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Mein Fuß, mein Leben, mein Umfeld, meiner Trauer

E|llQaPriopexlla


Lilja... zunächst mein Mitgefühl für Deine schwierige Situation. Beim Lesen hat mich jedoch das Gefühl beschlichen, dass Du Dir irgendwie "nicht verzeihen kannst, überlebt zu haben" und Du Dir die Amputation des Fusses "als Strafe ausgesucht hast".

Du hast einen heftigen Unfall erlebt, mit erheblichen Einschnitten in Dein Leben, ein Mensch ist ums Leben gekommen, zwei andere schwerst verletzt und gezeichnet fürs Leben. Du hast überlebt, bist relativ glimpflich "davongekommen".

Der verletzte Fuß ist ein Stellvertreter, der Sündenbock, Du hoffst inständig, dass alle Probleme weg sind, wenn er weg ist. Ich befürchte, das wird nicht so sein.. wie auch schon meine Vorschreiber bemerkten.

Bevor der Fuß unwiederbringlich verloren, weil amputiert, ist.. such Dir therapeutische Hilfe, arbeite das Unfallgeschehen auf. Hol Dir weitere Meinungen zu den Verletzungen des Fußes, vielleicht alternative Heilmethoden, zB Verbände mit Honig oder FliegenMaden.. bei schlecht heilenden Wunden und Verletzungen kann das helfen.

Ich wünsche Dir Alles Gute

DNieDosism=achtda/sxGift


Liebe TE,

Dein Beitrag macht ohne Dich persönlich zu kennen sehr betroffen. Ganz einfach mir als Mensch der in der Lage ist sich (zumindest) rational den Ablauf eures Unfalls vorzustellen - macht etwas mit einem selbst. Es wäre leichter Dir jetzt mit empathischen Worten zu schreiben, wie schlimm das alles ist und wie bedauerlich. Das ist es, hilft Dir aber gerade nicht weiter.

Aber es ist jedoch schwer, als jemand, der nicht selbst in der Unfallsituation steckt, den komplexen Schmerz dahinter emotional so richtig erfassen und einzuordnen. Du wirst diesen verhängnisvollen Abend hunderte vielleicht tausende Male durch Deinen Kopf kreisen gelassen haben. Dir Fragen stellen, an welcher Stelle hätte sich all das noch abwenden oder verhindern lassen. Das gehört zum Verarbeitungsprozess, um zu überleben, damit meine ich nicht das Leben selbst, sondern Dich als Persönlichkeit mit Seele und Gefühlen, als der Mensch der jeden Tag aufsteht und seinen Tag bewältigen muss, trotz dieses Geschehens.

Ich möchte nicht wiederholen, was die Vorschreiber bereits an klugen Empfehlungen und Gedanken geäußert haben.

Aber ich kann Dir versichern das Leben, Dein Leben geht weiter - wenn Du lernst los zu lassen. Diesen Abend und diese Erinnerungen. Das tust Du im Moment noch nicht, und Dein Fuß zeigt Dir, dass der Einklang zwischen Körper und Seele noch nicht besteht.

Beraube Dich nicht der Chance wieder gesund zu werden. Wenn die Amputation realistisch notwendig gewesen wäre, dann wäre dieser Eingriff längst vorgenommen worden. Das ist operativ relativ zeitnah machbar, dass weißt Du selbst.

Gerade, weil es unnötig ist zögern die Ärzte und ich kann sie nur loben, dass sie Dir nicht die Möglichkeit geben, eine Kurzschlusshandlung zu begehen.

An der Art wie Du diesen Unfallabend beschrieben hast, fast einem fotografischen Gedächnis gleich, ist erkennbar wie tief Du noch mittendrin steckst in dem Trauma. Ein Mensch, der bereits begonnen hat zu verarbeiten beschreibt so eine Situation völlig anders als Du es in Deinem Beitrag tust.

Mein Rat wäre, such Dir eine Traumaklinik oder noch besser eine Klinik mit ganzheitlichen Methoden, die Dich sowohl körperlich als auch geistig/mental gesunden lassen. Lass Dich intensiv begleiten, Dir Hilfe holend. Du brauchst nicht die Last der anderen mitragen. Damit holst Du niemanden wieder zurück oder ermöglichst den anderen kein anderes oder leichteres Leben.

Es gibt Kliniken mit alternativen Heilungsangeboten, ich würde die traditionelle chinesische Heilkunst bevorzugen für Deinen Fall. Es gibt sehr gute Fachkliniken, mit Ärzten, die sowohl schulmedizinisch als auch alternativ beschult sind.

Lass Deinen Geist gesunden und Dein Körper wird ihm folgen. Umgekehrt funktioniert das in einem Fall wie Deinem leider nicht. Du brauchst Hoffnung für Dich, dass Du ohne Ängste, Bedauern und Schuldgefühle weiter leben darfst.

Das Leben kann Dir nicht jede Warum-Frage beantworten, dass ist unmöglich. Es gibt Dinge, die passieren ohne das wir jemals darauf eine Antwort bekommen, die uns im Herzen und vom Kopf her befriedigen kann. Das ist leider so und nicht änderbar.

