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Jemanden einen Korb geben - wie macht man es richtig?

IXn)day hat die Diskussion gestartet


Mein Problem ist folgendes: Mir passiert es immer mal wieder, dass sich Männer für mich interessieren, die ich aus verschiedenen Gründen uninteressant finde. Oft sind das dann auch Männer, die ich sympathisch finde und mit denen ich mich gut verstehe, aber irgendwann lässt es sich dann nicht mehr verleugnen, dass ihr Interesse in eine andere Richtung geht als meins.

Und an diesem Punkt weiß ich einfach nicht, wie ich mich verhalten soll. Bzw. verpasse ich diesen Punkt dann auch oft, weil ich hoffe und mir einrede, dass sie es eben doch nur freundschaftlich meinen.

Inzwischen vermeide ich am Liebsten jeglichen näheren Kontakt zu Männern, damit es nicht so weit kommt - aber das kann es ja auch nicht sein?

Ein Beispiel: Vor einiger Zeit habe ich beim Sport jemanden kennengelernt, mit dem ich mich ein bisschen unterhalten und auch gut verstanden habe. Ich habe schon gemerkt, dass er mich interessant findet - ist ja erstmal auch nicht schlimm. Irgendwann fragte er mich dann aber - vor 5 anderen Leuten - ob ich nicht mal mit ihm essen gehen will. Ich sagte ja, um nicht eine super peinliche Situation für ihn und mich entstehen zu lassen. Später hat er mich dann noch nach meiner Nummer gefragt - vermutlich hätte ich ihm spätestens da sagen müssen, dass ich eigentlich keine Lust auf ein Date mit ihm habe - aber wie? ":/

Ganz aktuell hat mich heute einer meiner Dozenten angesprochen, dass er sich gerne mal mit treffen würde, um mehr über meine (relativ ungewöhnlichen) beruflichen Erfahrungen zu hören. Jetzt mache ich mir schon wieder einen Kopf, wie das wohl gemeint ist und wo der Punkt wäre, an dem ich die Bremse ziehen müsste. Ein gemeinsames Mittagessen in der Mensa wäre für mich noch akzeptabel, aber alles was darüber hinaus geht? Und wie sage ich ihm das, ohne ihn unnötig vor den Kopf zu stoßen? Meine Angst ist da auch irgendwo, jemandem etwas zu unterstellen, was derjenige gar nicht so gemeint hat. Oder, dass es dann eben so hingestellt wird und ich letztendlich "die Doofe" bin.

Das klingt wohl alles ziemlich unbedarft für eine 29-jährige, aber irgendwie scheint das "Korb geben" eine soziale Fähigkeit zu ein, die mir einfach abgeht. Ich würde mich sehr über Tipps oder eigene Erfahrungen freuen!

Antworten
PXytOhonxist


Wie ich abgelehnt werden wollte: genau mit dem Text, den du da geschrieben hast. Also: schaffe die Situation, wo ein Reden unter den 2 Betroffenen (dem anderen und dir) möglich ist und rede über deine Zweifel und Bedenken, und die von deiner Seite vorhandene Sympathie aber auch ihre Grenzen.

Naja, und mache deine Einschränkungen und Abgrenzungen gleich: gern ein Essen - in der Mensa. Die "Doofe" bist du in den Augen eines Verliebten nie. :-) Höchstens dann, wenn er seinen verliebten Blick wieder verändert hat und dann eine distanziertere Einstellung braucht, damit sich die Gefühle auch wieder "zurückbilden". Genau so für Männer mit sexuellem oder Beziehungsinteresse.

Ich glaube, es gibt so "Everybody's darling"s (oder Most people's darlings), die einfach wirklich universell durch ihre Aussehen und Art auf unheimlich viel Sympathie, vielleicht auch sexuelles oder Beziehungsinteresse stoßen. Und du schreibst ja, dein Interesse an einem Kontakt an sich ist auch da, aber auf einer Sympathie-Ebene und der des guten Verstehens, und eben nicht weiter. Es wird deine Aufgabe bleiben, das deutlich zu machen, wo deine Grenzen sind. Und diese Differenzierung eben auch zu kommunizieren. Auch wenn es sich für dich wie andere vor den Kopf stoßen anfühlen mag.

Inzwischen vermeide ich am Liebsten jeglichen näheren Kontakt zu Männern, damit es nicht so weit kommt - aber das kann es ja auch nicht sein?

Ja, das fände ich auch eine traurige Entwicklung.

