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Freund droht wegen Baby mit Jugendamt beim Streit

Alias 733480 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich eröffne diesen Faden unter einem Alias-Namen, da er mir doch zu privat ist. Ich hoffe auf Verständnis eurerseits @:)

Eine Info vorab: Es geht nicht um mich, sondern um meine Schwester und ihren Lebensgefährten. Verheiratet sind sie nicht.

Sie hat sich mit ihm gestern sehr heftig gestritten. Vor einem Jahr hat sie ihr Baby bekommen, und während der Schwangerschaft sind sie aus ihrer damaligen Wohnung ausgezogen, um in das Haus der verstorbenen Mutter ihres Freundes zu ziehen. Dort ist es sehr dörflich, wenige Einwohner wohnen dort und es gibt weit und breits nichts aus ein paar Einkaufsläden. Sie hatte schon in den ersten Wochen, in denen sie dort wohnten gesagt, dass sie dort nicht so lange bleiben möchte, da es ihr zu einsam dort ist und sie auch nicht möchte, dass ihr Kind ohne ihre große Familie aufwächst. Er hat eigentlich nur noch seinen Vater und seine Schwester, wir haben eine sehr große lebhafte Familie. Außerdem möchte sie ihr BWL-Studium nachholen, da sie weder studiert noch ausgebildet ist. Das Kind kam ungeplant. Er stimmte zu, wenn auch nicht sehr begeistert. Falls ihr euch fragt, wieso sie dahingezogen sind: Er wollte das Haus nicht direkt verkaufen, meinte, es wäre schon grün und ruhig dort (Haus mit großem Garten), aber wie gesagt, es sollte nur eine Übergangslösung bleiben.

Jetzt ist ein Jahr vergangen. Sie haben es so ausgemacht, dass meine Schwester ruhig schonmal vorziehen kann, damit sie bei der Familie und nicht mehr so einsam ist, und er könnte da noch eine kurze Zeit wohnen.

Er ist generell nicht so begeistert von der Idee, weil er unter einer Sozialphobie leidet und meistens sehr depressiv ist und mit unserer Familie nichts so wirklich am Hut hat... Außerdem ist meine Schwester 26 und er fast 35, er möchte sich eigentlich schon in einem ruhigen Ort niederlassen - meine Schwester aber nicht. Sie liebt das Leben, hat gerne Freunde und Familie um sich herum und ist auch sehr unternehmenslustig. Er nicht, sitzt nur essend vorm PC oder Fernseher und machtsonst NICHTS, musste sich von ihr zum Arbeiten überreden lassen. Er hat nur einen Hauptschulabschluss, nie richtig gearbeitet, wurde immer vom wohlhabenden Vater unterstützt. Eine Therapie hat er schon hinter sich, hat aber nicht geholfen. Meine Schwester hat auch keine Lust mehr, Mami zu spielen und erträgt ihn nicht mehr. Sie ist jetzt seit 9 Jahren mit ihm zusammen.

Seit einigen Tagen hat meine Schwester dann auch ihre Sachen zu Hause immer peu a peu eingepackt in Kartons, da sie vor 2 Monaten einen Mietvertrag bekommen hat in einer schönen Gegend bei uns. Er wusste das und meinte halt, er zieht so bald wie möglich nach, kümmert sich um den Haus-Verkauf und ja... Sucht sich dann hier eine eigene Wohnung (zusammenziehen möchten beide nicht mehr, aber halt zusammenbleiben). Es wurde ausgemacht, dass solange er noch in seinem Dorf wohnt, meine Schwester ungefähr 10 Tage monatlich am Stück bei ihm verbringt und den restlichen Monat hier bei uns, in ihrer Heimatstadt, wohnt. Er hat sich damit eigentlich einverstanden erklärt. Meine Schwester war die letzten Tage nicht gut auf ihn zu sprechen, da er ihr weder beim Packen noch mit dem Baby geholfen hat (macht er generell selten, wickeln und füttern schon mal gar nicht). Somit war es dann enorm stressig für sie. Zur Info: Er arbeitet zur Zeit nicht, hat wieder seinen Job in einer Leihfirma gekündigt, da er da wohl von den Frauen gemobbt wurde. Meine Schwester hat dann kaum mit ihm geredet, weil sie wütend auf ihn war, und irgendwann meinte er dann, er möchte das schriftlich haben, dass sie jetzt immer 10 Tage monatlich mit dem Baby zu ihm kommt für den Fall, dass sie das nicht ernst meint. Meine Schwester fand das komisch, da sie das ohnehin vorhatte.

