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Was ist der weibliche Gegenpart zum "echten Mann"?

aHusta*us~chSbaxr


Rein begrifflich, aber teilweise auch inhaltlich, sollte man meiner Meinung nach vom Feminist zum Menschrechtsaktivist werden.

m3ond+Estexrne


@ danae87

Darf ich fragen weshalb du mich damit nun ansprichst?

Ja, weil ich von Dir weiß, welche feministischen Standpunkte Du vertrittst. Im Prinzip könnte also auch jeder andere User mit vergleichbaren Standpunkten antworten.

Der entscheidende Sinn meiner Frage war, darauf hinzuweisen, dass in meiner Argumentation ein Fehler steckt.

Also, mit Dir persönlich hat es streng genommen eher wenig zu tun.

Trotzdem hätte ich gerne eine Antwort auf meine Frage (die sich auf den ersten Absatz bezieht). Mir fällt nämlich immer wieder auf, dass es seltsam still im feministischen Lager wird, wenn die Frage kommt, welcher Frauenanteil in Spitzenpositionen erreicht werden soll.

Ich interpretiere dieses Schweigen so: immer mehr. Also letztlich 100%.

Kann sein, dass es übertrieben ist. Aber solange ich da keine klare Ansage von feministischer Seite höre, bleibe ich dabei.


Im übrigen finde ich es legitim, wenn Frauenrechtlerinnen (=Feministinnen) immer mehr für sich fordern. Ich finde es nur etwas schräge, wie es immer wieder so hingebogen wird, als wäre es eine Frage der Gerechtigkeit.

E3hemfaliger Niutzer d(#5686x97)


Marktwirtschaft bedeutet, wer mehr erwirtschaftet, verdient auch mehr.

Die Nachfrage nach beispielsweise Pflege steigt (Stichwort Überalterung) während das Angebot and Pflegearbeitskräften das nicht tut. [[https://www.bundesgesundheitsministerium.de/index.php?id=646 Pflegefachkräftemangel]]. Momentan wird das teilweise über Import von Pflegekräften gelöst, was sich zunehmend in der Außenhandelsbilanz niederschlägt und mit zunehmender Überalterung der Bevölkerung Auswirkungen auf den Finanzkreislauf hat. Verstehst Du diese Zusammenhänge?

d{an'ae8x7


Rein begrifflich, aber teilweise auch inhaltlich, sollte man meiner Meinung nach vom Feminist zum Menschrechtsaktivist werden.

Man kann ja beides sein, sind ja Aspekte voneinander. ;-)

mond+sterne

In Ordnung, wenn es gar nicht mich meinte sondern ich nur stellvertretend da stehe, bin ich schon weniger verwirrt.

Das dir niemand klare Zahlen nennen mag, liegt sicher an verschiedenen Punkten. Zum einen, ich verweise nochmal auf den von a.fish verlinkten Vortrag, gibt es nicht den Feminismus sondern ganz viele Positionen. Von "keine Quote" bis "100%" ist da sicher irgendwo alles vertreten. Pluralismus ist schön, macht es aber schwer allgemeingültige Aussagen zu treffen. Ich könnte dir also, falls es dich interessiert, allenfals meine Meinung sagen.

Eihemalige>r Nutzker (#5j68697)


Rein begrifflich, aber teilweise auch inhaltlich, sollte man meiner Meinung nach vom Feminist zum Menschrechtsaktivist werden.

Das halte ich in der gesamtgesellschaftlichen Debatte für verfrüht, weil es aus meiner Sicht in das alte Schema zurückführen würde in der über kurz oder lang den Frauen weiter die gesamte soziale Veranwortung zugeschoben wird ohne dass sie auch die Gestaltungsvollmacht für diese haben. Die Verantwortung und die Gestaltung müssen zukünftig geteilt werden, damit männliche und weibliche Bedürfnisse gleichberechtigt und gleichbepflichtet nebeneinander stehen können.

Wie komme ich darauf, dass die Verantwortung zwar an ein Geschlecht abgeschoben, die Gestaltungsmacht aber nicht gewährt wird? Schau Dir mal die bekanntesten (wenn auch recht kleinen) Männerorganisationen und deren Strukturen an, da wird es im Mikrokosmos klarer. Der Platz der Frauen in diesen Organisationen ist klar. Natürlich sind sie für die direkt helfenden Tätigkeiten und nicht in Entscheidungsdebatten gern gesehen, solange sie sich einsetzen lassen und nicht auch noch bestimmten wollen wie sie ihre Zeit verbringen.