Ich glaube, dass solche sagen wir mal Inkompatibilitäten (eine Seite will mehr als die andere Seite) allgemein ziemlich häufig vorkommen. Die Grundlage wäre, dass du weißt, was du willst und das auch deutlich machst. Mal freundlich und respektvoll, und gegenüber aufdringlichen oder dreisten Männern auch mal deutlich und entschlossen in der Sprache, die sie verstehen. Selbst der sozialste Mensch braucht da ein gewisses Anpassungsverhalten, sonst hat er gegen unsoziales Verhalten anderer nämlich keine Pfeile mehr im Köcher. Trau dich, in seinen Augen dann eben auch mal "die Doofe" zu sein. :-)

Das klingt wohl alles ziemlich unbedarft für eine 29-jährige

.

:)z Aber da kenne ich auch andere, du bist also nicht die einzige. :=o

Und schon aus deinem Text finde ich, kommt unterschwellig ein Wunsch nach Schutz und Schutzbedürfnis heraus. Etwas, das zumindest manche Männer ziemlich motiviert, dir diesen Schutz geben zu wollen. Etwas, was du doch aber genau nicht willst!

Einer Frau mit der Aussage: "dem hau ich ans Schienbein, dann kann er sich seine Gefühle in die Haare schmieren" wäre das nicht passiert. Nur mal so laut gedacht. ;-)

A\mentaz9


Ein gemeinsames Mittagessen in der Mensa wäre für mich noch akzeptabel, aber alles was darüber hinaus geht?

Ich verstehe, dass man manchmal den Moment verpasst, "Nein" zu sagen oder die Sitation gleich zu klären. Das ist doof, aber passiert. Wenn ein Treffen dennoch in Ordnung für dich ist und du nicht klar sagen kannst, was du willst, würde daher recht offen mit dem Thema umgehen. Und die Sitation zu deinen Gunsten drehen. Ich würde nicht warten, bis dein Dozent einen Treffpunkt vorschlägt, sondern von dir aus z.B. die Mensa oder einen Ort an dem du dich wohl fühlst, aussuchen. Dann fühlst du dich nicht eingeengt und als wäre dir was aufgedrückt worden, sondern du hast "die Zügel in der Hand". Wenn du nach deinen Regeln spielst, fühlst du dich auf jeden Fall besser.

vermutlich hätte ich ihm spätestens da sagen müssen, dass ich eigentlich keine Lust auf ein Date mit ihm habe - aber wie?

Das hätte ich vielleicht ebenfalls nicht hin bekommen und aus Gutmütigkeit einem Treffen zugestimmt. Eigentlich "falsch", denn warum jemandem Hoffnung machen, für den man nicht mehr empfindet. Ich glaube, dass solltest du immer im Kopf behalten. Bitte nicht falsch verstehen, du stimmst einem Treffen aus den falschen Gründen zu: du möchtest ihn nicht vor den Kopf stoßen, weshalb du einem Treffen zustimmst. Im Grunde aber macht er sich dann Hoffnung, weil du dich triffst und interpretiert mehr in die Situation rein, die du vielleicht von Anfang an nicht siehst. Wäre es nicht fairer, ihm unter diesem Gesichtspunkt gleich zu sagen, dass du kein Interesse hast? Ich weiß, dass es nicht einfach ist, aber vielleicht geht es mit diesem Wissen leichter, es gleich anzusprechen.

Meine Angst ist da auch irgendwo, jemandem etwas zu unterstellen, was derjenige gar nicht so gemeint hat. Oder, dass es dann eben so hingestellt wird und ich letztendlich "die Doofe" bin.

Auch das kann ich nachvollziehen - man will nie jemandem etwas unterstellen. Auf der anderen Seite muss man die Situation ja auch erstmal kennen lernen. Dein Dozent hat vielleicht wirklich ein größeres Interesse an deiner Arbeit, dein Sportfreund vielleicht ein größeres an dir. Ich denke, du musst auf dein Bauchgefühl hören, wie du die Lage einschätzt. Sofern ein Treffen auf freundschaftlicher Ebene läuft, kann man damit wieder besser umgehen, als wenn es zu persönlich wird. Und sollte es dann doch zu intim werden, was von deiner Seite aus nicht gewünscht ist, dann sag es auch!

Mal freundlich und respektvoll, und gegenüber aufdringlichen oder dreisten Männern auch mal deutlich und entschlossen in der Sprache, die sie verstehen.

Das kristallisiert sich schnell raus, sodass du nicht "die Doofe" bist.

Wie Pythonist schreibt, ist es denke ich wichtig, einfach offen zu sein und ehrlich über seine Gedanken zu sprechen. Ich bin am leichtesten damit gefahren, es direkt anzusprechen, als ewig zu überlegen, wie ich aus der Nummer raus komme. Das ist für dein Gegenüber vielleicht nicht das, was er hören wollte. Aber wenn du es respektvoll sagt, dann wird derjenige dir keinen Strick draus drehen und dir weiterhin Respekt und hoffentlich auch Freundschaft entgegen bringen.

Davon abgesehen: da du in unserem Hibbel-Faden mitschreibst, gehe ich davon aus, dass du einen Partner hast? Wenn dem so ist, dann kann man das ja auch mal "unauffällig" einbringen (indem man eine Story aus dem Urlaub/WE/letztem Restaurantbesuch spricht, bei dem man mit seinem Partner zusammen war). Dann könnte sich das eine oder andere auch von selbst erledigen?

Das klingt wohl alles ziemlich unbedarft für eine 29-jährige, aber irgendwie scheint das "Korb geben" eine soziale Fähigkeit zu ein, die mir einfach abgeht.

Das empfinde ich nicht so. Es spricht meiner Meinung nach eher dafür, dass du dir Gedanken über die Thematik machst. @:)

EshemaligeWr NutXzer\ (#5!6869x7)


Das einfachste ist früh genug den eigenen Partner "aufleuchten" zu lassen. Wenn keiner da ist braucht es etwas Selbstehrlichkeit: bin ich wirklich schon sicher dass ich nichts will oder kokettier ich grad gern mit ihm weils meinem Ego gut tut? Wenn letzteres dann wirklich schnell damit aufhören und sich mal an die eigene Nase fassen - irgendwie haben wir doch alle schon mal die Situation erlebt unglücklich verliebt gewesen zu sein. Da haben wir uns doch auch gewünscht das der andere - wenn er klar weiss was er will - sagt was Sache ist : wenn keine Chance dann besser gleich wissen als später.

Irgendwann fragte er mich dann aber - vor 5 anderen Leuten - ob ich nicht mal mit ihm essen gehen will. Ich sagte ja, um nicht eine super peinliche Situation für ihn und mich entstehen zu lassen.

Kommt darauf an was zu Dir passt. Ich würde wohl was flapsiges antworten wie: Sorry - essen hab ich gänzlich aufgegeben. Und wenn er weiter nachhakt - vor anderen - eher "sorry bin zu beschäftigt" und wenn er immer noch nicht aufgibt (solche gibts auch) und weiter vor der ganzen Truppe bleibt - "Nein ich möchte nicht allein mit Dir ausgehn -tut mir leid." Er hat die Situation vor den anderen geschaffen und wenn er 2 mal Zaunpfahl nicht versteht, dann geht nur noch die Breitseite. Seine Wahl.

Wenn er dich allein anspricht hilft sanft aber klar also was in der Art - ich find ich als Kumpel echt in Ordnung, aber mehr wirds zwischen uns von meiner Seite aus nicht werden - da bin ich ganz sicher. Ich steh einfach auf ganz andere Typen. Tut mir leid. Willst Du trotzdem noch essen gehn? Getrennte Kassen?

Dann liegt der Ball in seinem Spielfeld.

Ganz aktuell hat mich heute einer meiner Dozenten angesprochen, dass er sich gerne mal mit treffen würde, um mehr über meine (relativ ungewöhnlichen) beruflichen Erfahrungen zu hören.

Fände ich die einfachste Situation. Da würde ich bei einsem "Sie" Dozenten einfach sagen: Ah - ja wir können da gern in größerer Runde drüber reden. Vielleicht wissen Sie ja auch noch jemanden den das interessiert. Mir fällt auch noch der eine oder andere ein, der zu diesem Thema andere Erfahrungsaspekte einbringen könnte. Das gäbe sicher einen fruchtbaren Austausch. Könnten wir uns da nach der nächsten Vorlesung/Übung/whatever vielleicht nochmal über einen *Mittwochs* oder *Donnerstags*termin dazu unterhalten? Geht das bei Ihnen zeitlich nach *16:00*?

Faustregel: Wenn jemand etwas fachliches /hobbymässiges vorschiebt ohne konkreter zu werden immer andere Leute dazu einladen oder auf einen Blog verweisen oder etwas in der Art. Wer nicht Farbe bekennt dem musst Du auch nichts aufs Butterbrot schmieren. Nimm das Thema was Du angeboten bekommst und füll es mit zusätzlichen Leuten oder Terminen wo man das zu mehreren macht. (mit mir wollte mal einer allein meditieren, weil ihn das so interessiert hat - hab ich natürlich auch in die Gruppe geschoben und ihm auch so mitgeteilt. Er kam nicht trotz Zusage, was aber ok ist. So hat er sein Gesicht gewahrt und ich auch).

PbyTtho~naixst


Das gäbe sicher einen fruchtbaren Austausch.

Einen "fruchtbaren Austausch", so so, wessen Unterbewusstsein spricht da. ]:D Vielleicht würde eine "interessante Debatte" ja besser passen. ;-D

"Könnten wir uns da nach der nächsten Vorlesung/Übung/whatever vielleicht nochmal über einen *Mittwochs* oder *Donnerstags*termin dazu unterhalten?"

Und so Wir-Formen sollte sie vermeiden, wenn das irgendwie geht.

Abseits dieser meiner Spitzfindigkeiten: finde ich den Vorschlag, das dann in eine Gruppe zu schieben und selbst die Art und Umstände des Treffens festzulegen, aber sehr passend.

Allerdings fand sie selbst es in einer Gruppe auch immer noch für sie unangenehm, wie sie ja schrieb:

Irgendwann fragte er mich dann aber - vor 5 anderen Leuten - ob ich nicht mal mit ihm essen gehen will. Ich sagte ja, um nicht eine super peinliche Situation für ihn und mich entstehen zu lassen.

Insofern ist das Gruppen-Ding vielleicht nicht so ihre Sache, denn sie sieht die Gruppe (zumindest im Fall) ja nicht als Schutz, sondern eher als naja, Bedrohung, das dann dieser "Gesichtsverlust" nicht nur vor einer Person stattfindet, sondern vor der ganzen Gruppe. Ihr Mut zur Ablehnung könnte also in einer Gruppe geringer sein als in einer Zweier-Situation.

Die Sache mit dem "Partner durchscheinen lassen", naja die klingt recht unselbständig finde ich. Als wäre der Partner der Grund oder die behindernde Instanz, kann also gewertet werden als "Ich möchte ja, aber der Freund behindert mich." Dann lieber soll sie selbst Verantwortung übernehmen. Ein "Ich möchte das nicht." ist da ziemlich viel klarer und dann ergänzen um ihren Wunsch. Am besten aktiv in eine Richtung lenken, die ihr passt, wie du es schon sagtest.

E~hemaligeMr NutzMer (#5q6869x7)


Wenn der andere schon weiss das ich verpartnert bin ist das natürlich sinnlos. Wenn er es nicht weiss und sich selber sonst bedeckt hält finde ich es wichtig im zu signalisieren: besetzt - das ist für mich auch ein "zu meinem Partner stehen" und für ihn womöglich die schmerzloseste Variante um schnell weiter zu ziehn.

Treffen von einem one on one in eine Gruppe zu schieben ist doch was ganz anderes als vor eine gruppe um ein one on one Treffen gebeten zu werden?! Ersteres geht immer. Sicher auch für Inday, sollte sie nicht doch irgendwie Interesse daran haben angehimmelt zu werden ;-).

E7hemal6iger TNutzmer (^#568697)


Wenn der andere schon weiss das ich verpartnert bin ist das natürlich sinnlos. Wenn er es nicht weiss und sich selber sonst bedeckt hält finde ich es wichtig im zu signalisieren: besetzt - das ist für mich auch ein "zu meinem Partner stehen" und für ihn womöglich die schmerzloseste Variante um schnell weiter zu ziehn.

Das mach ich natürlich nicht mit Männer, die ich schon länger in irgendeinem Zusammenhang kenne und die mir irgendwo unter 4 Augen ein "Du - lass uns mal zusammen was unternehmen" Gespräch antragen. Da sag ich dann schon das ich - selbst wenn ich solo wäre - keine Zukunft sehe und wenn ich denjenigen länger kenne und er unbedingt wissen will warum ich das so kathegorisch ablehne auch tatsächlich das was mich bewusst an ihm stört. Das muss er aber wirklich wollen - sonst seh ich keinen Sinn darin.

ZywerOgelxf2


Das klingt wohl alles ziemlich unbedarft für eine 29-jährige, aber irgendwie scheint das "Korb geben" eine soziale Fähigkeit zu ein, die mir einfach abgeht.

Ich persönlich finde nicht, dass das vom Alter abhängig ist. Mit dem Korb geben klappt das ganz gut bei mir. Nicht Interesse kann ich klar kommunizieren. Aber dafür fehlt mir die soziale Fähigkeit (um mal bei deiner Wortwahl zu bleiben) Grenzen zu setzen, wenn mich ein Freund so anfasst, wie man es nicht erwarten würde. Meine persönliche Grenze also missachtet. Und ich bin viel älter als du. Wovor haben wir also Angst?

Obwohl ich es in deinem Falle eher menschlich finde und sensibel. In meinem dann eher ganz schön blöd. Aber ich arbeite ja dran.

