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Was ist der weibliche Gegenpart zum "echten Mann"?

daanaxe87


Jedenfalls wenn ich schneller bin als mein Mann, der seine Kinder unendlich vermisst und die ihn. Etwas das ihn ziemlich belastet und ehrt gleichzeitig.

EKvoluczzer


@ LovHus

Wie könnte es Modeerscheinungen geben, wenn die Denkstrukturen nicht flexibel angelegt wären? :=o

Natürlich gibt es diese Flexibilität, sie wird aber nicht gelehrt. Du sollst zwar jeden neuen Scheiß im Laden kaufen, aber selber neu denken ist dabei nicht gefordert und auch nicht wirklich erwünscht, das würde nur den Umsatz gefährden.

@ NotMichaelCaine

Entscheidender: Wie könnte es überhaupt Entwicklung geben wenn Denkstrukturen nicht flexibel wären? Und welche Methode ist nach Darwin erfolgreicher für Lebewesen: Anpassung an die tatsächliche Realität? Oder festhalten an einer alten Wunschrealität, die nicht mehr existiert?

Die Flexibilität leidet allein an der Denkfaulheit des Menschen. Existenz ist abhängig von Anpassung. Wer unangepasst lebt, hat erhöhten Energieaufwand, inklusive beim Denken.

Was in Beispielen wie sie Evoluzzer bringt naturgemäss immer fehlt sind die 2 Frauen im Stamm die stärker waren als die schwächsten Männer des Stammes und wie Stämme mit so etwas umgegangen sind ;-). Wir wissen das es die gab. Die gibts auch heute noch.

Nur weil ich diese "2 Frauen" nicht erwähne, heißt das nicht, dass ich sie nicht "sehe", ganz im Gegenteil, diese MUSS es gegeben haben, genau so, wie jene Männer, die damals schon besser kochen als jagen konnten. In den "Überlieferungen" kommen sie nur leider zu wenig bis gar nicht vor.

Hintergrund bei allem ist, dass der Mensch mangels verloren gegangener Instinkten, notwendigerweise nach selbst entworfenen Konzepten (Illusionen) funktioniert. Lustiger weise bedingen sich Instinktverlust und Flexibilität. Nimm einem Menschen alles, an was er glaubt und was er für richtig, wichtig und nötig hält, was bleibt dann? Eine armselige Kreatur, die nichts mit seiner Existenz anzufangen weiß. In dieses große schwarze Loch blickt er nicht gerne, dabei tauchen zu viele Ängste in ihm auf. Lieber diskutiert er Geschlechterrollen und herumliegende Socken, anstatt seine Sozialisation und sein erworbenes Denken zu hinterfragen.

Was gilt ist: Es könnte auch alles ganz anders sein. :p>

E|hemal@igerB NuEtzer @(#568z697x)


Warum könnte? Es ist innerhalb der kleinsten Einheit anders, wenn beide kooperieren. Das gilt gesamtgesellschaftlich, dann wenn diese kleineren Einheiten die Mehrheit stellen. Scheinen wir noch nicht erreicht zu haben.

a2.fLish


In den "Überlieferungen" kommen sie nur leider zu wenig bis gar nicht vor.

Es gibt so gut wie überhaupt keine Überlieferungen aus der guten alten Zeit als echte Männer noch Mammuts jagten. Das Bild vom Jäger und Sammler(in) stammt überwiegend aus dem 19. Jahrhundert, in dem es Mode war, soziale Verhältnis pseudo-biologisch zu erklären. Also hat man die Urzeit bemüht, um die Geschlechterrollen weiter als naturgegeben festzuschreiben. Und deshalb kommen Frauen darin so gut wie nicht vor, weil das in DIESER Zeit so war. Tatsächlich zeigen Funde aus dieser (ja eine ganze Weile umfassende Zeit) so gut wie überhaupt nichts eindeutiges zum Thema Rollenverteilung. Wohl aber, dass die lange als gegeben angenommen Zordnungen wie "Grab mit Waffen muss zu Mann gehören" oder "Höhlenmalereien von Jagdszenen wurden von Männern aus der Erfahrung heraus gezeichnet" schlicht nicht zutreffen. [[http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/der-sammler-und-die-jaegerin/-/id=660374/did=16631380/nid=660374/14mz9sa/index.html Zum Reinlesen.]]

Es gibt das Forschungsgebiet der Geschlechterrollen in der Steinzeit aber noch nicht so lange - komisch, ne, hat man einfach schon immer alles "gewusst", warum es untersuchen. Und angeblich brauchen wissenschaftliche Erkenntnisse so etwa eine Generation, bevor sie zum Allgemeinwissen werden, wir können uns also noch eine Weile auf die guten alten Steinzeitmenschen, die noch wussten, wie die Welt in Ordnung war, berufen.

d_anae8x7


Nur weil ich diese "2 Frauen" nicht erwähne, heißt das nicht, dass ich sie nicht "sehe", ganz im Gegenteil, diese MUSS es gegeben haben, genau so, wie jene Männer, die damals schon besser kochen als jagen konnten. In den "Überlieferungen" kommen sie nur leider zu wenig bis gar nicht vor.

