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Frauen sind emotionaler als Männer

SAozxey


bei aller gleichstellerei und emanzipation, mögen wir gewisse geschlechterstereotypen doch auch irgendwie!?

Nein, nicht wirklich. Ich hätte mir - für mich und auch für meine Mutter - gewünscht mein Vater hätte seine Gefühle besser zeigen können. :-|

D`ie S8ehexrin


Ich hätte mir - für mich und auch für meine Mutter - gewünscht mein Vater hätte seine Gefühle besser zeigen können. :-|

das kann ich sehr gut verstehen. allerdings ist es wohl auch eine generationen-frage. und die erwartungen, dass ein mann gefälligst der sachliche und furchtlose mensch zu sein hat und gefälligst keine schwäche (=emotion) zu zeigen hat, waren ja sehr lange sehr groß :)_

L\iverp]ooxl


Umgekehrt wird mir als Frau heute immer noch eine pathologische Ursache für meine "Emotionslosigkeit" unterstellt. Und ich bin jetzt auch nicht eiskalt und gefühllos sondern eben einfach ein eher sachlicher Mensch. Und trage halt auch meine Gefühle und Emotionen nicht nach so nach außen. Bin da meinem Vater sehr ähnlich. Nur bei ihm findet das keiner seltsam. "Männer sind halt so." ":/

Und ja, mein Freund ist auch genau einer von dieser Sorte, der einfach keine Worte raus bringt. Mich macht das verrückt. Warum kann man denn nicht mal vor dem Partner Emotion zugeben?

da gehen wohl einfach die Bedürfnisse beider Partner auseinander. Unabhängig von Männlein und Weiblein.

Einer hat Redebedarf, der Andere nicht. Einer will gerne regelmäßig von seinem Partner hören, dass der ihn liebt. Der Andere braucht das nicht.

Ich kann diesen Emotionslosigkeit in gewissen Maßen nachvollziehen weil ich eben auch so bin. Selbst wenn ich den Eindruck hab, dass ich viele Gefühle und Emotionen zeige, empfinden andere Leute das immer noch als sachlich und "kalt". Da hat halt jeder so seine eigenen Maßstäbe. Vielleicht empfindet dein Partner sich gar nicht als so sehr emotionlos, nur hast du halt andere Maßstäbe als er.

LqolaXx5


Gibt es auch Frauen, die ihren Gefühlen keinen freien Lauf lassen?

Selbstverständlich! Das zweite X-Chromosom macht einen doch nicht automatisch "emotional-inkontinent". ;-)

Wenn ich meine Tage habe, bin ich ungeniessbarer, als meine Frau. (Kantenmechaniker)

;-D Nette Formulierung. :)^ So schön gegen das Klischee gebürstet. :-)

Ich kenne Männer, bei denen ich dankbar wäre wenn sie ihre Emotionen und Gefühl nichts ständig ausleben würden. (Liverpool)

Oh, da kann ich mich aus vollem Herzen anschließen!

LbolaxX5


Und ja, mein Freund ist auch genau einer von dieser Sorte, der einfach keine Worte raus bringt. Mich macht das verrückt. Warum kann man denn nicht mal vor dem Partner Emotion zugeben?

Könntest nicht auch du deine Antennen besser finetunen, um besser zu verstehen, was er dir nonverbal so alles kommuniziert?

Richtig zwischen den Zeilen lesen zu können, ist eine sehr hilfreiche Eigenschaft. :-)

Männer sollen ja nicht in Tränen ausbrechen, das würde mir auch komisch vorkommen. Aber sie könnten einem schon sagen, wenn sie etwas bedrückt oder das sie sich über etwas freuen.

Ähm, findest du das nicht reichlich inkonsequent von dir? Zuerst wünscht du dir mehr Emotionsausdruck von Männern (bzw. deinem Partner) und keine zwei Gedanken später, ziehst du schon wieder eine Grenze: Weinen soll er bitteschön nicht, weil das wäre "komisch". Wenn du selbst so klischeelastig denkst, dann trägst du das, was du kritisierst, ja fleißig selbst weiter.

