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Mein Mann redet nicht mit mir

O|neFlIowxer


Ich rate Dir deshalb: werd unbequem. Und zwar so definitiv unbequem, dass er den Ernst der Lage begreift.

Das Gefühl hatte ich vorhin auch noch, dass das eine gute Idee ist. Er hat ja gar nichts auszustehen. Er würgt Dich ab und Du reagierst dann auch nicht mehr.

Ich meine, jetzt mal ganz davon abgesehen, was ist mit Deinem Beruf?

Er macht auf Deine Kosten Karriere. Wenn ihr Euch jetzt trennen würdet, hätte er bald einen Dr.Titel. Alles auch Deine Energie, aber Du hast nichts davon...

Die Idee mit dem Familientherapeuten ist auch gut. Vielleicht erstmal allein hingehen.

d1jerxmo


Hmm...also ok, die Beziehung schleift zwar wirklich extrem, aber ich wäre auch ein wenig stolz auf meinen Mann. Nach dem Doktortitel sollte er sich dann aber doch endgültig mal einen Titel in Sachen Beziehungsfähigkeit erarbeiten. :)z

CDoteSYa\uvlage


Hmm...also ok, die Beziehung schleift zwar wirklich extrem, aber ich wäre auch ein wenig stolz auf meinen Mann. Nach dem Doktortitel sollte er sich dann aber doch endgültig mal einen Titel in Sachen Beziehungsfähigkeit erarbeiten. :)z

Dann gehörst du vielleicht noch zu den Frauen, die ihr Hauptziel darin sehen, ihrem Mann ein bequemes Zuhause zu bieten und ihm "den Rücken frei zu halten", und die im Gegenzug damit zufrieden sind, dass sie auf den Mann stolz sein können. Denn darauf zu hoffen, dass er sich nach der Diss endlich um die Familie kümmert, ist naiv.

Mir würde das bei Weitem nicht ausreichen. Die beiden haben gemeinsam beschlossen eine Familie zu gründen, und dieser gemeinsame Beschluss geht dem Mann offenbar mittlerweile komplett am A**** vorbei. Da sieht die TE zurecht massiven Handlungsbedarf.

Laelya, was willst du jetzt machen? Dich deiner Lähmung hingeben oder den Mann auf seine vor dir verheimlichten Pläne ansprechen und eine konkrete Ansage machen wie DU dir die - auch: deine - Zukunft vorstellst?

s2aloxon


Also es ist eine relativ normale Reaktion, die Dissertation dann eben heimlich zu machen... Er möchte es anscheinend unbedingt. Für ihn bedeutet es weniger heimlich als unbemerkt. Er glaubt, wenn du nichts davon mitbekommst, dürfte es dich doch auch nicht stören. Schließlich sitzt er eh nur im Büro, was er da macht, denkt er, kann dir doch egal sein. Er plant die Dissertation also auf Kosten der Zeit in der er etwas anderes gearbeitet hat.

Du dachtest, dass er irgendwann mal fertig mit der vielen Arbeit ist und dann mehr Zeit für dich und die Familie hat. So hat er es aber nicht gesehen.

Letzendlich macht ihm das arbeiten Spaß und Familie stresst ihn.

Alles andere wurde ja bereits mehrfach gesagt. Du wolltest deinen Teil beitragen und bist in Vorleistung gegangen. Von ihm kam nichts. Im Gegenteil, es ist bequem so für ihn.

Solange die Kinder da sind, wird es schwer für dich werden, etwas zu ändern. Du kannst nicht mal eben so los ziehen. Wetten, dass er Tausend Gründe hat, warum er die Kinder nicht hüten kann, während du was eigenes unternimmst... Er hat viel zu viel Angst, seine Haushälterin zu verlieren. Womöglich lernst du jemand anderen kennen...