Sie hat dann abends am selben Tag gegoogelt, irgendwas mit Trennung vom depressiven Partner und wie das dann mit dem Besuchsrecht etc. wäre. Wahrscheinlich noch mehr, aber die Details diesbezüglich kenne ich jetzt nicht genau. Es ging halt nur darum, dass er sie mit seinem Arschloch-Verhalten sehr nervt. Sie hat nicht die Intention, sich zu trennen, wollte sich aber für den Fall der Fälle informieren. Dann hat sie vergessen, den Suchverlauf zu löschen, und er hat alles gesehen. Daraufhin ist er total ausgerastet, hat rumgeschrien von wegen sie hätte das alles genau geplant und wolle ihm jetzt seine Tochter wegnehmen und dass er zum Jugendamt geht und sich informiert, wie er das alleinige Sorgerecht bekommt. Meine Schwester meinte, dass sie sie doch nicht wegnehmen möchte, woraufhin er meinte, dass sie dazu gar nicht imstande wäre, er könne es schaffen, dass er das alleinige Sorgerecht bekommt.

Sie hat dann zwischendurch weiter Sachen gepackt (also wirklich nur IHRE), und als dann die Deko dran war, hat er immer sauer gefragt, wieso sie das denn jetzt mitnehmen muss, das Haus sähe doch so leer ohne Deko aus. Dass sie ihre Sachen in ihre Wohnung mitnimmt, weil sie sie auch schließlich alle bezahlt hat, konnte er nicht verstehen. Er denkt generell wie ein Kind...

Jetzt machen wir uns halt Sorgen... Meine Schwester kam heute Mittag mit ihrer Tochter und bleibt erstmal ein paar Tage bei uns, weil sie erst in ein paar Tagen die Möbel gemeinsam mit unserem Vater abholen will. Jetzt will sie ihn erstmal nicht sehen.

Meine Schwester hat heute mit ihm telefoniert später, und er meinte, dass er nicht beim Jugendamt war, sonst aber nichts. Sie haben auch ziemlich schnell aufgelegt, er lässt sich halt auch nichts vernünftig und in Ruhe erklären. Meine Schwester hat Angst, dass er beim Jugendamt Mist erzählt. Sie ist eine fabelhafte und liebevolle Mutter, die sich 24/7 rührend um ihr Baby kümmert, wir kümmern uns auch, wo es nur geht. Er kümmert sich sehr selten, und wenn, wir sie nach 10 Minuten wieder abgegeben an meine Schwester. Als ich zwischendurch manchmal ein paar Tage bei ihnen war, um meine Schwester und meine Nichte zu besuchen, war meine Schwester manchmal einkaufen (sie hat ein Auto, er keinen Führerschein), ich habe etwas geputzt, und er sollte auf SEINE Tocher aufpassen. Es war IMMER so, dass er nach ein paar Minuten keine Lust mehr hatte und sie mir hingesetzt/ auf den Arm gegeben und sich vor den Laptop gesetzt hat. Er hat sie noch nie gewickelt und hilft meiner Schwester eigentlich nie, sie ist eigentlich alleinerziehend und meistert das top.

An Weihnachten waren sie bei uns zusammen, er saß meistens bei uns auf der Couch, hat gegessen und am Handy gespielt und wir haben uns mit dem Baby beschäftigt. Sie hat letztens ihr Essen auf die Decke ausgespuckt, und meine Schwester meinte zu ihm, dass er das bitte wegmachen soll, da sie sie ja immer wickelt und alles. Er rührte sich nicht vom Fleck und starrte auf sein Handy, meinte dabei ''ne, das ist ekelig'', und so bin ich dann wütend rausgegangen und habe die Decke saubergemacht.

Er hat kein Einkommen, nur seinen Hauptschulabschluss, ist psychisch sehr labil, kümmert, sich so gut wie gar nicht um sein Kind und meint, dem Kind jetzt die Mutter nehmen zu können... Meine Schwester meinte, sie traut ihm durchaus in seiner Rage zu, dass er Mist beim Jugendamt erzählt, um seinen Willen durchzusetzen; außerdem kennt sein Vater Top-Anwälte... Wir machen uns echt Sorgen.

