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In Freundschaft finanziell unterstützen?

m9nexf


Ich schließe mich der Mehrheit an, kein Geld, keine Kippen. Sie sollen sich nen Job suchen. Regale einräumen im Supermarkt geht auch, solange man nicht weiß, was man aus seinem Leben machen will (was mit 17 noch kein Beinbruch ist).

@ rr2017

":/ %-| ???

Wie bist Du denn drauf?

Er/Sie hat nicht Unrecht damit:

Wenn man NICHT für jemanden verantwortlich, darf man ihn auch finanziell verwöhnen ohne sich Gedanken über die Konsequenzen zu machen. Die TE hat hier keinen Erziehungsauftrag.

Wenn man keinerlei Verantwortung übernehmen will und keine bei sich sieht, dann liegt es auch nicht in der eigenen Verantwortung, ob man jemanden zu sehr verwöhnt und seine Schnorrerzukunft festigt.

Halte ich aber für eine praxisferne und somit irrelevante Rumphilosophierei. Die TE ist nicht verantwortlich für ihre Erziehung und ihren Lebensweg, trotzdem ist man nie komplett unverantwortlich für das, was man evtl. auslöst oder fördert, sobald man mit anderen interagiert.

r6r2x017


ist auch so ein Thema, was sich prima fürs polemisieren und rumpöbeln eignet..

"sie liegt nur auf der faulen haut, sie will dich nur ausnutzen, lass dir das nich gefallen, sie soll ruhig mal leiden und sehen wo der hammer hängt!"

das find ich bisschen gruselig.

Kein Thema welches zu differenzierten Sichtweisen motiviert.

@ mnef

ja, sicherlich. Aber mal 10 EUR zustecken halte ich nicht für ein verantwortungsloses Verderben des Lebensweges des mädels ;-). Eine gewisse liebevolle Strenge bedeutet ja nicht das sofortige Beenden jeder Zuwendung. Wie gesagt, den neuen Ferseher würde sie sicher nicht bekommen.

Abgesehen davon wissen wir gar nicht wie sie wirklich drauf ist; alles ziemliches stochern im nebel.

mVnMe=f


Was ist daran undifferenziert, wenn man den Standpunkt vertritt, dass jemand frühzeitig lernen sollte, dass man für einen gewissen Komfort auch etwas zurückgeben sollte? Kaum jemand kommt so reibungslos durchs ganze Leben. Und irgendwann mal ins kalte Wasser geworfen zu werden ist weitaus härter, als wenn Freunde und Familie jetzt schon darauf achten.

Hier geht es nicht um die Summe. Ob 10 Euro, 50 Euro oder sie von oben bis unten zu verwöhnen, ohne ihr Geld zuzustecken: Es scheint niemanden zu geben, der sie mal motiviert, für sich selbst zu sorgen.

Zuwenden kann man sich ja auch auf andere Weise. Ihr einen kleinen Job zu besorgen (siehe letzte Seite) ist auch Zuwendung und Unterstützung. Ein Auge darauf zu haben, dass sie im Leben für sich selbst sorgen kann, ebenfalls.

Nicht nur irgendwas "abliefern", wofür sie nichts selbst tun muss. Es ist ein Geben und Nehmen.

Wer meint, es wäre eine liebevolle Zuwendung, ihr Geld zu geben, sieht das mMn oberflächlich und kurzsichtig.

Damit ist man für den Moment vordergründig wahnsinnig locker, selbstlos und liebevoll. Im Grunde aber nicht, weil es ihr langfristig genau das Gegenteil bringt, nämlich ein Haufen Probleme.

rPr20F1x7


Was ist daran undifferenziert, wenn man den Standpunkt vertritt, dass jemand frühzeitig lernen sollte, dass man für einen gewissen Komfort auch etwas zurückgeben sollte?

nix, aber das ist auch nicht die Art von Antworten, auf die sich meine Aussage bezieht.

ich finds allerdings dann auch wieder tendenziell vermessen, zu meinen, man selber wüsste, was "man sollte", quasi zu wissen, was "der richtige Weg" sei, und das anderen aufzudrücken. Sind ja alles nur subjektive Meinungen.

Man kann auch durchaus versuchen auf sie einzuwirken und sie auf den richtigen Weg zu bringen und ihr dennoch auch finanziell helfen. Ich sehe da, wenn man es verantwortungsvoll anstellt, keinerlei Widerspruch. Die totale finanzielle Härte ist nicht notwendig.

