» »

Eine Art Schutzbefohlenen-/Abhängigkeitsverhältnis

PBiiax89 hat die Diskussion gestartet


Hey! Ich arbeite in einem kleinen Betrieb und es gibt immer mal wieder so ne Art "Praktikanten" bei uns, die ich über längere Zeit betreue und anleite.

Seit einiger Zeit gibt es einen, der sich in mich verliebt hat und der auch versucht, um mich zu kämpfen. Naja.. ich habe immer alles abgeblockt und gesagt, das geht nicht, ich möchte nicht. Ich wüsste auch nicht, wie die Chefs oder anderen Leute da reagieren würden, wenn ich mit jemandem, der mir eigentlich zugeteilt und unter meinem Schutz steht, was anfangen würde.

Außerdem ist er erst 20. Er scheint sich allerdings richtig in mich verliebt zu haben. Das Problem ist, dass ich mich mittlerweile auch zu ihm hingezogen fühle, an einer richtigen Beziehung habe ich durch mehrere Enttäuschungen in der Vergangenheit aber erst mal kein Interesse. Ich habe bei ihm das Bedürfnis nach inniger Freundschaft, aber auch körperlicher Nähe. Eigentlich möchte ich das aber erst gar nicht zu irgendwas kommen lassen, weil ich seine Anleiterin bin und meinen Ruf oder meine Stelle da nicht risikieren möchte und weil ich ihn nicht enttäuschen möchte, der noch so jung ist und sich anscheinend nach einer richtigen Beziehung sehnt.

War jemand schon mal in so einer Situation? Gefühle/Interesse auf beiden Seiten vorhanden, aber vieles was dagegen spricht? Ich sehe ihn fast jedenTag. Selbst wenn er wem anders zugeteilt würde, würde ich ihn weiterhin sehen. Dann müsste schon er zu einem anderen Standort wechseln, was er aber nicht machen würde. Habt ihr Tipps, wie man sich da zügeln kann? %:| Ich muss ständig an ihn denken und schaffe es durch die bei mir auch vorhandenen Gefühle oft nicht, so richtig konsequent ablehnend auf seine Annäherungsversuche zu reagieren, sodass er zwischen den Zeilen oder durch die Art, wie ich etwas sage, schon merkt, dass ich ihn auch gut finde.

VG

Piia

Antworten
m=n\ef


Was ist "so eine Art Praktikant"?

Was ist "eine Art Schutzbefohlenenverhältnis" ? - gibt es nicht. Entweder er ist ein Schutzbefohlener oder nicht.

Mit 20 ist er keiner.

Wie lange ist er noch in deiner Firma? Bei Praktikanten ist ja ein Ende in Sicht, ein Jahr wäre schon viel.

Wenn er verliebt ist, du aber eher Sex und Freunschaft willst, passt das schonmal nicht. Er sehnt sich nach Beziehung, du nicht. Es steht schon allein deshalb unter keinem glücklichen Stern.

Hinzu kommt, dass Techtelmechtel innerhalb der Firma eh immer so ne Sache sind.

Und die Kollegen das sicher auch entsprechend aburteilen.

Die letzten beiden Punkte kann man für die große Liebe schlucken, aber nicht für das, was du dir vorstellst.

Das Stresspotential scheint ein bisschen innige Freundschaft und körperliche Anziehung nicht aufzuwiegen.

MQakukabi


Wie alt ist der Praktikant? Bist Du für seine Ausbildung zuständig? (Anleiten, etc)?

C4o mran


Außerdem ist er erst 20.

Ein Zwanzigjähriger, der im Vollbesitz seiner körperlichen und geistigen Kräfte ist, ist niemals ein "Schutzbefohlener". Aber du hast ein Vorgesetztenverhältnis und es wäre unprofessionell, da jetzt rumzuturteln.