LlolaXx5


und seien wir mal ganz ehrlich... bei aller gleichstellerei und emanzipation, mögen wir gewisse geschlechterstereotypen doch auch irgendwie!?

Nein, ich nicht! :|N Überhaupt nicht. Mich nerven diese Klischees massiv.

a).fi=sh


Wenn du selbst so klischeelastig denkst, dann trägst du das, was du kritisierst, ja fleißig selbst weiter.

Das wollte ich auch anmerken.

Vielleicht nimmst Du Dir unbewusst Deinen Vater als Vorbild, wie Männer so zu sein haben? Es gibt sicher einen Typ Mann, der mehr diesem Klischee entspricht und wenn Dich Teile davon ansprechen, andere aber unzufrieden machen, ist das natürlich unglücklich. Deshalb eine Erklärung und vielleicht auch Sicherheit/Bestätigung in der Verallgemeinerung zu suchen (Es liegt nicht an mir oder meinem Freund oder daran, dass wir nicht zusammenpassen, nein, Männer sind einfach so), wird Dir vielleicht eine Weile helfen, Deine Unzufriedenheit besser auszuhalten - weil sie halt gott-, naturgegeben ist und man von Beziehungen nicht mehr erwarten kann - aber verschwinden wird sie dadurch vermutlich nicht.

Auch ich kann Dir - in Deinem Sinne vielleicht leider - nur sagen: nein, Männer sind nicht von Natur aus gefühlsarm und unkommunikativ. Eine Beziehung kann anders aussehen.


:)z und seien wir mal ganz ehrlich... bei aller gleichstellerei und emanzipation, mögen wir gewisse geschlechterstereotypen doch auch irgendwie!?

Nein.

D1ie SCehexrin


anscheinend bin ich doch noch von meiner generation geprägt ;-D

EYhemalKiger NuitzGer (_#515x610)


Ich habe kein Problem mit Geschlechterstereotypen. Aber eben nur, solange man in die Rolle passt und sich nicht auf eine bestimmte Art und Weise verhält, weil man das Gefühl hat, das müsste so sein.

Ich freue mich zB, dass es meinem Partner Vergnügen bereitet an Autos zu schrauben und Bäume zu fällen, er freut sich, dass ich gut und gerne koche und so ;-D

Wichtig ist, denke ich, dass man gut zusammenpasst und sich gegebenenfalls auch gut ergänzt. Dass man als Paar als Team funktioniert. Wer wann wie welche Rollen und Aufgaben übernimmt, sollte nach Neigungen verteilt werden.

Bei uns entsprechen die Neigung zu einem gewissen Teil den Geschlechterstereotypen. Und das finde ich durchaus gut zu. Nicht, weil Klischees bedient werden, sondern weil es einfach gut passt.

DLie pSehxerin


Bei uns entsprechen die Neigung zu einem gewissen Teil den Geschlechterstereotypen. Und das finde ich durchaus gut zu. Nicht, weil Klischees bedient werden, sondern weil es einfach gut passt.

danke - genau das meinte ich (für mich!) :-D

LeaznaAx3


Da hat halt jeder so seine eigenen Maßstäbe. Vielleicht empfindet dein Partner sich gar nicht als so sehr emotionlos, nur hast du halt andere Maßstäbe als er.

Ja da magst du vielleicht Recht haben. Darauf baut LolaX5 Beitrag auf:

Könntest nicht auch du deine Antennen besser finetunen, um besser zu verstehen, was er dir nonverbal so alles kommuniziert?

Richtig zwischen den Zeilen lesen zu können, ist eine sehr hilfreiche Eigenschaft.

Kann man das irgendwie erlernen? Oder wie kann ich denn dafür einen Blick bekommen?

Ähm, findest du das nicht reichlich inkonsequent von dir? Zuerst wünscht du dir mehr Emotionsausdruck von Männern (bzw. deinem Partner) und keine zwei Gedanken später, ziehst du schon wieder eine Grenze: Weinen soll er bitteschön nicht, weil das wäre "komisch". Wenn du selbst so klischeelastig denkst, dann trägst du das, was du kritisierst, ja fleißig selbst weiter.

