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Familienberatung/Mediation Eltern - erwachsenes Kind sinnvoll?

E"motiRonaxle


Erst mal danke allen (insbesondere denen, die mich nicht abwatschen für meine Offenheit). Die Mediation ist übrigens nur eine Idee, auf die ich auch wg. meines Vaters gekommen bin, der extrem gerne reden würde.

Bislang verwahre ich mich ja vehement gegen ein Gespräch mit meiner Mutter dabei.

@ TheBlackWidow

Ja, genau so ist sie leider. Den Seelenstriptease habe ich schon lange hingelegt, weil ich eigentlich an Offenheit und Ehrlichkeit glaube.

So versuche ich jetzt halt, mich auf mein Leben zu konzentrieren... genau.

@ Flamechen79

Danke. Kann sein, dass ich meinem Vater noch einen Brief schreibe, weil ich glaube, dass es da noch Kommunikationspotenzial und guten Willen gibt und Dinge, die besprochen werden können, die der eine vom anderen vielleicht verstehen kann. Bei meiner Mutter geht das wohl nicht...

@ Jori

Danke - so einen Prozess kann man wohl nicht direkt planen und steuern, aber ich habe jedenfalls liebe Menschen in meinem Umfeld, zunehmend, und bin sehr froh darüber.

Kurios ist, dass sogar die Betreffenden selber mir erzählen, ich müsste die Vergangenheit loslassen - ich glaube aber, sie stellt/(en) sich das anders vor, als für mich gut wäre. Ins Blaue hinein vermutet könnte ich mir vorstellen, dass ich sie eines Tages dann irgendwie mit loslasse :-) ???

Ich habe gerade ehrlich keine Ahnung, aber was kommt, das kommt.

Danke für Deine lieben Worte.

@ CoteSauvage

Tja, das sagt sich eben leichter als es gefühlt wird. Mir fällt nur ein, mich ganz besonders auf was anderes zu konzentrieren. Wie bei der Sache mit dem rosa Elefanten :=o

Völlig falscher Ansatz. Was sollen die gegenseitigen Manipulationsversuche?

Ich will nur meinen Schlüssel wiederhaben. Was soll ich denn sonst als ersten Schritt tun, außer zur Herausgabe aufzufordern?

Du brauchst KEINEN Menschen, um dich vor ihm oder anderen zu schützen, das liegt voll und ganz in DEINER "Macht".

Da hast Du recht und wenn ein Betreten meiner Wohnung wg. der Entfernung nicht unwahrscheinlich wäre, hätte ich vermutlich wirklich das Schloss ausgetauscht. So werde ich jetzt erstmal darauf bestehen, die Schlüssel zu bekommen, sonst sehe ich weiter. Ich glaube nämlich, wenn ich hartnäckig bleibe, könnte in dieser Sache die Botschaft ankommen. Es nervt mich einfach, dass das so zäh und widerwillig vonstatten geht.

@ mond+sterne

Warum sollten sich die Eltern darauf einlassen?

Diese berechtigte Frage kann ich bloß aus der Einschätzung meiner Familie heraus beantworten - weil meinem Vater sehr viel daran liegen würde, dass alle miteinander reden, und mir im Grunde auch, wenn eben jeder fair angehört wird. Die Person, wegen der das einfach nicht funzen würde, ist - leider - meine Mutter.

Schade, denn wenn sie das Negative zur Kenntnis nehmen würden, könnte ich ihnen auch viel leichter sagen, wie ich die positiven Dinge schätze, die ich von ihnen habe.

Nein, ich habe keine Aversion gegen meinen Vater - wobei er mich auch durch einen bestimmten Filter sieht und das nervt auch z.T. :-(

Aber danke für das Angebot ;-)

@ BenitaB.

Bei Deinem Beitrag steigt mir echt der Blutdruck und ich muss mich gerade sehr beherrschen, nicht ausfallend zu werden. (Aber es geht - ich bin schließlich erwachsen.)

Himmel, Du willst erwachsen sein, gleichzeitig pflegst Du immer noch den Anspruch, geliebt und verstanden zu werden.