Was aber daran liegt, dass wir nach ihnen sehr lange nicht gesucht haben und auch heute sind die Versuche sie zu finden eher zögerlich. So ist es beispielsweise bei der Auswertung archäologischer Grabungen total üblich die zierlichen Skelette per se als Frauen zu identifizieren beziehungsweise von den Beigraben auf das Geschlecht zu schließen, ohne das beispielsweise durch genetische oder auch nur professionelle anthropologische Untersuchungen zu untermauern. Demzugrunde liegt natürlich eine bestimmte Rollenvorstellung die vor 150 Jahren relevant war, als es in der Forschung erstens um etwas anderes ging und es zweitens auch noch keine naturwissenschaftliche Möglichkeit der Überprüfung gab.

Man interpretiert historisches Material halt immer durch die Brille die man hier und heute aufhat und die Möglichkeit das Frauen vielleicht auch gejagd oder gekämpft haben könnte ist in der Archäologie faktisch noch nicht so lange präsent und schon gar nicht in Deutschland. So beweisen wir uns mit unseren Methoden immer wieder die Annahmen des 19 Jh. die Untersuchungen die es gab zeigen deutlich, dass es mit der vergangenen Realität wenig zu tun hatte. So gibt es verschiedene Schmiedinnen, die mehrere Jahrzehnte als Männer galten, wegen des Schmiedehandwerks und aus so manchem "Knappen" wurde inzwischen eine Frau. Gut bekannt auch das Beispiel der Moorleiche in Schleswig. Das Mädchen aus dem Moor (hat ja lange Zöpfe im Gretelstil, hat viele Interpretationen über sich ergehen lassen, bis vor einigen Jahren eine genetische Untersuchung machte dann klar: Der junge Mann dort wurde ermordet, weshalb auch immer...

d2ana`e87


Es gibt das Forschungsgebiet der Geschlechterrollen in der Steinzeit aber noch nicht so lange - komisch, ne, hat man einfach schon immer alles "gewusst", warum es untersuchen. Und angeblich brauchen wissenschaftliche Erkenntnisse so etwa eine Generation, bevor sie zum Allgemeinwissen werden, wir können uns also noch eine Weile auf die guten alten Steinzeitmenschen, die noch wussten, wie die Welt in Ordnung war, berufen.

Schlag noch eine Generation drauf bis es dann auch in den Schulbüchern angekommen ist. Habe da welche überprüft und musste eine Version aussortieren weil dort der Steinzeitmensch zeigtlich mit den Dinos verortet wurde. Wurde bis vor zwei Jahren im Unterricht benutzt. %:|

daanaQec87


Mittlerweile steht fest, dass es sich bei den Wandteilen um Bestandteil eines sogenannten Kulthauses oder Ritualbaus handelt – und um die älteste Wandmalerei in Europa nördlich der Alpen. Auch die Bedeutung der Bemalung konnte teilweise entschlüsselt werden. Die darauf befindlichen Frauengestalten sind sehr groß und dominant auf der Wand dargestellt, vermutlich handelte es sich dabei um die Urmütter der jeweiligen Familien und ihre Geschichten und Erzählungen dazu.

Nichts steht da fest. Aber ansosnten: guter Artikel. 8-)

a?.<fixsh


Holy Mother. :-X

Ich frage mich, ob die gefiederten Dinos schon in Schulbüchern vorkommen.

a$.fixsh


Nichts steht da fest. Aber ansosnten: guter Artikel. 8-)

Überaus praktisch, wenn gleich jemand vom Fach da ist und sowas gegenlesen kann. ;-D

d,anaex87


Ich frage mich, ob die gefiederten Dinos schon in Schulbüchern vorkommen.

Nicht doch. Die Dinos laufen auch gerne noch durch so postapokalyptische Vulkanlandschaften. Meine Große guckte drauf und meinte:"Die haben da ja wenig zu fressen." Schade das den Gestalltern dies Problem offenbar entgangen ist. 8-) 8-)

Gerne. ;-D

m$onMd+sXternxe


Ich wünsche mir für uns alle einen grundlegenden Gesellschaftswandel der verschiedene Modelle lebbar macht. Sei es ganz klassisch er arbeitet, sie macht (geachtet für ihre LEistung die bei Kindererziehung und Pflege hoch ist!) die sogenannte Care-Arbeit oder auch so wie wir es gerne hätten mit beide in TZ und beide Care-Arbeit. Ich hoffe das wir irgendwann keine Quote mehr brauchen, aber für den Anfang hoffe ich sehr das eine Quote die Betriebe zwingt auch Frauen zu befördern die aus eigener Betroffenheit Wege schaffen um Job-sharing auch in Chefpositionen zu ermöglichen. Damit sie später Männer wie Frauen zur Verfügung haben.

Bemerkenswert: Wir haben eine ähnliche Meinung, jedoch eine etwas unterschiedliche Wahrnehmung der Wirklichkeit.

