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Er will mich jeden Tag sehen!Ich muss lernen

S$ilbermon)daug-e


liebe TE, kann es sein dass ihr deshalb kaum Konflikte habt weil Du ihm dauernd entgegenkommst ?

Er könnte dich auch unterstützen und aufbauen statt nur zu jammern

E}leon6ora


Naja, am Tag alleine zu sein heißt ja nicht zwingend 'Zeit für sich zu haben'. Kann die TE da durchaus verstehen, zumal sie ja viel Zeit mit Lernen und Lerngruppen verbringt. Und wenn man gerade noch dabei ist sich selbst und sein Leben aufzubauen, ist da manchmal nicht so viel Spielraum für anderer Belange. Und sie legt sich ja voll ins Zeug ... sowohl für das Studium als auch für die Beziehung.

Dann kommt es nochmal auf die eigene Gewohnheit an: Ist man manchmal einfach gern alleine? Können viele nicht, aber andere brauchen das für sich. Kenne das sehr gut.

Das die TE ein schlechtes Gewissen bekommt obwohl sie alles zu stemmen versucht ist jedenfalls nicht gut.

Und, Lou, du bist da nicht undankbar. Undankbar wäre z.B. sein Angebot einzuziehen an zu nehmen und dann wie bei den Eltern ein-und-aus zu laufen wie es dir passt. Oder nach aller Anstrengung zu ihm zu fahren, sich bekochen zu lassen, einzuratzen und am nächsten Morgen weg zu fahren ohne ihm zu sagen das du zur Uni fährst.

Ich glaub du möchtest eigentlich auch gern eine innige Beziehung, musst dich aber eben dafür noch um zu viel anderes kümmern. Und ich weiß wie frustrierend das sein kann.

Ich schätze du fühlst dich in dieser Beziehung gehetzt. Sag es ihm vielleicht genau so.

sOensibbelm^ann99


Dann kommt es nochmal auf die eigene Gewohnheit an: Ist man manchmal einfach gern alleine? Können viele nicht, aber andere brauchen das für sich.

Ich glaube nicht, dass ich eine Ausnahme bin- ich hatte und habe jeden Tag hinreichend viel Zeit für mich alleine, meine Frau ebenso- das müssen wir uns nicht extra organisieren. Ich glaube auch nicht, dass der Freund der TE sofort nach Veranstaltungsschluss der Universität auf der Matte steht oder dass der Freund der TE erwartet, sofort danach bei ihm einzukehren.

Ich habe viemehr den Verdacht, dass der Freund der TE zu sehr drängt und wahrscheinlich ihm öfter die Gelassenheit fehlt, einfach mal zu sagen: "na dann eben nicht, finde ich zwar schade, dann soll's eben nicht sein" und dass hier das eigentliche Problem liegt. Etwas für die Freundin zu organisieren, ohne diese vorher zu fragen, finde ich sehr einnehmend.

EWleoznora


@ sensibelmann99

Wollte dich da auch gar nicht kritisieren. Aber alles und jeder ist eben ein bisschen anders. Vor allem Beziehungdynamiken. Aber ich geb dir absolut Recht:

Ich habe viemehr den Verdacht, dass der Freund der TE zu sehr drängt und wahrscheinlich ihm öfter die Gelassenheit fehlt, einfach mal zu sagen: "na dann eben nicht, finde ich zwar schade, dann soll's eben nicht sein" und dass hier das eigentliche Problem liegt. Etwas für die Freundin zu organisieren, ohne diese vorher zu fragen, finde ich sehr einnehmend.

Wohl ohne vielmehr. ;-)

s-e\nsibeMlqmannT99


Ich möchte hier noch eine biologische Komponente anmerken: Körperliche Nähe, insbesondere die Berührung zwischen Partnern sorgt für zusätzliche Ausschüttung des Hormons Oxytocin (auch Kuschelhormon genannt), was wiederum die Bindung (und die Liebe) verstärkt und weiter Lust auf Berührung schafft. Umgekehrt kann fehlende oder zu seltene Berührung (Nähe) die Oxytocin-Produktion senken und damit den Antrieb für weitere Nähe senken. Fehlende oder zu seltene Nähe erhöht dadurch die Wahrscheinlichkeit für Beziehungsstörungen und Beziehungsabbrüche. Ich halte das für nicht vernachlässigbar.

