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In Teufel's Küche

MQoppxen


Shojo

Weshalb hättest Du da irgendwas auffangen sollen, und das auch noch "adäquat"?

Wenn ich das so lese, und mir vorstelle, das aus dem Mund/der Feder eines Anderen zu hören/lese , frage ich mich das auch...

War das Dein Bedürfnis, tickst Du da so, dass Du immer alles reparieren und heilen möchtest, oder war da auch ein Teil seiner Erwartungen dabei?

Vermutlich ersteres. Ich hab so ein Helferproblem, ?? vermutlich resultierend aus dem meine Kindheit begleitenden Alkoholismus meines Vaters ??

Für was trägt er denn bei euch welche? Auf der emotionalen Seite und auf der praktischen Seite? Wo sorgst Du dafür, dass es läuft, wo er? Und, ganz wichtig: Wo tut ihr es zusammen?

Voll schwere Fragen...

Er macht die Spülmaschine und füttert die Tiere. Früher hat er Termine verwaltet, Impftermine der Kinder und Katzen und dergleichen, Versicherungen, Steuererklärung.

Ich mache alles "logistische", weil er keinen Führerschein hat, Kinderversorgung, Nachmittagsaktivitäten, aufräumen, Wäsche, einkaufen, Staubsauger und so.

Emotionale Verantwortung? Da stehe ich auf dem Schlauch, fürchte ich. Den Rücken freihalten? Miteinander an etwas denken/für den Anderen mitdenken? Sowas?

Wenn ich ihm was sage, macht er es meist irgendwann. Vielleicht damit ich zu nerven aufhöre oder so. Manchmal auch nicht. Dinge, die er regelmäßig machen muss, weil sie zu seinem Aufgabenbereich gehören (Klo putzen, Hasenstall und Katzenklo), macht er trotzdem nur auf Aufforderung.

Zusammen tun wir es eigentlich höchstens, wenn wir zusammen mit allen unterwegs sind. Er sagt immer, wenn ich nicht da bin (arbeiten), läuft es ja auch. Ich sage immer, wenn wir beide jeden Tag nur ne halbe Stunde was machen würden, wäre alles tipptopp. Ist aber nicht zu realisieren.

Was liegt vor euch, worauf arbeitet ihr jetzt hin?

Nix. Keine Ahnung. Die Kinder groß bekommen. Träume oder Ziele gibt es nicht. Ich wollte umziehen, weil die Wohnung zu klein ist so langsam für 4, aber er will nicht. Früher wollte er unbedingt woanders hin.

Er fühlt sich dort wohl, wo Du erstickst, und dass Du erstickst, scheint er nicht zu merken.

Er kann nicht damit umgehen, wenn es mir schlecht geht. Ich werde dann öfters im Vorbeigehen gestreichelt oder so. Also er merkt es schon irgendwie. Aber er schiebt es weg, ja.

Das ist die Art Anstrengung, die einem alle Kraft aus den Knochen saugt, weil es niemals aufwärts geht, weil man sich nicht abrackert, um ein Ziel zu erreichen und etwas zu schaffen, sondern nur, um einen Status quo aufrechtzuerhalten, den man eigentlich gar nicht will.

Verdammte Scheiße, ja. So fühlt es sich an.

Füreinander sterben klingt immer so romantisch, aber ich glaube, das ist damit nicht gemeint.

;-D

Jputan7x6


Erstes Kind kam, als ich das Gefühl hatte, mein Leben steht still, es geht nicht weiter. Und eigentlich sind wir ab da zunehmend auseinander gedriftet.

Ok...weiter muss man nicht mehr lesen. Du bist ein Egoist Moppe...man kriegt doch nicht einfach mal kurz Kinder, weil's gerade langweilig ist?!

Ich glaube auch nicht, dass es erst gerade ab da abwärts ging, du hast doch einfach nur an Dich selbst gedacht oder? So wie jetzt ja auch, denn alles was Du sagst klingt so bisschen nach: "ich kann ja gar nicht anders, denn es ist ja alles eigentlich seine schuld."

Reiss Dich mal zusammen!

S(hopjxo


Kinder gezielt bekommen oder nicht bekommen ist immer auch egoistisch motiviert, anders gehts gar nicht.

s@encsibtelm^annx99


Träume oder Ziele gibt es nicht.

Das wäre für mich der Tod der Beziehung.

sKensIibelmanxn99


Kinder gezielt bekommen oder nicht bekommen ist immer auch egoistisch motiviert, anders gehts gar nicht.

Ich halte einen gesunden Egoismus für lebensnotwendig. Gesund ist der Egoismus, wenn er andere Menschen nicht wesentlich einschränkt.

A"loZuPetxte


@ Juan76

... ausserdem schrieb Moppen ja auch auf Oldies Kommentar hin:

Es war die Entscheidung, durch das erste Kind, die Beziehung "heilend zu verändern"…was offensichtlich nicht funktioniert hat.

Es kam mir damals nicht so vor. Ich dachte, das was sich nach Stillstand anfühlt, ist nicht zwingend ein schlechtes Zeichen. Ich dachte, das kommt einfach daher, dass es an der Zeit ist für den nächsten Schritt. Das ist es, was ich damals dachte.

Vielleicht ist es doch gut, wenn man ein bisschen weiter liest als bis zu dem einen Satz, der einem aufstösst. Ich sehe hier keine egoistische Jammerei über die Schuld des anderen, sondern eher eine ziemlich ehrliche Reflexion über die eigenen Anteile an der Misere.

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