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In Teufel's Küche

M<oppexn


Glaubst du, dass der Affärenmann - vermutlich kinderunerfahren (oder habe ich was überlesen?) - dies für zwei fremde Kinder plötzlich besser hinbekommt?

Nee, glaube ich nicht. Und würde ich auch nicht erwarten. Es geht in der Szene auch nicht um die Kinder und das Handling selbiger. Ich würde von ihm in einer solchen Situation ebensowenig Hilfe erwarten wie ich in vergleichbaren Situationen auch keine Hilfe von meiner einzigen kinderlosen Freundin erwarten würde. Ich wollte hier nur versuchen, unserem Kommunikationsproblem näher zu kommen.

gXaul|oi0sxe


Ich fühle mich glücklich und zufrieden, wenn ich raus komme, mit anderen zusammen bin. Ich habe das Gefühl, ich ersticke in der Wohnung. Im Sommer waren wir für eine Woche weg, mussten den Urlaub aber abbrechen, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe.

Verstehe ich das richtig: du hältst es nur noch begrenzt aus, mit deinem Mann zusammen zu sein? Und daraus resultierte dann auch der Abbruch des Urlaubs? Weil ihr da permanent zusammen wart? Oder habe ich das da gerade reingelesen?

Wenn es so war, wie ich denke: vorbei. Als ich soweit war, dass ich vor meinem ExMann stand und nur dachte, geh weg, sprich mich nicht an, ich kann dich nicht mehr sehen, dein Gerede nicht mehr hören, ich will keine, wirklich keine Zeit mehr mit dir verbringen - das war der Punkt, an dem die Ehe unrettbar verloren war. Die darauffolgende Zeit war ziemlich schrecklich.

Und er war glücklich und zufrieden und wusste gar nicht, was die olle Hexe immer hat.

Wie gesagt, daran fühlte ich mich eben beim Lesen erinnert, mag sein, dass ich da jetzt zuviel reinlese.

L.olavX5


Er erzählte mir Sachen, wie dass er nicht bereit wäre, sich diesmal emotional genauso einzulassen wie beim ersten. Wenn ihn die Nächte zu unruhig waren, ging er ins Wohnzimmer, wenn die Kinder morgens zu früh wach waren ebenso. Ich habe Probleme, um Hilfe zu bitten, er bot von sich aus keine an. Und obwohl ich nicht vernünftig um Hilfe bat, war ich enttäuscht, keine zu bekommen.

Damit hat er sich aus meiner Sicht disqualifiziert. Man könnte sogar sagen: Er hat sich mit dieser Entscheidung gegen das zweite Kind und gegen eine partnerschaftliche, unterstützende Haltung eigentlich getrennt hat. Er wollte die Annehmlichkeiten weiter ohne seine Verantwortung zu tragen.

Ich finde es nur logisch, wenn auch du ihn jetzt verlässt.

M=oppXe&n


gauloise

Und er war glücklich und zufrieden und wusste gar nicht, was die olle Hexe immer hat.

Ganz großes Danke hierfür. ;-D

Ich bin ja manchmal schon so weit, dass ich mich frage, ob meine Wahrnehmung der Situation einfach nur falsch ist und ich aus falschen Erwartungen heraus unzufrieden bin. Ob ich etwas eigentlich Gutes wirklich nur schlecht rede. Beruhigend, dass es offenbar öfters so ne krass divergierende Wahrnehmung gibt.

Verstehe ich das richtig: du hältst es nur noch begrenzt aus, mit deinem Mann zusammen zu sein? Und daraus resultierte dann auch der Abbruch des Urlaubs? Weil ihr da permanent zusammen wart?

Ich weiß nicht, was das Problem war. Ich habe es damals nicht verstanden, denn ich dachte, wenn wir mal raus kommen, wird alles besser. Und ich kann es bis heute nicht sagen, ich weiß nur, dass wir dann quasi nach Hause geflohen sind und es dort sofort besser war.

Als ich soweit war, dass ich vor meinem ExMann stand und nur dachte, geh weg, sprich mich nicht an, ich kann dich nicht mehr sehen, dein Gerede nicht mehr hören, ich will keine, wirklich keine Zeit mehr mit dir verbringen - das war der Punkt, an dem die Ehe unrettbar verloren war. Die darauffolgende Zeit war ziemlich schrecklich.