Eine Mainstreambewegung zum Thema was macht für Männer sozial aktive Männlichkeit aus und wie wird das praktisch umgesetzt gibt es nicht. Da sind große Berührungsängste vor Leistungsdebatten aktiv. Es braucht es erst eine klarere Debatte auch unter Männern was für Männer der Begriff soziale Verantwortung praktisch aktiv umgesetzt bedeutet und vor allen Dingen mehr Männer, die persönlich Erfahrungen in tatsächlichen Umgang über einen längeren Zeitraum mit Menschen in Not haben, nicht als heldenhafter Notretter, sondern auch als "sich aktiv um schwächere Kümmernder".

Wenn das mal passiert ist würde ich ein verpflichtendes soziales Jahr für beide Geschlechter einführen wollen, dass jeder im Alter zwischen 30 und 45 ausüben muss.

Wird in den nächsten 100 Jahren sicher nicht passieren.

S2talfxyr


Die Verantwortung und die Gestaltung müssen zukünftig geteilt werden, damit männliche und weibliche Bedürfnisse gleichberechtigt und gleichbepflichtet nebeneinander stehen können.

Wenn das mal passiert ist würde ich ein verpflichtendes soziales Jahr für beide Geschlechter einführen wollen, dass jeder im Alter zwischen 30 und 45 ausüben muss.

Heißt im Klartext: gleiche Möglichkeiten und Rechte reichen dir nicht, du bist erst zufrieden, wenn du überall 50/50-Quoten hast, die man zur Not mit gesellschaftlichen Umerziehungsmaßnahmen herbeiführt? ":/

Das ist das Problem an manchen heutigen feministischen Zweigen. Da das eigentliche Ziel des historischen Feminismus (gleiche Rechte) längst erreicht ist, muss er weitersuchen, um sich selbst nicht der Überflüssigkeit preiszugeben. Daraus resultieren dann so bizarre Gleichschaltungsforderungen, weil man ja nicht akzeptieren kann, dass es selbst bei der in den westlichen Demokratien weltweit wohl größtmöglichen Wahlfreiheit immer noch klare Trends gibt, was Neigung und Interessen angeht. Anstatt das zu akzeptieren (an irgendeinem frauenunterdrückenden System kann es ja kaum liegen) wird die Umerziehungsmaschinerie angeworfen. Um gleiche Rechte oder "Befreiung" (von was auch immer) kann es da kaum gehen - im Gegenteil, eine Minderheit will aufgrund persönlicher Befindlichkeiten einer Mehrheit die Richtung vorschreiben.

Wird in den nächsten 100 Jahren sicher nicht passieren.

Hoffen wir's.

Keine Ahnung, was diese künstliche "Männer in die sozialen Bereiche / Frauen in die Technik"-Politik bezwecken soll. Einerseits soll Geschlecht keine Rolle spielen, sondern nur Neigung, Eignung, Befähigung und fachliche Leistung, andererseits weist man hiermit genau dem Geschlecht die entscheidende Rolle zu, in dem man nicht "Technisch Begeisterte in die Technik" fordert, sondern ein Geschlecht an erste Stelle setzt. ":/

Und lustig, dass das auch immer Leute propagieren, die ihrerseits diesen Weg nicht gewählt haben.

Ich mutmaße jetzt mal, NotMichaelCaine, auch du bist keine Elektrotechnik- oder Maschinenbau-Ingenieurin - liege ich richtig? :=o

aT.yf4ish


Keine Ahnung, was diese künstliche "Männer in die sozialen Bereiche / Frauen in die Technik"-Politik bezwecken soll.

Das: "Technisch Begeisterte in die Technik". Zum Beispiel.

EXhemaliWger Nutzers (#5x68697)


gleiche Möglichkeiten und Rechte reichen dir nicht, du bist erst zufrieden, wenn du überall 50/50-Quoten hast, die man zur Not mit gesellschaftlichen Umerziehungsmaßnahmen herbeiführt? ":/

Da musste ich jetzt lachen: Die Angst davor soziale Tätigkeiten mal für ein lumpiges Jahr ausführen zu müssen muss ja höllisch sein, aber Du stehst damit nicht allein.

