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Masterarbeit trotz Trennung beenden

nwashmQind hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute.

Ich sitze gerade an meiner Masterarbeit und komme nun in die finale Phase. Ich habe mich bereits von anfang an sehr unter Druck gesetzt, und stehe vor allem wegen einem Vortrag am kommenden Mittwoch unter Stress. Jetzt hat am Freitag meine Freundin Schluss gemacht und ich habe das Gefühl, dass ich nun gar nichts mehr zustande bekomme. Mir ist das alles gerade zu viel. Trennungsgrund war eben der Stress, und meine Schlafprobleme worunter sie auch gelitten hat. Ich habe sie gebeten mir noch ein wenig Zeit für mich geben, bis nach dem Vortrag, weil ich verlängern darf, und es daher danach sehr viel entspannter wird. Die Zeit habe ich nicht bekommen. Sie hat bei mir übernachtet, alles war super, bis es zu meinen Schlafproblemen kam.Ihr wurde es zu viel und sie hat mich sitzen lassen. Jetzt kann ich mich gar nicht mehr auf den Vortrag konzentrieren, und der Druck wächst mit jeder Sekunde. Nur kriege ich nichts gescheites zustande..mir fehlt komplett der Antrieb. Schon vor der Trennung war es schwierig mich aufzuraffen, aber als Motivation diente ein Thailand-Urlaub bzw. generell die Zeit die ich mit meiner Freundin nach all diesem Stress verbringen wollten.

Ich bin wütend, enttäuscht, liege die meiste Zeit apathisch im Bett. Konzentrieren kann ich mich nicht, alles wirkt schwierig. Zumal ich auch nicht weiß was ich danach mit meinem Leben anfangen soll, ich habe keinen Traumjob auf den ich hinarbeiten will. Am liebsten würde ich eine Pause einlegen und Zeit für mich finden, um wieder glücklich zu werden. Der Stress hält jetzt schon so lange an, und mit der Trennung habe ich das Gefühl dass einfach gar nichts mehr geht.

Was ich mir hier jetzt erhoffe weiß ich auch nicht. Vllt will ich es einfach loswerden. Vllt steckten einige von euch ja in ähnlichen Situationen. Wie habt ihr euch aufgerafft? Wie habt ihr zur euer Motivation zurückgefunden?

Ich bin für jeden Ratschlag dankbar.

Antworten
P{lan3etexnwxind


Oh das ist nun hart. :-( Einen Rat habe ich leider auch nicht, versuch einfach was zu tun, mit etwas Glück lenkt es dich einen Hauch ab. :)* Ich habe Liebeskummer schon in Lerneifer ertränkt, aber dabei ging es nicht um so etwas krasses wie eine Trennung. Versuch einfach zu lernen, jede Minute, die du schaffst bringt was. Alles Gute und viel Kraft.

h/euteo_Yhxier


@ nashmind

Dein Nick ist cool :)^

Es ist eine harte Situation.

Geh ich kleinen Schritten: raus aus dem Bett zur Morgenhygiene, was gibt es zum Frühstück?, hab ich Wäsche zu waschen? So Kleinigkeiten eben und dann könnte es zu deinen Aufgaben gehen für dein Studium.

Der erste Schritt ist der Schwerste, danach wird es sehr viel leichter ;-)

w_in{tersonjne x01


Es wäre gut, wenn du es schaffst alle Problem erst mal auszublenden und dich nur der einen Aufgabe zu wendest...dem Vortrag und dann dem Abschluss der Masterarbeit.

Weist du so bisschen Schritt für Schritt denken, eins nach dem anderen.

Alles zu denken schaffst du jetzt nicht, also schiebe es möglichst beiseite.

Es kommen auch wieder bessere Tage. Vermassele deinen Abschluss erstmal nicht, sonst war der ganze Stress doch umsonst ;-) Danach hast du Zeit, die nächsten Schritte zu gehen, erst mal runter fahren, Schlafprobleme in Griff kriegen, Pläne machen.....

EWlafRGe!mi`ch081x5


Klar ist das Scheiße! Aber sieh es doch mal so herum:

Wenn du jetzt aufgibst, war all der Stress, die viele Arbeit, die Sorgen und letztlich auch der Trennungsgrund deiner Freundin umsonst. Davon abgesehen ist das Leben nunmal unfair. Arschbacken zusammen und zieh's durch. Sonst machst du dir am ende noch selber Vorwürfe.

Und noch was am Rande: Deine Freundin hat dich verlassen weil du viel Zeit und Mühe in dein Studium investierst? ":/ :|N Sie hat wohl keinen akademischen Abschluss, oder? (Also keine Erfahrung darin was es heißt zu studieren.)

PXythoxnist


Also eine psychische Erkrankung während des Schreibens der MA.

Im Prinzip ist das das gleiche wie Arm gebrochen -> nicht schreibfähig -> nicht arbeitsfähig.

Oder wie Bein gebrochen -> nicht mobil -> nicht schreibfähig -> nicht arbeitsfähig.

Oder Kehlkopf-Krankheit -> nicht reden erlaubt -> nicht arbeitsfähig.

Oder längeres Koma -> nicht arbeitsfähig.

Und hier eben:

depressive Verstimmung mit konkretem Auslöser einer Verschärfung, persönliche Krise -> nicht denkfähig, Konzentrationsstörungen -> nicht arbeitsfähig.

Also: Psychiater/Amtsarzt, Diagnose, und wenn er/sie das auch so sieht: Krankschreibung mit einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. Dauer: vermutlich erstmal 6-12 Wochen wird da wohl jemand draufschreiben, wenn der Arzt/Ärztin das so sieht.

