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Freund meiner Freundin kann mich nicht leiden

E?hemalige/r NutazerQ (#15x)


Oder kann ein Mensch sich so schnell zum Positiven verändern?

Das ist in diesem Fall noch schwerer als sowieso zu beantworten ;-). Denn wir "kennen" ihn nur aus Deiner Wahrnehmung (Seite), und hier auch bis auf wenige Ansätze wissen wir nur, dass Du findest er behandele Deine Freundin schlecht....gut, ihr Ausheulen bei Dir, das häufige Streiten, das spricht dafür, dass es sich nicht um eine gesunde Beziehung handelt. Doch woran genau es liegt, wie das Beziehungsmuster aussieht - das kann nur mindesten Einer der Beiden beantworten.

Aber eine allgemeingehaltene Antwort:

Nein, ein Mensch kann sich nicht schnell ändern wenn es um tieferliegende Verhaltensmuster geht. Aber er kann einen Anfang machen, bereit sein sich zu ändern. Und mehr darf man da für den Anfang auch nicht erwarten, da muß man Geduld haben.

Ich meine damit, dass sie verliebt ist und das sie jemanden an ihrer Seite hat.

Wieso braucht man Jemanden an seiner Seite wenn man verliebt ist?

M[yDIecezmber


Wieso braucht man Jemanden an seiner Seite wenn man verliebt ist?

Die Frage verstehe ich nicht ganz.

Nein, ein Mensch kann sich nicht schnell ändern wenn es um tieferliegende Verhaltensmuster geht. Aber er kann einen Anfang machen, bereit sein sich zu ändern. Und mehr darf man da für den Anfang auch nicht erwarten, da muß man Geduld haben.

Ja so sehe ich das auch. Laut ihrer Aussagen hat er wirklich krasse Seiten (z.b. böse werden mit schlimmen Beleidigungen und im nächsten Augenblick "es tut mir leid, ich liebe dich doch") Sie waren/sind erst seit einem halben Jahr zusammen. Hatten wohl währen der letzten Monate nur 3 Mal Sex und wenn dann nur, weil eine Versöhnungen anstand. (Schlimm das ich das überhaupt weiß %-| )

Ich finde das für den Beginn einer Beziehung wirklich nicht gesund und das sind auch keine guten Voraussetzung für eine "ich werde mit dir alt" Beziehung. Beide sagen aber immer "wir schaffen das, wir kriegen das zusammen hin, wir werden zusammen alt"... Es tut mir leid, aber bei solchen Aussagen kommts mir dann hoch.

Ich möchte mich bei euch mal bedanken, dass ihr mir zuhört/mich lest. @:) Ich weiß auch nicht wohin sonst mit diesem Ballast, den ich eigentlich nicht haben möchte. Dennoch ist er da und ich weiß nicht, wie ich ihn möglichst schnell wieder los werde. Also danke für alles x:)

I@ndi2vidFualisxt


Gegen morbide Abhängigkeit kommt man nicht an. Die Befreiung kann nur von ihr selbst ausgehen, denn nur dann ist es ein authentisches Stück Selbstbehauptung. Innere Freiheit entsteht nur dadurch, dass man sie sich nimmt, nicht anders. Vielleicht ist es ein positives Zeichen, dass sie schon mal den Trennungsschritt gewagt hat, selbst wenn sie anschließend wieder eingeknickt ist. Ein nützliches Stück Selbsterfahrung war es allemal, auch wenn ihr Fokus vor lauter Bedürftigkeit vermutlich ein anderer ist. Aber es zeigt zumindest: es "arbeitet" in ihr. Dass es dabei auch Rückschläge gibt, sollte eigentlich niemanden verwundern.

Wenn ich so einer Freundin helfen möchte, würde ich mich nicht komplett raushalten. Ich wäre jederzeit da, um ihr solche positiven Aspekte aufzuzeigen, ihre "starke" Seite zu bestätigen und zu ermutigen. Aber ich würde diesbezüglich natürlich nur aufgreifen, was von ihr selbst kommt, jedoch nicht an ihr "ziehen" und versuchen, sie zu irgendwas bewegen zu wollen. Denn das enthielte ja die indirekte Botschaft, dass es ohne Fremdantrieb nicht geht, würde also eher ihre "schwache" Identität bestätigen.

