissen.

cColifxlor


@hikleines

Wie ist das eigentlich, wird und darf Post aus dem Gefängnis gelesen werden? Also von Seiten des Gefängnisses? Könnte der denn ungehemmt über seine Taten schreiben?

Ja, die Briefe werden gelesen. Und zwar die von ihm und auch die von ihr.

C"omrxan


ich möchte ihn nicht ausquetschen, ohne etwas über mich preiszugeben.

Da fällt mir ein, dass es "Das Schweigen der Lämmer" immer noch nicht als deutsche Blu-Ray gibt.

Wieso willst du ihn ausquetschen? Du bist ja nicht vom FBI.

C|omrxan


Ich verfolge den Prozess so lange, all die Fragen die sich aufgebaut haben und mein Interesse daran, was einen Menschen dazu bewogen hat, so zu agieren. Das ist glaube ich alles.

Ein Prozess dient ja dazu, alle Fragen zu beantworten. Was im Falle eines Pädophilen ja nicht besonders schwer zu erraten ist.

Mit dem Thema haben sich doch sicherlich schon etliche erfahrene Psychologen beschäftigt und ihre Arbeiten darüber veröffentlicht. Welche Fragen möchtest du mit dem Subjekt klären, die all deine Vorgänger nicht beleuchtet haben? Was ihn dazu trieb ist ja nun wirklich die vordergründigste aller Fragen ":/

B|aldxurhh


na jetzt wird's aber ziemlich bunt hier, meine Güte, lasst sie ihre Erfahrungen doch machen

Davon wird sie niemand abhalten können. Aber die Besorgnis darüber, dass sie diese Erfahrungen macht und einen "hohen Preis" dafür zahlt, ist ja auch nicht ganz ungerechtfertigt.

Manch einer erinnert sich vielleicht noch an den Fall Thomas Holst, einem dreifachen Frauenmörder, der seine Opfer nicht nur ermordete, sondern auch zerstückelte.

Mithilfe seiner Therapeutin gelang ihm 1995 die Flucht aus der Psychiatrie. Die Beiden sind inzwischen verheiratet.

Ich halte die Motive der TE ehrlich gesagt auch für ziemlich fadenscheinig. Wenn man etwas über die Motive von Straftätern wissen will, sollte man wissenschaftliche Bücher lesen. Befragt man sie selber, erhält man ein höchst subjektives Bild von der Straftat und der eigenen Rolle des Täters darin, das überhaupt nichts objektives aussagt. Warum sollte sich ein Täter auch als skrupelloser Mörder darstellen, der aus Machtgelüsten eine Frau oder ein Kind ermordet. Da ist es wesentlich einfacher, die schwere Kindheit als Ursache für sadistische Neigungen in den Mittelpunkt zu stellen. Es macht den Täter nicht so unmenschlich und mag im Einzelfall auch zutreffen.

Im Fall von Holst und Segal war es jedenfalls so, dass die Therapeutin am Ende glaubte, nur sie könne ihm helfen und ihn verstehen. Das hat er ihr erfolgreich suggeriert. Klagen Holsts auf den Vollzug der Ehe sind vom Gericht übrigens aus Sorge um die Ehefrau abgewiesen worden.

Ich halte es auch für bedenklich persönliches preiszugeben, in der Annahme, man würde eine genauso ehrliche Reaktion bekommen. Das muss ganz und gar nicht der Fall sein. Hat man erstmal den inzwischen reichhaltigen Fundus wissenschaftlicher Literatur zu Psychopathologie betrachtet, weiß man das diese Täter oft überaus geschickt agieren, um ihr unerfahrenes Gegenüber einzuwickeln und zu instrumentalisieren. Das Jammern wäre für mich ein erstes Anzeichen für große Vorsicht.

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