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Freundschaft? Oder doch nur ausgenutzt werden?

Alias 735998 hat die Diskussion gestartet


Hallo *:)

Das ist nun schon der zweite Versuch, dieses Thema aufzuschreiben. Gestern habe ich es irgendwie nicht so ganz geschafft. Nach ganz viel geschriebenen Zeilen, hab ich es einfach wieder gelöscht.

Warum, weiß ich nicht. Ich weiß auch nicht so wirklich, was ich mir erhoffe, wenn ich alles einmal aufgeschrieben und online gestellt habe.

Es geht um das Thema Freundschaft und was man von einer solchen erwarten sollte/kann.

Ich weiß, ich bin nicht ganz einfach in der Hinsicht, weil ich selbst zwar in der Lage bin, sehr viel in diese Richtung zu geben, aber auch einige "Ansprüche" an eine Freundschaft habe. (damit meine ich nun Dinge, wie Ehrlichkeit, füreinander dasein, wenn es mal Probleme gibt, etc. .. ) Ich habe allerdings viele Bekannte, mit denen ich mich wunderbar austauschen kann, wenn man sich mal trifft. Und auch mit den Menschen, die ich nicht so wirklich gerne mag, komme ich soweit gut zurecht, dass man sich vernünftig miteinander unterhalten kann.

Ich habe eine Familie (einen Mann, zwei Kinder) und somit ist es schon aus Zeitgründen nicht so, dass ich erwarten würde, dass eine Freundin mit mir jede freie Minute verbringt. Das ist auch nicht meine Art, ich bin gerne auch mal einfach nur so für mich, wenn ich nicht gerade was mit meiner Familie unternehme.

Nun ist es so, dass ich bis vor ungefähr einer Woche dachte, ich hätte eine Freundin. Wir haben uns vor Jahren kennengelernt. Allerdings war der Kontakt bis vor ca. 1 1/2 Jahren nie besonders eng, da sie eine gute Freundin von einer Frau ist, mit der ich nichts zu tun haben möchte. (wir waren einmal sehr gut befreundet, allerdings ging diese Freundschaft in die Brüche)

Ich wollte einfach nicht dazwischen stehen, oder aber es so aussehen lassen, als dränge ich mich in etwas hinein. Zwar waren die Gespräche immer ganz nett, wenn man sich mal zufällig traf, aber ich hielt Abstand und habe diverse Anfragen zu Treffen mit den Kindern (sie hat zwei Mädchen, ich zwei Jungs, die sich auch gerne mögen, aber nie viel miteinander zu tun hatten, weil wir einen anderen Kindergarten hatten) immer abgelehnt. Irgendwann kam dann einmal das Gespräch darauf, dass sie mich ganz gerne mögen würde und durchaus in der Lage wäre, diese beiden Freundschaften zu trennen und dass sie sich sehr darüber freuen würde, wenn ich ihr eine Chance geben würde.

Von da an haben wir uns regelmäßig über WhatsApp ausgetauscht (Schule der Großen, Kindergarten der Kleinen, Alltagsprobleme, Thermomixrezepte, Sorgen ihrerseits mit vielen anderen Müttern, von meiner Seite Sorgen um zwei Freundschaften meines Sohnes und den jeweiligen Eltern), zu Treffen kam es eher selten. In den letzten 1 1/2 Jahren ca. 6 mal, da wir einfach zu viele unterschiedliche Aktivitäten/Hobbies der Kinder haben und so einfach auch die Zeit nicht da war.

So, soweit so gut.

Nun sind unsere Kleinen seit letztem Jahr zusammen in einer Klasse. Der Kontakt ist mehr geworden. Sie hat mir regelmäßig ihre Sorgen geklagt, manchmal auch noch spät abends und in ewig langen Nachrichten per WhatsApp.

