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Noch ein Kind? Wessen Wunsch "wiegt" schwerer?

Alias 736023


Hallo bellagia,

das sind meine Träume. Meine Frau hat es nicht so mit dem (Berg-)Wandern. :-)

Die beiden Punkte stehen auf meiner Liste, es gibt aber auch eine gemeinsame Liste - und eine Liste mit Träumen von meiner Frau. Das ist recht ausgeglichen. :-)

Zum Thema Freiraum:

Leider ist meine Frau in dieser Hinsicht etwas träge. ;-) Sie geht auch zum Sport, aber ansonsten hütet sie abends dann lieber die Couch. Mancher Freiraum ist daher "nicht so richtig" genutzt bei ihr.

Ich bin da aktiver, aber ich möchte ihr das natürlich nicht absprechen. Es ist ihr gutes Recht, sich nach einem anstrengenden Tag auszuruhen.

Vor den Kindern machten wir gemeinsam Sport und machten Städtereisen. Das ist aktuell nicht mehr so einfach. Vor allem Letzteres.

bIellYagia


Vor den Kindern machten wir gemeinsam Sport und machten Städtereisen. Das ist aktuell nicht mehr so einfach. Vor allem Letzteres.

Frag sie doch einfach mal nach Ihrer Liste mit den Träumen, die sie umsetzen möchte.

Ob diese noch aktuell ist, wie sie sich das Ganze vorstellt.

Gerade mit Schulkindern sind Fernreisen ja durchaus schwierig zu organisieren, teuer und evtl. auch nicht so, wie man sie sich erträumt hat.

Ich frage mich gerade wie das ablaufen soll. Du reist nach Neuseeland für vermutlich mindestens drei Wochen, mit Freunden? Deine Frau bleibt mit den Kindern zu Hause? Von deinem Jahresurlaub ist dann nicht mehr so viel übrig, wenn man die üblichen Feiertage abzieht.

Die Träume deiner Frau (falls es auch Reisen wären), sind viel schwieriger zu realisieren.

Evtl. ist ihr klar, dass sie da evtl. zu kurz kommen wird?

Sind natürlich alles nur Vermutungen, die daher kommen, dass mir selbst als Schulkindmutter die richtig tollen Reisen so fehlen. :-D

Ich kann mir vorstellen, wenn ihr einen Weg findet die freie Zeit gemeinsam zu nutzen, so dass auch sie sie genießen kann, dass sie dann vielleicht eher dazu bereit ist das vierte Kind zu überdenken.

OXlXdi5ex49


@ Alias

Die Versachlichung des Themas, die du in einem Beitrag angesprochen hattest, ist tatsächlich typisch männlich und führt – wie ich schon geschrieben hatte – meiner Meinung nach zu nichts außer dem sinnlosen Austausch von Argumenten, die aber nicht entscheidend sind Entscheidend sind Gefühle, Ängste, Sehnsüchte und anderes Verborgenes. Vielleicht sogar das:

das sind meine Träume. Meine Frau hat es nicht so mit dem (Berg-)Wandern. Leider ist meine Frau in dieser Hinsicht etwas träge. Sie geht auch zum Sport, aber ansonsten hütet sie abends dann lieber die Couch. Mancher Freiraum ist daher "nicht so richtig" genutzt bei ihr.

Mit einem vierten Kind manifestiert sich ihr Status. Das, was sie jetzt als Mutter macht, kann sie gut und macht sie gern. Die vor der Tür stehende Wiederaufnahme der Arbeit und all die anderen Dinge, die dann zurück in ihr Leben kommen, könnten auch ihr Angst machen und als unangenehm empfunden werden. "Mama kann sie", alles andere muss mühsam zurück erobert werden. Ich habe oft beobachtet, dass es – neben der Mehrzahl von Frauen, die alles in den Ausgleich miteinander bringen können - zwei extremere Typen von Frauen gibt. Diejenigen, die gar nicht schnell genug ins Berufsleben zurück kommen können – und diejenigen, die Angst davor haben und sich darum am Mutter-Sein so festklammern, dass sie es gern verlängern und sich in jedes "Mutterproblem" mit vollem Einsatz hinein stürzen. Es ist ihr Lebensinhalt und sie können das ganz schlecht wieder los lassen.

Vor den Kindern machten wir gemeinsam Sport und machten Städtereisen. Das ist aktuell nicht mehr so einfach. Vor allem Letzteres.

