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Bisexuell in Beziehung. Verlangen nach anderem Geschlecht?

J2a!


Es ist eine freie Entscheidung, mit einem Mann oder mit einer Frau zusammen zu sein, eine auf Treue basierende Beziehung einzugehen oder eine offene Beziehung zu leben. Aber es ist schon etwas seltsam, sich mit seinem Partner auf eine Beziehung zu einigen, die auf Monogamie, auf Treue basiert und die Vereinbarung dann zu brechen, aber an der Beziehung festzuhalten.

Na ja, Treue hat halt nicht nur die körperliche Dimension. Zugegeben: Wenn ich gewusst hätte, dass meine Sehnsucht nach einer Frau mal so groß werden würde, dann hätte ich das bei der Beziehungsanbahnung auch klipp und klar so gesagt, damit alle gewusst hätten, woran sie sind. Ich wusste das aber nicht. Ich dachte, ich bin monogam veranlagt. Heute würde ich das gleich beim Kennenlernen offen thematisieren, weil ich im Laufe meines Lebens gemerkt habe, dass mir ohne die weiblichen Aspekte der Sinnlichkeit etwas Entscheidendes fehlt. Ich möchte die Beziehung zu meinem Mann deshalb aber nicht beenden, weil sie eben auf mehr basiert als der sexuellen Treue. Das ist einerseits eogistisch, weil ich ihn liebe und nicht verlieren will. Und auf der anderen Seite hat es aber auch mit meinem Verständnis von Treue und Loyalität zu tun, denn es wäre wie gesagt alles andere als fair, ihn durch meine Offenheit nach all den Jahren zu verletzen.

Ja, ich riskiere trotzdem, dass er verletzt wird und das ist nicht nobel von mir. Aber die Alternative lautet Trennung und wäre auf jeden Fall mit großem Schmerz verbunden. Und das versuche ich eben zu vermeiden, gerade weil ich ihn liebe.

J)a!


Was hindert Dich daran eine gute Freundin zu haben, mit der Du viele Interessen teilst.

Man kennt sich gut und tauscht sich immer wieder aus.

Für mich als Mann ist es gut zu wissen, daß meine Frau eine solche Freundin hat, mit der sie auch Dinge besprechen kann, die sie mich nicht fragen will.

Wenn es zwischen den beiden zu "Streicheleinheiten" kommt, brauche ich davon doch nichts zu wissen.

Das ist übrigens genau das "Modell", das ich lebe. Ich habe eine (beste) Freundin, mit der ich mich regelmäßig treffe, was absolut kein Problem für meinen Mann darstellt. Er weiß, dass sie meine engste Vertraute ist und wir sehr "in touch" sind und wenn ich einmal ein Jahr ein "Wellnesswochenende" mit ihr verbringen möchte, dann wünscht er uns beiden viel Spaß.

Rmalp"h_!HH


Wenn es zwischen den beiden zu "Streicheleinheiten" kommt, brauche ich davon doch nichts zu wissen.

Diese Toleranz seitens Antosteck unterscheidet seine Beziehung von deine von Ja! und Alias. Ja!, zu behaupten, das wäre das Modell, was Du lebst, ist dreist, denn Dein Partner gibt Dir diese Freiheiten nicht, Du nimmst sie Dir und belügst ihn...

Jiax!


Ja!, zu behaupten, das wäre das Modell, was Du lebst, ist dreist, denn Dein Partner gibt Dir diese Freiheiten nicht, Du nimmst sie Dir und belügst ihn...

Also genau genommen haben wir nie darüber gesprochen, ob ich sie nur zur Begrüßung oder auch zwischendurch küssen darf... und ob wir uns auch gegenseitig massieren dürfen, wenn wir gar keine Verspannungen haben... Aber du hast natürlich Recht: Es hat einen Grund, dass ich es nicht offen thematisiere. Er hätte ein Problem damit, zu wissen, dass diese Berührungen erotische Empfindungen bei mir auslösen. Deshalb behalte ich diesen Aspekt für mich. Direkt angelogen habe ich ihn für mein Empfinden aber übrigens nie. Das mag man spitzfindig finden, aber für mich ist es schon ein Unterschied, ob ich ihm vorlüge, dass ich mich mit meiner besten Freundin treffe und mich dann heimlich mit einem anderen Kerl treffe oder ob ich ihm "nur" verschweige, welche Gefühle die Berührungen meiner besten Freundin an so einem Wochenende bei mir auslösen. Er hat mich nie danach gefragt und ich erspare ihm diese Details, weil sie ihn verletzen würden. Das ist nicht gut, aber es ist eben ein Weg mit dem Dilemma umzugehen und ich finde es in Ordnung, weil damit erstmal keinem weh getan wird.

Wenn es rauskommt, dann....... ja. Muss ja aber nicht.

D$ie S4eheNrin


Sehr bedenklich finde ich den Ansatz den Fortbestand einer Beziehung auf "Nichtwissen(wollen)" zu begründen.

sind das aber nicht parameter, die innerhalb der beziehung verhandelbar sind, bzw. auf den tisch gelegt werden müssen? ich gehöre noch zu einer generation, in der wir gar nicht über sexuelle exclusivität geredet haben, weil die quasi unterstellt war, nachdem klar war, dass man zusammen ist.

irgendwann ändern sich aber zeiten, beziehungen, sehnsüchte, bedürfnisse... und dann ist doch die kommunikation wichtiger denn je!

mein mann und ich haben beide unsere klare meinung dazu kundgetan, jeder weiß, was der andere in welchem fall (nicht)wissen wollen würde und mein vertrauen in ihn ist so groß, dass ich sicher bin, er hält sich daran!