Gib Dir eine reale Chance, ergreif sie. Hol Dir gute Berater an die Seite, die gibt es. Es gibt einen Weg ohne die Amputation, wenn Du Dich darauf innerlich einlässt. Aber nur dann. Du hast diese Stärke, sie hat Dich bis in den heutigen Tag innerlich getragen und Dir den Mut gegeben in diesem Forum offen zu schreiben was Dich beschäftigt und quält.

Dieser Schritt sollte nicht umsonst passiert sein, weil Du Zuspruch für etwas suchst, dass bisher von ärztlicher Seite nicht bejaht wurde. Übernimm nun für Dich die eigene Verantwortung, die bisher Ärzte für Dich mit getragen haben, in dem sie Deinem Wunsch nicht nachgegangen sind, leicht verdientes Geld für eine 1- 1,5 Stunde OP mit Nachversorgung einzustreichen.

Du änderst das Leben mit Deinem Geist und neuen Lebensmut, aber nicht mit dem Skapell!

Lass Dir helfen, ganzheitlich und zeitnah, dass ist meine Bitte an Dich. :)_ :)* :)*

wCinterNsonnea 01


Hat jemand Frieden mit der Amputation geschlossen, sind die Schmerzen kaum bis gar nicht vorhanden. Hadert jemand mit seinem Schicksal, so ist der Fokus auf das fehlende Gliedmaß und man spürt die Schmerzen.

na soetwas zu schreiben ist gefährlich, da wissenschaftlich nicht bewiesen. Die Ursache von Phantomschmerzen ist mit so einer einfachen (verzeih: naiven und bisschen manipulativen Sichtweise sicher nicht zu erklären ":/

CThrixsale


Ich sagte ja auch nicht, dass es bewiesen ist... es bestätigt nur meinen (!!!) Verdacht.... Die Ärzte werden schon wissen was sie sagen. Allein nur auf ihren Wunsch ohne medizinische Indikation ist eine Amputation natürlich nicht möglich, aber das wissen wir alle.

A)ufRDer*Arbgeixt


Warum schreibe ich hier? Weil ich vielleicht innerlich die Entscheidung schon längst getroffen habe. Ich will ihn weghaben. Ich will ihn amputiert haben, ich will eine Prothese tragen mit der ich wieder Leben kann. ich will wieder volleyball spielen, skifahren, ins Wasser gehen... . Ich will wieder Leben. Habe Termine mit Ärzten gehabt. Die sagen ich solle erstmal eine Therapie machen.

Ich glaube das du unterschätzt, wie das Leben mit einer Protese ist und wie lange es dauert, damit zurecht zu kommen. Das geht nicht in 3 Wochen, du wirst Jahre brauchen bist du mit deiner Protese so mobil bist, wenn du es überhaupt schaffst. In diesen Jahren könnte dein Fuss aber auch wieder geheilt sein... eine Protese bleibt aber dein Leben lang.

Ich finde den Rat der Ärtze gut, erstmal eine Therapie zu machen. Deine Psyche spielt auch bei der Heilung deines Fusses eine große Rolle.

Ich drücke Dir die Daumen :)*

TporZtue7


jetzt is er der einzige Mensch der sagt. Ich will das du glücklich bist ob mit einem oder zwei Füßen.

Aber warum will mein Umfeld nicht, dass ich glücklich bin?

Ich bin mir sicher, dass Dein Umfeld will, dass Du glücklich bist. Sie sehen nur den Weg dahin anders als Du im Moment. Und echte Zuneigung drückt sich nicht darin aus, dass man jemandem einfach recht gibt, weil der das gerade so hören möchte...

Oder... habe ich einen blinden Fleck?

Bestimmt - den haben wir doch alle, ganz besonders unsere eigenen Probleme betreffend ;-)

Ich könnte mir vorstellen, dass einer Deiner blinden Flecke ist, dass Du Dir das mit der Amputation zu einfach vorstellst. Das Ding macht Probleme, also weg damit. So funktioniert das meines Wissens aber nicht. Abheilung, Anpassung, Gewöhnung und neu lernen mit der Prothese - ich bin keine Spezialistin, aber sowas dauert. Und Dein Leben wird, auch wenn Du das ungern hörst, auch nachher nicht wieder sein, wie es vor dem Unfall war.

ich rede eigentlich nicht darüber, ich schreibe nicht darüber... ich möchte nicht, dass das alles in meinem Leben eine Rolle spielt.

Du möchtest, dass das alles nie passiert ist. Das geht aber nicht. Ich denke, diese Tatsache müsstest Du als erstes wirklich akzeptieren - das könnte auch den Weg für eine (innere und äussere) Heilung frei machen.

Ich finde den Vorschlag, Dich psychologisch mit der Situation auseinander zu setzen, sehr gut. Dieser Thread ist ein Anfang (Du schreibst nun darüber! :)^ ), der Dir bestimmt nicht leicht gefallen ist. Geh doch diesen Weg weiter - auch im Rahmen einer Therapie. Du hast dabei nichts zu verlieren, aber vielleicht viel zu gewinnen. :)_

F\UNFxAN


Deine psych. Problematik bedarf der professionellen Hilfe,

für das rein körperliche Fuß-Problem bekommst du eine PN (weil viell. öffentl. Empfehlungen zu Behandlern nicht den regeln entspr.?)

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