Besser spät als nie.

Ich finde wichtig, dass man immer ehrlich gegenüber dem anderen ist und es offen ausspricht. Fürchtest du dich vor der Reaktion des Gegenübers?

E1hemaliger 1Nut%zer (0#59x9107)


Meiner Erfahrung nach, wird es immer "hässlich", wenn es nötig wird direkt zu sagen, dass ich kein weitergehendes Interesse habe. Ich könnte mich an keine Situation erinnern, in der der andere da nicht wahlweise rumgejammert hätte oder mich hätte umstimmen wollen (und da das nicht ging, ich meinte mein Nein ja so, wie ich es gesagt hatte, am Ende beleidigt war oder mich emotional zu erpressen oder zu beschimpfen versucht hat). Kam zwar nicht häufig vor, aber in mich verliebte Menschen sind mir seitdem verhasst; ich weiß nicht, warum da in deren Gehirn irgendwas auszusetzen scheint. Die haben ein großes Problem, die Realität anzuerkennen. ... Alle anderen haben das dagegen wortlos verstanden, dass mehr bei mir nicht drin ist.

ZDwegrgelxf2


_Vast_

Menschen sind unterschiedlich und so auch ihre Reaktionen auf einen Korb. Ich denke, wir alle haben da so unsere Erfahrungen gemacht. Von akzeptieren, umstimmen wollen bis stalken ist da alles drin...

EBhemaligLer NuAtzewr (#599Z10x7)


Ja, ich wollte damit auch nur darauf hinaus, dass man zwar einen Krob "richtig" geben kann, aber dass es nicht von einem alleine abhängt, wie das dann abläuft. Soweit ich die TE verstanden habe, möchte sie ja gerade größere Szenen und öffentliche Aufmerksamkeit bzw. Aufmerksamkeit vor einer gemeinsamen Gruppe vermeiden.

Hierüber würde ich nochmal nachdenken:

aber irgendwann lässt es sich dann nicht mehr verleugnen, dass ihr Interesse in eine andere Richtung geht als meins.

Und an diesem Punkt weiß ich einfach nicht, wie ich mich verhalten soll. Bzw. verpasse ich diesen Punkt dann auch oft, weil ich hoffe und mir einrede, dass sie es eben doch nur freundschaftlich meinen.

Warum ist es dir so wichtig zu "übersehen"/nicht wahrhaben zu wollen, dass diese Männer den Kontakt eben nicht freundschaftlich meinten? ... Und warum ziehst du nicht deine Konsequenzen daraus, wenn du - wie du sagst - das nicht mehr verleugnen kannst? Du willst ja gerade nicht das, was die wollen.

Wenn du an und für sich bereit wärest auf freundschaftlicher Basis mit denen z.b. Essen zu gehen, aber schon ein ungutes Gefühl hast, dann würde ich auf dein Gefühl/deine Intuition hören und die Essenseinladung ablehnen. Das kannst du ja auch vor der Gruppe ruhig und höflich tun. Du bist nicht verpflichtet, dich so zu verhalten, dass es dem anderen gut geht und dessen Bedürfnisse erfüllt werden. Dabei bleibst du nämlich auf der Strecke. Und dass es dir evtl. unangenehm sein könnte, vor der ganzen Gruppe gefragt zu werden, ob du mal mit ihm Essen gehen möchtest, hat den Jungen z.B. auch nicht davon abgehalten, dich zu fragen. Weil er seinen Interessen folgt anstatt deine vermuteten Interessen höher zu gewichten. Das ist an sich auch völlig ok. Nicht ok wäre es, wenn er mit einem Nein deinerseits dazu nicht umgehen kann und das dann an dir auslässt.

Du kannst natürlich - aber nur wenn du dabei wirklich ein gutes Gefühl hast - so eine Essenseinladung etc. annehmen und vorsorglich klarstellen - mehr oder weniger direkt - dass das für dich kein Date ist und deinerseits nur freundschaftliches/bekanntschaftliches Interesse besteht und zukünftig bestehen wird. Ob der andere das insgeheim respektieren will, ist eine Frage, die du nicht in der Hand hast. Manche wollen das nicht respektieren, sagen aber ggf. dir gegenüber erstmal was anderes, um einen Fuß in der Tür zu behalten. Das ist aber nicht dein Problem, wenn du bei dir bleibst und weißt und vertrittst, was du möchtest.

EahemapligeUr Nuxtzer (D#599107x)


Du kannst natürlich - aber nur wenn du dabei wirklich ein gutes Gefühl hast - so eine Essenseinladung etc. annehmen

Dazu kamen hier ja auch von anderen gute Tipps. Auch wie du das erstmal subtiler klarstellen könntest.