Gibt es hier vielleicht Leute, die sich mit so etwas auskönnen und abschätzen könnten, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass er das alleinige Sorgerecht bekommt? Das wäre fatal und einfach grausam und absolut unfair!

Antworten
EvhemalViger Nutaze7r (x#515610)


Würde es denn für die beiden in Frage kommen sich gemeinsam ans Jugendamt zu wenden und vielleicht im Beisein eines Mediators zu sprechen?

Ich verstehe deine Schwester durchaus und fühle auch mit ihr, aber ihr Partner ist auch ein Elternteil des gemeinsamen Kindes.. ich verstehe auch ihn, dass er ein geregeltes Umgangsrecht vereinbaren möchte. Dass deine Schwester sich da so ganz querstellt und sich nicht verbindlich festlegen möchte, finde ich nachvollziehbar, aber nicht korrekt. Er hat die gleichen Rechte am gemeinsamen Kind wie sie, oder?

Und im Endeffekt ist ja auch das Haus in der ländlichen Gegend der Lebensmittelpunkt des Kindes? Wer von den beiden Elternteilen hat das Aufenthaltsbestimmungsrecht?

cilairxet


Ich würde mal sagen es ist schon ziemlich unwahrscheinlich, dass er überhaupt den Arsch hochbekommt und zum Jugendamt geht. Das klingt sehr nach leerer Drohung, um deine Schwester an ihn zu binden.

Aber selbst wenn, das alleinige Sorgerecht wird er nicht bekommen, weil es dafür keinen Grund gibt.

Maonuika65


Das alleinige Sorgerecht kann er nicht beim Jugendamt, sondern nur beim Familiengericht beantragen. Dazu muss es sehr stichhaltige Gründe geben, mit irgendeiner Lügengeschichte kommt er da nicht durch. So schnell wird niemandem das Sorgerecht entzogen. Ich hätte da an der Stelle deiner Schwester jetzt gar keine Bedenken. Es zeigt eigentlich nur, was für ein Typ Mensch er ist. Mir ist rätselhaft, warum sie bei ihm bleibt.

Alias 733480


@ blackheartedqueen

Ich verstehe deine Schwester durchaus und fühle auch mit ihr, aber ihr Partner ist auch ein Elternteil des gemeinsamen Kindes.. ich verstehe auch ihn, dass er ein geregeltes Umgangsrecht vereinbaren möchte.

Ja, das steht auch gar nicht außer Frage... Es ging nur beim Googeln darum, für den Fall der Fälle über die Rechte informiert zu sein. Weiteres werde ich sie später fragen - wie gesagt, kenne nicht alle Details.

Dass deine Schwester sich da so ganz querstellt und sich nicht verbindlich festlegen möchte, finde ich nachvollziehbar, aber nicht korrekt.

Das tut sie ja gar nicht. Sie war nach seiner Forderung eines schritlichen Vertrags nur sauer, weil er ihr halt unterstellt hat, dass sie ihn verarschen würde. Ja, so hat er das gesagt, wollte es nur nicht so schreiben oben. Sie wäre dem auch gar nicht abgeneigt, nur war das in dem Moment zu viel für sie, weil sie eigentlich Gründe hatte, sauer zu sein und er ihr dann so kam, weil sie wegzieht. Generell suhlt er sich gerne im Selbstmitleid und macht es sich sehr in einer vermeintlichen Opferrolle bequem.

Aber ich frage mich schon: Wenn er das kleine Kind dann mal alleine bei sich hätte, wie sollte das dann ablaufen? Er weiß (will) sich nicht mit ihr beschäftigen, ist schnell überfordert, bekommt absolut NICHTS hin und schafft wie gesagt meistens nichts anderes, als sich vor den PC oder Fernseher zu setzen.

Wir kümmern uns alle, wo es nur geht, lieben die kleine unendlich, albern mit ihr rum, gehen mit ihr täglich spazieren etc. Er will ja nicht mal raus; geht höchstens ein paar Tage im Jahr mal vor die Tür. Außerdem hat er nicht mal ansatzweise den Bezug, den meine Schwester zu ihr hat. Wenn sie mich oder meine Mutter nach 2 Wochen mal wiedergesehen hat, hat sie uns mit Küsschen überhäuft und wollte direkt auf unseren Arm, hat sich angekuschelt, etc. Letztens, als ihr Vater an Weihnachten nachkam (meine Schwester war schon 2 Wochen zuvor hier), hat sie ihn erstmal kaum beachtet. Früher hat sie oft bei ihm gefremdelt und geweint, bei meiner Mutter manchmal, und bei mir z.B. nie.

