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4-jährige Fernbeziehung und Probleme beim ZusammenziehenIch

A-ri;ellWe_3_Mxeer hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen, hoffentlich kann sich jemand zur folgenden Situation äußern, bzw. mir einen Ratschlag geben. Persönlich bin ich zu sehr involviert und kann leider keine Distanz gewinnen.

Mein Freund (33J) und ich (32J) sind seit 4 Jahren in einer Fernbeziehung. Wir wohnen 100 Km voneinander entfernt und sehen uns am Wochenende, sowie manchmal unter der Woche. Wir sind beide berufstätig, ich habe einen normalen 8-16 Uhr Job, er ist Berufsfeuerwehrmann, d.h. er arbeitet manchmal nur 2 oder 3 mal pro Woche, dafür aber 24 Stunden Schichten. Dazwischen hat er frei. Mein Freund hat letztes Jahr eine Immobilie im Ausland gekauft, es soll ein Ferienhaus werden. Ich hatte Bedenken diesbezüglich, jedoch habe ich ihn unterstützt, weil das sein Traum seit vielen Jahren war. Er ist verbeamtet und hatte keine Probleme einen relativ kleinen Kredit zu bekommen, den er jetzt die nächsten 6 Jahre abbezahlen wird. Das Ferienhaus soll unser Ferienhaus werden. Ich habe allerdings keine finanziellen Verpflichtungen aufgenommen, jedoch habe meinem Freund finanziell geholfen, z.B. beim Kauf eines Anhängers, kleinere Reparaturen an seinem Bulli, manchmal für den Kauf kleinerer Teile für die Reparatur des Ferienhauses.

Ich habe meinem Freund vorgeschlagen, dass wir zusammen ziehen könnten. Er hat ja gesagt. Wir haben uns geeignigt, dass er in meine Stadt ziehen soll, da er nicht jeden Tag zur Arbeit muss, ich hingegen schon. Er würde pendeln müssen und braucht deswegen einen kleinen Wagen, der nicht so viel Sprit verbraucht. Seinen Bulli möchte er nicht verkaufen. Das kann ich nachvollziehen, da er den für die Hausreparatuten in Frankreich braucht. Momentan wohnt er zusammen mit seinem Vater in dessen Haus. Dort bezahlt er eine sehr niedrige Miete. Ich habe vorgeschlagen, dass ich die Miete für unsere Wohnung komplett übernehme, wenn er in meine Stadt zieht, da er jetzt auf das kleine Auto sparen muss und in der Zukunft mehr Fahrtkosten hat.

Jetzt zu unseren Problemen: mein Freund hasst es zur Miete zu wohnen. Er hat früher schlechte Erfahrungen mit Vermietern gemacht und meinte, dass er sich in einer Mietwohnung sich nocht zu Hause fühlen kann. Er möchte trotzdem gerne mit mir ziehen. Er zeigt kein Interesse an der Wohnungssuche. Klar kann er nicht alle Besichtigungstermine in meiner Stadt wahrnehmen, aber selbst am Wochenende, wenn wir uns sehen, möchte er keine Wohnung besichtigen. Er hat kein Interesse an der Einrichtung der Wohnung, er meint, ich soll die Wohnung aussuchen, er zieht einfach mit ein.

Es ist aber schwer eine Wohnung zu finden, weil er Tiere hat, welche mitmüssen. Mit einem großen Hund und einer Katze ist es sehr schwer eine Wohnung zu finden und ich muss auch etwas Großzügigeres eher im Grünen aussuchen. Selber bin ich aber auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen und kann aufgrund der Haustiere nicht auf eine Wohnung mit guter Verkehrsanbindung hoffen.

Wir haben mehrere Streits zum Thema Zusammenziehen gehabt. Ich habe das Gefühl, dass er mich hinhält, weil er überhaupt nicht interessiert an der Wohnung und Wohnungseinrichtung scheint und es kommt mir vor, dass ich vielmehr in unsere Beziehung investiere als er das tut. Ich meine das sowohl gefühlsmäßig als auch finanziell. Ich kann die Situation irgendwie nicht richtig einschätzen und würde mich über eure Meinungen und Vorschläge dazu freuen. Danke schon mal!

Antworten
B[lechp]irOat


Hört sich erst mal an als wäre er nicht allzu wild auf den Umzug. In gewisser Weise verständlich: zusätzliche finanzielle Belastung, übles Pendeln, eine vielleicht weniger freie Wohnsituation, fremder Ort... das sind schon gravierende Nachteile, die er hinnehmen müsste. Tagsüber bist du eh nicht da, die gewonnene "Gemeinsamzeit" wäre eher geringfügig. Wenn eure Beziehung so wie sie jetzt ist ganz gut läuft, steht für ihn den Nachteilen vielleicht kein entsprechender Vorteil gegenüber?

Kann es sein, dass er zu alldem ein bisschen Schiss vor dem Zusammenleben hat? Ich mein, ist ja schon eine bedeutende Veränderung, und nicht jede(r) ist dafür geschaffen bzw. empfindet es als hoch erstrebenswert.

C1omrain


Jetzt zu unseren Problemen: mein Freund hasst es zur Miete zu wohnen.

Da dein Freund auf das "kleine Auto" schon sparen muss, scheint er nicht massig Eigenkapital zu besitzen. D.h. eine eigene Immobilie für euch beide fällt erst mal flach. Dies bietet für ihn nur zwei Alternativen: entweder er lässt sich darauf ein, mit dir eine Mietwohnung zu beziehen. Oder er bleibt solange da, wo er jetzt wohnt, bis er sich ein Eigenheim leisten kann oder er das Haus des Vaters erbt.

Ist ihm das klar, dass es dazwischen nichts gibt?

NForddi*8x4


Hört sich erst mal an als wäre er nicht allzu wild auf den Umzug

Würde ich auch sagen, es klingt fast so als hätte er schlicht keine Lust umzuziehen. Da geht es nicht mal darum das er nicht mit dir zusammen wohnen möchte aber er möchte wahrscheinlich nicht aus seinem jetzigen Umfeld weg weil es ihm da alles in allem sehr gut passt.

Klar, die Gründe können auch völlig ernst gemeint sein und stimmen aber es klingt doch eher nach Entschuldigungen dafür das er nicht umziehen muss.

mus{9b2


Auf eine 24-Stunden Schicht mit anschließender 100km Heimfahren hätte ich persönlich auch keinen Bock. Wenn ihr evtl. euch grundsätzlich einen Tag in der Woche statt ab und zu plus das Wochenende sehen würdet, reicht das nicht?

Oder wie wäre es mit einer Versetzung seinerseits oder eines Jobwechsels auf deiner Seite?

Falls ihr mal Kinder wollt, finde ich die Pendelei zu anstrengend.

CpoteS2auvaxge


Da dein Freund auf das "kleine Auto" schon sparen muss, scheint er nicht massig Eigenkapital zu besitzen. D.h. eine eigene Immobilie für euch beide fällt erst mal flach.

Dafür hat er jetzt ja eine Immobilie im Ausland. Die Verwirklichung dieses Traums war ihm halt wichtig.

Ich denke es läuft aus seiner Sicht darauf hinaus:

Du kannst dir gern eine größere und für Tiere geeignete Behausung besorgen, wenn du so eine findest. Da das dein Wunsch ist, ist es deine Aufgabe. Und dann besucht er dich halt nicht nur am WE, sondern vielleicht auch mal ein bisschen länger, wenn es mit seinen Schichten vereinbar ist.

Übrigens, jemand, der obwohl er berufstätig ist, mit seinen Eltern in einem Haus lebt, wird daran nicht so ohne weiteres was ändern.

CXo~mrxan


Dafür hat er jetzt ja eine Immobilie im Ausland. Die Verwirklichung dieses Traums war ihm halt wichtig.

Was an der Wohnsituation der beiden ja nichts ändert. Immobilie und Geld sind woanders.

Übrigens, jemand, der obwohl er berufstätig ist, mit seinen Eltern in einem Haus lebt, wird daran nicht so ohne weiteres was ändern.

Das ist auch meine Erfahrung. Solche Verwurzelungen mit dem Elternhaus mal auflösen ... daran sind schon viele Partner (und Beziehungen) gescheitert.

CPoteSavuvaxge


Was an der Wohnsituation der beiden ja nichts ändert. Immobilie und Geld sind woanders.

Sag ich ja. Vielleicht hätte ich noch den hier hinzufügen sollen: :-/ oder den %-| oder doch lieber den {:( ?

EHhem{aliger NuEtzer (w#15)


Wir wohnen 100 Km voneinander entfernt und sehen uns am Wochenende, sowie manchmal unter der Woche. Wir sind beide berufstätig, ich habe einen normalen 8-16 Uhr Job, er ist Berufsfeuerwehrmann, d.h. er arbeitet manchmal nur 2 oder 3 mal pro Woche, dafür aber 24 Stunden Schichten. Dazwischen hat er frei....(...)....Wir haben uns geeignigt, dass er in meine Stadt ziehen soll, da er nicht jeden Tag zur Arbeit muss, ich hingegen schon. Er würde pendeln müssen und braucht deswegen einen kleinen Wagen, der nicht so viel Sprit verbraucht.

Ich frage mich gerade, was genau sich bei einem "offiziellen" Zusammenziehen eigentlich ändern würde? Außer, dass es eigentlich für ihn stressiger wird? Pendeln tut er (oder Ihr?) doch jetzt schon, nur stressfreier weil nicht so häufig....

Würdet Ihr Euch bei dieser angedachten Konstellation denn wirklich öfter sehen als jetzt? Und ist diese Zeit die da vielleicht mehr rauskommt, dann auch wertvolle Zeit?

Es wurde ja auch schon gefragt, aber ich mache es trotzdem nochmal:

Gäbe es für Dich eine Möglichkeit auf längere Sicht gesehen in seine Stadt/Ort zu ziehen? Dort einen Job zu finden? Oder bist Du Deinerseits zu fest verwurzelt, sei es privat oder beruflich?

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