Ich werde geliebt. Wow, ja, ich werde geliebt, und ich habe mir auch - seltsamerweise - den Glauben bewahrt, dass auch in puncto Verständnis immer noch was geht. Bei meinem Vater stimmt das glaube ich sogar, bei meiner Mutter... ??? Aber vor sieben Jahren habe ich das mal geglaubt. Da gab es gewisse Anzeichen, die waren schon ein deutlicher Fortschritt. Tja, und dann wollte ich wohl mehr... mehr als man Leuten wie Dir(?) und meiner Mutter zumuten kann.

Jeder Fliegenschiß wird ananlysiert und die Verbitterung in Dir steigt und steigt...

Du klingst genau wie meine Mutter. In möglichst abfälligem Tonfall zu beschreiben, was sie in mir sah, schien ihr oftmals sehr sehr leicht zu fallen. Manche Leute mögen ja diese ruppige Art an sich haben (entweder mit oder ohne ein verschüttetes Feingefühl dahinter), aber ich finde das grob. Da kommen wir glaube ich nicht zusammen. Und außerdem schreibe ich nicht in diesem Forum, um so zu tun, als würde mich das Ungeziefer, um bei dem Bild zu bleiben, nicht stören.

Papa versucht zu verstehen, Mama will es nicht. Fakt. Fakt. Fakt.

S.o. Es hat mal anders ausgesehen. Ich bin da wohl sehr sehr hartnäckig... wie die Labormäuse, die länger am Futternapf warten, wenn sie nicht genau wissen, wann Fressen aus dem Automaten kommt (oder so ähnlich war das doch).

Sei erwachsen und lauf nicht unrealistischen Dingen hinterher. Dann findest Du Frieden.

Spiegelt Dein besserwisserischer Ton eine generelle Lebenseinstellung wider? Wenn man mich kommandiert, reagiere ich normalerweise nicht mit Frieden, sondern sauer. Auch hier >:(

@ Xirain

Danke für Deinen Bericht.

Du hast dich nicht richtig abgenabelt...das solltest du nachholen.

Ich weiß ehrlich nicht, was ich noch tun soll, außer mein Leben zu leben und zu versuchen, irgendwann auch mit dem Bauch und nicht nur mit dem Kopf zu begreifen, dass es auf Ehrlichkeit, die ich für eine meiner besten Eigenschaften halte, immer nur Ablehnung geben wird.

Ich kann auch nicht erklären, warum das gerade mit diesem Menschen so schwer ist und ich kann auch keinen Schalter umlegen, sondern nur mit viel Geduld und Konzentration auf mich selber mein eigenes Leben verfolgen, obwohl mich meine eigene Mutter am liebsten bestrafen möchte dafür, dass ich ihr und mir im Grunde helfen möchte. Gleichzeitig. Das ist einfach schwer.

Sie respektieren, dass die Kinder nun erwachsen sind und eigene Lebenserfahrung haben

Genau. Genau das möchte ich, ob mit oder ohne Supersoftbehandlung. - Wenn man immer schlechtgemacht wird, kann einen das schon runterziehen. Genauso wie bei Mobbing im Büro oder in der Schule. Mit dem Unterschied, dass man Job oder Schule normalerweise wechseln kann. Die Familie dagegen nicht, die kann ich nur verlassen bzw. möglichst den Kontakt zu bestimmten Personen unterbinden.

Achja übrigens findet dieser Abnabelungsprozess gewöhnlicherweise im Jugendlichen-Alter statt. Du sagst selbst, du warst eine vorbildliche Jugendliche. Ich denke du hast den Moment verpasst...

Ich sagte nichts von vorbildlich. Ich sagte glaube ich brav, gut zu haben oder etwas in der Art. Und ja, ich habe mich mit meiner Mutter gestritten, und wie! Demnach (falls das ein Indiz dafür ist) müsste ich viel mehr "abgenabelt" sein als z.B. meine Schwester, aber Gemeinheiten werde ich wohl nie abkönnen.

Ich finde es auch durchaus keine gute Idee gerade dein Herz bei Bekannten deiner Eltern auszuschütten. Das ist sehr verletzend und demütigend für deine Eltern.