Kenne ich in weiten Zügen. :-/ Puh. Das muss erstmal sacken.

gSauloixse


Wie gesagt, es kann sein, dass meine eigenen Erinnerungen da jetzt zu sehr reinspielen, aber das hier

Ich bin ja manchmal schon so weit, dass ich mich frage, ob meine Wahrnehmung der Situation einfach nur falsch ist und ich aus falschen Erwartungen heraus unzufrieden bin. Ob ich etwas eigentlich Gutes wirklich nur schlecht rede.

ist mir allerbest bekannt, genauso dachte ich nämlich auch. Ich dachte, ich bin diejenige, die falsch tickt, ich dachte, das ist bestimmt alles ganz normal in längeren Beziehungen - und eigentlich habe ich es doch gut? Worüber beschwere ich mich hier eigentlich?

Ich habe drei gesunde Kinder, einen Job, einen Garten, der Typ neben mir findet alles prima, was habe ich eigentlich immer zu meckern? Warum, warum geht es mir so scheiße? Warum gruselt es mich, wenn ich daran denke, mit ihm irgendwann alleine zu sein?

Warum kann ich nicht mal mehr mit ihm essen gehen, ohne ihn und sein Gelaber kacke zu finden? Wann eigentlich war der Punkt, an dem ich hätte erkennen müssen, dass sein ganzes Vatergetue nur Getue war?

Ich habe dann irgendwann resigniert und habe gedacht, dann war es das eben, dann war das mein Leben, das bleibt jetzt so.

Und dann lief es ganz ähnlich wie bei kamikaze, ich lernte einen anderen Mann kennen und verliebte mich, dass es nur so rauchte. Ich trennte mich. Fernbeziehung für eine lange Zeit, wir sind gerade dabei, das in eine Nahbeziehung umzuwandeln - und ich bin immer noch so, so froh, dass ich mich getraut habe. Beste Entscheidung meines Lebens. Es ist bestimmt nicht leicht, aber ich bin sehr, sehr glücklich mit diesem Mann! - Aber nochmal: das gilt für mich.

Du hast nur dieses eine Leben, hm? Frag dich selbst, ob du dir vorstellen kannst, mit deinem Mann älter zu werden, ob du dir vorstellen kannst, wie das mit euch wird, wenn die Kinder größer und weniger auf euch angewiesen sind, wie das wird, wenn ihr zunehmend zu zweit seid. @:)

kHamikxaze


Frag dich selbst, ob du dir vorstellen kannst, mit deinem Mann älter zu werden, ob du dir vorstellen kannst, wie das mit euch wird, wenn die Kinder größer und weniger auf euch angewiesen sind, wie das wird, wenn ihr zunehmend zu zweit seid.

Das war bei mir genau der Punkt, wegen dem ich schon immer wusste, dass ich mit meinem Ex nicht alt werde. Wir konnten nicht einmal schön nebeneinander spazierengehen, weil er immer einen Stechschritt ohne Ende draufhatte. Als seine Mutter mal extra kam, um auf die Kinder aufzupassen für einen freien Abend sind wir in dir Stadt "gerannt", ins Restaurant, schnell was gegessen. Danach wollte er noch was trinken, mir war es aber vergangen. Es ist dann zu seinem Kumpel zocken gegangen, ich bin frustriert heim.

Bei den Kindern und im Alltag waren wir ein super Team. Er hat mir immer den Rücken freigehalten und mich bei allem unterstützt. Aber gemeinsame Interessen, dasselbe Nähebedürfnis, einfach schöne Zeit miteinander zu zweit verbringen...da gab es nicht viel in all den Jahren.

s%ensibDelm5annx99


für einen freien Abend sind wir in dir Stadt "gerannt", ins Restaurant, schnell was gegessen. Danach wollte er noch was trinken, mir war es aber vergangen. Es ist dann zu seinem Kumpel zocken gegangen, ich bin frustriert heim.

gruselig unentspannt ...

Aber gemeinsame Interessen, dasselbe Nähebedürfnis, einfach schöne Zeit miteinander zu zweit verbringen...da gab es nicht viel in all den Jahren.

Das fände ich für eine Beziehung sehr komisch- mir wäre das nichts.

M+o0ppen


gauloise

ich dachte, das ist bestimmt alles ganz normal in längeren Beziehungen - und eigentlich habe ich es doch gut? Worüber beschwere ich mich hier eigentlich?

