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In Frage stellen...

NVaDwomxi hat die Diskussion gestartet


Hallo Ihr Lieben! :-)

Ich versuche es mal so knapp wie möglich zu machen ;-)

Ich habe 2012 mein 1. Kind bekommen. Von Anfang an und die ersten 3 Jahre war ich alleinerziehend.

Mir hat auch nicht wirklich was gefehlt...

Nach den 3 Jahren lernte ich nun doch jemanden kennen . Es hatte bei uns Beiden gleich gefunkt. Nun ja ein halbes Jahr später bin ich schwanger geworden. Wir sind dann zusammen gezogen . Leider ging es ab dann in leichten Schritten zurück, zumindest bei mir Gefühlsmäßig. Leider kommt mein großer auch mit ihm nicht so zurecht und umgedreht leider auch nicht . So recht finden Sie keinen Draht zueinander. Mittlerweile ist jeden Tag Stress angesagt. Ich habe langsam keine Nerven und keine Lust mehr darauf. Heute erst haben wir beide uns gesagt das wir gerne mal an die Zeit denken wo wir jeweils noch alleine waren. Später kam er dann auf mich zu , nahm mich in den Arm und sagte das er mich liebt und uns gibt es für immer und ewig ...

Ist das normal das man sich so etwas sagt bzw daran denkt?

Insgeheim merke ich halt das ich schon immer öfter mir vorstelle ohne Partner zu leben . Bzw nicht in einem Haushalt zusammen...

Lg *:)

Antworten
D6ieDo5sismaXchthdasGixft


Zuerst einmal die Frage, ist Dein aktueller Freund/Partner kindererfahren? Ich halte das für einen wichtigen Fakt, wenn es darum geht, die Situation einigermaßen objektiv einschätzen zu können.

Es gibt natürlich Menschen aller Altersstufen, die nicht zueinander finden können, weil sie von ihrer Art und Mentalität/Charakter zu verschieden ticken. Selbst unter Geschwistern und in der Eltern-Kind-Beziehungen kann es so einen Konflikt geben. Die Problematik findet sich hier im Forum leider öfter, dass sich Kinder/heute Erwachsene so lange sie zurück denken können, sich von den eigenen Eltern nicht richtig verstanden und geliebt gefühlt haben.

Es kann in eurer Konstellation durchaus sein, dass diese innere Abneigung zwischen Deinem Freund und dem erstgeborenen Kind besteht. In eurer Situation erwartbar ist, dass es die kindliche Eifersucht gibt umgekehrt ebenso, und somit Konkurrenzverhalten auslöst.

Hier gilt es abgrenzen zu können, welches Verhalten und eventuell vorhandene Abneigung vorliegt. Es kann z.B. der Umstand vorliegen, dass Dein Freund aus Unkenntnis, weil er mit dem Umgang von Kindern nicht genug vertraut ist, ungeschickte und für das Kind unverständliche Verhaltensweisen vorlebt.

Zwischenmenschliche Begegnungen und Beziehungen sind zum Teil kompliziert und werden von kleinen Nuancen gestört, die nicht immer bewusst in ihren Mechanismen sind.

Du, die für beide Menschen wichtige Empfindungen und Bedeutsamkeit hat, steht zwischen den Stühlen. Ich kann nachempfinden, dass Du Dein erstgeborenen Kindes gut und vertraut angekommen sehen möchst in der Konstellation Patchwork-Familie. Ist es doch mit einer der Hauptgründe, warum Mütter zum Teil lange Jahre alleinerziehend bleiben, aus Angst das der neue Partner das/die bereits vorhandene/n Kind/er nicht genug liebt und respektiert und als notwendiges Übel betrachtet, um die Frau irgendwann für sich haben zu können. (wenn die vorhandenen Kinder älter und unabhängiger werden)

Hier kommt erschwerend dazu, dass Du zeitnah schwanger geworden bist. Es ein wechselndes Hormonchaos und schwangerschaftsbedingtes Unwohlsein gibt. Wenn in dieser Situation zusätzliche Spannungen in den zwischenmenschlichen Bindungen dazu kommen, bist Du unter Dauerdruck und Dir fehlt der Rückzugsraum zur emotionalen Erholung.

Später kam er dann auf mich zu , nahm mich in den Arm und sagte das er mich liebt und uns gibt es für immer und ewig ...