Dann mit der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zum Prüfungsamt, Antrag auf Verlängerung der Bearbeitungszeit, mindestens um die Krankheitsdauer, eher einige Wochen mehr, wegen der Unterbrechung. Parallel auch beim Betreuer und allen Gutachtern diese Verlängerung anzeigen. Es ist wichtig, dass alle Seiten informiert sind. Nicht über die Details deiner Krankheit, sondern nur: nashmind ist krank/arbeitsunfähig.

Dann in der Zeit ein Therapieangebot suchen, z.B. Gesprächstherapie bei einem Psychotherapeut (evt. Gruppentherapie, da kommt man schneller rein), ggf. ein Antidepressivum vom Psychiater (nach dessen Beurteilung deiner Schilderung). Und dann Ergotherapie und mit kleinen Sachen wieder anfangen, die du gut schaffen kannst. Schlafrhythmus und Tagesrhythmus stabilisieren durch Rituale.

Unis/FH haben in der Regel auch Beratungsstellen bei psychischen Problemen. Nennt sich z.B. "Psychosoziale und Psychotherapeutische Beratung". In der Regel über das Studentenwerk zu finden.

Solltest du selbst das obige nicht mehr schaffen: bestimme per Vollmacht einen Vertreter, der die Behördengänge zum Prüfungsamt/Masterarbeit-Betreuer/Masterarbeit-Gutachter für dich macht (z.B. dein Vater, Mutter, erwachsener Bruder, Schwester). Nur zur Beratung, Arzt und den Therapien musst du natürlich selbst. Bitte auch dein Umfeld um Hilfe beim Finden von Therapieangeboten.

Rbu;fusIxII


Dass war alles mit Partnerschaftsproblemen und Masterarbeitendphase zu viel. Du hättest deine Freundin viel früher verjagen sollen.

Jetzt schalte um auf Notfallprogramm um dein Ziel kriechend zu erreichen.

Als erstes: denk jetzt noch genau 120 Sekunden an deine Freundin in diesem Monat, und zwar wenn du auf der Toilette sitzt. Dann ziehe die Spülung - und weg ist das Problem bis Februar.

Zweitens: schlaf dich auf dreisteste Weise aus, und mach dir danach ein ganz hervorragendes Frühstück.

Ansonsten schneide allen überflüssigen Kram ab, also einfach alles.

Unb dann versuch nur noch bis Mittwoch dein Projekt fertigzustellen, so wie es gemacht werden muss.

Schustere es dir zurecht, kehre die Scherben zusammen, stell es bombenfest auf, auf tönernen Füßen, gut, schlecht - vollkommen scheißegal.

Versuch es durchzubringen, egal wie gut oder lächerlich.

End of story!

Danach Kannst du Wäsche waschen und Zähne putzen und der Freundin nachjammern, usw. Wenn du dann überhaupt noch Lust hast.

p`airaze}lRlnuss


Denk mal drüber nach, ob sie dir wirklich Kraft und Halt geboten hat. Eventuell siehst du es im Moment so, wenn du aber genauer hinsiehst, dann hat sie dich ja verlassen, weil du nicht so funktioniert hast, wie sie sich das vorgestellt hat. Schau jetzt auf dich. Atme durch und mach deine Sache zu Ende. Und hör auf zu heulen, ehrlich. Das ist nicht bös gemeint...eher liebevoll.

Auf zu neuen Ufern!

M}i?nnaxly


Vor allem versuch Dich intrinsisch zu motivieren.

Eigene akademische Leistungen erbringen zu wollen, um sich und jemand anderem dann mit einem Urlaub zu belohnen, ist halt eine ganz dünne Grundlage. So was darf doch höchstens ein zusätzliches Schmankerl sein.

Also mach Dir klar, warum Du diese Masterarbeit schreiben wolltest. Wo ist der Mehrwert für Dich?

Das Interesse an dem Thema?

Wichtige Grundlage, um weiter an einem Thema arbeiten zu können, dass Dich interessiert?

Vielleicht kombiniert mit:

erhöhtem Selbstrespekt?

besseren wirtschaftlichen Aussichten später?

Und glaub mir, so mies sich jetzt der Druck anfühlt, so stark ist das "Hoch", wenn man erfolgreich abgeschlossen hat :-D

P0ythoqni&sxt


Ich würde die Freundin hier rauslassen und nicht verdammen. Sie hat sich getrennt, weil sie dich so nicht weiter ertragen kann. Das finde ich ok. Und auch wichtig von ihr, dass sie dann für sich sorgt.

Für dich nashmind kann es ein Ansporn sein, nun mal deine Probleme anzugehen. Sie hat sich von einem nashmind getrennt, der nix mehr auf die Reihe bekommt, und krank ist und Schlafstörungen hat. Wenn genau dieser nashmind sich wieder normalisiert, gesundet, ausspannt, dann den Stress loswird, vielleicht gibt's später ein Wiedersehen und Comeback. Und vielleicht auch nicht.

t2ema{re


@ nashmind

Nun ja, so dringend scheinst du die Hilfe aus diesem Frum offenischtlich nicht zu benötiggen, denn sonst hättest du dich noch mal gemeldet.

Ich kann dir nur empfehlen, den Vortrag und deine Masterarbeit durchzuzeihen. Es ist zwar absout Sch.... was deine Freundin da gemacht hat, aber es wird dir im Leben noch öfter passieren, dass du private Dinge ausblenden musst, weil du gerade etwas beruflich durchziehen musst. Das gilt natürlich nur, wenn es dir ernst ist mit deinem Beruf.

Solltest du eher der Ansicht sein, jede Veränderung in deinem Leben als Anlaß zu nehmen, deiner Arbeit nicht nachgehen zu können, dann brauchst du dich nicht zu quälen, aber dann lass es generell mit der Masterarbeit.

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