Genau. Worüber beschwere ich mich eigentlich. Klar vergeht die Verliebtheit, das Kribbeln im Bauch. Dafür bekommt man was anderes. Nähe, Vertrautheit, Gewissheit, Verlässlichkeit, zB. Klar hat man weniger gemeinsame Zeit, wenn die Kinder klein sind. Aber es kommen auch wieder andere Zeiten. Wir gehen da jetzt durch und wenn der Raum für uns wieder da ist, begegnen wir uns neu. Denn eigentlich ist ja alles gut. Wir kommen über die Runden, wir gucken unsere Serien, er ist ja kein Arsch, er ist nicht gewalttätig, er geht nicht fremd, ist nicht spielsüchtig. Eigentlich habe ich es doch gut. Was bilde ich mir ein, wg meinem kleinen Ego-Trip das alles zu zerstören? Ihm die zweite Familie zu nehmen, den Kindern den Vater als verlässliche Konstante? Und wofür? Dafür, dass ich dann vielleicht auch nicht glücklicher werde.

Du hast nur dieses eine Leben, hm?

Ja, das stimmt.

MToppxen


Lola

Damit hat er sich aus meiner Sicht disqualifiziert. Man könnte sogar sagen: Er hat sich mit dieser Entscheidung gegen das zweite Kind und gegen eine partnerschaftliche, unterstützende Haltung eigentlich getrennt hat.

Es war ne Momentaufnahme. Naja, etwas mehr als ein Moment war es schon, aber unter'm Strich ist seine Bindung zu Kind Nr 2 dann sogar recht bald besser geeesen als die zu Nr 1, weil sie einfach unkomplizierter in allem war als ihre große Schwester.

Er wollte die Annehmlichkeiten weiter ohne seine Verantwortung zu tragen.

Das war schon des Öfteren so und in Abwandlung Thema zwischen uns, als wir noch gestritten haben. Das verrückte ist vermutlich, dass er durch meine Resignation, als wir nach der Trennung wieder zusammen kamen, vermutlich sogar zufriedener wurde, einfach weil ich nicht mehr so zänkisch war und nicht mehr genörgelt habe, sondern es mehr oder weniger einfach have laufen lassen. Ich weiß gar nicht, wo meine ganze Energie von früher hin ist.

M]oppxen


kamikaze

Bei den Kindern und im Alltag waren wir ein super Team. Er hat mir immer den Rücken freigehalten und mich bei allem unterstützt. Aber gemeinsame Interessen, dasselbe Nähebedürfnis, einfach schöne Zeit miteinander zu zweit verbringen...

Bei uns eher umgekehrt. Im Alltag klappt gar nichts, da bleibt alles an mir hängen und es gibt niemanden, der mir den Rücken frei hält, niemanden der mit denkt. Allein zu zweit haben wir immer funktioniert, aber auch das bröckelt dann irgendwann unter dem Rest.

dqanaSe8x7


Also entweder ich kann echt schlecht kommunizieren, dass ich etwas ernst meine, es mir schlecht geht, ich Hilfe brauche, oder er ist echt gut darin, das zu überhören. Aber vielleicht ist es auch eine Mischung aus beidem.

Vielleicht passen eure Kommunikationsstrategien auch einfach nicht zusammen. Da muss niemand generell "falsch" sein, es reicht wenn es nicht passt. Mag sein das du wenn du um Hilfe rufst für ihn zu unspezifisch bist, so dass er nicht weiß wie er am Besten helfen kann, mag sein das er ein wenig blöd ist was die innerhäuslichen Abläufe angeht und sich daher die bequemen Situationen aussucht. Völlig egal. Ihr kommt da nicht zusammen und sich da dauerhaft auf einen anderen Menschen komplett einstellen zu müssen weil man einfach nicht harmoniert frisst sehr viel Energie. Das nimmt der Beziehung jede Leichtigkeit, die ja gar nicht zwangsweise durch einen Alltag verschwinden muss, wenn beide darauf achten. Aber in so einem engen Korsett erstickt jede Liebe, so meine Erfahrung.

Das war schon des Öfteren so und in Abwandlung Thema zwischen uns, als wir noch gestritten haben.