Nein - es geht mir nicht um eine gesellschaftliche Umerziehungsmassnahme - nach dem Jahr kann jeder machen was er will ;-). Es geht mir darum, dass alle diese Erfahrungen mal gemacht haben müssen um die Verantwortung dafür richtig einschätzen zu können. Das sollte eine verpflichtende Maßnahme werden weil JEDER in die Situation von hilflosigkeit kommen kann - egal ob durch Unfall, finanzielle Fehleinschätzungen oder was auch immer. Deshalb sollte auch jeder selbst mit entsprechenden Situationen konfrontiert werden um ein Verständnis dafür zu erlangen was für eine Leistung es ist jemandem da raus oder durchzuhelfen. Das würde das soziale Miteinander verändern. Schluss mit der einseitigen Verdrängung.

Aber klar - das wollen Männer wie Du an Frauen outsorcen um dann gönnerisch zu Frauen sagen zu können: Och wie süss und lieb das ihr das macht. Klar Geld gibts dafür nicht und im Leistungsvergleich ist das natürlich unteres Ende, aber schön das jemand sich kümmert. Man seid ihr blöd euch überhaupt darauf einzulassen, aber ihr könnt halt nicht anders - seid halt nur Frauen. Liegt in euren Genen.

Denn das ist es was immer noch häufig passiert (siehe die Debatten wo Frauen vorgeworfen wird selber doof zu sein, wenn sie nicht MINT Berufe wählen oder wahlweise vorgeworfen wird einen MINT Beruf gewählt zu haben und den auch noch behalten zu wollen obwohl sie Kinder bekommen). Die Quittung dafür haben wir gesamtgesesllschaftlich eigentlich schon, aber es muss wohl noch viel schlimmer werden, bevor die real existierenden Zusammenhänge auch bei Männern wie Dir ankommen. Es gibt halt noch sehr viele die diese Zusammenhänge erst sehen wenn sie selbst pflegebedürftig werden oder auf andere Formen Hilfe angewiesen sind. Und klar - die wollen dann weiter verdrängen und es wäre furchtbar für sie, wenn sie mit der Realität konfrontiert würden.

aL.fei>sh


NotMichaelCaine :-) :)^

M>uff6 Po$ttexr


NotMichaelCaine, ich verstehe das nicht. Ich soll ein Pflegejahr machen müssen? Aber ich könnte das nicht. Genauso wenig, wie ich plötzlich Im Bergstollen arbeiten könnte. ???

lfonaxlao


Ich soll ein Pflegejahr machen müssen? Aber ich könnte das nicht.

es stand ja erstmal was vom "sozialen jahr" - das heisst für mich nicht automatisch pflege.

aber so etwas ähnliches gibt es doch schon: den zivildienst (also hier in österreich) aber eben nur für männer. und nur für die, die tauglich sind und nicht zum grundwehrdienst wollen. aber die, die es machen, schaffen das üblicherweise auch. :-) und machen dabei noch wertvolle erfahrungen (manche beschließen danach sogar, ihr arbeitsfeld im sozialen bereich zu suchen, weil sie draufkommen, daß die arbeit mit menschen ihnen liegt).

SecLhiRldkrötNe00x7


Ich halte einen verpflichtenden sozialen Dienst für eine gute Sache, aber ganz los gelöst von diesem Männer gegen Frauen Krieg, den NotMichaelCane hier fordert.

Allerdings dürfte das erstmal nur für alle Frauen und die Männer gelten, welche die Wehrpflicht/den Zivildienst noch nicht absolviert haben.

tLhat'(s th7e w^ay idt ixs


Soziale Verantwortung...

Das sozialste Handeln in punkto Alter ist die private Vorsorge. Entweder man sorgt selbst dafür, dass man die Pflege die man gerne hätte, sich auch leisten kann. Oder man hat einen Plan B, wie "dann nehme ich mir halt einen Strick". Oder man findet sich damit ab, dass es halt kein Einzelzimmer sondern eher ein Schlafsaal werden wird.

In einem Sozialstaat bedeutet soziales Handeln in erster Linie genug zahlen, damit der Staat sozial sein kann. Das funktioniert mit unserer Alterspyramide aber nicht allzu gut, es ist zwangsläufig zu wenig Geld da. Also längerfristig entweder die Jungen über die Belastungsgrenze hinaus zahlen lassen, oder die Standards senken.

Solange man niemanden zur Pflege von z.B. Angehörigen zwingen kann, ist ein soziales Jahr völlig überflüssig. Das sitzt derjenige wie ein Pazifist beim Wehrdienst auf einer Backe ab, und schwört sich dabei, sowas nie wieder zu tun. Am Ende muss es ohnehin die Gemeinschaft leisten, also macht es mehr Sinn, wenn derjenige während dieses Jahres arbeitet und in die Gemeinschaft einzahlt.

S&t@alfxyr


a.fish

Das: "Technisch Begeisterte in die Technik". Zum Beispiel.