EQleon+oxra


Interessanter Aspekt - aber ich denke so selten sehen sie sich dann doch wirklich nicht. ;-)

DdieDosismuacht7dasGifxt


sensibelmann99

Es ist stets und ständig prima zu erleben, wie sehr Du die enge seelische, körperliche und soziale Symbiose Deiner eigenen Beziehung heraus streichst. ;-) Auch Dein sehr großes Unverständnis und die schnelle fast reflexartige Kritik an anderen Paaren, denen es nicht gelingt, in jeder freien Minute des Tages spontan Bett, Sex und gemeinsame Paaraktivitäten zu teilen macht es nicht besser.

Bei euch hat es von Anfang so gepasst, dass ihr für alle nach innen und außen sichtbar das "doppelte Lottchen" seid bis in die Gegenwart.

Es gibt aber Individuen, die anders empfinden. Und deshalb finde ich fast übergrifftig (nicht nur in diesem Beitrag), dass Du Leuten unterstellst, den Partner nicht genug zu lieben, etwas verheimlichen zu wollen oder ein Prozess der Anödung statt findet, nur weil man sein Leben nicht Non stop ohne seinen Partner außerhalb von Artbeit, Studium o.ä. leben will.

Jeder Mensch hatte auch vor dem Beginn einer Beziehung, Ehe/Partnerschaft ein Leben und eine Existenz. Die hört nicht plötzlich durch die Liebe auf. Menschen sollen und können unterschiedliche Wünsche und Bedürfnisse haben. Die große Vielfalt von Beziehungen beweist, dass es nicht nur einen absoluten Schlüssel für das Glück gibt.

Lou588

Lass Dir nicht einreden, dass das was Du empfindest nicht richtig ist. Ihr zwei seid gerade mal ein Jahr zusammen, und Du sollst Dich schon verbiegen, nur weil Dein Freund sich selbst unter Druck setzt, weil seine Freunde bereits in Familien zum Teil mit Kindern leben und einen anderen Lebensrhythmus als er leben.

Kann es sein, dass er ein Stück weit Angst hat seinen Traum von Liebe+Ehe, eigenem Haus und Familienglück nicht schnell genug verwirklichen zu können? Nach meinem Empfinden sind es manchmal auch unsichere Persönlichkeitstypen, die in der Freizeit mit sich allein wenig anzufangen wissen, die ständig andere Menschen und Action um sich brauchen. Für sie bedeutet leben spüren in Bewegung sein, ständig neue Reize und Impulse empfangen zu können.

Haben sie jedoch einen Partner an ihrer Seite, der manchmal auch den Müßigang, eigene Ruhezonen und nicht die ständige Präzenz des Partners braucht, fühlen sie sich schnell abgelehnt, nicht genug begehrt oder unvollkommen. Meine Empfehlung, bleibe dabei Deine eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen, auch die nach eigenen Rückzugszonen, Freunden und Hobbies.

Du bist nicht "falsch", weil Du anders empfindest als Dein Freund. Manchmal hat dieses enge 'Nähebedürfnis' auch mit eigener Kontrolle, Eifersucht und ständig im Mittelpunkt des Partners stehen zu müssen zu tun. Es ist nicht immer leicht, dass Eine vom Anderen genau abgrenzen zu können. Es muss nicht so sein, wie ich es beschrieben habe, aber ich kenne aus der Vergangenheit solche Dynamik aus Beziehungen.

Man wird damit auf Dauer nicht glücklich, wenn man aus falsch verstandener Liebe und Verständnis dem Partner zuliebe falsche Kompromisse eingeht. Liebe beginnt für mich an dem Punkt wertschätzend und auch tolerant zu sein, in dem ich nicht zu einseitig versuche Bedürfnisse gegeneinander aufzuwiegen und einfordern.

Redet miteinander und versucht eure Mitte als Paar zu finden, in der jeder von euch seine Anteile der Persönlichkeit leben kann, die er besitzt. Das kann en Detail auch mal bedeuten, dass nicht immer 100 Prozent passen, sondern gegenseitig Abstriche gemacht werden.

Wenn Dein Freund gerade in Actionstimmung ist, weil er Impulse für sich braucht, geht die Welt nicht unter, wenn er dieser Stimmung ohne Dich nachgeht. Ebenso wird auch Deine nicht zerstört werden, wenn Du Dich ab und zu mit begeistern lässt, und die angenehme Ruhephase etwas später hast.