Hängt aber auch sehr stark vom konkreten Einzelfall an.. ans ich völlig müßig, die Diskussion, ohne so wenig von ihr zu wissen.

m)nexf


Huch, bist du hier wirklich neu? Das kommt mir gerade sehr bekannt vor ;-D

Naja, subjektiv ist das nur bedingt. Ohne Geld kann man in unserer Gesellschaft quasi nicht überleben, ist allgemeingültig und von ihrem Charakter unabhängig. Extrem-Aussteiger, die im Wald von Beeren leben, mal Außen vor :=o Wenn die objektivere und bessere Alternative für dich ist, vom Staat zu leben oder sich immer von irgendwem was zu schnorren - naja.

Man kann auch durchaus versuchen auf sie einzuwirken und sie auf den richtigen Weg zu bringen und ihr dennoch auch finanziell helfen.

Was denn nun, ich denke der "richtige Weg" auf den mal ihr "helfen" kann, ist nur subjektiv und nicht existent?

rer20{17


Was denn nun, ich denke der "richtige Weg" auf den mal ihr "helfen" kann, ist nur subjektiv und nicht existent?

Dieser vermeintliche Widerspruch ist mir auch aufgefallen, ja.

mMnef


Vermeintlich heißt, es ist gar kein Widerspruch - warum nicht?

D{u[mall


Milky_e77

Aber andererseits denke ich mir, dass ich vielleicht die Erziehung ihrer Eltern damit sabotiere.

Der Erziehungs-Zug hat den Bahnhof schon längst verlassen.

Also, was meint ihr?

Mach wie du meinst. Auf freundschaftlicher Ebene wäre es aber schon auch ganz nett, wenn du schaust ob man sie nicht motivieren kann etwas zu machen.

p3arazNell5nusxs


Also, was meint ihr?

Ich frage mich was du davon hast? In_wie_weit du dir in der Rolle der 'Unentbehrlichen' gefällst. Eventuell kann es ja sein, dass sie dich ganz gut im Griff hat und nach Strich und Faden manipuliert. Denk mal darüber nach.

M,il%ky4_e7x7


In der Rolle der "Unentbehrlichen" mag ich nicht sein.

Weil das hätte dann eben an sich, dass ich aus finanziellen Gründen eine Freundin wäre.

Und das will ich auf keinen Fall.

Ich möchte Leute um mich haben, die mich mögen, und nicht wegen Geld oder sonstiger materieller Zuwendungen.

Ich hatte leider vergangenen Sommer dieses Thema, dass ich von neuen Bekanntschaften manipuliert und finanziell ausgenutzt wurde.

Da habe ich eine Zeitlang gebraucht, bis ich das durchschaut habe.

Weil die das sehr geschickt gemacht haben....

Und sowas würde ich auf keinen Fall nochmal mitmachen wollen.

Das Mädel mag mich aber (hoffentlich) wirklich.

Wir lachen viel gemeinsam, schreiben uns tagsüber auch sehr viel auf WhatsApp, von ernsthaft bis lustig (witzige Bilder usw.)

Ein bisschen konnte ich bereits positiv auf sie einwirken, sie liest jetzt Bücher, die ich ihr borge (sie hat vorher seit der Schule nicht mehr gelesen......)

Und ich konnte ihr eine bessere Streitkultur nahelegen (auch mal nachgeben, nicht schimpfen, sondern Argumente finden....)

Der Streit war allerdings nie mit mir, sondern den hatte sie mit gleichaltrigen Freundinnen.

Ich habe ihr zugehört und sie beraten, wie sie am besten so einen Streit lösen kann.

Trotzdem bleibe ich vorsichtig und beobachte, ob sie Geld bzw. Zigaretten "fordert".

Bisher habe ich ihr ja freiwillig ein bisschen was gegeben.

Und wenn sie gefragt hat, aber ich der Meinung war, dass es schon zu viel wäre, und NEIN gesagt habe, hat sie auch nie nachgebohrt oder gebettelt.

Allerdings habe ich (lt. meinem Partner, und ich denke es stimmt....) eine eher schlechte Menschenkenntnis.

Ich bin leicht zu durchschauen und leicht zu manipulieren.

Ich sehe immer vorrangig das Gute im Menschen bzw. ich will das Gute sehen und verschließe zu sehr die Augen vor negativen Dingen.

M$ilk"yj_e7x7


Was ICH von der Freundschaft habe?