Ist das normal das man sich so etwas sagt bzw daran denkt?

Wenn dieser Mann Dich aufrichtig liebt, denke ich schon, dass es normal ist, daran zu denken eure Beziehung auf die gemeinsame Zukunft auszulegen, zumal, wenn die Familie in absehbarer Zeit ergrößern wird. Es zeigt, dass Dein Freund trotz der aktuellen Probleme zwischen dem Kind und auch zwischen euch, dies nicht zum Anlaß nehmen will in die Fluchthaltung zu gehen, was für ihn als Partner und Mensch spricht. Er zeigt sich verbindlich und verantwortungsvoll Dir/euch gegenüber. Übernimmt seinen Part in der zusammenwachsenden Familie.

Für Dich ist es momentan als Schwangere anstrengend und kompliziert, weil die Dynamik zwischen euch zu schnell Fahrt aufnahm. Quasi von Null (3 Jahre mit Kind allein gelebt) auf Hundert (schneller Zusammenzug und erneute Schwangerschaft). Es braucht seine Zeit, um den entspannten Umgang mit der neuen Situation zu erlernen für alle Seiten. :)_

Ihr hattet als Paar zu wenig Zeit, um euch aneinander zu gewöhnen. Und ja, wenn man in den Anfängen getrennte Lebensbereiche hatte, zumal in der ersten Verliebtheit, bleibt viel vom Alltagstrott außen vor und man frühlt sich freier und hat bei Spannungen rechtzeitig seinen Rückzugsort. Das entfällt nun völlig mit dem Zusammenzug.

Jetzt leben 2 erwachsene Menschen und ein junges Kind, die sich und ihre Eigenarten noch zu wenig kennen in einer neuen Gemeinschaft zusammen. Ein junges Kind, dass vorher bei der Mama rund um die Uhr volle Aufmerksamkeit hatte, muss diese von jetzt auf gleich teilen.

Das ist für alle Beteiligten eine Herausfordernung, vorallem für Dich, die gleichzeitig mit den Sorgen einer Schwangerschaft konfrontiert ist.

Ich appelliere an Dich und Deinen Partner miteinander Geduld zu haben, miteinander offen und direkt darüber zu sprechen, in welchen noch ungewohnten Situationen es noch Sorgen und Probleme gibt.

Was Du Dir anders wünschst, an Stellen in denen er (vielleicht) im noch Defizite hat im Umgang mit Deinem Kind. Möglich das er noch unerfahren ist, Situationen falsch einschätzt, wenn er keine eigenen Erfahrungen im engen Zusammenleben mit Kind/ern hat.

Nicht nur Du bist innerhalb kurzer Zeit zur Mutterrolle zusätzlich Partnerin geworden, sondern Dein Freund für Dein Kind ein neuer Bezugspartner und umgehrt für Dein Kind ist ein "Störfaktor" zur Mama ins Leben getreten.

Redet darüber wie ihr neue Lösungsstrategien findet. Sag offen was Du Dir wünschst/noch vermisst und sprich die konkreten Situationen an, in denen Du das Gefühl hast es läuft noch unrund als familiäre Gemeinschaft.

Für den Verlauf der Schwangerschaft wünsche ich Dir alles Gute und das die sich vergrößernde Familie eine reele Chance bekommt zusammen zu wachsen. Gebt euch nicht zu schnell auf. Eine Trennung, selbst eine zunächst räumliche ist der einfachere Weg, aber nicht immer der Beste. @:) :)*

C#oteBSauvabgxe


Ist das normal das man sich so etwas sagt bzw daran denkt?

Was heißt schon normal?

Ich finde es durchaus "normal", dass man einen Partner, bei dem es sofort gefunkt hat, nach Abklingen der ersten Verliebtheit und nach einem Zusammenziehen anders kennenlernt und sieht. Nicht "normal" finde ich es, wenn man nach ein paar Monaten schon ans Kinderkriegen denkt. Aber was ich normal oder nicht normal finde sollte dir egal sein.

Wenn zusammenbleiben, aber mit getrennten Wohnungen, eine Option für euch wäre, warum nicht? Das würde auch die Sitution zwischen deinem Sohn, dir und ihm entzerren. Wahrscheinlich war das für den Sohn zu früh/ zu abrupt, dass die Mama ein neues Kind erwartet und mit dem neuen Papa dann auch gleich zusammenzieht. Da ändert sich gleich viel auf einmal, sowas kann durchaus Ängste auslösen. Darauf hättet ihr besser vorher Rücksicht genommen, aber es ist ja noch nicht zu spät, das jetzt zu tun.

Ejhemalhiger RNu7tzer (g#51x5610)


Ich komme da was den zeitlichen Ablauf angeht nicht so ganz mit. Ich fasse mal zusammen wie ich das in etwa verstanden habe und du, NaDomi, berichtigst mich dann wenn ich etwas falsch verstanden habe?

• 2012 hast du dein erstes Kind bekommen

• von 2012 bis 2015 warst du alleinerziehend

• 2015 hast du dich verliebt und bist schwanger geworden

• Im Herbst 2015 bist du mit deinem Partner, auf seinen Wunsch hin, zusammengezogen. Schon damals hattest du Zweifel an der Beziehung:

Wir leben noch getrennt , was sich aber jetzt ändern soll . ( geht mehr von ihm aus )

Ich bin ganz gerne mal alleine für mich . Er ist da ganz anders . Auch so gibt es enge Sachen wo ich mich verändert habe bzw ich auch denke , vielleicht ist er doch nicht der richtige

[[http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/711824/]]

• Du hattest also von Beginn der Beziehung an Zweifel an der Beziehung als solcher und auch Zweifel am Zusammenleben. Seit ihr seit Ende 2015 zusammenlebt, geht alles stetig noch weiter bergab und dein Sohn und dein Partner, die sich ja nun auch nicht erst seit gestern kennen, kommen auch nicht gut miteinander klar:

Wir sind dann zusammen gezogen . Leider ging es ab dann in leichten Schritten zurück, zumindest bei mir Gefühlsmäßig. Leider kommt mein großer auch mit ihm nicht so zurecht und umgedreht leider auch nicht . So recht finden Sie keinen Draht zueinander. Mittlerweile ist jeden Tag Stress angesagt. Ich habe langsam keine Nerven und keine Lust mehr darauf.

Habe ich das so richtig verstanden? ":/

NLaDoBmi


Lieben Dank für Eure Antworten!

Nein ich habe nicht von Anfang an gezweifelt. Erst als wir zusammen gezogen sind ...

Ich denke auch das mein großer Sohn arge Probleme hat mich zu teilen und nun auch gleich 2 mal .Mein Partner hat Erfahrung da er selbst auch einen Sohn hat, der bei seiner Mutter lebt .

Ich Rede fast täglich mit ihm . Aber er reagiert leider nicht mit Verständnis , eher genervt. Was mich dann wiederum auch wieder nervt...

Es ist alles so schwierig. Und ja ein Rückziehpunkt fehlt mir auch! Ich mache und tue, Rede und Rede aber nie ändert sich was ... wenn ich mal sage das ich auch mal Zeit für mich brauche dann reagiert er nicht positiv darauf . Zieht ein Gesicht...

Ja ich weiss , ging alles sehr schnell ... es ist schon was dran wenn mm sagt man sollte sich erstmal richtig kennen lernen !

Rlalphh_HxH


Dass ein Kind die Mama teilen muss ist kein Drama. Das geht allen Kindern so, wo die Eltern noch zusammen sind und allen Kindern, die Geschwister haben. Neben dem "Verlust" durch das Teilen gewinnt man ja aber normalerweise auch eine ganze Menge dazu durch die anderen Familienmitglieder. Unter Geschwistern ist das nicht immer gleich sichtbar, da gibt es immer viel Eifersucht, viel Streit. Aber frag die beiden mal in 5 oder 10 Jahren, ob sie den anderen wieder her geben wollten...

Und auch unter Eltern ist es normal, dass man sich öfter mal zurück sehnt nach der Zeit als man noch alleine war. Alleine ohne Partner, alleine ohne Kinder, zu zweit ohne Kinder, was auch immer. Es ist eine permanente Suche nach Kompromissen, damit keiner zu kurz kommt, damit sowohl die Zeit zu zweit mit dem Partner ihren Platz hat, wie auch die Zeit für die Kinder, wie auch die Zeit für sich ganz allein. Diese Balance ist umso schwerer, wenn beide Partner unterschiedliche Vorstellungen von Freiheiten und Gemeinsamkeit haben. Das ist ein längerer Prozess, das auszubalancieren.