I$ndaxy


Hallo ihr Lieben,

vielen Dank für eure ausführlichen Antworten! Hier ist ja eine lebhafte Diskussion entstanden! Ich versuche mal, der Reihe nach auf alles einzugehen.

Phytonist

Ich glaube, du hast dir, anhand des kurzen Textes tatsächlich schon ein recht zutreffendes Bild von mir gemacht.

Naja, und mache deine Einschränkungen und Abgrenzungen gleich: gern ein Essen - in der Mensa. Die "Doofe" bist du in den Augen eines Verliebten nie. :-) Höchstens dann, wenn er seinen verliebten Blick wieder verändert hat und dann eine distanziertere Einstellung braucht, damit sich die Gefühle auch wieder "zurückbilden". Genau so für Männer mit sexuellem oder Beziehungsinteresse.

Wenn ich ehrlich bin, ist das wahrscheinlich auch etwas, wovor ich unterbewusst Angst habe. Dass es von Sympathie oder eine Art freundschaftlichen Beziehung zu Ablehnung und Missgunst, vielleicht sogar Feindseligkeit geht. Ich würde in solchen Fällen gerne des Ist-Stand beibehalten. Problem ist eben nur, dass die andere Seite das nicht will.

Ich glaube, dass solche sagen wir mal Inkompatibilitäten (eine Seite will mehr als die andere Seite) allgemein ziemlich häufig vorkommen. Die Grundlage wäre, dass du weißt, was du willst und das auch deutlich machst. Mal freundlich und respektvoll, und gegenüber aufdringlichen oder dreisten Männern auch mal deutlich und entschlossen in der Sprache, die sie verstehen. Selbst der sozialste Mensch braucht da ein gewisses Anpassungsverhalten, sonst hat er gegen unsoziales Verhalten anderer nämlich keine Pfeile mehr im Köcher. Trau dich, in seinen Augen dann eben auch mal "die Doofe" zu sein. :-)

"Micht trauen" trifft es schon ganz gut. Dazu gehört wohl auch zu akzeptieren, dass ich nicht immer "everybody's darling" sein kann.

:)z Aber da kenne ich auch andere, du bist also nicht die einzige. :=o

Wie beruhigend ;-)

Und schon aus deinem Text finde ich, kommt unterschwellig ein Wunsch nach Schutz und Schutzbedürfnis heraus. Etwas, das zumindest manche Männer ziemlich motiviert, dir diesen Schutz geben zu wollen. Etwas, was du doch aber genau nicht willst!

Ich fürchte, das ist ziemlich zutreffend und es ist, glaube ich, wirklich ein Aspekt, der auf manche Männer geradezu magnetisch wirkt. Ironischerweise ereignete sich mein Beispiel in der Kung Fu Schule, die ich einige Zeit besucht habe. Leider musste ich damit aufgrund eines Umzugs wieder aufhören was insofern gut war, dass ich den betreffenden dann nicht mehr gesehen habe,, aber ich habe vor, wieder damit anzufangen. Unter anderem, weil es m.E. viel für die Selbstbehauptung und Durchsetzungsfähigkeit bringt.

I#ndaxy


Amenta

Ich verstehe, dass man manchmal den Moment verpasst, "Nein" zu sagen oder die Sitation gleich zu klären. Das ist doof, aber passiert. Wenn ein Treffen dennoch in Ordnung für dich ist und du nicht klar sagen kannst, was du willst, würde daher recht offen mit dem Thema umgehen. Und die Sitation zu deinen Gunsten drehen. Ich würde nicht warten, bis dein Dozent einen Treffpunkt vorschlägt, sondern von dir aus z.B. die Mensa oder einen Ort an dem du dich wohl fühlst, aussuchen. Dann fühlst du dich nicht eingeengt und als wäre dir was aufgedrückt worden, sondern du hast "die Zügel in der Hand". Wenn du nach deinen Regeln spielst, fühlst du dich auf jeden Fall besser.

Ihn von mir aus kontaktieren möchte ich eigentlich nicht, da das so aussieht, als ob gesteigertes Interesse an dem Treffen hätte. Klug wäre es natürlich gewesen das gleich gestern zu sagen, da bin ich aber nicht so spontan drauf gekommen. Das nächste Mal bin ich schlauer :)z

Mein Plan ist jetzt, erstmal zu warten, ob er sich meldet und wenn dann tatsächlich etwas kommt, wie "ich kenne da ein nettes Café, in das ich Sie gerne einladen würde" zu schreiben, dass ich es bevorzugen würde, wenn wir uns an einem der Tage, an denen er Vorlesung hat, in der Mensa zusammen setzen.