J_a!


ich gehöre noch zu einer generation, in der wir gar nicht über sexuelle exclusivität geredet haben, weil die quasi unterstellt war, nachdem klar war, dass man zusammen ist.

Das ist auch so ein Aspekt... Kann gut sein, dass sich das geändert hat, aber bei uns war das ähnlich. Wir haben uns nicht zu Beginn hingesetzt und den Beziehungsrahmen abgesteckt, sondern wir mochten uns, haben uns immer öfter getroffen, wurden irgendwann immer zärtlicher im Umgang, sind miteinander intim geworden und irgendwie war dann klar, dass "man" zusammen ist und das war gut so. Man wollte einfach die Zeit zusammen verbringen und da war gar kein Raum für andere. Ich habe das nicht hinterfragt und er auch nicht. Es gab beim Kennenlernen kein Gespräch über Monogamie oder gar darüber, wie weit man gehen darf mit anderen. Keine DO's und DONT's, auf die wir uns irgendwie verbal geeinigt hätten. Es war einfach so, dass wir irgendwann zusammen und glücklich waren und erst sehr viel später habe ich gespürt, dass es da etwas gibt, das mir mein Mann einfach nicht geben kann. Etwas, das ich vermisse, aber nicht in meiner Beziehung zu ihm, sondern außerhalb gelagert. In unserer Beziehung selbst bin ich glücklich. Er gibt mir alles, was er mir als Partner geben kann. Aber genau so, wie ich eine gleichgeschlechtliche Vertraute als Freundin zum Reden brauche, genau so sehne ich mich nach weiblicher Zärtlichkeit und Sinnlichkeit. Ich habe dann versucht, das zu thematisieren und gleich gemerkt, dass er damit überhaupt nichts anfangen kann. Er ist aber auch nicht so, dass er alles wissen will. Also von ihm stammen durchaus Sätze wie "Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß". Gerade auch jetzt, wo es andere "Prioritäten" gibt im Leben, als Sexualität für ihn, eben durch Alter und Krankheit.

Ich denke daher, dass ich schon in seinem Sinne handle, auch wenn die Sache verzwickt ist. Denn wenn er es wüsste, käme er sicher nicht damit klar. Aber manchmal will man halt auch gar nicht alles wissen...

ncipp4man1x1


bin auch seit jahren verheiratet.

mag sie sehr..

dann gibt es tage da sehne ich

mich nach einem mann

E6hemal%iger NLutzerL (#56x8697)


Warum sollte er das müssen? Er kann doch mit jedem Menschen zusammensein der auch eine offene Beziehung leben will?

Diese Menschen warten aber nicht an allen Ecken. Und außerdem ist es ja auch nicht ausgeschlossen, dass ein Bedürfnis erst während der Beziehung stärker hervortritt. Ich sehe nicht, dass man deswegen eine ansonsten funktionierende Beziehung wegwerfen muss. ":/

Muss er doch gar nicht? Er kann doch die Beziehung weiter führen wollen? Nur hat er nicht fürs Gegenüber entscheiden ob das Gegenüber diese Beziehung dann eventuell wegwerfen will oder nicht, oder ob das Gegenüber die Beziehungsvereinbarung auch ändern will - vielleicht ganz anders als erwartet?

Auch viele Bisexuelle, die fremdgehen und die in der Heimlichkeit stecken bleiben haben schlicht und ergreifend Angst davor, dass der Partner oder die Partnerin mit der Entwicklung dann eben mittelfristig doch so umgeht zu sagen: Ok - dann öffnen wir die Beziehung sexuell für uns beide und schaun mal was passiert. Es geht dabei in den meisten Fällen doch eher darum dem Gegenüber indirekt vorschreiben zu wollen welche Art von Beziehung das Gegenüber zu leben hat (monogam) während man selbst für sich aussucht was man möchte, das Gegenüber als "Rückfalllösung" behält (objektorientierung) und das mit der eigenen Veranlagung begründet für die man ja nix kann.

Bisexuelle haben es beim Ausleben von Fremdgehen nur noch eine Spur leichter als "normale" Fremdgänger, weil sie eine breitere Auswahl an potentiellen Partnern haben. Das ist eigentlich der einzige Unterschied.

sdolanxi


mein mann hat auch nichts dagegen wenn ich mit anderen schlafe.

ihm gefällt das sehr und es bereichert unser sexleben und unsere ehe.

er selbst hat nicht den dran( sagt er jedenfalls) mit anderen frauen zu schlafen, jedoch ist mein drang es mit anderen männern zu tun sehr ausgeprägt.

zu einer guten partnerschaft gehören gefühle, kompromisse und vertrauen.

P3IA


mein mann hat auch nichts dagegen wenn ich mit anderen schlafe.

Ich schlafe nur mit meinem Mann, mit allen Anderen habe ich "nur" Sex... |-o

sYol,anxi


@ PIA

so ähnlich hab ich es auch...nur mein lover übernachtet auch öfter hier...und mit ihm hab ich eine andere beziehung ..... den mag ich auch sehr.....nicht nur für sex also |-o

HzoNeY1x401


Hallo,

Ich habe irgendwie so ein ähnliches Problem. Bin mit einer Frau verlobt und habe hin und wieder das Bedürfnis mal wieder mit einem Mann zu verkehren. Hast du mittlerweile eine Lösung finden können wie du zufriedener in deiner Ehe bist ? Nur wenige können akzeptieren das man beides möchte, der Partner teilt einen ungern, daher Frage ich mich warum sich das jeder so einfach vorstellt.

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