Das ist für mich der Schlüßelsatz. Wenn man das Streiten aufgegeben hat, dann kann man es vergessen, dann hat man eigentlich mit der Beziehung abgeschloßen. Weißt du, es liest sich hier so als würde er sehr auf seinen Komfort achten und gefließentlich übersehen, was ihn dazu auffordern würde seine Komfortzone zu verlassen. Natürlich geht es ihm gut. Er macht was er möchte, er hat ein bequemes Zuhause in dem du alles am Laufen hälst. Ein warmes Nest.

Nicht jeder Mensch sucht ja das Kribbeln in der Beziehung. Viele viele Menschen haben ja ihre Eltern als Beziehungsvorbild und da ist ja nicht selten genau diese Form von Resignation, von nebeneinander Normalität. Das wird einfach als normaler Lauf der Dinge betrachtet, dass war was man von seiner Ehe erwartet hat und deshalb entsteht daraus dann auch kein Leidensdruck.

OFldiex49


@ Moppen

Auch wenn du das längst weißt, ich fasse es noch mal zusammen: Da wo du und dein Mann jetzt sind, seid ihr nicht durch Zufälle geraten, sondern durch Entscheidungen, die ihr jeweils in bestimmten Momenten getroffen habt.

Das war die Entscheidung, einen 16 Jahre älteren Mann zu heiraten. Sie hat große Auswirkungen bis heute. Es war die Entscheidung, durch das erste Kind, die Beziehung "heilend zu verändern"…

Erstes Kind kam, als ich das Gefühl hatte, mein Leben steht still, es geht nicht weiter. Und eigentlich sind wir ab da zunehmend auseinander gedriftet.

…was offensichtlich nicht funktioniert hat.

Er hat sein altes Leben weiter geführt (tagsüber schlafen, wenn er von der Arbeit kommt, nachts lange wach), während mein Leben sich komplett gedreht hat. Ich habe ihm damals gesagt, dass ich Angst habe, dass die Zeit, die ich mit anderen verbringe, wertvoller wird, als die Zeit, die wir miteinander verbringen.

Es war DEINE Entscheidung, sein Tagsüber-Schlafen und sein Entfernen von dir zu akzeptieren, nicht mehr dagegen zu kämpfen. Ein wesentlicher Schritt in die Distanz.

Ich habe es damals verpasst, ihn zu stärken in seiner Rolle als Vater, seine Position über die meiner Eltern zu stellen.

Ja, du hast es "verpasst", weil du dich entschieden hast, dass es einfacher war, die Eltern einzuschalten, als ihn aus seiner Welt in deine zu holen. Auch hier mag der Altersunterschied aber eine große Rolle gespielt haben.

Ich habe Probleme, um Hilfe zu bitten, er bot von sich aus keine an. Und obwohl ich nicht vernünftig um Hilfe bat, war ich enttäuscht, keine zu bekommen.

Es war also auch deine Entscheidung, ihn nicht "vernünftig um Hilfe zu bitten", weil es einfacher war, ihn in der Distanz zu lassen und deine Probleme weitgehend selber zu bewältigen. Und natürlich war es SEINE Entscheidung, das zuzulassen und den bequemeren Weg zu gehen.

Wir redeten immer weniger. Der Ton würde ruppiger. Ich hatte das Gefühl, mit allein gelassen zu werden. Die Kommunikation ging endgültig den Bach runter, als er auf meine Versuche, im Gespräch auf die unglückliche Lage hinzuweisen und nach den Gründen zu suchen, im Prinzip nichts anderes erwiderte, als dass er glücklich sei, nicht wisse, was mein Problem sei, und auch nicht für die Lösung nicht vorhandener Probleme zuständig sei. Ich würde die Beziehung nur schlecht reden.

Der Klassiker. Der Rückzug in die eigene Welt, bei der man sich selber suggeriert, dass jede Veränderung nur Stress bringen würde. Also ab auf die eigene Insel, Augen zu und die kleinen schönen Momente genießen, die einem geblieben sind. Ich glaube, das können Männer besser als Frauen.

Wir trennten uns für ein halbes Jahr, machten Paarberatung. (….) Wir kamen wieder zusammen, hatten einen einige Wochen dauernden 2. Frühling, und seitdem leben wir wieder zusammen. Ich habe mich unzählige Male entschuldigt für die Trennung, weil sie mir dann wirklich falsch vorkam.