Das hätte ich vielleicht ebenfalls nicht hin bekommen und aus Gutmütigkeit einem Treffen zugestimmt. Eigentlich "falsch", denn warum jemandem Hoffnung machen, für den man nicht mehr empfindet. Ich glaube, dass solltest du immer im Kopf behalten. Bitte nicht falsch verstehen, du stimmst einem Treffen aus den falschen Gründen zu: du möchtest ihn nicht vor den Kopf stoßen, weshalb du einem Treffen zustimmst. Im Grunde aber macht er sich dann Hoffnung, weil du dich triffst und interpretiert mehr in die Situation rein, die du vielleicht von Anfang an nicht siehst. Wäre es nicht fairer, ihm unter diesem Gesichtspunkt gleich zu sagen, dass du kein Interesse hast? Ich weiß, dass es nicht einfach ist, aber vielleicht geht es mit diesem Wissen leichter, es gleich anzusprechen.

Da hast du absolut recht und aus dieser Sichtweise habe ich es noch nie betrachtet. Irgendwie ganz schön egozentrisch ":/ Wenn ich in jemanden verliebt wäre, oder dabei wäre mich zu verlieben, würde ich mir ja auch wünschen, dass derjenige Klartext mit mir spricht und mich nicht aus Gutmütigkeit/ Feigheit noch lange hinhält und vertröstet.

Auch das kann ich nachvollziehen - man will nie jemandem etwas unterstellen. Auf der anderen Seite muss man die Situation ja auch erstmal kennen lernen. Dein Dozent hat vielleicht wirklich ein größeres Interesse an deiner Arbeit, dein Sportfreund vielleicht ein größeres an dir. Ich denke, du musst auf dein Bauchgefühl hören, wie du die Lage einschätzt. Sofern ein Treffen auf freundschaftlicher Ebene läuft, kann man damit wieder besser umgehen, als wenn es zu persönlich wird. Und sollte es dann doch zu intim werden, was von deiner Seite aus nicht gewünscht ist, dann sag es auch!

Ja, genau. Bei einer Einladung zum Essen, wie bei meinem Vereinskollegen finde ich es schon recht eindeutig. Ich habe ziemlich viele männliche Freunde und ich weiß mit Sicherheit, dass keiner von denen eine Frau zum Essen einladen würde, um eine Freundschaft mit ihr aufzubauen.

In Bezug auf meinen Dozenten möchte ich ein Treffen momentan nicht absagen, weil ich nicht ausschließen will, dass er wirklich nur Interesse an meinen Berufserfahrungen hat. Vom Gefühl und meiner Menschenkenntnis her glaube ich zwar, dass es schon etwas mehr in Richtung "Job vorschieben und mal gucken, was da so geht" ist, aber ich möchte so etwas nicht grundlos unterstellen.

Das einfachste wäre nun für mich, das Treffen mit einer vorgeschobenen Begründung von Anfang an abzusagen. Allerdings würde ich dann zum Einen vielleicht ein nettes, interessantes Gespräch verpassen. Zum Anderen finde ich es irgendwo selbst nicht besonders "erwachsen", aus Angst, dass die Situation unangenehm wird, mich gar nicht erst da hinein zu begeben.

Wie Pythonist schreibt, ist es denke ich wichtig, einfach offen zu sein und ehrlich über seine Gedanken zu sprechen. Ich bin am leichtesten damit gefahren, es direkt anzusprechen, als ewig zu überlegen, wie ich aus der Nummer raus komme. Das ist für dein Gegenüber vielleicht nicht das, was er hören wollte. Aber wenn du es respektvoll sagt, dann wird derjenige dir keinen Strick draus drehen und dir weiterhin Respekt und hoffentlich auch Freundschaft entgegen bringen.

Das ist wohl etwas, was ich üben muss :-|

Davon abgesehen: da du in unserem Hibbel-Faden mitschreibst, gehe ich davon aus, dass du einen Partner hast? Wenn dem so ist, dann kann man das ja auch mal "unauffällig" einbringen (indem man eine Story aus dem Urlaub/WE/letztem Restaurantbesuch spricht, bei dem man mit seinem Partner zusammen war). Dann könnte sich das eine oder andere auch von selbst erledigen?

Ja, habe ich und das bringe ich auch bei neuen Bekanntschaften immer ganz gerne ein, wenn es sich ergibt. Allerdings lässt sich davon nicht jeder Mann abschrecken.