Ein Praktikant bleibt ja nicht ewig. Bringt das ordentlich zuende und konzentriert euch auf seine Ausbildung. Wenn danach die Gefühle immer noch da sind und sein Einsatz abgeschlossen ist, könnt ihr immer noch gucken, was sich daraus entwickeln kann.

a5ug2h33


Egal wie alt er ist, erst wenn sein Praktikum vorbei ist und es für dich keine Vorgesetztenfunktion ihm gegenüber mehr gibt, dann ist eine tiefere Beziehung ohne Problem. Oder ihr klärt es gemeinsam grundsätzlich mit der Geschäftsführung/Firmenleitung. In manchen Betrieben ist klar: persönliche Beziehungen zwischen den Mitarbeitern sind grundsätzlich nicht erwünscht weil Geheimhaltung, fremde Werte (Bankwesen) oder andere Sachverhalte dem entgegen stehen.

Brripan65


Ich sehe die Gefahr eines Interessenskonfliktes. Irgendwann bekommt der Praktikant ein Zeugnis. Da kann es schwierig werden, eine objektive Burteilung abzugeben. Im Übrigen:

[[https://www.google.de/search?q=never+fuck+the+company Never fuck the company]]

E\v\oVluzzer


Er ist 20, somit volljährig und hoffentlich im Vollbesitz seiner geistigen und körperlichen Kräfte. Ich weiß nicht, aus welchem Grund du ihn "verniedlichst".

Rein juristisch sehe ich da kein Problem. Mir scheint, deine eigenen Vorbehalte sind das eigentliche Problem.

Vielleicht hilft es dir ja, über die Zeit nach seinem Praktikum Überlegungen anzustellen. Eisen soll man schmieden so lange sie heiß sind.

Er wird eine Abfuhr mit Sicherheit irgendwann verschmerzen. Ob es für dich nicht irgendwann eine verpasste Gelegenheit ist, der du hinterher trauern wirst, kannst nur du entscheiden.

mJnxef


Makkabi

10.01.17 07:02

Wie alt ist der Praktikant? Bist Du für seine Ausbildung zuständig? (Anleiten, etc)?

...Der Eingangsbeitrag ist in ner Minute zu lesen und klärt alle deine Fragen...

Pyytheonixst


Habt ihr Tipps, wie man sich da zügeln kann? %:|

Naja, du sorgst erstmal mit anderen Mitteln/Personen dafür, dass du für dich eine gewisse sexuelle Grundbefriedigung hast. Das nimmt schon mal bei dir dem körperlichen Aspekt die Dringlichkeit raus. Eine Frau, der es sexuell an nichts fehlt, ist ja auch nicht wirklich "gefährdet". Und auch sonst guten sozialen Kontakt: Freunde halt. Und ein großes Umfeld, wo du nach Herzenslust Alternativen für Freundschaften oder für körperliche Nähe hast. Damit Peter (siehe unten) nicht die einzige Alternative ist, die sich gerade darstellt.

Und sonst hast du doch deinen Weg schon gefunden: den Weg eines "Muttertiers". ;-)

Im Prinzip bringst du (psychisch geschickt) sowas ähnliches wie eine Mutter-Sohn-Analogie da rein, die auf diese Art den intimen, partnerschaftlichen oder sexuellen Kontakt moralisch verbietet. Dabei bist du 27 und er 20.

Ich persönlich würde es ja begrüßen, wenn ihr zwei mal miteinander redet. Unter 4 Augen, fern vom Protokoll. Ich persönlich bin kein Freund der von Comran so hochgehaltenen "Professionalität", die gefühllos ist. Sondern miteinander reden, menschliches Verhalten, Gefühle, menschliche Wärme und Nähe zulassen, aber auch die Grenzen des Kontaktes deutlich machen, die du möchtest. Keine äußeren Umstände heranziehen.

Es mag ein gewisses menschliches Leid geben, wenn Menschen im Berufsleben unprofessionell agieren. Aber das menschliche Leid der vermeintlichen Professionalität, also die Unterdrückung von eigenen Gefühlen, Bedürfnissen und Wünschen und die Reduktion auf "Rollen und Funktionen" (Praktikant, Betreuerin) und an Merksätzen wie "Never fuck the company" sehe ich als weit größeres Leid.

Denn menschlich gesehen gibt's ja auch eine Pia (27) und einen - ich nenne ihn mal Peter (20). P wie Praktikant. Und für Pia lohnt es sich auch mal, Peter als Peter zu sehen und nicht nur als Praktikant.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beziehungen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Psychologie · Erziehung · Sexualität · Homo, Hetero, Bi


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH