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Ich-Botschaften

p>araz*ellnuxss


Hm... wenn du jetzt gesagt hättest, dass dir Schwule ziemlich auf den Sack gehen, hätte ich überlegt, ob soviel Homophobie nicht etwas mit dir selbst bezüglich Verdrängung zu tun hat. Ich lasse das jetzt einfach mal so stehen.

Das hat mir jetzt aber weh getan. Also sehr reflektiert war das eben nicht. Und was hat ein Apfel mit der Überheblichkeit von 'Ich-Botschaft-Menschen' zu tun? Diese Arroganz und Scheinheiligkeit ist selten zu übertreffen...wie man an diesem Beispiel gut erkennen kann. So ist das eben.

F{izzlypyuzzlxy


Das hat mir jetzt aber weh getan.

Für mich eine ganz klare Ich-Botschaft, auf die ich schon sehr betroffen reagiert hätte. Dadurch kann ich mich auch selbst überprüfen, wo ich über das Ziel hinausgeschossen bin. Das führt mMn zu einer ehrlichen Auseinandersetzung und für alle Beteiligten zu einer Lösung.

Mein Beitrag betrifft nur das Zitat. Die Lösung für eure Auseinandersetzung findet ihr mit Sicherheit selbst ;-) .

S0. wa]llisaii


@ mond+sterne

Du bist gegen Ich-Botschaften.

nicht grundsätzlich, ich bin eher gegen das stumpfe erlernen der Methode ohne Selbstehrlichkeit und ohne Selbsteingeständnis um die eigenen Intensionen und ihre Prioritäten.

Mir scheint du hast mich aber später dann gut verstanden: Mir geht es um die Ich-Botschaften die andere z.B. zu etwas im eigenen Sinne bringen sollen. Meist ist das nämlich die höchste Priorität und dann zu sagen "aber ich treff doch nur ganz harmlos eine Aussage über mich selbst" ist das Letzte!

Eine ähnlich üble Kommunikationsvariante ist z.B. "Magst du vielleicht [unangenehme Tätigkeit xy] für mich machen?" Auch sie dient dazu den Empfänger in eine Zwickmühle zu bringen deren leichtester Ausweg die Willenserfüllung des Senders sein soll, und zwar so dass es für diesen emotional ganz bequem abläuft oder er sich empört beschweren kann wenn der andere murrt.

FiantigKx3


@ mond+sterne

Ich würde sagen, die TE wollte einfach nur einmal ihre wissensferne Meinung in die Welt prusten, und hat sich deshalb nach ihrem Eingangspost nicht wieder gemeldet.

Danke für den Hinweis. Auch das, falls zutreffend, ist für mich in Ordnung.

Aber zwischen den anderen Diskussionsteilnehmern ist teilweise eine ganz gute Diskussion entstanden, die ich nicht als Monolog bezeichnen würde.

Da stimme ich Dir auch zu. So what?

mbond+rsterxne


Ja. (@FantiK3)


Eine ähnlich üble Kommunikationsvariante ist z.B. "Magst du vielleicht [unangenehme Tätigkeit xy] für mich machen?"

Ja, wenn es eine ehrliche Frage wäre, könnte es richtig sympathisch sein.

Aber wir leben anscheinend in einer Kultur der Heuchelei. Wer solche Fragen stellt, ist häufig autoritär, wenn nicht diktatorisch. Nur zeigen mag er es nicht.

Für ehrliche Autorität ist in unserer Kultur nur wenig Platz (und darin sehe ich die Ursache für die Unkultur derartiger Pseudofragen). "Bitte [unangenehme Tätigkeit xy]!", diese klare, ehrliche, einfache und mehr oder weniger autoritäre Botschaft wird häufig aus Prinzip abgebügelt, weil autoritäre Ansagen verpönt sind.

Ftant{iKx3


@ S. wallisii

Mir geht es um die Ich-Botschaften die andere z.B. zu etwas im eigenen Sinne bringen sollen.

Verdeckte Appelle rücken mM in den Bereich von manipulativen Strategien, ob diese nun bewusst oder unbewussst "gesendet" oder "empfangen" werden. Wie ich dann darauf reagiere ist u.A. von meinem momentanen Zustand, vom gleichen oder unterschiedlichen Status, von den bisher gemachten Erfahrungen ausgehend, den damit verbundenen (innerlichen Schluss-) Folgerungen bzw. Folgen (von außen) usw., abhängig.

Beispiel: Handelt es sich um eine informelle Frage auf Augenhöhe, die mir eine Wahl lässt, oder steht dem ein Abhängigkeitsverhältnis gegenüber, das mir auf diesem Weg eine Anordnung auf "weiche" Art übermittelt.

Eine ähnlich üble Kommunikationsvariante ist z.B. "Magst du vielleicht [unangenehme Tätigkeit xy] für mich machen?" Auch sie dient dazu den Empfänger in eine Zwickmühle zu bringen deren leichtester Ausweg die Willenserfüllung des Senders sein soll, und zwar so dass es für diesen emotional ganz bequem abläuft oder er sich empört beschweren kann wenn der andere murrt.

Da kommt es meines Erachtens auf das hierarchisch bestehende oder gewollte Niveau an. In der "Zwickmühle" befinde ich mich, wenn mir vom "Sender"- eigentlich oder auch bestimmt - keine andere Möglichkeit gelassen oder eingeräumt wird, eigene Handlungs-varianten oder Entscheidungen zu treffen, bzw. ausüben zu dürfen.

Meist ist das nämlich die höchste Priorität und dann zu sagen "aber ich treff doch nur ganz harmlos eine Aussage über mich selbst" ist das Letzte!

Damit würde ich diese Aussage eher im privaten Bereich verorten. ":/

FXantziK3


@ mond+sterne

Da haben sich die Beiträge zeitlich überschnitten. :-)

Wer solche Fragen stellt, ist häufig autoritär, wenn nicht diktatorisch. Nur zeigen mag er es nicht.

Im Anschluss an meinen Post sind manipulative Strategien auch dann möglich, wenn die "Machtposition" z.B. nicht eindeutig geklärt ist, wenn verdeckt Zwang ausgeübt werden soll, der öffentlich zu einem Nachteil des "Senders" führen könnte, oder sich in einer Grauzone bewegt, vll auch, um das Verhältnis auf der Beziehungsebene nicht nachhaltig zu schädigen.

Folglich mögen auch hierarchisch anmutende Situationen konstruiert werden, um eine Angelegenheit geregelt zu bekommen, einen "Versuchsballon" zu starten, ob man eine ungeliebte Aufgabe vielleicht abschieben könne, die "Oberhand" zu behalten oder Vorteile zu gewinnen. Ob jemand, (die oder der) dann auch wirklich autoritär ist oder sich in seinem Erleben in autoritären Lebens- und Denkstrukturen bewegt, kann ich da noch nicht folgern. So weit möchte ich da jetzt nicht gehen.

H0y_perioLn


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