Das ist sehr wichtig. Denn diese Entscheidung habt ihr gemeinsam getroffen, um als Team zu versuchen, aus dem Automatismus heraus zu kommen. Dazu war es notwendig, ihm durch deinen Auszug so viel Leidensdruck aufzuerlegen, dass er der Paartherapie zustimmte. Es ist vor allem wichtig für das Bewusstsein: "Ich habe letztlich doch alles in meinen Kräften Stehende getan, um uns als Paar und die Familie zu retten". Und daraus wird auch bald das Bewusstsein entstehen, das nicht noch mal zu können. Man kann das nicht beliebig wiederholen. Dieser Kraftakt bleibt aber auch nach einer Trennung in deinem Bewusstsein – das Gefühl, nichts leichtfertig aufgegeben zu haben. Wenn es zu einer Trennung kommt.

Mein Mann ist glücklich, sagt er. Ich fühle mich wie der letzte Arsch, weil ich es nicht einfach auch sein kann.

Nun, eure Inseln sind sehr unterschiedlich, auf denen ihr euch eingerichtet habt. Du hast offensichtlich zugelassen, dass auf deiner Insel mehr Verpflichtungen sind als auf seiner, weil du – vielleicht aus den Schuldgefühlen nach der vorübergehenden Trennung heraus – ihm "Gutes tun wolltest". Er sollte auf seiner Insel glücklich und zufrieden sein, darum hast du ihn immer weniger mit deinen Problemen belastet. Auch das war eine Entscheidung.

Also entweder ich kann echt schlecht kommunizieren, dass ich etwas ernst meine, es mir schlecht geht, ich Hilfe brauche, oder er ist echt gut darin, das zu überhören. Aber vielleicht ist es auch eine Mischung aus beidem.

Klar, diese Art der Kommunikation habt ihr gemeinsam eingerichtet. Er hat erfolgreich versucht, deine Hilferufe zu überhören und du hast resigniert und ihm damit das Gefühl gegeben, dass das in Ordnung ist. So funktioniert "Gemeinsames Erschaffen".

Denn eigentlich ist ja alles gut. Wir kommen über die Runden, wir gucken unsere Serien, er ist ja kein Arsch, er ist nicht gewalttätig, er geht nicht fremd, ist nicht spielsüchtig. Eigentlich habe ich es doch gut. Was bilde ich mir ein, wg meinem kleinen Ego-Trip das alles zu zerstören?

Nun, auch hier reden wir nicht von einem Zufall. Dein kleiner Egotrip kam ja nur zustande, weil du auf die erneute Kontaktsuche deines "Geliebten" (in nenne ihn B) reagiert hast.

Es gibt einen anderen Mann in meinem Leben, in meinem Kopf, in meinem Herzen. Er ist nicht aus dem Nichts aufgetaucht, wir kennen uns schon lange, seit Jahren. Wir haben immer mal engeren und mal lockeren Kontakt gepflegt. Nun hat er sich Anfang des Jahres wieder gemeldet und seitdem hat es eine gewisse Eigendynamik bekommen.

Die erste Kontaktaufnahme vor Jahren hast du beenden können, weil ihr beide gebunden wart und die Hindernisse unüberwindlich erschienen. Nach B‘s Trennung ist nur noch die Hälfte der Hindernisse vorhanden und das hat zu deiner Bereitschaft beigetragen, alles wieder zuzulassen, was sich so schön anfühlt. Du hast B auf deine Insel geholt, sowie dein Mann viele andere Annehmlichkeiten auf seine Insel geholt hat. B war und ist dein Mittel zum Glücklichsein, mit ihm kannst du kompensieren, was dir bei A (deinem Mann) fehlt. Und dein Unbewusstes wird dir gesagt haben, dass du bisher nichts Verbotenes tust, denn es gab ja noch keinen Sex. Dein Unbewusstes hat Recht, du hast nichts getan, was im klassischen Sinn "verboten wäre", aber du hast all das, was vielleicht auf der WIR-Insel mit A noch zur Verbesserung hätte beitragen können, da herunter geholt und auf deine Insel mit B geholt. Damit ist die WIR-Insel mit A so gut wie leer. Mehr oder weniger eine Wüste. Und das ist kein Zufall.

Kein Wunder also, dass die herrliche Oase, in der du deine Gespräche mit B führen kannst, dir wie das Gelobte Land erscheint.

Bis hierhin erst mal eine Art Analyse des Status Quo. Wie es weiter gehen kann, gern später, wenn du vielleicht Stellung dazu nimmst.