Vermutlich ist das für dich unangenehmer als für sie, oder?

Würde ich ebenfalls partout ein viertes Kind wollen, dann würden wir alles andere irgendwie hinbekommen. Das hast Du sehr gut erkannt. Aber ich bin ausgefüllt und glücklich, mit der Familie, die ich jetzt schon habe. Die Familie braucht wegen mir nicht mehr größer zu werden.

Das ist kein Argument, das ist ein Statement, ein Fakt, der deine Haltung und Gefühlswelt zeigt und darum ist das wichtiger als Argumente.

Meine Ängste habe ich zum Teil ja schon aufgezählt, zusätzlich kommt jedoch noch ein Punkt, den ich für mich auch für wichtig halte: Das jüngste Kind ist aktuell so weit, dass wir uns langsam mal wieder etwas mehr Freiraum erarbeiten können. So konnten wir kürzlich zum ersten Mal seit einiger Zeit wieder gemeinsam ausgehen, weil wir eine Betreuung für die Zeit hatten.

Völlig klar und verständlich. Ich habe das selber als Vater von drei Kindern so empfunden und sehe dasselbe bei einem meiner Söhne nun wieder mit den drei Enkeln. Dieses Zurück zum Paarerleben ist unglaublich wichtig. Und ein Aufschieben löst nichts, abgesehen vom fortschreitenden Alter.

Ich habe einfach Angst, dass es wieder mind. zwei zusätzliche Jahre braucht, bis wir wieder auf "Stand heute" sind und wir wieder mehr Zeit haben.

Der Stand wird vermutlich anders sein als der Stand von heute, aber ich weiß, was du meinst.

Ich bin jetzt 40. Ich will aber noch viele Dinge machen, die ich auf eine Zeit "nach" den Kindern (bzw. wenn sie halt mal etwas älter sind) verschoben habe. Ich möchte noch eine Alpenüberquerung machen und in der Pampa Neuseelands Wandern gehen.

Das alles ist wichtiger als das sechssitzige Auto, viel wichtiger. Aber schlechter zu vermitteln. Denn es kann – bei einer falschen Antwort deiner Frau – zu Schuldgefühlen führen. Und die wirst du eh schon haben, wenn du bei deiner Meinung bleibst.

Es geht also vor allem darum, Konsens zu erreichen. Und den erreicht ihr nicht dadurch, dass nur du deine Ängste, Gefühle und Sorgen, deine Sehnsüchte und Wünsche offen legst, sondern den erreicht ihr am ehesten, wenn ihr eure Gefühlswelten gegenseitig ernst nehmt, wie ich schon geschrieben hatte. Und das geht erst dann, wenn du die Gründe, Sehnsüchte, Ängste deiner Frau auch erfährst, zu verstehen versuchst. Dazu muss sie offen damit umzugehen lernen, sie überhaupt erst einmal heraus finden.

Ich schließe nicht aus, dass die Diskussion zwischen euch schon so "heißgelaufen" ist, dass ihr das vielleicht alleine gar nicht mehr schafft und mal einen neutralen Familienberater hinzuziehen könntet. Aber das kann ich noch nicht beurteilen. Als Erstes rate ich dir aber dazu, deine Frau wirklich ernst nehmen zu wollen: "Ich habe mir überlegt, dass ich deine Gründe für Nummer Vier noch gar nicht richtig kenne. Ich will das einfach wissen, um dich verstehen zu können. Kannst du mich da mal ganz hinein schauen lassen? Ich verspreche, dich nicht zu verletzen und nicht an die Wand zu argumentieren. Ich möchte nur, dass wir auf Augenhöhe bleiben und uns gegenseitig verstehen und ernst nehmen!" so ähnlich mit deinen Worten.