Allerdings gibt es bestimmt auch reichlich Menschen, wo man nach einer weile feststellt, dass es so nicht klappt. Freundschaft ja, Partner vielleicht, aber als Famlienenvater nicht mit den eigenen Wünschen kompatibel. Wenn man das nach dem 1. Kind feststellt, ist natürlich blöd. Du wärest in der Situation gewesen, das in Ruhe zu probieren, das 1. Kind war ja schon da. Nun sind es zwei... Das macht es nicht einfacher.

Zu weiten Teilen Deines Textes finde ich übrigens gerade nur schwer Zugang. Er, ihm... Es ist teilweise extrem schwer, zu erkennen, wen Du gerade meinst.

Ich denke auch das mein großer Sohn arge Probleme hat mich zu teilen und nun auch gleich 2 mal .Mein Partner hat Erfahrung da er selbst auch einen Sohn hat, der bei seiner Mutter lebt .

Ich Rede fast täglich mit [b]ihm[/b] .

Mit wem jetzt? Mit Deinem Sohn? Mit Deinem Partner? Oder gar mit dessen Sohn? Und wer reagiert nun nicht positiv darauf, dass Du Zeit für Dich brauchst? Sohn oder Partner??

N;aiDom%i


Mit meinem Großen Sohn war ich über 3 Jahre alleine. Er kannte es bis dato nicht anders. Er ist dadurch auch sehr auf mich fixiert .

Ich Rede mit beiden fast täglich . Mit meinem Großen Sohn und mit meinem Partner. Aber die Beiden scheinen keinen Weg zueinander zu finden .

Mein Partner reagiert nicht wirklich positiv darauf wenn ich mal etwas Zeit für mich haben möchte. Zb abends wenn die Kinder im Bett sind .

Ich sehe ein das das alles ziemlich schnell ging und nun steht man halt vor den ganzen Problemen... denn wenn das alles damals schon gewesen wäre , hätte ich diese Schritte auch nicht gemacht...

Lg

D)ie Syeherixn


und wenn ihr wieder getrennte wohnungen hättet? wäre das finanziell bei euch darstellbar?

NyaD$omi


Für mich auf jeden Fall eine gute Option !

Für ihn leider gar nicht...

Finanziell wäre es machbar

Ryal@ph_xHH


Mein Partner reagiert nicht wirklich positiv darauf wenn ich mal etwas Zeit für mich haben möchte. Zb abends wenn die Kinder im Bett sind .

Nach 20 Jahren Ehe sind beide froh drüber... So ändert sich das mit der Zeit. Ne, im Ernst, wenn Du schon mit dem Gedanken spielst, auszuziehen, dann rede mit Deinem Freund darüber. Wenn Du Freiheiten und Zeit für Dich brauchst, nutzt es nicht viel, dass er umso mehr klammert, bis Du gleich die Reißleine ziehst und ganz gehst.

CGy/tex


Für mich auf jeden Fall eine gute Option !

Für ihn leider gar nicht...

Finanziell wäre es machbar

Gib nicht nach! Hör auf Dich.

Ebhema{liger N$utz+er (r#5156x10)


Gib nicht nach! Hör auf Dich.

Naja, ja klar. Allerdings geht es ja nicht nur um NaDomi und ihren Erstgeborenen, sondern auch um das gemeinsame Kind mit ihrem Partner. Da kann man nicht nur auf sich hören, sondern muss gemeinsam eine Entscheidung treffen, die für alle passt. Sie kann ja schlecht beide Kinder nehmen und einfach ausziehen, nur weil sich das gerade gut anfühlt.

Was, wenn NaDomis Partner und der Vater des gemeinsamen Kindes möchte, dass das Kind bei ihm bleibt?

Doie SSehe>rLin


Was, wenn NaDomis Partner und der Vater des gemeinsamen Kindes möchte, dass das Kind bei ihm bleibt?

wenn er das so gerne möchte, sollte er zumindest mal konstruktiv mitdenken und -diskutieren, wie man die angespannte situation gemeinsam in den griff bekommt! durch eine rein räumliche trennung könnte ja durchaus der effekt eintreten, dass die quantität der gemeinsam verbrachten zeit sinkt, die qualität aber enorm steigt!?

N+aD6omxi


Ich sehe das eigentlich auch so das wir vlt durch getrennte Wohnräume etwas Spannung aus der ganzen Situation nehmen würden .

Aber dazu müssten es beide auch so sehen...

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