Jetzt in der intensiven Studienphase würde ich vordergründig an Deinen guten Abschluss und die Grundlage für die spätere Existenzsicherung denken. Du kennst Dein Pensum an Lernstoff und die Art wie Du Dir Wissen am Besten aneignest. Wenn das aktuell noch mit den Vorstellungen Deines Freundes kollidiert, lässt sich daran nur bedingt etwas ändern. Entscheidet gemeinsam an welcher Stelle ein guter Kompromiss gefunden werden kann. Dort wo es nicht möglich ist, wird Dein Freund auch mal in den sauren Apfel beißen müssen, dass sein Bedürfnis nach mehr Nähe und Gemeinsamkeit nicht überwiegen kann.

Alles Gute für Deinen Studienabschluss und viel positive Kraft für diese Phase. :)*

s&ensibel~mann9x9


Es gibt aber Individuen, die anders empfinden.

Wenn' s funktioniert, gibt es von mir auch keine Kritik (oder den Versuch von Ursachen bzw. kausalen Zusammenhängen zu finden) - so einfach ist das.

Es gibt ja Gründe für Probleme.

mrnexf


Nur mein Freund leidet sehr darunter.

Empfinde ich einfach nur als wahnsinnig dramaqueenig und egoistisch. Dass er anhänglich ist und dich sehr vermisst, will ich ihm dabei überhaupt nicht negativ ankreiden. So ist er eben und das ist völlig ok. Aus diesem Vermissen aber "Leid" zu machen, ist komplett übertrieben. Und das dann nicht mal ein paar Wochen runterzuschlucken, sondern rauszulassen, empfinde ich als doppelt daneben.

Deine Prüfungsphase wird ja nicht ewig dauern; wieso muss er dich damit also jetzt noch beschäftigen, wo du doch wie es aussieht alle Energie für's Lernen brauchst?

obwohl er mir keine Vorwürfe gemacht hat, außer eben traurig und geknickt war

Wenn man nicht zusammen wohnt und einer gerade in einer sehr stressigen Phase (mit absehbarem Ende) ist, empfinde ich 4 Tage die Woche auch nicht als besonders seltenes Sehen.

Vielleicht macht er dir keine direkten Vorwürfe, aber dieses traurige und geknickte Benehmen kommt auf dasselbe raus, nur subtiler. Er macht dir ein schlechtes Gewissen und verhagelt euch die Zeit zusammen, statt sich zu freuen, dass du dir immerhin noch mehrere Stunden die Woche freischaufelst.

Ich sehe hier null Entgegenkommen und Unterstützung seinerseits. Nur viel "Ich ich ich" und was ihm alles nicht reicht.

Das andere Problem mit den Wohnverhältnissen würde ich jetzt erstmal beiseite legen und nach den Prüfungen angehen.

Hat dein Freund kein Beruf, keine Hobbys, keine Freunde? Oder wieso kann er sich nicht alleine beschäftigen ohne miese Stimmung zu verbreiten?

Lange Rede kurzer Sinn: Ich würde ihm das so sagen und das Genöle auf hohem Niveau dann ignorieren. Nicht weil ich so eine wahnsinnig lieblose Person bin, im Gegenteil. Aber in diesem Fall ist ER derjenige, der mal was geben muss. Nämlich Verständnis, das ist sicherlich nicht zu viel erwartet.

Es geht da um deinen Abschluss und deine Zukunft. Ich würde meine Energie in die Prüfungen stecken und nicht in diesen Kinderkram. Wenn das nicht klappt, wäre die Beziehung wohl auf lange Sicht eh nichts und jetzt womöglich schlechter abzuschneiden, nur um ihm mehr Zeit zu widmen, umso unnötiger.

mRnef


Seine Freunde fast alle verheiratet oder leben bereits zusammen in einer Wohnung/Haus. Einige seiner Freunde haben bereits Kinder. Ich denke er wünscht sich das ganz genauso mit mir. Das verstehe ich auch, denn er ist 34, hat einen abgeschlossenen Beruf, und bestimmte Ziele im Leben, die er erreichen möchte.

Hinzu kommt, dass seine Eltern alles zusammen machen,(Seitdem sie sich kennen), und ich denke das hat ihn stark geprägt.

Das sind beides nachvollziehbare Gründe, die vieles erklären. Aber sie sind keine Rechtfertigun für alles, er hat ja trotzdem noch einen eigenen Kopf und kann trotz dem, was ihm andere vorleben, den Blick auf dich als Individuum mit eigenem Charakter und Bedürfnissen legen, statt dich in die Schablone reinzupressen, die auf sein Umfeld passt.

Wenn er dich so liebt, dass er alles mit dir teilen und machen will, dann liebt er auch deine Eigenständigkeit und lässt sie dir. Wenn nicht, dann liebt er wohl doch nicht dich so innig, sondern eher seine eigenen Vorstellungen.

Welches Szenario der Fall ist, sieht man mMn nicht, wenn man dem anderen alles recht macht, sondern wenn man sich auch mal seine Freiheiten einfordert. mMn bist du auf einem guten Weg. Du scheinst sehr liebevoll zu sein, aber trotzdem nicht alles nach ihm auszurichten :)^

: Er fühlt sich wie in einer Warteschleife, und hat vermutlich das Gefühl nicht vorwärts zu kommen mit mir/uns.

Dann sollte er vielleicht mal die Vorstellung ablegen, dass man in einer Liebesbeziehung in Zeitraum X eine Art Checkliste abarbeiten müsste, die man rechtzeitig abhaken will. Der Mann ist 34 und nicht 70. Noch genug gute Jahrzehnte, um viel zu unternehmen und viel Zeit miteinander zu verbringen. Was will er denn machen, wenn er seine "Ziele" erreicht hat im Leben? Rumsitzen und Däumchen drehen? Diese Variante der "Torschlusspanik" sollte man mMn ganz dringend ablegen. Es gibt Leute, die finden mit 20 den Partner des Lebens, ziehen zusammen, heiraten und kriegen Kinder, andere mit 30, 40 oder 50. Man kannn es nicht erzwingen, schon gar nicht wenn man erst ein Jahr zusammen ist und schon das Gefühl hat, nicht voranzukommen ":/

mgnef


PS: Mit den Hobbys meinte ich eher Alltagssachen. Skifahren ist ja eher was, wofür man wegfährt, und nix was man mal ein paar Stunden nach der Arbeit macht. Wie hat er seine Singlezeit vor dir verbracht?

p_olitigsch.Wunkorr<ektxe


[[https://www.youtube.com/watch?v=OsvFAJfQSaA&t=57s]]

s:ensibe%lma?nn9x9


[[https://www.youtube.com/watch?v=OsvFAJfQSaA&t=57s]]

:)z Das passt wahrscheinlich (nach den Informationen durch die TE wohl ziemlich stark).

jBa=ko42


Nach meinem Verständnis ist er für dich gar kein richtiger Freund. Er möchte dich besitzen und das geht weder in einer Freundschaft, noch in einer Liebesbeziehung gut.

Er sollte mit dir eine mehr distanzierte Freundschaft halten können, dann ist das gut. Wenn nicht könnte das Ganze bald scheitern.

Viel Glück und mehr Bestimmtheit ihm gegenüber.

R(ufuvsIxII


Es scheint doch so, dass der Freund je mehr du deine Freiräume suchst unter Druck kommt, Nähe herzustellen.

Und je mehr er das tut, umso mehr gerätst du unter Druck, dir Freiräume zu verschaffen.

Ist das so etwas neues, dass unterschiedliche Menschen unterschiedliche Bedürfnisse haben? Das liegt hier offen auf der Hand.

Irgendwer empfahl dir, ihm mitzuteilen, dass du jetzt mehr Freiraum brauchst, und später gerne mit ihm zusammenziehst. Nein! Es zeichnet sich ab, dass du ganz genau so wie jetzt später Freiraum mit deinen Freunden und Zeit alleine haben willst. In etwa genauso viel wie jetzt. Später wird auch irgendwas im Leben sein, dass Stress macht und Resourcen zehrt. So dass du deine Batterien zu deinen Bedingungen und Bedürfnissen wieder aufladen musst.

Später wird er genauso das Bedürfnis nach einer sehr nahen Zweierbindung haben, ganz genauso wie jetzt auch.

Hier liegt ein große Nichtüberschneidung bei den persönlichen partnerschaftsbezogenen Bedürfnissen vor. Nach der vorliegenden Schilderung kann ich euch nur abraten, euch das anzutun. Den wenn ihr zusammenbleibt, und euch nicht groß verändert (und es macht kaum Sinn grundlos auf das Gegentiel zu spekulieren), dann erkauft ihr eure Partnerschaft mit jeweils einem sehr großen Kraftaufwand. Kraft, die euch sonst fehlt. Jedoch halte ich es für viel wahrscheinlicher dass sich das "Problem" verhältnismäßig zügig von selber löst. Die nächste Frage ist, wie nötig es ist, wenn beide dabei viele Federn lassen müssen.

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