Kommt raus aus dem Krieg der Argumente, taucht ein in die Welt der Gefühle und seid dabei so ehrlich wie möglich.

dJoom4hide


Hm, also ich finde man spürt schon sehr deutlich dass du eher abgeneigt bist und mit 3 Kindern zufrieden bist also geht es nur darum wie du das deiner Frau mitteilst. Ich würde ihr deutlich machen dass du auch Bedürfnisse hast die du in deinem Leben noch erfüllt haben möchtest (wandern usw.) und die mit einem vierten Kind gefährdet siehst. Ich kann auch nicht nachvollziehen warum einige hier darauf pochen dass Argumente bei ihr nicht ankommen weil es um ein Gefühl geht und Argumente so wirkungslos abprallen würden. Das ist eine kindliche Verhaltensweise (Ich will aber - egal wie unmöglich) die ich zwar nachvollziehen kann (ich wäre auch gerne superstar) aber die jetzt nicht der Maßsstab sein kann. Wir leben schliesslich in der Realität und da sollten Argumente gut gegen das Gefühl abgewogen werden und selbst wenn das Gefühl nicht durch Argumente besänftigt wird dann sollten Argumente trotzdem über dem Gefühl stehen und nicht andersrum. Dann muss sie eben mit dem Gefühl klarkommen etwas nicht zu bekommen auch wenn es schwerfällt.

p+araz}ellJnusxs


Wenn du kein Kind mehr willst, dann sag das doch einfach - und lass dich schnell vasektomieren.

PweYrs<eida


Dann soll sich deine Frau eben hauptsächlich um das Kind kümmern, während du deinen Freiraum trotzdem nützt. Gerade weil sie ja darauf besteht. Natürlich sollst du dich trotzdem nicht ganz vor der Verantwortung drücken.

Gewisse Aktivitäten kann man dann eventuell erst in einigen Jahren machen, wenn die Kinder schon etwas größer sind. Aber das ist doch immer so. Wüsste da nicht, wie ein viertes Kind den entscheidenden Unterschied machen sollte.

mEond+~sterxne


Natürlich sollst du dich trotzdem nicht ganz vor der Verantwortung drücken.

Du meinst, der Mann soll seiner Frau Arbeit abnehmen. So würde ich es zumindest ausdrücken. Unter Verantwortung verstehe ich nämlich etwas anderes.

Wenn die Frau die Verantwortung für ihren Kinderwunsch übernähme, würde sie auch das Geld aufbringen, die Arbeit erledigen und ihren Mann von den Strapazen verschonen, die ihr Wunsch zur Folge hat.

Es wäre wohl naiv zu glauben, dass sie das tut.

bWell5a.gixa


Ein weiteres Kind zu bekommen, welches nur einer will... und dann noch mit irgendwelchen Vereinbarungen, das ist doch Quark ;-) Sorry. @:)

Die Wohnung wird weiterhin auf Dauer zu klein sein, es müsste trotzdem ein anderes Auto her....

Keiner weiß, wie sich die Kinder entwickeln, wo Probleme auftauchen.

Irgendwann ist die Mutter dann an einem Punkt überfordert und der TE sagt dann: dein Problem, du wolltest es ja so ???

Ich glaube auch nicht, dass der TE sich so verhalten würde, der macht nämlich einen ganz vernünftigen Eindruck :)*

Ein Kind sollte im Idealfall im Einvernehmen gezeugt werden. Gerade bei einem vierten Kind halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass die beiden einen Weg der Einigung finden werden.

Alias 736023


@ Sommerkind44

Ja, wir Männer sind da gern rational. Das ist ja vermutlich auch der Grund, weshalb es zwischen Mann und Frau ab und an mal kracht. :-)

Ich gebe Dir vollkommen recht: das Ganze ist für meine Frau eine Herzensangelegenheit, die hauptsächlich emotional behaftet ist.

Allerdings darf man eben, bei aller Liebe und allem Verständnis, die Fakten und sachlichen Argumente nicht völlig beiseite schieben. Es gilt einen Mittelweg zu finden.

Mit der "Versachlichung" habe ich eher gemeint, dass die Gemüter sich abkühlen müssen, um überhaupt wieder darüber sprechen zu können. Aktuell wüsste ich nicht, wie ich ein Gespräch beginnen sollten, ohne dass der Feuermelder zeitgleich anschlägt. ;-)

@ mond+sterne

Das ist tatsächlich eine meiner größten Ängste, egal ob begründet oder nicht:

Es gibt viele Väter, die erst von der Zeit träumen, wenn die Kinder aus dem Gröbsten raus sind, und bis es dann tatsächlich so weit sind, sind sie zu alt, zu krank, zu gebrechlich, zu verbraucht...

Ich habe zwar gute Gene und mein Vater ist mit Ende 70 noch recht fit, aber das muss ja nichts heissen. Ich möchte es jedenfalls nicht darauf ankommen lassen.

Auch klar: ein viertes Kind heisst ja nicht, dass ich nie und nimmer meine Träume verwirklichen können werde, aber es schiebt das Ganze eben nochmals um mindestens zwei Jahre nach hinten. Und in zwei Jahren kann viel geschehen.

Du hast gefragt, welche Träume und Ziele ich sonst noch habe? Der aktuellen Situation geschuldet fällt mir gar nicht viel mehr ein. Mein oberstes Ziel ist, dass unsere Familie weiterhin glücklich bleibt und meine Kinder zu Menschen mit Prinzipien und gesundem Selbstbewusstsein heranwachsen, die sich in der künftigen Gesellschaft zurechtfinden und behaupten können.

Danach möchte ich viel reisen und vielleicht mal Tiere züchten. Aber das ist noch zu weit in der Zukunft, um das konkret greifen zu können.

@ bellagia

Meine Frau nach ihren konkreten Träumen und Zielen für die Zukunft zu fragen, wäre vielleicht mal eine gute Idee.

Sie geht - wie von vielen vermutet - aktuell total in ihrer Mutterrolle auf. Vielleicht ist ihr Wunsch wirklich ein Klammern an diese aktuelle Situation. Sie würde wohl gerne "für immer" Mutter sein.

Ich frage mich gerade wie das ablaufen soll. Du reist nach Neuseeland für vermutlich mindestens drei Wochen, mit Freunden? Deine Frau bleibt mit den Kindern zu Hause? Von deinem Jahresurlaub ist dann nicht mehr so viel übrig, wenn man die üblichen Feiertage abzieht.

Eben deshalb ist es ja aktuell und in naher Zukunft nicht möglich. ;-)

Ich würde meine Frau niemals so lange mit den Kids alleine lassen. Schon alleine, weil ich es aktuell gar nicht so lange ohne sie aushalten würde.

Die freie Zeit effektiver zu nutzen ist allerdings eine gute Idee. Vielleicht kann man da ansetzen.

@ Oldie49

Deine Worte haben mich sehr nachdenklich gemacht. Wie schon am bellagia geschrieben, könnte es durchaus zutreffen, dass sie sich an die aktuelle Mutterrolle klammert, weil sie weiß, dass sie dann gebraucht wird und das alles einen Sinn hat.

Vor dem Berufsleben hat sie sicherlich großen Respekt, aber Angst vor der Rückkehr hat sie meiner Meinung nach nicht.

Sie hat gerne da gearbeitet, war vor den Kindern Vollzeit hat bis zum dritten Kind Teilzeit arbeiten.

Sie vermisst solche Aktivitäten (Städtereisen und sonstige Freizeitaktivitäten) tatsächlich weniger als ich, obwohl ich jetzt nicht der Typ bin, der täglich damit hadert.

Das alles ist wichtiger als das sechssitzige Auto, viel wichtiger. Aber schlechter zu vermitteln. Denn es kann – bei einer falschen Antwort deiner Frau – zu Schuldgefühlen führen. Und die wirst du eh schon haben, wenn du bei deiner Meinung bleibst.

Wir wahr! Ja, so sieht es aktuell aus. Sage ich "Nein", werde ich mir vermutlich jahrelang Vorwürfe anhören dürfen. Da muss eine Lösung her, die beide mittragen können. Nur: wie... ":/

Ich werde folgendes versuchen, wenn die Gemüter wieder etwas abgekühlt sind:

"Ich habe mir überlegt, dass ich deine Gründe für Nummer Vier noch gar nicht richtig kenne. Ich will das einfach wissen, um dich verstehen zu können. Kannst du mich da mal ganz hinein schauen lassen? Ich verspreche, dich nicht zu verletzen und nicht an die Wand zu argumentieren. Ich möchte nur, dass wir auf Augenhöhe bleiben und uns gegenseitig verstehen und ernst nehmen!" so ähnlich mit deinen Worten.

Vielen Dank für diesen Vorschlag, Oldie.

@ doomhide

Auch Deine Worte kann ich gut nachvollziehen. Nur so darf ich ihr momentan nicht kommen, sonst macht sie sofort dicht.

Ich muss hier behutsamer vorgehen...

@ parazellnuss

Mensch... dass ich darauf nicht selber gekommen bin!?

@ Perseida

Das wird nicht klappen. 1. würde sie meine Hilfe weiterhin einfordern (und das zu Recht, denn wir sind eine Familie und halten zusammen) und 2. würde ich das nie und nimmer durchziehen können, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

Solche Vereinbarungen können nicht klappen (bei mir zumindest nicht).

Das mit den Aktivitäten würde sich eben wieder nach hinten verschieben und ich hab eben Angst, dass meine Gesundheit und Fitness dann irgendwann nicht mehr mitspielen könnten. ;-)

@ bellagia

@:)

Ein Kind sollte im Idealfall im Einvernehmen gezeugt werden. Gerade bei einem vierten Kind halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass die beiden einen Weg der Einigung finden werden.

Beim ersten Teil stimme ich Dir absolut zu, den zweiten Teil gilt es irgendwie zu bewältigen. Ich hoffe sehr, dass unsere Beziehung nicht zu stark darunter leiden wird... :-/

c1riMecGhaxrlie


Deine Frau hat sich- wie viele- mt den Kindern ein eigenes Leben aufgebaut. Krabbelgruppe, Kindergarten, Hausaufgabenbetreuung.... mal da zum Turnen, mal da am Vormittag mit anderen Müttern treffen....

Diskussionen über Themen, die ihr vertraut sind. Ihr deckt ja auch noch viele Altersstufen ab. Ich denke, sie fühlt sich wohl in dieser Welt und diese ist nun bald vorbei. Deswegen will sie ein Kind. Ich habe das so formuliert hier auch schon öfters gelesen, dass Mütter sagen:

Kind geht nun bald in den KiGa/Schule da soll das nun alles vorbei sein? Nein, nicht mit mir, deshalb wollte ich noch ein Kind.

Eventuell kommt dann nach vier: ach komm'wir haben doch schon ein größeres Auto, warum nicht noch Nr. 5?

Wir haben auch mehrere Kinder und aus der Erfahurng kann ich Dir sagen:

es wird eher schwerer als leichter, Eure kids sind noch klein. Wie will man allen gerecht werden, wenn alle in der Schule und vielleicht keine Selbstläufer sind? Wem hilft man täglich mit Vokabeln, wem spendiert man das Sprachencamp? Die Kapazitäten sind nun mal begrenzt, sowohl personell, emotional als auch finanziell. Oder,

was auch sein kann, eines der Kinder wird mal dauerhaft krank oder braucht spezielle Förderung.... Wenn Du das jetzt schon merkst, wird es mit vier Kindern noch enger.

Laß' es lieber. Sonst hast Du ein ewig schlechtes Gewissen, auch und vor allem Kind Nummer vier gegenüber.

c4rieBcharlxie


Wir hatten gerade auf Schule bezogen die irrsten Konstellationen...

gleichzeitig Kinder in Übergangsklassen oder auf neuen Schulen, gleichzeitig einen Überspringer und einen, der durchgefallen ist...

dann stellen sich solche Sachen raus wie:

Kind hat keine Freunde, Kind hat Probleme mit Konzentration... von mir aus ADS oder Rechtschreibschwäche oder Klassenrowdy - clown...

Schon eines dieser oder anderer Dinge kostet unglaublich Energie und Kapazitäten. Du kannst das im Moment nicht nachvollziehen, aber wie hier schon von älteren Eltern gesagt:

Ihr steht am Anfang und habt noch heile Welt, die echten Herausforderungen kommen noch.

M\ööp iMööxp


Vielleicht ein Erfahrungsbericht? Wir haben drei Kinder, gleicher Abstand wie ihr, ein gutes Jahr weiter - der Große wird jetzt bald 9, die Kleinste bald 4. Unsere Kinder sind alle künstlich gezeugt und ich kam mir schon seltsam vor, hierbei ein 3. anzugehen und wollte nach einem Fehlversuch auch aufhören, aber mein Mann wollte es gern nochmal probieren und Nr. 3 war unterwegs. Und wir hatten noch eine tiefgefrorene Blastozyste, also die Aussicht, es nochmal versuchen zu wollen. Ich habe aber auch gleich gesagt, daß ich nicht nochmal von vorn anfange, weil die Behandlung eine ganz schöne zeitliche Belastung ist und die Auswirkungen der ganzen Hormone auch noch nicht so ganz geklärt.