Er hat die gleichen Rechte am gemeinsamen Kind wie sie, oder?

Ja, beide teilen sich das gemeinsame Sorgerecht.

Und im Endeffekt ist ja auch das Haus in der ländlichen Gegend der Lebensmittelpunkt des Kindes?

Nicht wirklich... Das Kind ist es schon gewohnt, seitdem es einen Monat alt ist, zu pendeln. 2 Wochen bei uns, dann wieder mal 3, 4 Wochen zu Hause. Der Freund wollte halt nie mit, und meine Schwester hat es auch nicht mit ihm ausgehalten. Er war IMMER Zuhause und hat einfach nichts gemacht, wollte nie spazieren gehen, NICHTS. Sie hatte keine Lust mehr, alles alleine machen zu müssen. Oben genannte Gründe haben natürlich auch eine Rolle gespielt.

Wer von den beiden Elternteilen hat das Aufenthaltsbestimmungsrecht?

Das weiß ich nicht, frage sie später mal.

K*antenmNecehanixker


Wenn es ein gemeinsames Sorgerecht gibt, haben auch beide Elternteile das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Solange es ein Gericht nicht anders bestimmt.

Zum Vorwurf, er wäre faul, wäre ungebildet und hätte keine Arbeit, und wäre deshalb nicht geeignet, ein Kind zu erziehen: pfui. Geh' mal vormittags in die Stadt...

Was das Nichtkümmern betrifft: viele werfen das Handtuch, wenn ihnen permanent vorgetrötet wird, wie genau man ein Kind füttert, wickelt, sich mit ihm beschäftigt. Wenn man Verantwortung aus der Hand gibt, sollte man auch vertrauen können, dass es richtig gemacht wird. Auch, wenn es anders bzw mit eigenem Stil ist. Dazu braucht es keine Beobachtung. Eine Bevormundung, die niemand braucht. Der natürliche Menschenverstand regelt das von selbst.

Natürlich weiß ich nicht, ob das bei der TE so ist, aber das ist eine Sache, die viele vergessen. Dass auch ein Vater sich an die Rolle gewöhnen muss, einbezogen werden möchte, ihm Vertrauen im Umgang mit dem Kind entgegengebracht wird. Das dauert manchmal seine Zeit, aber dann muss man ihn auch lassen.

L;ian#-Jyivlxl


Dass auch ein Vater sich an die Rolle gewöhnen muss, einbezogen werden möchte, ihm Vertrauen im Umgang mit dem Kind entgegengebracht wird. Das dauert manchmal seine Zeit, aber dann muss man ihn auch lassen.

Ich kann nur jedem Mann raten, sich von Anfang an gleich zuständig zu fühlen, denn dieses "gelassen werden" und "einbezogen werden" wollen kann doch nur aufkommen, wenn man sich grundsätzlich erstmal nicht gleichwertig zuständig fühlt bei der Kinderbetreuung.

Ich wäre nie auf die Idee gekommen, irgendetwas an dem Thema Kinder (bis aufs Stillen anfangs, aber das ist ja keine Arbeit) wäre meine alleinige Aufgabe oder ich könnte irgendetwas besser als der Vater der Kinder. Das hätte er sich niemals nehmen lassen.

LYian-J(ilxl


Zum Fadenthema: Der Freund der Schwester wirkt allerdings nicht gerade so, als hätte er ein echtes Interesse an dem alleinigen Sorgerecht, wenn er sich schon vorher kaum um das Kind gekümmert hat.

Da wird das Kind und die Drohung mit dem Jugendamt einfach nur als Mittel, die Mutter zu erschrecken, verwendet. Bei nüchterner Betrachtung hat er weder Ahnung noch echtes Interesse an diesem Unterfangen.

D*ieDoQsisma5chtdasGifxt


Man muss kein großer Prophet sein, um zu erkennen, dass in dieser Beziehung ganz fest der Wurm sitzt. Wenn Deine Beschreibung/Wahrnehmung aus dem Beziehungsleben authentisch zutreffend ist, hat diese Beziehung ihr Verfallsdatum längst überschritten.