Du bist, wie auch ich, für eine Gesellschaft, die unterschiedliche Modelle "lebbar" macht. Dafür ist in Deinen Augen ein grundlegender Gesellschaftwandel nötig.

Im Rahmen dieses Gesellschaftswandels werden die Arbeitsbedingungen für Erwerbstätige verbessert, die Teilzeit arbeiten. Beispielsweise könnten mehrere Teilzeitbeschäftigte gemeinsam einen Chefposten ausfüllen.

Frauen und Männer könnten von diesen zusätzlichen Möglichkeiten der Flexibilisierung profitieren.

Da Frauen in Betrieben bei der Beförderung benachteiligt werden, ist zur Zeit noch eine Frauenquote nötig, die abgeschafft werden kann, wenn Frauen nicht mehr benachteiligt werden.

Noch einmal ausdrücklich: Das was ich geschrieben habe, ist Deine Wahrnehmung der Wirklichkeit, so wie ich Dich verstanden habe. Es fällt mir zugegebenermaßen schwer, Deine Wahrnehmung ohne Polemik wiederzugeben, und ich hoffe, es ist mir einigermaßen gelungen, sachlich und fair zu bleiben.

:)D Die habe ich mir jetzt verdient. ;-)

M uff< Po.tter


Gefiederte Dinos, also, einerseits stehen die in den Schulbüchern. Man nennt sie dort allerdings Vögel.

Andererseits sind gefiederte Dinosaurier aktuell so ein Modeding. Würde mich nicht wundern, wen die meisten Dinosaurier in ein paar Jahren wieder federlos sind....

...oder nur die jungen Dinos Federn haben. Jack Horner hat da so einen interessanten TED Talk wo er vermutet, daß eine Reihe von Dinos gar keine eigene art bilden sondern lediglich Jungtiere ein und der selben Art sind. Also, z.B. dass der "Nanotyrannus" eigentlich ein junger T-Rex ist. Dann hätten vielleicht auch die Jungtiere Federn, die erwachsenen Tiere aber nicht.

dLanaex87


Mond+Sterne

Ich würde eher sagen das aktuell Menschen beachteiligt sind die in Teilzeit arbeiten wollen oder müssen, geschlechtsunabhängig. Faktisch betrifft die Teilzeitarbeit zur Zeit meist Frauen, obwohl ich nicht weiß wieviele Männer gerne würden, wenn sie denn könnten. Deshalb habe ich die Hoffnung das eine Frauenquote zwingen würde Lösungen für diese Probleme zu finden, von der hoffentlich am Ende alle profitieren.

Es gab mal eine Quote beim Fussball die allerdings auf Nachwuchsspieler abzielte. Da hat es funktioniert um die Vereine zur entsprechenden Förderung zu nötigen und heute zweifelt niemand den Wert dieser Förderung mehr an, was die Quote inzwischen überflüßig macht. So in etwa erhoffe ich es mir auch für die Arbeitswelt.

Lko5vHuxs


danae

"Aber sie geben einem ja soooviel zurück was mehr Wert ist als Geld und Frau findet Selbstverwirklichung eben doch hauptsächlich bei der Care arbeit."

Ja, dieser jovial überhebliche Satz, in dem jemand versucht, frau auf ihr "angestammtes Gleis" als natürliche Ordnung zu setzen, ist zum Zahnarztbereichern. Aber warum genau will dein Mann nochmal TZ arbeiten? Geht es ihm darum, mit dir aus Liebe die Fron der Carearbeit zu teilen? Oder sieht er nicht doch auch etwas von dem Wert der Zeit mit seinen Kindern und liebt, was sie ihm zurückgeben? Die Antwort ist natürlich klar: Beides.

Weniger herumgesprochen hat sich, dass also der umgekehrte Satz, der einen Mann in analoger Haltung auf sein angeblich angestammtes Gleis setzen will, ebenfalls unverschämt ist. Nur weil die Strukturen frauenfeindlich sind, heißt das nicht, dass sie männerfreundlich sind. Andernfalls sollte der Mann kein Problem haben, TZ zu arbeiten, wenn er das denn möchte.

Divide et impera. Teile und herrsche. Solange sich die Menschen als Mägde und Knechte aufteilen lassen und sich gegenseitig hypnotisieren, wird sich daran nichts ändern, selbst wenn einmal mehr Knechte traditionelle Magd-Arbeit verrichten und umgekehrt.

Selbstverwirklichung ist ohne Freiheit nicht zu haben.

s`ensZibelmanxn99


Andernfalls sollte der Mann kein Problem haben, TZ zu arbeiten

Warum sagt man nicht gleich, dass Menschen weniger arbeiten sollten- bei hinreichendem Verdienst und gutem Auskommen. und dafür mehr mit den Kindern und den Mitmenschen kommunizieren und unternehmen sollten ... Ich glaube, das könnte dem sozialen Miteinander und dem Lebensglück vieler Menschen viel förderlicher sein ...

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