Ja. Wenn ich es nicht an die direkte Adresse versucht hätte, müsste ich Dir recht geben. Da ich das aber getan habe und die Reaktion lautete "ich will nichts mehr mit dir zu tun haben" (was sie nicht durchgehalten hat), betrachte ich das, was ich gemacht habe, vielleicht als grenzwertig und würde es nicht wiederholen (auch, aber nicht nur weil es so sinnlos ist) - aber ich habe kein schlechtes Gewissen. Es ist jetzt schwierig zu erklären, ohne in die Details zu gehen, aber für mich war es so, dass ich eine Lüge aufdecken wollte.

Nein, ich würde das jetzt wirklich nicht mehr machen. Weil es mich wirklich nichts mehr angeht. Jetzt schon gleich dreimal nicht.

Danke, Xirain.

@ mousepotato

:)* Ja, das Endergebnis ist hier dasselbe. Ich schätze mal, Dir geht's auch einigermaßen gut damit?

LG

E[motimonaxle


Dass man von seinen Eltern geliebt und verstanden werden möchte hat null mit erwachsen werden/ sein zu tun. Das ist ein Urbedürfnis, das zunächst mal jeder hat, und daran ist grds auch nichts Blödes, Naives oder sonst Unberechtigtes.

:)^

@ LolaX5

Ohne zu wissen, was die Hintergründe des Verstecktwerdens waren, das dich so gestört hat: Wenn du es genauso gemacht hättest, hättest du die die Kommentare deiner Eltern jedenfalls erspart. ;-) Nur weil man gerade jemanden Kennenlern, muss dass doch nicht gleich jeder wissen. Erst recht die Eltern nicht.

Das mit dem Verstecktwerden bezog sich auf einen anderen früheren Partner. Der unsere Beziehung teilweise verheimlicht hat.

Ich bin jetzt auch nicht gerade hausieren gegangen mit dieser Beziehung und wie das bei neugierigen Leuten gerne so ist, bohren sie so lange, bis sie irgendwas erfahren (viel war es ja nicht gerade). Ich fahre lieber nicht die miese Versteck-Nummer von meinem Ex - wenn mich jemand fragt, ob ich einen Freund habe und ich habe einen, dann sage ich das eben.

Ich seh halt nicht ein, warum nervige Verwandtschaft mich zum Lügner machen soll, verstehst Du? Mag ich eben nicht. Wenn sie hinterher einen dummen Spruch klopft, sagt das mehr über ihre Seltsamkeiten aus als über mich, aber wegen sowas verleugne ich nicht (wenn vorhanden) meinen Freund. :-) Naja, zumindest bis jetzt nicht und bisher nicht. Vielleicht lerne ich das ja noch ":/ :-)

LG

L6ola.X5


Das mit dem Verstecktwerden bezog sich auf einen anderen früheren Partner. Der unsere Beziehung teilweise verheimlicht hat.

Ja, das hatte ich verstanden. Ich meinte nur, dass ich seine Gründe ja nicht kenne.

Ich fahre lieber nicht die miese Versteck-Nummer von meinem Ex

Ich bin bei sowas auch sehr verschlossen (weil ich einfach finde, dass mein Privatleben eigentlich niemanden etwas angeht). Ich finde das allerdings nicht "mies" von mir. :|N o:) Ich mag einfach kein Getratsche. Und wenn Leute etwas nicht wissen, dann können sie nicht Tratschen und sich auch keine Meinung bilden. Und genau so mag ich das. :-)

Ich seh halt nicht ein, warum nervige Verwandtschaft mich zum Lügner machen soll, verstehst Du?

Ein wenig. Aber wenn Leute etwas nichts angeht, dann geht es sie nichts an und ich sehe mich nicht verpflichtet zu Antworten, nur weil ich etwas gefragt werden. Ich lüge nicht, aber ich gebe eben keine Auskunft.

aber wegen sowas verleugne ich nicht (wenn vorhanden) meinen Freund. :-) Naja, zumindest bis jetzt nicht und bisher nicht. Vielleicht lerne ich das ja noch ":/ :-)

Klar, dass du machst, was sich für dich richtig anfühlt. Ich wolle nur anmerken, dass Jemanden Verschweigen nicht automatisch mies sein muss und dass es - gerade bei überneugierigen Verwandten, die meinen alles irgendwie kommentieren zu müssen - ein legitimes und vorallem sehr wirksames Mittel sein kann. ;-)

apug2x33


Nur zum Thema Schlüssel: Schloss sofort austauschen und erst danach!!!!! entschieden den Schlüssel anfordern. Sonst ist von dem Schlüssel ein Duplikat gemacht (es sei denn, Du hast eine Spezialanlage und ein Zweitschlüssel ist nur mit deinem Zutun möglich) und nichts ist gewonnen!!