Was ich am Anfang noch als Hilfbereitschaft ihrerseits anderen gegenüber betrachtet habe, die oft ausgenutzt wurde, ging dazu über, dass sie einfach über alles und jeden negativ geredet hat. Ob sie nun recht hatte oder nicht, weiß ich nicht, da ich ja nur ihre Sicht kenne. Bis vor kurzem dachte ich, sie wäre im Recht, allerdings hat sich das geändert. Ich habe ihr bei einem kürzlich auftretenden Problem einmal gesagt, dass sie sich das doch nicht gefallen lassen soll. Und dann meinte sie, ich wüsste nur die Hälfte, immerhin würde ihr xy auch da und dabei helfen. (das hatte sie zuvor noch nie erzählt, es sah immer so aus, als würde sie von der Frau nur ausgenutzt)

Hatte ich einmal Probleme, dann wurde es damit abgetan, dass man das so und so zu regeln habe und dann wäre gut. Ich wäre auch selbst verantwortlich dafür, dass ich dieses Problem nicht los werden würde, wenn ich nur so zaghaft agieren würde (es ging darum, dass ich das Gefühl hatte, dass der neue "beste" Freund von meinem Großen, diesen nur als Ferienfüllung benutzte, aber sobald jemand anders Zeit hatte, nach den Ferien, meinen Sohn fallen ließ. Das zeichnete sich allerdings auch immer erst im Laufe der letzten Ferien ab, weshalb es natürlich seine Zeit brauchte, bis ich das wirklich wahrgenommen hatte - und selbst dann ist es die Freundschaft meines Sohnes, zu der ich ihm zwar sagen kann, was ich denke, aber diese nicht für ihn "regeln" wollte).

Na ja gut. In der Hinsicht fühlte ich mich etwas vor den Kopf gestoßen, hab aber gedacht, es wäre halt ihre persönliche Meinung dazu. Gewundert hat mich allerdings, dass sie im Gegenzug bei ihrem eigenen "Freundeskreis", über den sie sich so oft geärgert hat, nie so konsequent war, wie sie es mir angeraten hatte. Da ist sie immer den bequemsten Weg gegangen. Hat sich oft bei mir ausgeweint und dann doch wieder den Kontakt gesucht, weil es ja im Sinne der Kinder sei :-/

Ich selbst bin da eher konsequent. Habe ich erst einmal jemanden als "Freund" aussortiert, dann gibt es in der Hinsicht auch keinen Kontakt mehr. In den beiden zu Anfang erwähnten Fällen habe ich sogar den privaten Kontakt der Kinder unterbunden. Allerdings waren in dem Fall auch der Streitpunkt die Kinder und diese beiden Jungs haben vom Verhalten her einfach nicht in unser Erziehungsbild gepasst und meinen Sohn so oft verletzt, dass er selbst mit ihnen auch nichts mehr machen wollte. (Zwischen den Kindern hat sich die Situation nun so gut entspannt, dass sie in der Schule gut miteinander auskommen und auch gerne was zusammen machen in den Pausen und privat findet nichts mehr statt. Das funktioniert gut. Mit den Eltern habe ich keinen Kontakt und möchte auch keinen.)

Aber zurück zu meinem Problem. Kurz vor Weihnachten gab es eine Situation, in der ich mich von meiner "Freundin" sehr benutzt fühlte. Es ging um einen Schulausflug, bei dem es vorgesehen war, dass nur eine Begleitperson neben dem Lehrer mitkommt (bei den Kleinen in der ersten Klasse). Das war mir, da ich die Klasse im Rahmen von Basteltagen etc. nun schon sehr oft "erlebt" habe und auch vom Lehrer selbst gehört habe, dass die Kinder teilweise wirklich schwierig sind, zu wenig. Ich hatte dann für mich entschieden (mit meinem Mann), dass mein Sohn nicht mitfahren würde, wenn nicht noch eine zusätzliche Begleitperson mitkommen könnte.

Meine Freundin hat sich furchtbar aufgeregt, wie der Lehrer das so planen könne. Die Risiken, das was passiert, da könne sie ihr Kind unmöglich mitgehen lassen. Ich solle mich durchsetzen, ihm schmeicheln, in seinem Ego untersützen usw. Ich MÜSSE unbedingt mitfahren.

Habe ich nicht gemacht. Ich bin hin, habe dem Lehrer erzählt, was mich belastet, habe mir seine Argumente angehört und dann sind wir zu dem Schluss gekommen, dass mein Sohn eben nicht mitfährt und er stattdessen in die Parallelklasse gehen wird. Für meinen Sohn war das okay.

Also sagte ich meiner Freundin das und da meinte sie, dass sie ihrer Tochter das nicht antun könne, dass sie zu Hause bleibt, sie hätte schon so so wenig, sie würde mitfahren.

Hallo? Entweder habe ich Angst, meinem Kind passiert was, oder eben nicht.

Kurz darauf bekam ich einen Anruf vom Lehrer, er habe mit einem weiteren Lehrer gesprochen und sie seien sich einig, dass es vielleicht doch besser wäre, ich würde mitfahren. Als meine Freundin das hörte, bekam ich eine lange Liste, auf was ich alles bei ihrem Kind zu achten hatte.

Ich war sehr erschüttert, weil ich mich benutzt fühlte. Brauchte ein paar Tage um darüber nachzudenken, was ich nun machen solle. Am liebsten hätte ich mit ihr geredet und ihr gesagt, wie doof ich das fand. Aber dann hab ich mich dagegen entschieden und es einfach auf sich beruhen lassen.

Nun der Knackpunkt, letzte Woche: Wir waren vor der Schule im Gespräch, als sie mich einfach mittendrin stehen ließ und zu jemand anderen quer über die Straße gelaufen ist. Ich erzählte ihr gerade von etwas, was mich belastete.

Sie kam auch erst wieder, als ihr Kind kam, nahm den Ranzen und ließ mich stehen.

Ich hatte den ganzen Nachmittag daran zu knabbern. War wütend. Und traurig.

Am nächsten Tag sprach sie mit mir, als wäre nichts gewesen. Da ich das nicht konnte, sagte ich ihr, was mich ärgerte und bekam zur Antwort, das wäre mein Problem und damit solle ich alleine klarkommen.

Schlimmer, als die Situation an sich, fand ich die Reaktion auf die Situation. Ich dachte, man könne darüber reden und dann wäre gut. Aber so war es nicht gut. Ganz im Gegenteil, ich merkte, dass es nicht mehr gut sein kann. Den Nachmittag und den Tag darauf habe ich damit verbracht, mich mit ihr damit auseinander setzen zu wollen, aber sie ging nicht ans Telefon und machte mir auch die Türe nicht auf. Es ging nur über WhatsApp. Und das war mir dann irgendwann zu blöd.

Sie schrieb Dinge wie "hätte sie doch auf die andere Frau gehört, sie meinte schon, sie würde sich mit den falschen Leuten abgeben" oder es wäre "meine böse Willkür", dass ich das Treffend er Kinder für den nächsten Tag (das erste mal in diesem Jahr) abgesagt hatte, weil ich es einfach nicht passend fand in der Situation. Viele Gemeinheiten.

Ich habe dann geschrieben, dass es wohl einfach nicht passt. Das ich aus diesem Grunde Abstand bräuchte.

Und ganz ehrlich? Seitdem geht es mir besser. Keine ewigen Nachrichtenwellen mehr, über anderer Leute Probleme teilweise bis tief in die Nacht, selbst wenn ich Nachtschicht hatte. Kein Klagen mehr über irgendwelche Wehwechen, oder wie fies ihr Mann und ihre Tochter wieder zu ihr waren. Wie ätzend ihre Arbeit ist. Und und und.

Ich habe erst jetzt erkannt, wie sehr mir das alles auf die Nerven gegangen ist.

Heute wünsche ich mir, ich hätte auf meine innere Stimme gehört, die damals sagte, ich solle es sein lassen.

Was meint ihr? Hat ein solches Verhalten was mit Freundschaft zu tun?

Vielen Dank für das Lesen dieses irre langen Textes.

Antworten
E)hemalige(r Nutze1r (^#24x2230x)


Nein, dieses verhalten hat nichts mit Freundschaft zu tun.

Das hat was damit zu tun, dass man es sich als Mama dann ganz einfach machen kann, wenn man sich mit anderen Mama's anfreundet....

Nett finde ich die Frau auch nicht wirklich. :°_

Und dich braucht das auch nicht jucken. Buche es als Erfahrung ab, auch wenn du deinen Linien nicht ganz treu warst und nochmal auf Sie eingegangen bist. Das gehört denke ich auch dazu, dass du nun tatsächlich einfach diesen Strich unter dieser Pseudo-Freundschaft setzen kannst.

Und ich denke, du darfst das nächste mal wenn Sie auf dich locker-fröhlich zu kommt, dich auch einfach wegdrehen und mit anderen ein Gespräch anfangen.

Wobei du dich weniger auf Ihre Stufe stellen würdest, wenn du sie vorher relativ kalt darauf hinweist, dass du gerade keine Zeit/Interesse an Ihr hast. Sie soll sich kurz gedulden und ganz nett lächeln und wegdrehen. Das ist wenigstens anständig.

pLitbulAl_xyz


Hallo Alias,

ich finde auch, du hast richtig gehandelt!

Das war bzw. ist ja ein Energievampir allerersten Ranges! :-o %-|

REalpAh_HH


Menschen werden nicht zu Freunden, nur weil man eine Weile immer längere WhatsApp Nachrichten austauscht. Ohnehin finde ich, dass die moderne Kommunikation das wirkliche Kennenlernen zwischen zwei Menschen eher behindert und die Entscheidung, ob das nun eine Freundschaft wird (oder in anderen Fällen eine Beziehung) oder nicht endlos hinauszögert. Und diese endlos-Chatterei über teils intime, die eigene Familie betreffende Dinge mit Menschen, die einem ja im Grunde genommen doch noch ziemlich fremd sind, kann ich auch nicht nachvollziehen. Das Gefühl, was an Informationen bei jemandem gut aufgehoben ist und was nicht, braucht eine Zeit, um zu wachsen.

Du hast inzwischen gemerkt, dass es nicht passt, also lass es. Menschen, die einem nicht gut tun, sortiert man aus aus dem eigenen Leben.

g~a?uloixse


Ich hatte den ganzen Nachmittag daran zu knabbern. War wütend. Und traurig.

Den Nachmittag und den Tag darauf habe ich damit verbracht, mich mit ihr damit auseinander setzen zu wollen, aber sie ging nicht ans Telefon und machte mir auch die Türe nicht auf.

Bisschen viel Drama für diese eine blöde Situation, oder? Aber diesbezüglich nehmt ihr euch ja wohl nicht viel:

Meine Freundin hat sich furchtbar aufgeregt, wie der Lehrer das so planen könne. Die Risiken, das was passiert, da könne sie ihr Kind unmöglich mitgehen lassen.

Als meine Freundin das hörte, bekam ich eine lange Liste, auf was ich alles bei ihrem Kind zu achten hatte.

Was ihr beide hattet, war keine Freundschaft, sondern ihr habt das klassische "ich-bin-die-bessere-Mutter" - Theater aufgeführt. Freundschaft geht anders.

Fuliebde$rixna


Du hast richtig gehandelt. Sollen die Anderen sich mit ihren Sorgen und Forderungen herumärgern. An erster Stelle diejenige, die nicht nett über dich gesprochen hat. Sie wird früher oder später aufwachen.

Alias 735998


Vielen Dank für die Antworten.

Na ja, es ich sehe schon, ein bißchen was sollte ich vielleicht noch erklären.

@ Ralph

Es ist ja nicht so, dass diese "Freundschaft" nur aus WhatsApp-Nachrichten entstanden ist. Es war so, das wir uns ca. 2 Jahre lang immer mal wieder zufällig über den Weg gelaufen sind und dann immer sehr lange Gespräche entstanden. Die WhatsApp-form ist irgendwie dadurch entstanden, dass wir zeittechnisch einfach auch nicht zueinander kamen und ich wenn ich Hausaufgaben mit den Kindern mache, auch nicht telefonieren möchte. Da sie aber immer mal wieder was hatte, was sofort "bequatscht" werden musste, eben dann lautlos per WhatsApp.

Aber du hast schon Recht: im laufe der letzten Monate habe ich durch näheres Kennenlernen halt einfach festgestellt, dass es irgendwie nicht passt.

@ gauloise

Ok, vielleicht kannst du mir dann erklären, was du unter "ich-bin-die-bessere-Mutter" verstehst?

Und ich versuche dann mal zu erklären, was mich an besagter Situation gezielt gestört hat.

Es war leider so, dass es nicht irgendjemand war, zu dem meine "Freundin" rüber gegangen ist. Es war der Mann der Frau, mit der sie auch befreundet ist, die aber nicht mit mir und ich nicht mit ihr kann. Eine sehr lange Geschichte. Wir waren 3 Jahre lang über die Kinder befreundet, dann kam erziehungstechnisch eins zum anderen, wo wir anderer Meinung waren, die Kinder haben sich bekriegt. Es wurde schwierig und endete auf Seiten der Kinder in Körperverletzung bei meinem Kind. Daher der Abbruch des Kontaktes.

Sie mag diesen Mann auch nicht. Hat keinen Kontakt, weil er ihren Mann einmal angegriffen hat. Und genau zu dem ist sie hin. Es gab etwas, was sie unbedingt "wissen" musste, um es dann wieder weitertragen zu können.

Das habe ich halt nicht verstanden. Zum einen, hat sie mich mit meinem "Problem" einfach stehen lassen. Zum anderen kann ich nicht verstehen, wie sie so "scharf" darauf sein konnte, einfach mal wieder den neuesten Tratsch weitergeben zu können. Und dann kann ich auch einfach nicht nachvollziehen, dass ihr meine Gefühle so vollkommen egal sind.

hxag-txysja


es wäre "meine böse Willkür", dass ich das Treffend er Kinder für den nächsten Tag (das erste mal in diesem Jahr) abgesagt hatte, weil ich es einfach nicht passend fand in der Situation.

das finde ich allerdings auch blöd, denn eure kinder können nichts dafür, dass ihr euch in den haaren habt.

und ja, ich finde auch, dass da ein ganz schönes drama gefahren wird. a kann b nicht leiden, aber c ist mit a und b befreundet und der mann von c redet mit b, was a mitnimmt und im anschluss reicht es nicht, nicht ans telefon zu gehen, sondern man steht noch gleich vor der tür, damit der andere reagieren muss.

gemeinsames muttersein macht keine freundschaft. ihr habt zeit miteinander verbracht und offenbar unterschiedliche erwartungen an eine zwischenmenschliche beziehung. jeder von euch hat soviel gegeben, wie er bereit wa, für euch beide geht diese rechnung offenbar nicht auf.

ich persönlich würde der frau einfach nochmal mitteilen, dass ich denke, beide seiten haben in der situation überreagiert, mein anteil tut mir leid und ich möchte nicht, dass dieses drama die freundschaft der kinder belastet, das kind für in kürze zum spielen einladen und damit das ganze abhaken.

Dcie Snehexrin


auch ich habe das gefühl, dass da zwei "drama-queens" aufeinander gestoßen sind, die anfänglich dachten, sie könnten miteinander, dem aber einfach nicht so ist.

ich weiß, dass man in der zeit, wo sich das leben ziemlich zentral um die kinder, deren freundschaften, die schule usw. dreht, dringend gleichgesinnte braucht... aber man stößt halt auch auf unterschiedliche sichtweisen, prioritäten, herangehensweisen. und ich fand immer wahnsinnig nervig, dass diese unterschiede nicht einfach auch mal gleichberechtigt nebeneinander stehen bleiben dürfen.

bei euch beiden habe ich den eindruck, dass die eine immer wollte, dass es die andere "gefälligst" genau so zu sehen hat - für mich eine verzettelei ein kleckerleskram :-/

Xeirabin


Mir persönlich ist eine Sache aufgefallen im Text...

Und zwar immer wieder Kontaktabbruch bei Kindern und "die Kinder will ich dann aber nicht hier haben" und jetzt sagst du ein Treffen der Kinder ab.

Finde ich doof. Darunter leiden deine Kinder langfristig, wenn du das weiter so handhabst.

Du kannst dessen Eltern doof finden und einrichten, dass sich in eurem haus/eurer Wohnung an eure Regeln gehalten zu werden hat, aber den Umgang so manipulieren finde ich doof :(v

Man kann doch neutral Hallo und Tschüss sagen. man muss jetzt keine ausschweifende Freundschaft vorspielen. Du verbindest da etwas, was nicht zusammen gehört, was wohl eine ursache hat, denn dein Kind wurde verletzt von den Kindern deiner Freunde.

Darf ich fragen, was genau für eine Körperverletzung das denn war? Denn Kinder spielen, Kinder balgen, ich weiß nicht inwiefern ich da eine Körperverletzung sehe...das ist ohne Wissen über die Situation aber auch nicht zu erkennen...

Bei uns aufm Dorf galt "Pack schlägt sich, Pack verträgt sich..."

Die Freundschaft von dir und der Mutter würde ich also versuchen möglichst getrennt von denen der Kinder zu sehen. Ich würde den Kontakt etwas erkühlen lassen, eventuell wieder auslaufen lassen in eine Bekanntschaft, mit der ich keine tieferen gedankengänge teile.

Alias 735998


Ich habe das Geschehene bis jetzt nur grob angerissen, weil es einfach für einen Beitrag zu viel war, die Gespräche komplett aufzuschreiben.

@ hag-tysja

Ich habe sie nicht gezwungen, dieses Thema mit mir durchzudiskutieren. Ich hatte mich über das Geschehene geärgert und wäre ihr am liebsten am nächsten Tag aus dem Weg gegangen, um es noch ein wenig sacken zu lassen. Das ging aber nicht, da wir beide die Kinder abholen mussten. Als sie mich ansprach, sagte ich, dass mich am Tag vorher was geärgert hatte und dass ich das erstmal verdauern wollte, damit wir später mal darüber reden könnten. SIE gab aber keine Ruhe. Ich müsse sofort sagen, was ist. Als sie es dann wusste, ihre Reaktion. Und die wollte und konnte ich halt nicht hinnehmen. Vielleicht hätte es ein paar Tage später anders ausgesehen. Aber ganz ehrlich. Das wäre dann schon das zweite mal gewesen, dass ich einfach das Gefühl hatte, dass es keine Freundschaft ist.

Ich wollte den Kindern auch das Spielen nicht verbieten. Ich wollte nur nicht schon den nächsten Tag wieder dort auflaufen. Die Kinder haben sich oft Monate lang nicht verabredet, da wäre es nicht schlimm gewesen, wenn es nun ein oder zwei Tage später gewesen wäre.

Als ich dann gegangen bin, ging es per WhatsApp weiter. Aber nicht von meiner Seite. Ich bin nicht dafür, das so zu diskutieren und da sie keine Ruhe gegeben hat, dachte ich, es wäre besser, das persönlich zu klären, weil sich doch schnell mal was ganz anders liest, als man es meint. Deshalb bin ich schließlich hin gefahren...

Nach diesen Nachrichten nun, bin ich allerdings anderer Meinung, was das Verabreden angeht. Die Kinder mögen sich. So soll es auch bleiben. Ich hab auch mit ihren Kindern kein Problem. Aber bis jetzt haben sie sich auch nur höchst selten gesehen. Haben völlig andere Interessen. Es ist also nicht schlimm, wenn sie sich im Moment nicht sehen. Ist nicht anders als vorher auch.

Und um auf die Entschuldigung zurück zu kommen: ich hatte mich entschuldigt, dass ich das so verletzt empfunden hatte. Das ich vielleicht überreagiert habe, gerade, weil es besagter Mann gewesen ist. Das mir das leid tue. Das ist aber dennoch ihre Reaktion falsch fand.

Zur Antwort bekam ich: Ihr täten ihre Worte nicht leid, ich müsse halt damit klar kommen. Ja, was soll ich darauf sagen? Ich schrieb ihr letztendlich, dass sie mir sehr wichtig sei, aber dass es nuneinmal auch so ist, dass man nicht immer einer Meinung sein kann und auch Kritik dazu gehören würde. Deshalb auch meine Entschuldigung vorher. Eben weil ich mich damit auseinander gesetzt hatte.

Aber Freundschaft bedeutet für mich nicht, dass ich alles tun kann, was ihr passt und sobald es mal nicht in dieselbe Richtung geht, hat man Theater.

@ Die Seherin

Bis dahin war es irgendwie immer so, dass wir halbwegs eh dieselbe Ansicht hatten. Das hat sich einfach so ergeben. Ich selbst kann sehr gut mit Kritik umgehen und möchte die Dinge auch aus der Distanz betrachten können, deshalb ja auch meine Bitte, erstmal Luft dazwischen kommen zu lassen. Dann kann man meist besser beurteilen, ob man selbst überreagiert hat, oder nicht.

Ich brauche eigentlich gar nicht so sehr "Gleichgesinnte". Mir reicht schon, wenn man sich nett unterhalten kann. Wenn jeder immer meine Meinung hätte, wäre das wohl eher langweilig.

Alias 735998


@ Xirain

Bei der Körperverletzung ging es wirklich um "Körperverletzung". Mein Sohn wurde gewürgt, bis er bewusstlos war.

Ansonsten halte ich mich aus Streitereien der Kinder möglichst raus. Ich bin nicht in der Schule, ich bekomme es nicht mit. Wie soll ich das beurteilen?

Aber damals war die Lehrerin "dabei" und so weiß ich ziemlich genau, was passiert ist.

Und wenn mir dann besagte Eltern sagen, ich bedrohe meine Kinder, damit die solche Lügen erzählen, dann habe ich das Recht, den Kontakt abzubrechen, auch privat für die Kinder.

Das ist nun über ein Jahr her, die Kinder haben sich wieder angenähert und verstehen sich besser, als vorher. Und, wer weiß, vielleicht können sie sich später, wenn sie alleine los können, auch mal wieder verabreden. Das wird sich ergeben. Wenn sie zusammen in einer Clique sind später, bin ich die letzte, die da Stress macht.

Aber im Moment möchte ich niemanden davon in meinem Haus haben, denn es würde bedeuten, dass die Eltern zum abholen kommen müssten.

Meine Kinder haben einige andere Freunde. Die kommen zu uns, sie gehen dorthin. Ich bringe sie, die Eltern holen sie ab. Man tauscht sich kurz (oder auch mal etwas länger) aus. Es ist nicht so, dass sie keine Freunde haben.

Ich habe vor etwas einem Jahr eine Art Notbremse in dieser Hinsicht gezogen. Es war eine Freundschaft zwischen drei Jungs. Der eine wie oben geschrieben, mein Sohn und ein weiterer, dessen Mutter es immer zu anstrengend war, wenn die drei zusammen gespielt haben. Ihr war es lästig und sie hat es immer mehr abgeschoben. Aus diesem Grund ist das damals im Sande verlaufen und nicht, weil ich das nicht mehr wollte.

Alias 735998


Ja, habs grad nochmal oben gelesen. Unterbunden trifft es in dem einen Fall nicht ganz. Das war nicht glücklich formuliert. Klar, dass das zu Missverständnissen kommt.

Also, das eine mal hab ich es wirklich "unterbunden". Beim zweiten Mal war es eher die andere Seite, die einfach keine lärmenden Kinder im Haus haben wollte. Weder den anderen Jungen, noch meinen. Mal davon abgesehen, dass ihr eigener genau so lebhaft war ;-)

hQag{-tyxsja


Ich wollte den Kindern auch das Spielen nicht verbieten. Ich wollte nur nicht schon den nächsten Tag wieder dort auflaufen. Die Kinder haben sich oft Monate lang nicht verabredet, da wäre es nicht schlimm gewesen, wenn es nun ein oder zwei Tage später gewesen wäre.

für dich nicht, aber die kinder haben sich vielleicht drauf gefreut? gerade, wenn das so ein seltenes ding ist.

Aber ganz ehrlich. Das wäre dann schon das zweite mal gewesen, dass ich einfach das Gefühl hatte, dass es keine Freundschaft ist.

ja klar, das gefühl trügt ja auch nicht. aber wenn man schon per whatsapp in kontakt ist, kann man auch da darum bitten, sich zu treffen/ kurz zu telefonieren. und wenn die person nicht ans telefon gehen will, will sie ganz sicher auch nicht meinen besuch. dieses vor der tür stehen ändert doch nichts, es klärt nichts. selbst wenn sie geöffnet hätte, du wusstest doch schon, wie sie denkt.

man kann freundschaften nicht erzwingen und andere menschen nicht erziehen.

Zur Antwort bekam ich: Ihr täten ihre Worte nicht leid, ich müsse halt damit klar kommen. Ja, was soll ich darauf sagen?

na nichts. die worte in der luft stehen lassen und den kontakt zurückfahren.

Ich schrieb ihr letztendlich, dass sie mir sehr wichtig sei,

ist sie das? weswegen? was hast du von dieser oberflächlichen und deiner beschreibung nach einseitigen freundschaft?

keine frage, sie benimmt sich nicht wie eine freundin dir gegenüber. was nun zuerst da war, ob es einfach nicht passt, ist doch gleich. schließ damit ab, deiner eigenen seele ruhe willen.

XKircain


Dann bleib ich dabei:

Ich würde den Kontakt etwas erkühlen lassen, eventuell wieder auslaufen lassen in eine Bekanntschaft, mit der ich keine tieferen gedankengänge teile.

Man muss ja nicht jede Freundschaft mit einem Knall und "Ich will dich nicht mehr sehen" beenden...

Neutral und Höflich mit der Person umgehen und das wars. Keine Erwartungen. Keine Enttäuschungen.

Aber eben auch nicht in die Bredouille springen, wenn von ihrer Seite was ist.

Dann ein klares "Ich möchte mich da nicht einmischen, klär das mit der Person."

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