Das muss man nicht herstellen, das ist der Ist-Zustand. Technisch Begeisterte haben die Möglichkeit, einen technischen Berufszweig zu wählen.

NotMichaelCaine

Da musste ich jetzt lachen: Die Angst davor soziale Tätigkeiten mal für ein lumpiges Jahr ausführen zu müssen muss ja höllisch sein, aber Du stehst damit nicht allein.

Diese vermeintliche Angst suchst du bei mir (Ex-Zivi, Berufsziel zeitweise Sozialpädagoge, technisch völlig unbegabt) vergebens. Ein Jahr irgendein Bauprojekt oder sowas, damit könntest du mir schon eher Angst machen.

Es geht mir darum, dass alle diese Erfahrungen mal gemacht haben müssen um die Verantwortung dafür richtig einschätzen zu können. Das sollte eine verpflichtende Maßnahme werden weil JEDER in die Situation von hilflosigkeit kommen kann - egal ob durch Unfall, finanzielle Fehleinschätzungen oder was auch immer.

Für ein solches Dienstjahr für alle (vergleichbar dem früheren Wehr-/Zivildienst) bin auch grundsätzlich. Aber unabhängig vom Geschlecht. Deiner Idee nach müssten einige Männer ungeachtet ihrer Neigungen "was Soziales" machen (und einige Frauen ungeachtet ihr Neigung dann was Technisches/Militärisches?). ":/ Siehst du nicht den Widerspruch? Solche Forderungen sind es doch, die Menschen anhand des Geschlechtes einteilen und bevormunden.

Denn die Frauen, die was Technisches/Militärisches machen wollen, und die Männer, die was Soziales machen wollen, die musst du nicht da reinpressen - die wählen sich diesen Weg ganz von alleine.

Aber klar - das wollen Männer wie Du an Frauen outsorcen um dann gönnerisch zu Frauen sagen zu können: Och wie süss und lieb das ihr das macht.

Siehe oben.

Die Quittung dafür haben wir gesamtgesesllschaftlich eigentlich schon, aber es muss wohl noch viel schlimmer werden, bevor die real existierenden Zusammenhänge auch bei Männern wie Dir ankommen.

Nee, es gibt aber eben keine staatlich garantierten Rundum-Sorglos-Pakete. Jeder kann sein Leben nach seinen Maßgaben gestalten, die Freiheit haben wir hier, Männer wie Frauen. Wenn sich eine gewisse Anzahl der Leute nicht so entscheidet, wie das neofeministische Weltbild es gerne hätte, dann ist das auch nur ein Ausdruck dieser Gestaltungsfreiheit. Komisch, dass ausgerechnet das von "Frauen wie Dir" nicht anerkannt wird. Ihr müsst euch mal entscheiden: soll die Frau jetzt frei und emanzipiert sein oder soll die Frau tun, was gesellschaftlich von ihr erwartet wird? Was du propagierst ist ganz klar letzteres.

miond$+sterjne


Die Nachfrage nach beispielsweise Pflege steigt (Stichwort Überalterung) während das Angebot and Pflegearbeitskräften das nicht tut. [[https://www.bundesgesundheitsministerium.de/index.php?id=646 Pflegefachkräftemangel]]. Momentan wird das teilweise über Import von Pflegekräften gelöst, was sich zunehmend in der Außenhandelsbilanz niederschlägt und mit zunehmender Überalterung der Bevölkerung Auswirkungen auf den Finanzkreislauf hat. Verstehst Du diese Zusammenhänge?

Ja.

Zunächst noch einmal grundsätzlich:

Aus feministischer Sicht ist das Ziel, die Löhne zu erhöhen, weil Pflegekräfte meistens weiblich sind.

Du behauptest, das lässt sich mit dem Kapitalismus vereinbaren. D.h. es gibt Unternehmen, die Pfegedienstleistungen anbieten. Diese Unternehmen haben Kunden, die sie bezahlen. Wenn die Pflegekräfte höhere Löhne bekommen, müssen die Unternehmen höhere Preise am Markt durchsetzen.

Jetzt weiter:

Deshalb also meine nächsten Fragen: Wer ist der zahlende Kunde? Mit welchen Mitteln könnten die Pflegekräfte gegenüber dem Unternehmen höhere Löhne durchsetzen? Was wird der zahlende Kunde machen, wenn die Preise steigen?

Das sind offene Fragen. Ich bin mir noch nicht sicher, ob Du mit Deiner Argumentation zu Ende kommst.

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