Ich mag das Mädel wirklich.

Wir haben Spaß und ich habe gerne auch jüngere Leute um mich.

C ot?eSaMuvagxe


Wenn man tatsächlich befreundet ist, also Zuneigung und Empathie verspürt, und der Meinung ist, die junge Dame ist auf dem falschen Weg, und möchte ihr da helfen, dann ist das Zudrehen des Geldhahns eh nur ein Aspekt von vielen. Vernünftige Gespräche sind da viel wichtiger.

Seh ich auch so. Deswegen hab ich ja vorgeschlagen, die TE soll ihr nicht einfach Geld geben, sondern sich lieber mit ihr gemeinsam darum bemühen, dass sie eine Ausbildungstelle oder einen Job findet.

ich finds allerdings dann auch wieder tendenziell vermessen, zu meinen, man selber wüsste, was "man sollte", quasi zu wissen, was "der richtige Weg" sei, und das anderen aufzudrücken.

Naja, wenn ich für etwas Geld ausgeben soll, dann maße ich mir schon an, zu beurteilen, ob das der aus meiner Sicht "richtige" Zweck ist. Andere Leute können Wege gehen wie sie lustig sind, aber dann halt ohne mein Geld, wenn ich den Weg falsch finde.

Ich hatte leider vergangenen Sommer dieses Thema, dass ich von neuen Bekanntschaften manipuliert und finanziell ausgenutzt wurde.

Hm, und trotzdem begibst du dich schon wieder in eine Position, in der du in Vorleistung gehst und jemandem Geld gibst obwohl du das nicht müsstest. :-/

Mal eine Frage, die fies anmutet, aber nicht fies gemeint ist: Glaubst du, dass du keine Freundschaften schließen und erhalten kannst, wenn du für diese Menschen nicht unmittelbar etwas tust, wovon die einen Vorteil haben? Probier doch einfach mal, dich mit jemandem einfach nur zu treffen, zu quatschen, was gemeinsam zu unternehmen. SO fangen für mich Freundschaften an. Dass man jemandem mal aushilft wenn der dann in Not gerät kommt doch normalerweise erst später (oder auch gar nicht).

DUaxnte


Du gibst einer 17jährigen Zigaretten ??? ?

Das ist mehr als grenzwertig! Vermutlich sogar strafbar.

@ rr2017

Na, wie würdest du es denn finden, wenn jemand deiner minderjährigen Tochter Geld gibt, damit sie sich Drogen kaufen kann?

Im übrigen habe ich auch permanent kein Geld, ich gebe dir mal meine Kontodaten, ok?

50€/Monat würden wirklich enorm helfen.....

PhGsc'hbivest


Die Eltern des Mädchens rauchen sicher auch.

Warum sonst sollten sie es tolerieren dass die Nachbarin der Tochter Zigaretten schenkt?

C4inPn-among4


Ja, über die Sache mit den Zigaretten bin ich auch gestolpert... Das finde ich gar nicht gut. Ich finde es ja schon schlimm, wenn Menschen Ü18 rauchen. Aber dann ist es wenigstens ihre Verantwortung. Eine todbringende Sucht bei einem Minderjährigen zu fördern ist aber schon... falsch?!

Dass sie tagsüber nur schläft und nichts tut kann auch auf eine Depression hindeuten. Vielleicht weiß sie auch einfach nicht, WAS sie tun soll. Einfühlsame Gespräche mit einem lebenserfahrenen Menschen, dem sie freundschaftlich verbunden ist (Lass mich überlegen... wie wäre es mit dir ;-D ?), könnten da vielleicht etwas bewirken. Die Frage ist halt, warum sie keiner Beschäftigung nachgehen will. Vielleicht hat sie ja doch gute Gründe? Oder Gründe, die man gemeinsam aus dem Weg räumen könnte?

Wenn du aber keine mütterliche Freundin für sie sein willst, sondern nur eine Freundin, ist das auch okay. Wie CoteSauvage schrieb: Du musst rein gar nichts tun, keine Vorteile schaffen, damit dich jemand mag. Sowas ist nie gut, weil es dir das Gefühl gibt, nicht gut genug zu sein, und das stimmt nicht.

Geld geben würde ich ihr aber so oder so nicht mehr, das fühlt sich für mich einfach nicht freundschaftlich an, solange keine Notlage besteht oder man sich gegenseitig mal zum Essen einlädt oder sowas.

LG

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