Ich möchte ja nicht klischeelastig denken. Ich wollte herausfinden, ob es denn wirklich so ist, oder ob ich mir das einbilde. Wahrscheinlich kommt das wirklich von meinen Eltern, da ist auf der einen Seite der Vater, der niemals Gefühle zeigt und die Mama, die bei TV-Schnulzen schon zum Taschentuch greift. Ich habe das Gefühl, ich hätte von beiden etwas abbekommen und will in bestimmten Situationen einfach cool sein, obwohl mir in dem Moment schon die Tränen fließen. Ich hoffe ihr könnt nachvollziehen, wie ich das meine.

Wichtig ist, denke ich, dass man gut zusammenpasst und sich gegebenenfalls auch gut ergänzt. Dass man als Paar als Team funktioniert. Wer wann wie welche Rollen und Aufgaben übernimmt, sollte nach Neigungen verteilt werden.

Bei uns entsprechen die Neigung zu einem gewissen Teil den Geschlechterstereotypen. Und das finde ich durchaus gut zu. Nicht, weil Klischees bedient werden, sondern weil es einfach gut passt.

Diesen Gedanken finde ich sehr schön. :)_

DQie Sdeh]eriWn


Kann man das irgendwie erlernen? Oder wie kann ich denn dafür einen Blick bekommen?

ich glaube, dass das verschiedene komponenten hat. zuerst einmal die erwartungshaltung zurückschrauben, dass der andere seine (ähnlichen?) gefühle gefälligst (ähnlich?) äußern soll, wie man das selber tut. dann einfach mal genau hinschauen und -horchen, was der andere sagt und wie er handelt, wie er aussieht, wann er redet, wann er schweigt... und da merk man dann schon sehr viel. und alles andere ist ja dann zeit und gemeinsames erleben. sich immer besser kennen zu lernen.

und durchaus auch mal nachfragen ;-)

EKhempalirg1er NutzerT (#5f1561x0)


Könntest nicht auch du deine Antennen besser finetunen, um besser zu verstehen, was er dir nonverbal so alles kommuniziert?

Richtig zwischen den Zeilen lesen zu können, ist eine sehr hilfreiche Eigenschaft.

Kann man das irgendwie erlernen? Oder wie kann ich denn dafür einen Blick bekommen?

Ich denke schon, dass man das irgendwie Üben kann. Nur kann ich dir auch nicht genau sagen wie ;-D

Ich teile mein Leben zB schon seit guten 5 Jahren mit einem Hund. Bevor das Tier bei mir eingezogen ist, wusste ich, dass ich Hunde sehr gerne mag und ihre Gesellschaft gerne um mich rum habe. Mehr wusste ich im Endeffekt nicht.

Das Hundetier spricht natürlich nicht. Zumindest nicht in Worten ]:D Emotionen (Zuneigung, Freude, Erregung, Angst..) hat sie aber trotzdem und signalisiert diese auch ganz klar und für mich lesbar. Nonverbal. Vieles von dem, was ich jetzt aus ihrer Mimik, Körperhaltung etc lesen kann, habe ich anfangs überhaupt nicht so wahrgenommen. Weil ich das Hundetier eben noch nicht lesen konnte.

Mit der Zeit und bei gemeinsam Erlebnissen stellt sich aber eine Verbindung her. Man beobachtet sich gegenseitig und lernt, wer in welcher Situation wie reagiert. Zum Beispiel reagiert mein Hund auf das Rascheln von Plastiktüten mit Freude ;-D Und auf Geräusche von Motorrädern mit Erbostheit und Verunsicherung.

Wenn man lernen kann einen Hund zu lesen, kann man sicher auch lernen mit Zeit, Geduld, Empathie und Kommunikation einen Menschen lesen zu lernen. Menschen sind in ihrem Erleben komplexer, klar, aber ich denke, die grundsätzlichen Mechanismen dürften da schon ähnlich sein.

Die Seherin hat ja dazu auch etwas geschrieben :-)

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