RRalpVh_HxH


Ich tu mich immer schwer, nach Oldie noch was zu schreiben, der fasst das alles immer so schön zusammen... :)=

Im Prinzip scheinst Du ja nach Antworten zu suchen auf die Frage, was soll ich tun. Trennen und der Versuchung nachgeben? Oder was sonst? Was sind die Alternativen?

Deine Ehe ist kompliziert. 14 Jahre Altersunterschied, ein Mann, der mit Kindern ein Stück überfordert ist und ein großes Kommunikationsproblem.

Die zwei Sätze hier sprechen Bände.

habe Probleme, um Hilfe zu bitten, er bot von sich aus keine an.

Nun sind wir hier. Wir reden wenig,

Kommunikation ist in einer Beziehung das a und o, ohne dass man redet löst man keine Probleme und Probleme wird es immer geben. Nicht reden führt bei jeder Beziehung in die Katastrophe. Nun habt ihr zwei immerhin eine Paarberatung gemacht, viel versucht, aber so ganz seid ihr aus Eurem Schema nicht raus gekommen.

Es ist schade, mitzubekommen, dass zwei Partner nicht in der Lage sind, sich in ihrer Beziehung gemeinsam ausreichend Mühe zu geben, zu reden, miteinander zu arbeiten, an sich selber zu arbeiten, um dann aber für einen neuen Flirt Feuer und Flamme zu sein. Warum lässt sich diese Leidenschaft nicht für und mit dem eigenen Partner wecken? Ob und wie sehr ihr das versucht habt, weiß ich nicht. Vielleicht habt ihr irgendwann erkannt, dass sich auch bei aller Mühe nichts wirklich ändert und dann habt ihr aufgegeben, vielleicht habt ihr es auch nie versucht. Wer weiß... Man kann sich nur in Grenzen ändern, wenn das einem verbiegen gleich kommt, ist niemand glücklich und dann sucht man sich lieber einen Partner, bei dem das ohne verbiegen gut passt. Ob dieser Flirt das sein mag, wird sich zeigen. Ob Du das testen willst, während Du noch in der Ehe so tust als ob, musst Du wissen, die Trennung kommt dann nur später und unter Umständen mit viel mehr Ärger.

Nun sind da allerdings noch zwei Kinder, 7 und 4, ein Alter in dem sie noch nicht wirklich nahe am Auszug sind... Den beiden schuldet ihr, gründlich zu prüfen, ob ihr als Paar wirklich alles versucht habt. Oft sind Kinder ein Punkt in der Beziehung, der alles verändert und man muss dem gerecht werden, indem man auch die Beziehung anpasst, verändert, damit man sich als Paar nicht verliert bei all dem Stress, den Kinder mit sich bringen. Aber bei Euch scheint das schon vorher nicht so ganz perfekt gewesen zu sein. Die Entscheidung, dann auch noch ein 2. Kind in die Welt zu setzen habt ihr dennoch gemeinsam bewusst getroffen. Also seid ihr beiden zu dem Zeitpunkt gewillt gewesen, die Ehe zu erhalten und zu pflegen. Was hat sich da in nur 4 Jahren geändert?

M>arVie CSäge


@ Moppen

wer niemanden hat, der mitdenkt, macht immer mehr sein eigenes Ding

ging mir auch so

ich entfernte mich mehr und mehr von meinem Mann

bei Kind 3 wurde alles besser

wir rauften uns wieder zusammen

PS: kann dir keinen Rat geben in punkto gehen oder bleiben

s ensibwelmasnn9x9


@ Moppen,

als ich mir die Situation deiner Ehe durchlas erschien für mich immer deutlicher, dass es mit deinem jetzigen Mann hinten und vorne nicht zusammenpasst- die Beziehung ist Krampf. Ich glaube, dass dir der andere besser tun wird.

Nun sind da allerdings noch zwei Kinder, 7 und 4, ein Alter in dem sie noch nicht wirklich nahe am Auszug sind... Den beiden schuldet ihr, gründlich zu prüfen, ob ihr als Paar wirklich alles versucht habt.

Wenn die Partner nicht richtig zusammenpassen, dann sind Versuche, zusammenzufinden, vergebene Liebesmüh- das wird immer Krampf bleiben- zuviel Verbiegen der Partner. Für die Kinder ist so eine Situation alles andere als angenehm und wird es auch bleiben.

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