Unser "Kind" ist fast 18, kommt allein klar und zieht bald aus, ich schaffe es aber nicht mal allein zu einem Konzert oder in's Kino, weil es mir nach der ganzen Diskussion mit meiner Frau, dass ich doch lieber zuhause bleiben soll, aus den und den Gründen, dann meist keinen Spaß mehr macht...

Bei uns ist es zwar gerechter aufgeteilt, wir reden auch noch viel miteinander und haben gemeinsame Pläne, aber so richtig Spaß macht es trotzdem nicht, auch, weil im Bett fast nichts mehr läuft...

Klar, sie will mich nicht verlieren, aber nicht mich als Mensch sondern wohl eher den der sich um vieles kümmert.

Egal, was du machst um etwas zu ändern, dir muss klar sein, dass es schief gehen kann, und es zur Trennung kommt. Wenn du das abkannst, probier es.

wainrtersoHnne 0x1


Kenne die beschriebene Situation (hatte ich vor 10 Jahren, war auch sehr dagegen, da ich sah, dass die Arbeitsbelastung eh schon zu hoch war und klar, die Familie auf der Strecke blieb)...nicht einfach und rückblickend viele Jahre später kann ich dir nur sagen:

- 1. er ist ein freier Mensch und wenn er den Wunsch hat, wird er ihn nur wegen dir nicht aufgeben.

Das kannst du von ihm nicht fordern und bei so einer Diskussion treibst du ihn nur fort.

2. setze bei seiner Verantwortung für die Familie an. Wir haben damals lange geredet und ich gesagt, dass ich nicht mehr 80% aller Familienarbeiten neben meinem Volltagsjob übernehme.

Dann hat mein Mann einen Haushaltsplan gemacht (ich arbeite nicht gerne nach Plan, habe es aber akseptiert, da so auch die pupertierenden Kinder einbezogen worden.

Sah dann so aus : ein WE ein Erwachsener und en Kind mussten Einkaufen und kochen, der andere Erwachsene mit dem anderen Kind Bad und Wohnung putzen (Böden) und Wäsche waschen.

Das wurde dann durchgezogen und hatte viele Vorteile: Kinder konnten mit Plan nicht diskutieren und der Mann hatte Plan vorgeschlagen , erstellt und kam sich dadurch nicht von Frau bevormundet vor. ;-)

Es ging einfach um Gerechtigkeit in der Aufgabenverteilung, die ich sicher schon vorher hätte einklagen sollen.... selber Schuld, aber ich weiß, wie sich das mit dem Rücken frei halten, wenn man noch mal studiert so entwickelt.

Mit einander reden, diskutieren, auch notfalls mal streiten...

Mit der Zeit hat sich dann neben der gemeinsamen Hausarbeit auch wieder viel mehr Gemeinsamkeiten mit der Familie ergeben.

(Aus Dissertation ist aber dann doch nichts geworden, was überhaupt nicht schlimm ist, auch rückblickend für ihn nicht... na einfach war der Weg nicht und geht auch nicht von heute auf morgen).

Was ich also empfehlen würde, diskutiere nicht, dass Diss. unmöglich, zu viel Zeit fordert etc. , sondern diskutiere über das, was du in deiner Ehe anders haben möchtest und immer kleine Schritte ;-)

c'rieEchaxrlie


Ich arbeite auch in der Forschung und die meisten meiner Kollegen haben promoviert oder gar habilitiert. Ich kenne das, dass am man quasi immer arbeiten kann und klar gibt es peaks.

Aber dauerhaft 60 Stunden liegt nicht am Job, sondern am ihm. Der Vorteil an der projektorientierten Arbeit ist ja gerade die freie Zeiteinteilung. Zudem hat man Mitarbeiter und Hilfskräfte, die einem zuarbeiten, aber das muss man halt delegieren.