Spätestens zum Zeitpunkt, wenn Deine Schwester ihre Ausbildung aktiv aufnimmt, sei es in Sachen Berufsaneignung oder das erwähnte Studium, wird die Entfremdung der beiden als Paar ihren Höhepunkt erreichen. Zumindest ist das meine persönliche Einschätzung für die geschilderte Situation.

Deshalb kann es hier eher um Schadensbegrenzung zum Wohle des Kindes gehen. An Stelle Deiner Schwester würde ich in die Offensive gehen. Rat und Hilfe beim Jugendamt suchen. Gezielt nachfragen, wie sich auf rechtlicher Basis die Gestaltung des Sorge/Aufenthaltsbestimmungs- und Umgangsrecht zum Wohl des gemeinsamen Kindes vornehmen lässt. (ohne den Vater einseitig zu benachteiligen)

Dies kann sich auf beide Situationen beziehen, im Fall des Fortbestand der Paarbeziehung und/oder die latent bestehende Möglichkeit einer Trennung der Eltern.

Sinnvoll könnte sein, ein Familienmitglied als sachlich emotionale Stütze mitzunehmen. Die perönliche Bitte äußern, ein aktenkundiges Gesprächsprotokoll anfertigen zu lassen, mit persönlicher Abschrift vom Termin beim JA.

Die Tochter ist derzeit (nach Deiner Schilderung) zu klein, um sie dem Kindesvater allein zu überlassen. Dafür ist sein persönliches Engagement nicht ausreichend, was die Versorgung und den Umgang mit der jungen Tochter betrifft.

Zudem stellt sich die Frage, ob die 10 Tage Familienzeit im Monat in dörflichen Umgebung eingehalten werden kann (falls wider Erwarten kein Umzug des Kindsvaters erfolgt), wenn Deine Schwester ihre Ausbildung aktiv aufgenommen hat. Schon aus diesem Grund (würde ich) auf eine schriftliche Zusage für fest vereinbarte Besuchszeit verzichten. (in Bezug auf den aktuellen Wohnort des Kindsvaters)

Es kann später zu unnötigen Komplikationen führen, wenn der Freund und Kindesvater sich unter den neuen Bedingungen (Ausbildungbeginn) quer stellt. Sich in dieser Situation auf die schriftliche Vereinbarung beruft, um nicht selbst aktiv zu werden für Besuche am Wohnort Deiner Schwester und der damit verbundenen Zeit mit der gemeinsamen Tochter.

C}oGteSMauvXagxe


Gibt es hier vielleicht Leute, die sich mit so etwas auskönnen und abschätzen könnten, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass er das alleinige Sorgerecht bekommt?

Warum wendet sich deine Schwester nicht selbst an eine Stelle, die für diese Frage zuständig ist und ihr kompetent Auskunft darüber erteilen kann?

Alias 733480


Vielen Dank für die zahlreichen Antworten, ich versuche mal, auf alles so gut wie möglich einzugehen.

@ clairet

Das klingt sehr nach leerer Drohung, um deine Schwester an ihn zu binden.

Er meinte gestern auch, er wäre gar nicht zum Jugendamt gegangen...

Ich fragte meine Schwester gestern, was sie noch bei ihm hält, immerhin redet sie seit Monaten auch nur schlecht über ihn. Da meinte sie, er sei ja eigentlich ein ganz lieber, verletzt gewesen, weil er dachte, sie würde ihm sein Kind entziehen und hat aus dem Affekt heraus gehandelt bzw geredet. Meiner Meinung nach redet sie sich vieles schön, was ich sehr schade finde, da sie eine tollte, intelligente, hübsche Frau ist, die viel besseres als ihn bekommen kann. Er zieht sie nur noch runter, und es tut weh, zu sehen, dass sie sich mit ihm rumquält. Auch meinte sie gestern, dass im Moment ja alles nicht so einfach ist, weil sie auch viel aufeinanderhocken bei ihr usw.

Tja, gestern Abend kam dann der nächste Hammer: Vor ungef. 3 Monaten ist der Kater der beiden verstorben, die Tierarztrechnung war 1600,- hoch. Meine Schwester hat 1000 Euro bezahlt und hatte damals mit ihm besprochen, dass er die restlichen 600,- zahlt. Er ist sehr unzuverlässig und hat bis heute nicht gezahlt. Gestern kam die zweite Mahnung. Nach der ersten vor ungefähr einem Monat meinte meine Schwester zu ihm, dass er das dringend zahlen muss, da auch alles auf ihren Namen läuft. Wollte er angeblich, kommentierte das damals aber noch mit ''Na toll, dann hab ich ja gar kein Geld mehr''...

Geschrieben hatte er ihr erstmal dann: Wieso kam denn jetzt eine Mahnung?

Tja, es wurde diskutiert und diskutiert, er blieb bei dem Entschluss, seinen Anteil der Tierarztrechnung bezahlt zu haben, sie solle ihm nicht sowas unterstellen, von wegen er hätte sich nicht daran beteiligt und das wär ihm jetzt echt zu niveaulos. Der Typ tickt einfach nicht mehr richtig... Meine Schwester meinte dann zu mir, na gut, ich bezahle jetzt seinen Anteil auf Raten, soll er halt damit leben, dass er sich nicht an Benji's Kosten beteiligt hat, ich zahle sie gerne für den Kater... Ich meinte dann, dass mir nur noch schlecht wird, wenn ich an den Typen denke. Sie sagte, er sei halt sehr verpeilt und denkt wirklich, er hätte die Kosten eigentlich bezahlt damals. ":/ Zusammenbleiben will sie trotzdem mit ihm...

Aber selbst wenn, das alleinige Sorgerecht wird er nicht bekommen, weil es dafür keinen Grund gibt.

Das sehen wir zwar auch so, aber trotzdem besteht die Angst, dass die Anwälte seines Vaters doch noch irgendwas reißen könnten :-(

@ Monika65

Das alleinige Sorgerecht kann er nicht beim Jugendamt, sondern nur beim Familiengericht beantragen. Dazu muss es sehr stichhaltige Gründe geben, mit irgendeiner Lügengeschichte kommt er da nicht durch.

Ich hoffe es. Er meinte wohl, er wird nicht zum Jugendamt gehen, aber ich kann mir gut vorstellen, dass er das mal tun wird, sollte meine Schwester sich von ihm trennen oder so - und das wird irgendwann passieren, da bin ich mir sicher; und hoffen tue ich es auch sehr für meine Schwester. Sie hat echt was besseres verdient.

Mir ist rätselhaft, warum sie bei ihm bleibt.

Auch, wenn sie es sich nicht eingestehen will, ich glaube, sie hat Angst vor dem, was im Falle einer Trennung passieren könnte bzw. vor seinem unberechenbaren Verhalten. Es geht halt um ihr ein und alles, ihr Kind...

Was das Nichtkümmern betrifft: viele werfen das Handtuch, wenn ihnen permanent vorgetrötet wird, wie genau man ein Kind füttert, wickelt, sich mit ihm beschäftigt. Wenn man Verantwortung aus der Hand gibt, sollte man auch vertrauen können, dass es richtig gemacht wird. Auch, wenn es anders bzw mit eigenem Stil ist. Dazu braucht es keine Beobachtung. Eine Bevormundung, die niemand braucht. Der natürliche Menschenverstand regelt das von selbst.

Naja, er ist generell unbeholfen und konnte das halt nicht, meine Schwester hat ihm das dann zeigen MÜSSEN. Er sagt ja auch selber, er ekelt sich davor, also vor dem Wickeln. Er ist generell ein Weichei und bekommt nichts hin. Meine Schwester regt sich immer wieder über seine Inkompetenzen auf, will sich aber trotz seiner ganzen Makel (noch) nicht trennen..

Zum Fadenthema: Der Freund der Schwester wirkt allerdings nicht gerade so, als hätte er ein echtes Interesse an dem alleinigen Sorgerecht, wenn er sich schon vorher kaum um das Kind gekümmert hat.

Da wird das Kind und die Drohung mit dem Jugendamt einfach nur als Mittel, die Mutter zu erschrecken, verwendet. Bei nüchterner Betrachtung hat er weder Ahnung noch echtes Interesse an diesem Unterfangen.

Das hoffe ich. Er weiß wahrscheinlich selber, dass er überfordert wäre und sieht ja auch, wie sehr das Baby an seiner Mutter und an unserer Familie hängt.

Alias 733480


@ DieDosisMachtDasGift

Man muss kein großer Prophet sein, um zu erkennen, dass in dieser Beziehung ganz fest der Wurm sitzt.

Ja, das stimmt. Meine Schwester redet sich leider noch immer vieles schön...

Die Tochter ist derzeit (nach Deiner Schilderung) zu klein, um sie dem Kindesvater allein zu überlassen. Dafür ist sein persönliches Engagement nicht ausreichend, was die Versorgung und den Umgang mit der jungen Tochter betrifft.

Zudem gibt es auch gar keinen Grund, weshalb meiner Schwester das Sorgerecht entzogen werden kann. Wie gesagt, sie ist eine fabelhafte Mutter, und somit gibt es nichts zum Nachweisen. Allerdings habe ich schon viel Schlechtes über das Jugendamt gehört... Hätte z.B. Angst, dass sie ihr das Kind doch zumindest für eine Zeit wegnehmen, falls der Kindesvater Mist über meine Schwester erzählt.

Zudem stellt sich die Frage, ob die 10 Tage Familienzeit im Monat in dörflichen Umgebung eingehalten werden kann (falls wider Erwarten kein Umzug des Kindsvaters erfolgt), wenn Deine Schwester ihre Ausbildung aktiv aufgenommen hat. Schon aus diesem Grund (würde ich) auf eine schriftliche Zusage für fest vereinbarte Besuchszeit verzichten. (in Bezug auf den aktuellen Wohnort des Kindsvaters)

Es kann später zu unnötigen Komplikationen führen, wenn der Freund und Kindesvater sich unter den neuen Bedingungen (Ausbildungbeginn) quer stellt. Sich in dieser Situation auf die schriftliche Vereinbarung beruft, um nicht selbst aktiv zu werden für Besuche am Wohnort Deiner Schwester und der damit verbundenen Zeit mit der gemeinsamen Tochter.

Werde ich so weitergeben, danke.

BAraun2esledPersofxa


Ich lese schon lange in diesem Forum hier und bei manchen Fäden - und da gehört dieser mit dazu - würde ich SO GERNE die Gegenseite hören.

Ich frage mich, ist der Kindsvater wirklich so übel? Wenn ja, ist er nur als Partner schlecht, sondern wirklich auch als Vater? Alles was hier geschrieben wird, kommt von einer absolut parteiischen Person, die auf der Seite der Schwester ist. Der Mann hat keine Chance sich zu verteidigen, es sei denn er fängt an, hier mit zuschreiben was ich ja wohl nicht vermute.

Deine Schwester soll wieder in die Nähe der Familie ziehen, studieren und Freude am Leben haben, aber bitte nicht vergessen: der ex hat genauso ein Recht auf das Kind wie sie. Er wird ja eh Unterhalt zahlen dürfen. Die Beziehung halte ich persönlich für schon lange als gescheitert.

s?chn3eFcke-198x5


Ich lese schon lange in diesem Forum hier und bei manchen Fäden - und da gehört dieser mit dazu - würde ich SO GERNE die Gegenseite hören.

Ich frage mich, ist der Kindsvater wirklich so übel? Wenn ja, ist er nur als Partner schlecht, sondern wirklich auch als Vater? Alles was hier geschrieben wird, kommt von einer absolut parteiischen Person, die auf der Seite der Schwester ist.

:)= :)^

Sehe ich genau so. Jetzt will halt "die Familie" die Frau zu ihrem Glück leiten, sozusagen: Die Zügel vom "bösen Mann" übernehmen. Meine Güte, lasst Erwachsene halt ihren Mist mal selber ausmachen / regeln. Ich finde es schon sehr befremdlich, dass eine Mutter eines Kindes derart von ihrer Familie abhängig ist. Prinzipiell sind mir solch symbiotischen Familienstrukturen suspekt, aber das ist eine rein persönliche Ansicht.

s}chnecAk{e198x5


Prinzipiell sind mir solch symbiotischen Familienstrukturen suspekt

Präzisierung: Wenn Dinge, die zwischen den Partnern geschehen, im weiten familiären Kreis ausgebreitet werden. Das ist für mich alleine schon ein riesiger Vertrauensbruch. Wenn der Partner nervt, dann klärt man das mit dem Partner, und nicht mit Mami / Schwester / Papi / Onkel.

By the way: Mein Vater konnte mit Babies auch nichts anfangen und hat keines von uns Kindern je gewickelt ;-D er war aber trotzdem ein phantastischer Vater... einfach von seiner Art her, von seiner Vorbildfunktion. Ja, auch mit Mängeln. Aber trotzdem ein ganz toller Mensch x:)

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