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Was ist der weibliche Gegenpart zum "echten Mann"?

mDoSnd+sxterne


Selbstverstädnlich ist mir das bewusst. Ich wüsste nur nicht, warum das im Widerspruch zu dem von Dir Zitierten steht?

s|en_sibelmxann99


Genaugenommen ist nicht primär das Einkommen für die Arbeitszeit entscheidend, sondern die Zeit, die erforderlich ist, um bestimmte Produkte zu produzieren oder Dienstleistungen zu erbringen. Wenn es einem Staat wie Deutschland gelänge, seinen vollkommen aufgeblähten Verwaltungsapparat, der durch Dschungel von kaum durchschaubaren, mehr oder weniger sinnbefreiten Gesetzen und Regelungen zu entschlacken- ob das nun auf kommunaler, Länderebene oder Bundesebene passiert- dann bräuchten die Menschen deutlich weniger Arbeitszeit, um die gleichen Produktionen und Dienstleistungen zu erbringen. Wenn die produktion und die Dienstleistung dann auch noch weitgehend automatisiert und digitalisiert ist (was derzeit in vollem Gange ist und derzeit auch noch ein Hoch an Arbeitszeit beschert)- dann fällt ein beträchtlicher Teil an erforderlicher Arbeit weg ohne das weniger geleistet wird (vielmehr wird in weniger Zeit deutlich mehr geleistet).

Warum sollte man dann an gegenwärtigen Arbeitszeit- und Lohnmodellen festhalten? Warum nicht auch: Montag und Dienstag geht der Mann für 6h arbeiten. Mittwoch und Donnerstag geht die Frau für 6h arbeiten- ansonsten ist frei- die Versorgung ist voll gesichert- auch für die Rente ist gesorgt. Hausarbeit macht heutzutage ohnehin nur noch einen kleinen Bruchteil von früher aus und kann relativ problemlos nebenher erledigt werden.

Fachkräftemangel gibt es genaugenommen nicht- es gibt in der Regel nur ein Problem damit, Menschen für bestimmte Tätigkeiten hinreichend zu bezahlen bzw. Menschen zielgerichtet auszubilden und entsprechend darin zu investieren.

Für die bessere finanzielle Ausstattung von Menschen in diversen sozialen Berufen reichte es, die Steuermittel des Staates anders und überlegter einzusetzen.

Ein wesentliches Problem der Ausgaben von Steuermitteln ist, dass ein erheblicher Teil der Steuermittel sehr zuverlässig fließen und die Verantwortung für eine effektive und sinnvolle Verwendung auf Ausgabenseite u.a. aus diesem Grunde ziemlich schwach ausgeprägt zu sein scheint (das Geld gehört mir ja nicht, also kann ich es ausgeben).

l0onalxao


Am Freitag rief der Chef bei mir an, er könne nicht am Montag kommen, um die zweite Wohnungshälfte zu verlegen, weil sein Mann krank geworden ist. Ich eine ganze Woche länger mit sämtlichen Hausrat im Wohnzimmer gewohnt. Dann war der Mann wieder gesund, brauchte aber keine zwei Tage für die zweite Hälfte wie vom Chef behauptet, sondern drei (oder waren es dreieinhalb?)

ich versteh nicht, was in diesem beispiel gegen teilzeitarbeit spricht... statt einem handwerker hätte der chef dann ja zwei bei der hand- statt des kranken mitarbeiters kann man dann den gesunden hinschicken. bzw. (falls beide krank sind und ausfallen) um die baustelle dann möglichst schnell fertig zu machen auch mal beide gleichzeitig. das wär doch dann insgesamt für den kunden die schnellere variante.

d{arnae8x7


Ich glaube bei TZ Modellen gibt es einfach Vorstellungsprobleme. Unmöglich sein kann es nicht, in den Niederlanden ist es nämlich weit üblicher, auch unter Männern.

Meiner Meinung nach gibt es da 2 Hauptaspekte:

- in Deutschland ist ein Mann nur ein Mann, wenn er möglichst viel in einem Betrieb arbeitet

- Modelle für Job-sharing sind einfach nicht so etabliert und die Leute können sich schlecht vorstellen wie es klappen könnte, siehe Fliesenbeispiel.

LovHus

Natürlich macht das auch Spaß, bringt Bindung und soweiter. Steht ja bei mir auch oben. Nur Rentenpunkt kriege ich keine und anders als der gute Mond+sterne annimmt, hätte ich die schon gerne und es macht mir ganz viel aus, dass ich derzeit mit riesen Schritten auf die Altersarmut zusteuere, aber ich ganz persönlich fände es nicht legitim mit der Begründung meine Kinder vollzeit betreuuen zu lassen, weil ich nicht glaube, dass das kindgerecht ist.

sNensibel3manxn99


Teilzeit bedeutet ja im wesentlichen nur weniger Arbeitszeit bei weniger Lohn.

Ich halte es für möglich und für sehr sinnvoll, dass das, was man als Teilzeit bezeichnet, die Regel sein sollte- d.h., dass Menschen weniger Arbeitszeit aufbringen. Mehr noch, ich halte es sogar für möglich, weniger Arbeitszeit bei gleichwertiger Bezahlung in Relation zur derzeitigen Vollzeit zu erbringen. Das ganze "Herumgeschubse" an Vollzeit oder Teilzeit ist letztlich nur ein erbärmliches Herumdoktoren an Symptomen dieser idiotiebeladenen Verwaltungs- und Wirtschaftsweise.

Ziel einer Gesellschaft sollte es sein, möglichst wenig gebundene Arbeitszeit erbringen zu müssen, ohne an wesentlichen Lebensstandards knapsen zu müssen. Ich halte dieses Ziel für sehr realistisch. Dazu bedarf es Menschen, die neue Ideen mitentwickeln und mitverfolgen. Menschen, die jede Änderung in der Gesellschaft mit destruktiver Kritik verfolgen sind dafür nutzlos und Bremser.

Wenn Menschen insgesamt weniger Arbeitszeit aufbringen müssten die derzeitigen Arbeitszeiten kann ich bezüglich der Entwicklung der Arbeitsproduktivität der letzen 50-100 Jahre nur als skandalös bezeichnen dann erübrigt sich ein ganzer Teil der Teilzeitdebatten und der Kinderbetreuungsprobleme.

m1ousFepoLtatxo


Ich gehe davon aus, Frauen wissen schon, dass man auf einer Teilzeitstelle weniger verdient als auf einer Vollzeitstelle. Ihnen macht es anscheinend nur nicht so viel aus, wenn sie sich von Vater Staat oder ihrem Ehemann den Lebensunterhalt finanzieren lassen.

Hängt vom Job und der Stundenzahl ab. Ich brauche von keinem finanziert werden, obwohl ich nur Teilzeit arbeite. Nach 20 Jahren Vollzeit habe ich beschlossen, dass ich lieber mehr Freizeit haben möchte.

LgovHcus


es macht mir ganz viel aus, dass ich derzeit mit riesen Schritten auf die Altersarmut zusteuere

"Altersarmut" heißt in Deutschland, nicht mehr als die Grundsicherung zu bekommen, richtig? Ich glaube, eine der wichtigsten "Renten" ist das bis dahin gelebte Leben und Enkel, an die man seine Erfahrungen in Geschichten und Spiel weitergeben kann.

Es gibt diese fatale Tendenz, sein Leben aufzuschieben: Kindheit und Schule als Vorbereitung auf's Leben. Ausbildung als Vorbereitung für den Platz in der Gesellschaft. Arbeitsleben für die Rente. Und hat man die 67 Jahre erreicht, soll das Leben einem alle aufgeschobenen Versprechen erfüllen. Es heißt, niemand würde - im Alter befragt, was man lieber anders gemacht hätten - sich wünschen, mehr gearbeitet zu haben, auch nicht für Rentenpunkte.

Aber interessant, die Ausgangsfrage auf die Jahre 67ff zu beziehen: Was ist dann ein "echter Mann", was der weibliche Gegenpart? Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob man in jungen (oder nicht mehr so jungen Jahren) mit den Tücken der Partnerwahl kämpft oder in reifem Alter reflektiert, was geworden ist.

M+ufhf Pxotter


Sophia Loren.

L]orvHus


Na endlich mal eine konkrete Antwort auf das Fadenthema. Und noch dazu 67+ aufgreifend. Und das in zwei Worten. Ich bin beeindruckt :-D .

M+ufof Poxtter


Erst wollte ich Jayne Mansfield schreiben, aber die Loren hat einfach Klasse. Zusammen mit Audrey Hepburn seinerzeit wirklich fantastisch gut aussehende Frauen.

Achja, früher war alles besser. Männer waren noch richtige Männer, Frauen noch richtige Frauen und kleine pelzige Wesen von Alpha Centauri noch richtige kleine pelzige Wesen von Alpha Centauri.

L<ovHxus


Und wenn's metaphysisch wurde, war es besonders eindrucksvoll ;-D .

M<uff P-oztter


Du meinst, HAL 9000 war eine Frau? :-X

E=volu'zOzer


Achja, früher war alles besser. Männer waren noch richtige Männer, Frauen noch richtige Frauen...

Es war weder besser noch schlechter. Der Mensch war schon immer zu faul, sich Gedanken über sich und seine Existenz zu machen. Da ist es auch heute immer noch bequemer, in ein vorgegebenes Rollenmuster zu schlüpfen und darin so gut wie möglich zu sein, besser gesagt, zu "performen".

Man kann sich auch ganz einfach selbst leben, damit macht man eigentlich am wenigsten falsch bzw. am meisten "richtig" - für sich selbst wohlgemerkt. Was die "Jury" davon hält, ist natürlich was anderes. ]:D

NMoSc~rub


Da habe ich doch heute einen tollen Artikel im Guardian gelesen:

[[https://www.theguardian.com/lifeandstyle/2017/mar/27/tlc-comeback-respect-empowerment-mansplaining-no-scrubs]]

"It was the trio’s most successful single in the UK and was No 1 in the US’s Billboard Hot 100 for four weeks, down to its earwormy hook and lyrics that brilliantly call out men with few or no prospects who still think they are worthy of female adoration."

Das meine Damen und Herren ist ebenfalls Sexismus und Objektivierung. Und es ist leider auch Teil des Feminismus, obgleich nicht jeder Feministin.

Weniger der originale Songtext als dessen Interpretation in diesem Artikel. Und nein, leider wird dieses Statement auch im Kontext nicht besser.

M1uff FPotxter


Zu den letzten beiden Beiträgen fällt mir, obgleich sie in vollkommen verschiedenen Universen spielen, witzigerweise der gleiche Kommentar ein: Ähä

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