Mein Kollege, habilitiert, geht um 14:00 Uhr nach Hause und dann das nächste Mal ab 19:00 Uhr online erreichbar, dazwischen halt das volle kleine Kinder Programm. Ich selbst bin mehr der Typ, dass ich drei Tage ziemlich weg bin und dafür aber dann drei Tage fast nichts mache. Und alles dazwischen. Man muss nicht dauerthaft 60 Stunden arbeiten und ernsthaft: dass er das nicht effizienter in 40 Stunden machen könnte, nehme ich ihn nicht ab. Wer kann dauerhaft auf dem NIveau 60 Stunden arbeiten. Ich kenne keinen und ich bin an der Quelle dieser Tätigkeitsbeschreibung.

s\ensiTbelmasnn9x9


Man muss nicht dauerthaft 60 Stunden arbeiten und ernsthaft: dass er das nicht effizienter in 40 Stunden machen könnte, nehme ich ihn nicht ab

Ich würde da auch eher zweifeln, da ich früher selbst auch an einer Dissertation arbeitete.

Ich sehe folgende Möglichkeiten: Er will mit "zu Hause" nichts zu tun haben, es ist ihm da zu langweilig und für Kinder hat er keine Lust und versteckt sich hinter seiner Arbeit oder eine andere Möglichkeit wäre: Er ist mit seiner Aufgabe überfordert, so dass er seine mangelnde Leistungsfähigkeit/ineffiziente Arbeitsweise mit größerem Zeitaufwand auszugleichen versucht und noch eine Möglichkeit: Er ist ein Pedant und möchte alles 200%-ig machen und wird dadurch nie und mit Nichts richtig fertig.

Oder: Er kann mit Arbeiten nicht aufhören (workaholic).

Srunfylower_x73


Nun, es gibt Träume und Wünsche die man sich erfüllen möchte und das ist bei deinem Mann vielleicht der Doktortitel. Das ist keine leichte Aufgabe und mit viel Zeit und Energie verbunden den zu erlangen.

Dann soll er offen darüber reden. Für nich ist das Problem nicht die Diss., sondern der Umgang mit der Thematik. Diese Heimlichkeit erlebe ich als unfair, verlogen und feige. Kann ja sein, dass es der Partnerin nicht passt; ein letzter individueller Freiraum steht jedem zu. Aber dann halt bitte auch mit dem entsprechenden Mumm.

Ich habe Ende 2016 zum 2. mal eine Diss. abgebrochen. Und diesmal meinen Frieden damit. Im 1. Anlauf wäre es ein Hobby nebenbei (1-2 jobs und Weiterbildung) gewesen und in einer Zeit mit vielen gesundheitlichen und finanziellen Problemen. Es ging irgendwann nicht und die Förderung blieb aus, da ich als zu alt angesehen wurde. Jetz,t im 2. Anlauf, war es sogar eingebettet in eine halbe Stelle. Plus 2. halbe Stelle. Plus leider sehr verschultes PhD-Programm. Kurzum: Nach einem Jahr mit 60 bis 70-Stunden-Wochen, durchgearbeiteten und gestrichenem Urlaub und obendrein Querelen mit meinem Betreuer Er verweigerte jegliche Erstautorenschaft; hätte für das Erreichen der Publikationspunkte somit nicht 3-4, sondern mind. 7-9 Artikel publizieren müssen war mein Fazit, dass die Quälerei nichts bringt. Mein Partner war nicht begeistert; hat es aber akzeptiert (und ich hätte mir nicht sonderlich reinreden lassen, sondern maximal zugesehen, dass auch Zeit für uns bleibt. In einem für beide akzeptablen Kompromiss).

Das Ganze heimlich durchzuziehen, halte ich für feige und unrealistisch. Und wenn ein Partner beim Erfüllen seines Wunsches so heimlich vorgeht, würde ich mich ernsthaft fragen, was die Beziehung ihn wert ist. Auf jeden Fall deutlich mehr, als wenn er es offen gegen meinen Willen macht.

cgriHech)axrlie


.....wie gesagt:

er hat entweder kein Zeitmanagement oder er will nicht. Es ist nämlich beides möglich:

Familienleben und Job. Auch in dem Bereich oder gerade in dem, eben aus den schon ausgeführten Gründen.

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