Zu allen anderen Dingen: mit manchen Eltern kommt es nie zu einer Begegnung auf "Augenhöhe"; das Kind bleibt immer das Kind, egal wie erfolgreich es im Leben wird. Also nichts erwarten, was nicht eintreffen kann.

Den eigenen Weg gehen!

miond+s$ternxe


Zu allen anderen Dingen: mit manchen Eltern kommt es nie zu einer Begegnung auf "Augenhöhe"; das Kind bleibt immer das Kind, egal wie erfolgreich es im Leben wird.

Ja.

CJoteSRauvaxge


Ich will nur meinen Schlüssel wiederhaben. Was soll ich denn sonst als ersten Schritt tun, außer zur Herausgabe aufzufordern?

Sorry, aber in dem Punkt "Schlüssel" scheinst du dich nun selbst zu belügen, denn du hattest geschrieben:

(Ich bin langsam am Überlegen, wie ich weiter vorgehe, wenn er auch weitere Aufforderungen ignoriert. Brief vom Anwalt? Schloss austauschen? Andererseits will ich ja, dass er den Schlüssel hergibt, weil er mir sozusagen mit dieser Geste die Macht, mich selbst vor ihr/ihnen zu schützen, zurückgeben würde.)

(fett von mir)

Ich finde, das Schlüsselthema wär was Gutes zum "Üben" ;-)

Wenn du einfach nur das Schloss austauschen würdest, müsstest du dir über Übergriffe in Bezug auf deine Privatsphäre (ein wichtiger Punkt - Thema "Grenzverletzung"!) keine Gedanken mehr machen. Wenn du das nicht kundtust, gäbe es zu dem Thema auch keinen Streit mit deinem Vater. Was ich dir mit meinen Worten vorhin sagen wollte: Du brauchst keine Machtdemonstrationen mit deinen Eltern, die schaden dir nur, und so wie es bisher aussieht bist du da eher auf der Verliererseite. Das brauchst du dir nicht zu geben.

XBir!aLin


Könntest du konkrete Beispiele nennen indenen du dich von deiner Mutter bedrängt/schlecht behandelt fühlst? Und auch wie du dich dann fühlst wäre konkret wichtig...

Vielleicht kann ich dir Ansätze geben mit solchen Situationen besser umzugehen...

Wie gesagt ich hab "Ähnliches" durch. Natürlich ist da jeder Mensch verschieden...

Ein häufiges Beispiel in solchen Situationen ist das Bedrängen am Telefon. Schuld auslösend...

Bei mir lief das so ab: Normales Gespräch, irgendwas regt sie auf, sie fängt an zu schreien, zu zetern und zu meckern, wenn es mir zu bunt wurde schrie ich zurück und entweder legte sie einfach auf (was für alle in Ordnung war) oder ich legte auf, woraufhin ich von meiner Schwester und meinem Vater gerügt worden bin, wie ich das nur tun könne und ich anrufen solle, weil Mama weint. Ich hatte immer das Gefühl in solchen Situationen die "Böse" zu sein.

Letztendlich löste ich dies auf indem ich statt aufzulegen sagte "Ich bin traurig, dass du so mit mir redest, es regt uns beide auf und stresst uns, deswegen möchte ich das Gespräch jetzt beenden und weiter führen, wenn wir beide wieder einen klaren Kopf haben." und legte dann auf. Es ist nicht so, dass es sofort besser wurde...aber irgendwann begriff meine Mutter, dass ich verletzt wurde.

Gerade die Situation mit dem Schlüssel, wäre eine Sache, wo du endlich die Chance hast aus der Kinderrolle zu schlüpfen. Nicht für deine Eltern oder sonstwen...sondern für dich selbst! Du kannst die Verantwortung für dein Wohlbefinden übernehmen. Wechsel das Schloss aus, dann ist das emotional negative aus der Situation raus. Du wünschst dir den Schlüssel zurück, hast das auch wohl mehrmals schon gesagt, es passierte nichts...also kannst du nun eine erwachsene Entscheidung treffen und das selbst in die Hand nehmen ohne abhängig von deinen Eltern zu sein. Tu es, es wird dir gut tun!

E-motBionpaflxe


Tja, also, kleines Update... was das Telefonieren (und überhaupt) betrifft, habe ich ja seit vor Weihnachten nicht mehr mit meiner Mutter gesprochen. Damals hat sie die Hälfte eines Telefonats mit meinem Vater abgelauscht, sich dann zu erkennen gegeben (tiefer Seufzer meines Vaters à la "Oh Mann, nein, jetzt haben wir den Salat") und mich des Lügens etc. bezichtigt. Tja, und am Ende des Gesprächs habe ich ihr meinerseits mitgeteilt, wenn ich mit dir emotional nicht ehrlich sein kann, will ich nichts mehr mit dir zu tun haben. (Das wollte sie ja früher angeblich schon mal nicht, nur sind ihre Aussagen erfahrungsgemäß ungefähr so ernst zu nehmen wie die von einem Kind, das nie mehr in der Nase bohren will :-| ). Angeschrieen habe ich sie dabei übrigens nicht, das ist eh verschwendete Energie.

Seither ruft mich mein Vater ab und zu an (was ich zu schätzen weiß), ich meinerseits ungern bzw. nur zu besonderen Gelegenheiten oder vielleicht abends, wenn eher er ans Telefon geht.

Was den Schlüssel betrifft, so ist er tatsächlich eingeknickt bzw. hat eingewilligt (wie gnädig...), mir den Schlüssel zu übergeben, nachdem ich ihn auf mein diesbezügliches Recht aufmerksam gemacht und (rhetorisch) gefragt habe, was ich denn tun, ob ich dann zum Rechtsanwalt gehen soll, wenn er mich permanent ignoriert. :|N - Ich weiß, dass einige hier definitiv fürs Schloss-Austauschen plädieren, und würde es sich nicht mehr um eine symbolische Sache handeln (bzw. wäre die Entfernung geringer), dann würde ich das auch tun. (So sah ich aber nicht ein, wieso ICH mich verbiegen, ein neues Schloss kaufen, einbauen und fortan mehr Schlüssel mit mir herumschleppen soll, weil meine Elternschaft mein eindeutiges Recht in diesem Punkt nicht zur Kenntnis nehmen will (bzw. wollte).) Wie gesagt, wenn es nicht mehr symbolisch wäre... Und wenn sie doch reingehen würde(n), wäre zumindest klar, dass das alles andere als rechtens ist. :-(

Das Neueste ist, dass mir mein Vater eine Kopie eines Artikels geschickt hat, in dem eine Mutter erklärt, sie sei auch nicht perfekt usw. Fast in so einer Art Gedichtform. Daneben steht in der Handschrift meines Vaters "Ist das eine Gesprächsbasis?" Beim letzten Telefonat vor zwei Tagen stellte es sich genau so dar, wie es schon immer war und wie ich es vorhergesehen hatte: Er will "reden" (was so viel heißt wie, er will, dass sich alle die Pfote geben und wieder lieb sind) und ob ich mich wieder "abgeregt" hätte. Was ich von seiner Seite unverschämt finde, weil er wieder mir die Schuld rüberschiebt an der "Aufregung" - ja nee, is klar. Was den "Mutter"-Text betrifft, finde ich das erbärmlich von ihr - das mag der eine oder andere jetzt kleinkariert finden, aber wenn man weiß, dass die Frau ellenlange Texte und sogar Gedichte philosophischer Natur schreibt (auch sehr gerne handschriftlich), dann erscheint es mir so, als ob sie mir eigentlich gar nichts sagen möchte, jedenfalls nichts von sich. Das würde sie ja verwundbar machen, angreifbar, und das will sie nicht sein. Sie verschanzt sich lieber hinter fremden Texten und hofft, dass ich es ihr abkaufe (was ich nicht tue). Was muss diese Frau für eine Angst vor der Wahrheit haben, vor ihrer und vor meiner... :|N

EGhemsaliger NutAzeKr (#Q568697x)


Er will "reden" (was so viel heißt wie, er will, dass sich alle die Pfote geben und wieder lieb sind) und ob ich mich wieder "abgeregt" hätte. Was ich von seiner Seite unverschämt finde, weil er wieder mir die Schuld rüberschiebt an der "Aufregung" - ja nee, is klar.

Mh - könnte es sein, dass eine Mediation mit Deinem Vater ein erster Schritt wäre? Er ist offensichtlich ein Teil der Struktur und derjenige, der am ehesten offen dafür wäre, weil er möchte, dass sich alles wieder harmonisiert...

M_ic&kflbow


Ich frage mich, was eigentlich dein Ziel ist, die Intention und die Motivation hinter der Emotion, die in deinen Beiträgen zu spüren ist.

1) Möchtest Du "Gerechtigkeit" (was auch immer das in deinem Fall wäre) als Kompensation für deine Vergangenheit?

2) Möchtest Du einen Modus für eine gemeinsame familiäre Zukunft (deines Vaters wegen)?

3) Möchtest Du Rache für die ungerechte Vehandlung in der Vergangenheit?

4) Möchtest Du Unabhängigkeit, mehr bei dir selbst sein, ohne "ihren" Einfluss, ohne weiter unter ihrem Machteinfluss zu stehen?

Zu 1) Um das zu bekommen müsste sich deine Mutter wahrhaftig ändern, das halte ich für eher unrealistisch, sie müsste ihre Übergriffigkeit eingestehen. Warum sollte sie das? Dir zuliebe? Wohl kaum.

Zu 2) Für diesen Modus müsstest Du womöglich akzeptieren, dass Du das unter 1) gesagtes nicht bekommen wirst. Du müsstest sie also wenigstens in einem bestimmten Maß annehmen. Das scheinst Du nicht zu können/wollen. Die Frage wäre auch, warum Du das wollen solltest (eventuell deinem Vater wegen).

Zu 3) Rache zu bekommen würde deine Abhängigkeit nur verdeutlichen und eine Abkopplung nicht unterstützen. Ich sähe das für dich eher noch kontraproduktiver.

Zu 4) Hier sehe ich den eigentlichen Ausweg, solltest Du das tatsächlich wollen. Hier wird dir aber nicht ein Mediator helfen, sondern ein Therapeut. Solange Du deine Mutter als unverzichtbaren Teil deines Lebgns akzeptierst, eine Mediation also mit ihr, solange bestimmt die die Spielregeln. Wenn Du vorhast, sie zu einer Einsicht, zu einer Entschuldigung, womöglich zu einer Wesensänderung zubewegen, solange ist sie der bestimmende Teil für deine Überlegungen, deinen Handlungen (sie hat dich z. B. dazu getrieben, hier diesen Faden zu erstellen).

Du wirst dich entscheiden müssen, ob Du dich dir selbst zuwenden willst, was wenigstens potentiell einer Abwendung von ihr gleichkommt, oder ob Du am gemeinsamen Familienleben festhalten willst, was einer Akzeptanz ihrer Eigenheit und der "Ungerechtigkeit" für gegenüber gleichkommt, womöglich auch einer wenigstens teilweisen emotionalen Abhängigkeit von ihr auf längere Sicht.

Wende dich dir selbst zu, das entzieht ihr den Einfluss auf dich. Und betrachte mal deine heutige Situation aus einer Perspektive. Im Grunde machst Du nichts anderes als sie in der Vergangenheit, Du versuchst sie zu beeinflussen, zu verändern. Sicher sind die Motive dabei andere, aber was gibt dir das Recht dazu? Warum sollte sie dich ändern? Das ist im Kern konfrontativ, womöglich destruktiv. Das was Du aber tatsächlich ändern kannst, das bist Du selbst und deine Einstellung zu all dem. Wenn Du das schaffst, dann hast Du dich tatsächlich ihrem Einfluss entzogen. Mehr wird kaum möglich sein. Mehr braucht es aber auch nicht.