Wenn Sie wieder über Streits erzählt, würde ich teils sagen, teils nur denken: wir drehen uns im Kreis. Du kennst meine Meinung, mehr kann und will ich dazu nicht sagen. Ich möchte mir das auch nicht mehr anhören, denn damit würde ich es ja indirekt als betrachtens- und diskussionswürdig hinstellen. Ist es aber nicht, denn es ist nur eine Wiederholung eines immer wieder gleichen Musters. An dieser Wiederholung möchte ich nicht beteiligt sein, denn damit würde ich ja in gewisser Weise noch zur Krücke für Deine marode Beziehung. Wenn es darum geht, aus diesem Muster auszusteigen, kannst Du jederzeit auf meine Unterstützung zählen, aber dafür, es mitzuspielen, stehe ich nicht zur Verfügung.

Will sagen: das "Raushalten" sollte, wenn Du ihr helfen möchtest und auch die Kraft dazu hast, keine Komplettverweigerung, kein im Stich lassen sein, sondern "nur" eine Weigerung, bei unproduktiven Mustern mitzuspielen. Hingegen kannst Du ihr gern die Hand reichen, wann immer sie da auszusteigen versucht. Eigene Klarheit und Differenziertheit ist natürlich eine wesentliche Voraussetzung, um dabei die richtigen Grenzen zu ziehen.

Dass Du so Fragen stellst wie, ob ein Mensch sich so schnell ändern kann, lässt mich ein wenig daran zweifeln, ob Du selbst diese Klarheit und den nötigen inneren Abstand besitzt.

BVriUellia 1x9


Hallo liebe TE,

ich habe nun deinen kompletten Faden gelesen und bin zu dem Entschluss gekommen, dass du im Grunde genauso beratungsresitent wie deine Freundin bist. Ihr fallt beide in eure alten Muster zurück bzw. brecht garnicht erst aus.

Wieso lässt du dich immer und immer wieder von deiner Freundin um den Finger wickeln (was du im übrigen bei ihr kritisierst) und sprichst mit ihr über die Beziehung? DU musst dahingehend an dir arbeiten. Das hat in meinen Augen nichts mit "Ich kann sie nicht so unglücklich sehen" zu tun. Da haben die anderen User schon Recht: SIE begibt sich freiwillig im diese Lage. SIE macht sich selbst unglücklich.

Dieser Faden ergibt im Prinzip ( entschuldige wenn ich das so schreibe) keinen Sinn, da du dich immer wieder dort einmischen wirst so wie deine Freundin immer wieder zu ihrem Freund zurückkehren wird. Diese Erkenntnis müsstest du allerdings erst für dich gewinnen.

Liebe Grüße

BLrie8llax 19


Was ich vergessen habe: Eigene Beziehungsmuster mit anderen, besonders der deiner Freundin zu vergleichen, ist absolut sinnlos.

EGhemaligger GNutzer x(#15)


Individualist

:)^

MyDecember

Die Frage verstehe ich nicht ganz.

Der Dialog war so:

Ich sollte ihr doch eigentlich Glück gönnen. Oh je

Ihr Glück - ja sicher.

Aber davon ist doch hier gar nicht die Rede, oder?

Ich meine damit, dass sie verliebt ist und das sie jemanden an ihrer Seite hat.

Wieso braucht man Jemanden an seiner Seite wenn man verliebt ist?

Es geht mir hauptsächlich um das Wörtchen "brauchen" an dieser Stelle. Denn natürlich ist es schön wenn man sich mitteilen kann - egal ob nun verliebt oder nicht ;-), aber was hat es mit "nicht das Glück gönnen" zu tun, wenn man sich selbst nicht der Belastung aussetzen will die sich ein anderer Mensch (freiwillig!) antut? Nur weil er verliebt ist?

MnorwitzR271


MyDecember

Dein "Problem" gibt es glaube ich öfter: nämlich, dass sich eine Frau bei ihrer Freundin ausweint über ihren Partner, ihn auch schlecht macht.

Wobei ich denke, Probleme in einer Beziehung gehören nicht nach außen. Es sei denn, sie will sich echt und wirklich trennen und braucht Hilfe.

