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Geschenke weiterverkaufen

f3ussevlg88 hat die Diskussion gestartet


Ich habe meinem Partner zum Geburtstag ein Geschenk gemacht, das er sich sehr gewünscht hat. Zwar hat es keinen großen ideellen, aber durchaus einen monetären Wert und ich selbst habe auf etwas anderes verzichtet, um ihm sein Wunschgeschenk zu ermöglichen.

Nun sagte mein Partner mir, er verkaufe das Geschenk wieder, weil es ihm doch nicht gefällt. Ich war daraufhin schon sauer, denn für mich ist es durchaus ein Affront, wenn man Geschenktes weiterverkauft (und zwar nicht den hässlichsten Weihnachtspullover der Welt, sondern eben einen speziellen Wunsch). Ich selbst finde schon, dass man geschenkte Dinge "ehren" sollte.

Seine Meinung hingegen ist, dass er mit Geschenken tun kann, was er möchte, sonst wäre es ja kein Geschenk. Ihm gefalle es nicht mehr und deswegen möchte er es weiterverkaufen und etwas anderes für das Geld kaufen.

Was meint ihr dazu? Fändet ihr es ok, wenn euer Geschenk weiterverkauft würde? Oder sehe ich es zu eng?

Antworten
E7hem-aligyer WNutzeRr (#28287x7)


Faden verschoben

M=atze*Berl}in


klar kann man das weiter verkaufen! Aber ich bin auch nicht der Typ, der schnell eingeschnappt ist. ;-)

Was wars denn? Wenn er das für nur 50% verkaufen kann, ist es natürlich schon etwas ärgerlich.

ELlla7x1


Wie läuft es denn sonst so in Eurer Beziehung?

Wenn alles super ist und Ihr Euch nur in der Beimessung des Stellenwerts von Geschenken unterscheidet, würde ich mir keinen so großen Kopf machen.

Er denkt da halt ein wenig pragmatisch: das Geschenk hat einiges an Geld gekostet und würde nur herumliegen. Also verkauft er es lieber. Als Kompromiss könntet Ihr dann ja von dem Geld gemeinsam was machen, z.B. Essen gehen.

E/ineG[uteFrxage


Also ich hatte mal eine ähnliche Situation mit nem Kumpel den ich beschenkt hatte, auch der hat das Geschenk weiterverkauft. Ich fand das damals ziemlich kacke und auch mein Bekanntenkreis fand es (die es mitbekommen haben) total unverschämt.

Es kommt halt drauf an. Würde ich meinem Schatz zB. ein Handy schenken und er würde nach einer Weile sagen: "Du Schatz, mir gefällt das nicht mehr so, ich würds gern weitergeben und mir was anderes von kaufen" dann wärs für mich okay. Wenn ich ihm einen Ring schenken würde mit unserem Datum und er würde den verscherbeln (mal ausgenommen, dass er finanziell in Not wäre), dann wäre ich ziemlich sauer und enttäuscht.

VOerhuNetxer


ich selbst habe auf etwas anderes verzichtet

Das ist wohl eher das Problem. Weiß dein Partner das? Kann er es durch den Verkauf wiedergutmachen?

mtiYnuchxin


Wie lange ist die Schenkung denn her? Wenn es ihm nach langer Zeit nicht mehr gefällt und er es verkaufen möchte, fände ich es ok.

Wenn er direkt nach der Schenkung sagt, es sei nicht sein Ding, fände ich den Weiterverkauf auch in Ordnung. Gekränkt wäre ich ein paar Tage / Wochen nach Erhalt des Geschenks :-/

Coomr$an


Ich habe kein Problem damit, wenn jemand ein Geschenk nicht mehr möchte und sich davon trennt (ob verkaufen oder wegwerfen ist mir dann egal). Ich überlege mir höchstens, ob ich mit meiner Auswahl so danebenlag. Aber du betonst ja extra, dass es ein großer Wunsch von ihm war - dann hat er sich halt das Ganze schlecht überlegt und hat jetzt halt kein Geschenk mehr. Eher sein Problem als deins - würde er es behalten, wäre das Geld auch weg. ;-)

Wie du selbst betonst, hat das Geschenk nur einen monetären Wert, aber keinen ideellen.

Ich selbst finde schon, dass man geschenkte Dinge "ehren" sollte.

Man sollte dankbar sein, aber was soll denn "ehren" bedeuten? Auch selbst gekaufte Dinge sind mal ein Schuss in den Ofen und man trennt sich, warum nicht bei Geschenken? Würde ich Geschenke ehren, dann hätte ich schon schlechte Weine trinken müssen, hässliche Schüsseln im Schrank (manche Hochzeitsgeschenke waren wirklich :-X :-X :-X ), komische Bilder an der Wand usw..

Wie gesagt: wenn man sich selbst viele Gedanken gemacht hat und dann war's nix, dann kann ich eine gewisse Entttäuschung verstehen (aber auch keinen Affront, wenn es nicht gefällt). Aber das lag hier ja auch nicht einmal vor.

SVatpie+nNt


ich würde mal sagen:

es kommt drauf an, was es ist und wie er es gesagt hat.

grundsätzlich wäre ich vielleicht enttäuscht, wenn ich selbst auf etwas verzichtet hätte um dem partner einen gehegten wunsch zu erfüllen und er würde das geschenk dann plötzlich doof finden und verkaufen wollen. es würde mich vermutlich irritieren - aber je nachdem, was es eben ist, kann es ja auch verständlich sein. wie hier schon gesagt wurde: war es ein handy oder ein elektronischer gegenstand kann man durchaus feststellen, dass es doch nicht soooo toll ist, wie man sich das erdacht hatte und dann möchte man es eben lieber verkaufen, als sich damit rumzuärgern. finde ich durchaus legitim.

generell bin auch nicht die von der "einschnappsorte" sondern seh sowas eher relaxt. was soll er mit einem geschenk, mit dem er dann am ende doch nicht glücklich ist? :-/

fcusspel8x8


Also verkauft er es lieber. Als Kompromiss könntet Ihr dann ja von dem Geld gemeinsam was machen, z.B. Essen gehen.

Ne, er möchte ja etwas für sich dafür kaufen.

Was wars denn? Wenn er das für nur 50% verkaufen kann, ist es natürlich schon etwas ärgerlich.

Nix großartig persönliches, ne Sonderedition von seinem Hobby. Aber schon etwas für eine Summe, die wir uns nicht einfach mal so leisten können. Der Wiederverkaufswert ist schon gut. Aber danach wertet man doch auch kein Geschenk... :|N Dementsprechend ist das doch irrelevant.

Weiß dein Partner das? Kann er es durch den Verkauf wiedergutmachen?

Muss er das denn? Wenn ich etwas schenke, tue ich das ja gern. Ich hab ihm seinen Wunsch erfüllt und das nicht mit dem Hintergedanken gemacht, dass ich dafür was kriegen möchte. Aber ich finde eben schon, dass man zumindest ein Geschenk so "in Ehren hält" (übertrieben gesagt), das man sich selbst gewünscht hat und das man sich mal eben nicht einfach so schnell selbst holen kann.

Wie lange ist die Schenkung denn her? Wenn es ihm nach langer Zeit nicht mehr gefällt und er es verkaufen möchte, fände ich es ok.

Wenn er direkt nach der Schenkung sagt, es sei nicht sein Ding, fände ich den Weiterverkauf auch in Ordnung. Gekränkt wäre ich ein paar Tage / Wochen nach Erhalt des Geschenks :-/

Ich hab es ihm Ende letzten Jahres geschenkt. Erst war es total super und dann ist es ziemlich abgeflaut.

Wie gesagt: wenn man sich selbst viele Gedanken gemacht hat und dann war's nix, dann kann ich eine gewisse Entttäuschung verstehen (aber auch keinen Affront, wenn es nicht gefällt).

Das wiederum fände ich gar nicht soo schlimm. Sicherlich ist jede Idee lieb gemeint, kann aber auch mal daneben liegen. Mei, passiert. Wenn man sich aber so sehr ein bestimmtes Geschenk wünscht und es dann doch nicht mehr haben will, fühle ich mich schon gekränkt.

Mit Geschenk ehren treffe ich nicht so ganz das, was ich meine, deswegen die Anführungszeichen. Aber ja, dankbar kann man schon sein. Es bricht ja auch keinen Zacken aus der Krone, wenn man nicht direkt sagt, dass das Geschenk ja auch was wert bis und man lieber von dem Kapital was anderes kauft. Dann hätte ich auch einfach Geld in einen Umschlag stecken können.

Wie läuft es denn sonst so in Eurer Beziehung?

In welcher Hinsicht genau? Es läuft gut, trotzdem hat jeder seine Ecken und Kanten. Letztendlich kann er ja mit seinem Eigentum tun und lassen, was er möchte. Ich kann aber trotzdem sagen, wie blöd ich so eine Handlung finde und dass ich schon sauer bin, wenn Geschenke von mir einfach so weggegeben werden. Dann hab ich auch keine Lust mehr etwas zu schenken, weil ich das Gefühl habe, dass es nicht wertgeschätzt wird.

O)neiFlower


Seine Meinung hingegen ist, dass er mit Geschenken tun kann, was er möchte, sonst wäre es ja kein Geschenk. Ihm gefalle es nicht mehr und deswegen möchte er es weiterverkaufen und etwas anderes für das Geld kaufen.

Das hört sich nicht besonders feinfühlig an.

Ich würde mich ziemlich zurück ziehen und falls er fragt, würde ich ihn fragen, was er glaubt, welche Metabotschaft er Dir damit übermittelt.

Irgendwie finde ich die Story nicht völlig belanglos. Irgendwie ist das für mich ein ganz blödes Zeichen.