Nun war also die Kleine 2, wir haben die Blastozyste auftauen lassen, gleichzeitig stand die Möglichkeit im Raum, einen neuen Job zu bekommen, das war emotional ganz schön viel. Es hat dann nicht geklappt, der kleine Zellhaufen ist nicht mehr aufgewacht. Da habe ich ganz schön gehadert. Ich hatte mich emotional darauf eingelassen, von einem 4. Kind zu träumen, dazu kam der stressige Umschwung - die Kleine kam in die Krippe, ich hatte Vorstellungsgespräch und habe kurz danach im neuen Job angefangen, was in Teilzeit kein Spaß war, weil es endlos lang dauert, sich einzuarbeiten. Da habe ich mich auch danach gesehnt, doch noch ein Baby, nochmal Schonfrist, das kenn ich...

Jetzt, 2 Jahre später, bin ich froh, daß es so gekommen ist. Ich hätte mich über das 4. gefreut und es sicher irgendwie geschafft, aber nach und nach war es nicht mehr schlimm für mich, daß die Baby- und inzwischen auch die Kleinkindzeit zuende ging, ich kann es auch genießen und staunen, wie angenehm es ist, wenn ALLE Kinder bestimmte Dinge selber können wie: Sich morgens anziehen, längere Strecken laufen, kein Mittagsschlaf mehr (ok, das ist nicht immer positiv :-X ).

Ich weiß nicht, wieviel Zeit ihr euch noch geben wollt. Du sagst, du fühlst dich zu alt - das kann ich einerseits verstehen (du willst noch was unternehmen, wenn die Kinder aus dem Haus sind), andererseits finde ich es bei einem 4. Kind nicht so relevant, wie bei einem 1. Kind, das dann oft noch Einzelkind bleibt. Auch ohne die großen Geschwister gleich zu Ersatzeltern zu machen, sehe ich da schon die Möglichkeit, evtl. gegen Babysitterlohn Betreuung von kleiner Schwester oder Bruder zu erkaufen und somit früher wieder als Eltern allein rauszukommen, als bei einem Einzelkind.

Es ist halt schwierig, dir hier zu helfen, da du dir ja eigentlich sicher bist, daß du nicht willst. Und in dieser Situation sehen ich - so sehr ich deine Frau andererseits verstehen kann - die Notwendigkeit, daß deine Frau in sich geht und ihre "Gründe" (das müssen keine rationalen sein) für den massiven Kinderwunsch herausfindet. Denn sonst kämpfst du mit Argumenten gegen ein "ich will aber", und das kann nicht gut gehen.

Hast du ihr eigentlich mal gesagt, daß du eigentlich Nein sagen willst, aber weiter überlegst, weil du Angst vor Vorwürfen hast? Vielleicht ist ihr das gar nicht so klar.

M+ööp SMööp


Und noch als praktisches Argument: Ich finde es inzwischen ganz schön viel Freizeitstress mit den dreien. Ich weiß nicht, wieviel eure schon machen, aber hier wird es mehr und mehr: Fußball, Schwimmen, Tanzen. Und die Kleine hat bisher noch gar nicht viel, die fängt jetzt aber auch massiv an, alle möglichen Freunde einladen zu wollen usw. usf. Die ganz Kleinen kann man ja immer mitschleppen, aber jetzt ist es ein ganz schöner Balanceakt, möglichst alle so unterzubringen, daß man nicht überall mit 3 Kindern aufschlagen muß. Ohne regelmäßige Unterstützung ist das schwer. Wir haben auch keine Großeltern und regeln das über Hilfe auf Gegenseitigkeit mit einigen anderen Familien, aber da muß man dann eben auch einspringen, wenn es bei denen brennt. Und während der großen Krankheitswelle diesen Winter ist unser ganzes Konstrukt zusammengebrochen, da ging dann einiges einfach nicht.

c,riech`arlxie


wie angenehm es ist, wenn ALLE Kinder bestimmte Dinge selber können

und manchmal sind halt ein oder mehrere dabei, die bestimmte Dinge nie können werden. Vieles erfährt man erst im Schulalter, das ist echt so eine magische Grenze.

BklacRkMonxday


Aber bei dir läuft es doch auch auf emotionaler Ebene. Du hast noch unerfüllte Wünsche und Träume und diese würden sich durch ein weiteres Kind noch weiter nach hinten verschieben oder sogar in Luft auflösen. Nur weil jemand Vater und Ehemann ist bedeutet das nicht dass er kein Individuum mehr ist.

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