Aber hier ist es wohl so, dass sie ihre Probleme "gerne" mit ihren Freundinnen teilt. Nicht wegen Hilfe, sondern um sich auszuweinen.

Du solltest dich mal fragen, ob (mit wenigen Ausnahmen) deine Hilfs-Tips geholfen haben oder umgesetzt worden sind, sodaß du sagen kannst: das Gespräch hat ihr nachhaltig geholfen.

Eine Freundin meiner Frau begann viele Gespräche so: "Ich muss dir mal über unsere Ehe erzählen..."

Das würde ich einfach unterbinden. Oder habt ihr sonst keine oder wenig Gesprächsthemen?

Und eine große Gefahr bei solchen Gesprächen ist (ich weiß nicht, ob es schon thematisiert wurde), dass beim nächsten Streit deine Freundin sagt: Übrigens - Sonja und Inge und Eva sind auch der Meinung, dass du mich schlecht behandelst.

Auch deshalb wäre ich mit Wertungen (da du ja nur eine Seite hörst) sehr vorsichtig.

Es muss doch möglich sein, nett sich zum Kaffee zu treffen und über vieles Interessante zu reden, ohne über den Partner zu lästern.

Wenn nicht: sind solche Treffen für mich unsinnig.

MNyDZece=mbKexr


Danke für eure Antworten. Ihr habt völlig Recht und ich sehe das genauso:

Eine Freundin meiner Frau begann viele Gespräche so: "Ich muss dir mal über unsere Ehe erzählen..."

Das würde ich einfach unterbinden.

Das habe ich auch vor. Natürlich haben wir auch viele andere interessante Themen zu bereden.

Dieser Faden ergibt im Prinzip ( entschuldige wenn ich das so schreibe) keinen Sinn, da du dich immer wieder dort einmischen wirst so wie deine Freundin immer wieder zu ihrem Freund zurückkehren wird. Diese Erkenntnis müsstest du allerdings erst für dich gewinnen.

Danke, da muss ich dir zustimmen. Das ist blöd von mir gewesen und ich möchte das nicht mehr. Ich brauch(te) diesen Faden, um diesen Ballast, der ja eigentlich nicht meiner ist, mal irgendwo abzulegen. Ich möchte mir da auch keinen mehr aufbürden. Ich habe ihr gesagt, dass sie, falls sie einen Rat möchte, mich gern fragen kann und auch zu mir kommen kann, wenn sie Hilfe braucht. Ich von ihr aber keine Storys mehr hören möchte im Sinne von "wir haben gestritten, aber er war dann wieder so lieb zu mir"

Eigene Beziehungsmuster mit anderen, besonders der deiner Freundin zu vergleichen, ist absolut sinnlos.

Hmm... ja und nein. Ich vergleiche sie deshalb, weil sie mich gefragt hat, wie ich mich verhalten würde. Aber das habe ich ja nicht mehr vor.

Dass Du so Fragen stellst wie, ob ein Mensch sich so schnell ändern kann, lässt mich ein wenig daran zweifeln, ob Du selbst diese Klarheit und den nötigen inneren Abstand besitzt.

Die Frage war wohl eher rhetorisch gemeint.

Folgenden Satz möchte ich nochmal aufgreifen:

Und eine große Gefahr__ bei solchen Gesprächen ist (ich weiß nicht, ob es schon thematisiert wurde), dass beim nächsten Streit deine Freundin sagt: Übrigens - Sonja und Inge und Eva sind auch der Meinung, dass du mich schlecht behandelst.

Ich weiß, dass sie das auch tut. Klar, dass er sich dann ungerecht behandelt fühlt und wütend wird. Als sie mir das erzählte, habe ich ihr auch geraten, dass sie solche Sätze doch unterlassen sollte. Er würde dies aber genauso tun. Ja keine Ahnung. Ich persönlich finde das schrecklich, aber ich will mich von diesem Thema wirklich distanzieren, denn ich habe nicht mehr die Kraft, ihren Ballast zu ertragen.

Ich hoffe, ich darf dennoch hier über dieses Thema weiterschreiben und mir eure Ratschläge anhören?

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