Auch die Art, wie er es formuliert hat. Ich wäre ziemlich verletzt und zwar auf eine Weise, wo ich mich fragen würde, was passieren müsste, damit das überhaupt reparabel ist.

Ein Geschenk ist nicht nur die Sache an sich, sondern hat auch etwas Persönliches... und er knallt Dir gerad Dein Engagement für ihn und die Investition auf eine ziemlich uncharmante Art vor die Füße...

Ist nicht heute Valentinstag. Was bedeutet es, wenn Du Dir an so einem Tag über so etwas Gedanken machen musst...

Ist der Typ es überhaupt noch wert?

fPusseXl8]8


Das hört sich nicht besonders feinfühlig an.

Nö, find ich auch nicht feinfühlig. Kann man das überhaupt auf nette Art sagen?

Ich wäre ziemlich verletzt und zwar auf eine Weise, wo ich mich fragen würde, was passieren müsste, damit das überhaupt reparabel ist.

Ja, darüber denke ich ja auch nach. Ich hab gerade überhaupt keine Lust etwas zu verschenken und überlege, wie das in Zukunft gehandhabt werden kann.

Ist nicht heute Valentinstag. Was bedeutet es, wenn Du Dir an so einem Tag über so etwas Gedanken machen musst...

Guter Gedanke, aber das Thema ist ja nicht von heute. Außerdem hat der Valentinstag nicht überall den Stellenwert, den uns das TV weismachen möchte ;-)

Ist der Typ es überhaupt noch wert?

Ja, immerhin ist das mein Ehemann und nicht immer so ein Elefant im Porzellanladen. Wenn er es nicht wert wäre, würde ich da gar nicht drüber nachdenken, sondern direkt mit allen Konsequenzen meine Meinung durchziehen ;-D

Danke für euren Input!

Ich finde interessant, dass die Meinungen da tatsächlich nicht gleich sind. Hier war das überraschenderweise wirklich ein größerer Zoff. Dachte gar nicht, dass man darüber großartig streiten kann.

a+ugu2<33


Ich schließe mich der Meinung von OneFlower an.

Der "Typ" hat vorher nicht nachgedacht und jetzt auch nicht. Du hast das Geschenk unter Verzicht möglich gemacht, er hatte es sich so gewünscht. Nach nicht mal drei Monaten ist sein Wunsch von damals schon nicht mehr gültig. Wie soll das in Zukunft mal werden. "Heute mal ein Kind, übermorgen lieber nein, und dann...?"

Heute entscheidet ihr euch für ein Möbelstück und nach drei Monaten sieht er ein anderes und möchte dann dieses; das alte neue kann man ja mit Verlust verkaufen.

Meine Frau hätte mich mit einer solchen Einstellung lange vor der Heirat zum Teufel gejagt!

f5usseal88


Wie soll das in Zukunft mal werden. "Heute mal ein Kind, übermorgen lieber nein, und dann...?"

Heute entscheidet ihr euch für ein Möbelstück und nach drei Monaten sieht er ein anderes und möchte dann dieses;

Naja, ein Kind gibt's sicherlich nicht nur, weil er sich das so wünscht und ich es möglich mache ;-) Ein Kind schenken wird ach eher... Schwierig.

Möbel für die gemeinsame Wohnung sucht man ja auch in der Regel gemeinsam aus und selbst wenn er sagt, ihm gefällt es nicht mehr, sag ich: Mir gefallen die aber und du wolltest sie vor kurzem auch noch. Und wenn ich Möbel für unsere Wohnung alleine finanzieren sollte, sollte er froh sein, dass er ein neues Sofa hat. Kann sich ja ansonsten auch auf den Boden setzen ;-)

Die Beispiele finde ich ein bisschen unpassend. Nur, weil man sich uneinig in einem Thema ist, würde ich keine langjährige Beziehung und Ehe komplett in Zweifel ziehen. Was nicht ausschließt, dass es trotzdem immer wieder kleine und auch mal größere Konflikte gibt.

CHleo Ed;wards v. Davo0nxpoort


Ich hab gerade überhaupt keine Lust etwas zu verschenken und überlege, wie das in Zukunft gehandhabt werden kann.

Diese Konsequenz würde ich draus ziehen. Du hast ihm etwas gekauft was er wollte und was für eure Verhältnisse viel Geld gekostet hat.

Ich glaube am meisten würde mich anpissen dass er das damit rechtfertigt dass es sein Geschenk ist und er damit machen kann was er will. Anstandshalber würde ich zumindest erwarten dass er irgendwie fragt und durchblicken lässt dass es ihm leid tut.

Im Endeffekt kann es schon passieren dass sich ein erwünschtes Geschenk halt nicht als soooo super entpuppt und es schade drum ist wenn viel Geld vergammelt. Ich würde mir aber nach der Reaktion überlegen (nä, ich nicht) ob ich noch mal so verzichte um ein Geschenk zu kaufen was er will.

dass er mit Geschenken tun kann, was er möchte, sonst wäre es ja kein Geschenk.

So gaaaanz stimmt das ja pauschal nicht.

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