Komm zu dir selbst, sie ändern zu wollen bringt dich nur von dir selbst weg. Das lässt dich in dieser Abhängigkeit ansonsten wie das sprichwörtliche Kaninchen vor der Schlange sitzen.

Manchmal läuft es darauf raus, dass man sich zwischen einer nachhaltigen Lösung des Problem einerseits und Gerechtigkeit andererseits entscheiden muss.

E;moti~onale


Hallo,

ich glaube, der Fadentitel ist mittlerweile etwas missverständlich (ist schon etwas her und nur ein einzelner Gedanke gewesen) und gehört wahrscheinlich eh geändert. Auch ist es so, dass ich wenig Kontakt zu den Eltern habe und dass mir ein "Ändern" meiner Erzeugerin eh fern liegt (die wird es in diesem Leben eh nicht mehr kapieren, da habe ich überhaupt keine Illusionen).

Was im Moment unklar ist, ist glaube ich die Position meines Vaters. Es ist schon unglaublich, wie der an der Vorstellung festhält, eine "Harmonie" forcieren zu können. Ich bin für ihn anscheinend immer noch wie das Fünfjährige, das mit einer gewissen Hartnäckigkeit dazu gekriegt werden muss, die Pfote zu geben. Einwände aus der Richtung "ich möchte das nicht und habe meine Gründe, akzeptiere das bitte" werden immer wieder weggeschoben. :|N

Ich glaube, ich würde mir wünschen, dass wenigstens mein Vater mich ernst nimmt. Von ihr (der Mutter) erwarte ich da nichts mehr, weil da halt eh Hopfen und Malz verloren ist. Sie ist gestört, da geht nichts (jaja, harte Worte, ich weiß %-| ), aber von ihm würde ich mir mehr Akzeptanz wünschen. Ja, vielleicht schlage ich ihm mal so eine therapeutische Sitzung vor - mit uns beiden. Danke für den Vorschlag :-) Das kann uns ggf. nur weiterbringen, im blödesten Fall kommt halt nichts dabei heraus. Es wäre eben ganz schön, wenn auch er die Ist-Situation akzeptiert und damit auch, wenn er das denn will, dass es eben Kontakt zwischen ihm und mir gibt, aber nicht Kontakt zwischen uns allen. Derzeit würde er mich gerne dazu zwingen und das erscheint mir ganz falsch.

Naja, und die Vorschläge von wegen Einzeltherapie - erstens hatte ich das schon und das war auch ganz gut, und zweitens lebe ich ja mein Leben und brauche mir von niemandem mehr an den Karren fahren zu lassen. Es ist nämlich wunderbar, sich dessen bewusst zu werden, dass man sich nicht alles bieten zu lassen braucht. Und auch wenn ich keinen Mann und Kinder, dafür aber seltsame Eltern habe, kann ich trotzdem ein normaler Mensch sein. ;-) Dieses Bewusstsein, normal und stabil zu sein und ein entsprechendes Leben zu leben und eigentlich immer gelebt zu haben, das bewahre ich mir nach Kräften, solange es mir sinnvoll erscheint, und das tut es jetzt. Die ganzen Verunglimpfungen und Verunsicherungen, die mir mein Elternhaus (unter anderem) mitgegeben hat, fallen bei einer Wirklichkeitsprüfung gnadenlos durch. Auch wenn ich meine Schwächen habe - jeder Außenstehende (auch die Therapeutin damals) sagt oder spiegelt mir, dass ich normal lebenstüchtig bin und besondere Sorgen völlig überflüssig sind.

Da sich gerade etwas getan hat in Form von kürzlichem Kontakt mit meinem Vater, habe ich eben ein Update geschrieben.

mPorabaFby


Ich habe kürzlich eine Artikelreihe in der Süddeutschen gelesen, in der es um ähnliche Themen ging und die ich als hilfreich empfunden habe:

[[http://ze.tt/serie-ohne-meine-eltern-warum-kinder-den-kontakt-zu-ihren-eltern-abbrechen/]]

Grundsätzlich sehe ich eine Mediation als sinnvoll an.