Davon abgesehen: da du in unserem Hibbel-Faden mitschreibst, gehe ich davon aus, dass du einen Partner hast? Wenn dem so ist, dann kann man das ja auch mal "unauffällig" einbringen (indem man eine Story aus dem Urlaub/WE/letztem Restaurantbesuch spricht, bei dem man mit seinem Partner zusammen war). Dann könnte sich das eine oder andere auch von selbst erledigen?

Danke :-) Allerdings habe ich das nun schon öfter und bin zu keinem Ergebnis gekommen, dass mich wirklich weiter gebracht hätte. Es hilft mir aber gerade tatsächlich, andere Sichtweisen zu hören.

I<nKday


NotMichaelCaine

Kommt darauf an was zu Dir passt. Ich würde wohl was flapsiges antworten wie: Sorry - essen hab ich gänzlich aufgegeben. Und wenn er weiter nachhakt - vor anderen - eher "sorry bin zu beschäftigt" und wenn er immer noch nicht aufgibt (solche gibts auch) und weiter vor der ganzen Truppe bleibt - "Nein ich möchte nicht allein mit Dir ausgehn -tut mir leid." Er hat die Situation vor den anderen geschaffen und wenn er 2 mal Zaunpfahl nicht versteht, dann geht nur noch die Breitseite. Seine Wahl.

Wenn er dich allein anspricht hilft sanft aber klar also was in der Art - ich find ich als Kumpel echt in Ordnung, aber mehr wirds zwischen uns von meiner Seite aus nicht werden - da bin ich ganz sicher. Ich steh einfach auf ganz andere Typen. Tut mir leid. Willst Du trotzdem noch essen gehn? Getrennte Kassen?

Dann liegt der Ball in seinem Spielfeld.

Leider bin ich in solchen Momenten dann einfach zu angespannt und dadurch auch nicht schlagfertig genug. Dass er die Situation geschaffen hat, stimmt natürlich irgendwo.

Das nächste Mal wäre ein ausweichendes "dafür hab ich gerade kein Zeit" aber vielleicht ein Anfang. Das wird mir zwar ein späteres Nachhaken vermutlich nicht ersparen, aber dann zu sagen "sorry, aber du bist nicht mein Typ" ist irgendwo leichter, als wenn ich vorher schon zugestimmt habe.

Fände ich die einfachste Situation. Da würde ich bei einsem "Sie" Dozenten einfach sagen: Ah - ja wir können da gern in größerer Runde drüber reden. Vielleicht wissen Sie ja auch noch jemanden den das interessiert. Mir fällt auch noch der eine oder andere ein, der zu diesem Thema andere Erfahrungsaspekte einbringen könnte. Das gäbe sicher einen fruchtbaren Austausch. Könnten wir uns da nach der nächsten Vorlesung/Übung/whatever vielleicht nochmal über einen *Mittwochs* oder *Donnerstags*termin dazu unterhalten? Geht das bei Ihnen zeitlich nach *16:00*?

Finde ich in dieser konkreten Situation schwer umzusetzen, da sich unser "gemeinsamer Bekanntenkreis" auf Dozenten und Studenten beschränkt. Da ich zu den Dozenten keinen persönlichen Kontakt habe, kann ich sie schlecht "einladen", ob er es tun würde, weiß ich nicht und meine Kommilitonnen haben alle keine Erfahrungen in dieser Richtung. Allerdings könnte ich natürlich zu einem Mensa Mittagessen auch einfach so eine Freundin mitbringen, mit der ich gerade Vorlesung hatte. Ist ja schließlich kein Date ;-D

Faustregel: Wenn jemand etwas fachliches /hobbymässiges vorschiebt ohne konkreter zu werden immer andere Leute dazu einladen oder auf einen Blog verweisen oder etwas in der Art. Wer nicht Farbe bekennt dem musst Du auch nichts aufs Butterbrot schmieren. Nimm das Thema was Du angeboten bekommst und füll es mit zusätzlichen Leuten oder Terminen wo man das zu mehreren macht. (mit mir wollte mal einer allein meditieren, weil ihn das so interessiert hat - hab ich natürlich auch in die Gruppe geschoben und ihm auch so mitgeteilt. Er kam nicht trotz Zusage, was aber ok ist. So hat er sein Gesicht gewahrt und ich auch).

Generell finde ich das eine sehr gute Idee und mir fallen auch spontan einige Situationen ein, wo ich das hätte anwenden können. Allerdings kann es natürlich dazu führen, dass man die "Konfrontation" nur aufschiebt. Aber dann muss derjenige zumindest klar sagen, dass er sich mit mir alleine treffen will und das ist dann ja schon ein Grund zusagen "tut mir leid, aber so intim muss es für mich nicht werden"

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