Den Kontakt abzubrechen, ohne vorher einen Vermittlungsvorschlag zu machen, ändert an der momentanen Problematik etwas, der Heilungsprozess wird aber gestoppt und nicht vorangebracht.

E:moti}onmale


Welcher Heilungsprozess? (Ich sagte ja schon, der Fadentitel ist wahrscheinlich obsolet.)

Tatsächlich ist es eher so, dass ich seit dem Kontaktabbruch zur Mutter das Gefühl habe, dass ich mich mehr um eine schönere Gestaltung meines Lebens kümmere. Das drückt sich sogar in äußerlichen Dingen aus: Ich habe viel mehr Bilder aufgehängt, Möbel umgestellt (da gab es einige, deren Standort vorher mehr von der Meinung anderer Leute bestimmt war), mehr Pflanzen angeschafft bzw. gesät (und viel Freude daran) etc. Jedes Treffen mit Freunden freut mich und wenn mir jemand was Nettes sagt, kommt das bei mir an und ich habe schon fast aufgehört damit zu rechnen, dass der nächste A...tritt um die nächste Ecke wartet (Offenheit für berechtigte Kritik natürlich vorausgesetzt :-) ).

Ich fühle mich wohl so - ich vermisse nichts! Überhaupt nichts. Ich glaube, ich habe mich den ganzen Ostersonntag nicht einmal gefragt, wie es dort jetzt wohl ist. Nur dass meine Schwester vielleicht hinfährt habe ich mir kurz mal gedacht. Da geht es mir wie vielen der Töchter in dem genannten Link, die erleichtert sind... Ich scheine, ohne das Ganze zerreden zu wollen (ha, da haben wir sie, die Furcht vor der Strafe um die nächste Ecke), mehr Ressourcen zur Verfügung zu haben, seit ich das Kabel mit der "du bist falsch so wie du bist"-Botschaft einfach gekappt habe ]:D

Böse Mädchen kommen eben überall hin.

EZmottAio;nalxe


Was "Vermittlungsvorschlag" betrifft - wenn ich nicht wüsste, dass ich aufrichtiges Feedback gegeben habe und dass meine Eltern auch ganz genau wissen, was ich als verletzend empfunden habe, dann würde ich das jetzt auch glauben, aber: Es gab ich weiß nicht wie oft Feedback von meiner Seite, auch freundlich vorgetragene "Ich-Botschaften" (in meiner Familie väterlicherseits bleibt man gerne freundlich und neutral, wenn es irgendwie geht), nur kann man mit manchen Leuten nicht reden - es geht einfach nicht, weil die so daneben sind, dass sie quasi behaupten würde, dass du ein rosa Elefant bist, wenn das ihre Behauptungen rechtfertigen würde (und wenn das eben das ist, was ihre Behauptungen rechtfertigt, dann bist eben ein rosa Elefant, ganz klar, auch wenn der Rest der Welt dich als normalen Menschen sieht). So ungefähr musst du dir das vorstellen, leider. Also eigentlich ziemlich genau so.

Vom Prinzip her sehe ich das ansonsten genau so wie du, nur dass ich bezogen auf diese Person jetzt schon weiß, dass der Schalter geschlossen ist, so es ihn überhaupt mal gegeben haben sollte.

h<a|lf&devil


mit einer übergriffigen, emotional instabilen Mutter aufzuwachsen, die einen schon terrorisieren konnte, wenn man ihren Geschmack nicht geteilt oder als 16Jährige die Badezimmertür abgeschlossen hat.

So ist meine auch.

Und auch der Rest, den Du beschreibst, erinnert mich an meine Mutter.

Die kannst Du nicht ändern, egal wie Du Dich formulierst oder es versucht.

Die andern haben schon die besten Tips gegeben. Trenn Dich, mach Dein eigenes Ding, arbeite an Dir, ohne Deine Mutter dafür verändern zu müssen. *:)

Deine Mutter ist wie meine, sehr unreif. Das könnte man nur über Jahre ändern, wenn sie wollen würde, aber wozu das? Das brauchst Du nicht, um selbst klar kommen zu können.

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