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Was ist der weibliche Gegenpart zum "echten Mann"?

LOolaxX5


Nachtrag: Und wenn man das Problem der Abwertung und Geringschätzung von Männern über eine "Rehabilitierung von Männlichkeit" im Sinne eines Sets an Eigenschaften angeht, die lt. Klischee als "männlich" gelabelt wurden, dann tut man mMn nach GENAU GAR NICHTS für die realen Männer ganz im Gegenteil: Man setzt ihnen nur wieder das dumme Bild vom "echten Mann" vor und kommuniziert damit allen Männern, die anders sind, erneut, dass sie so wie sie sind, nicht richtig sind.

Was nicht heißt, dass man keine Kritik mehr am Verhalten von Männern geben sollte! Alle Menschen machen Dinge falsch. Aber die Nicht-Erfüllung von Klischees sollte endlich keine (unterschwelligen) Vorwürfe generieren!

dfanaxe87


Ich stoße immer wieder darauf, dass ich die Unterscheidung in "männliche" und "weibliche" Tugenden/Eigenschaften/Irgendwasse nicht verstehe und auch im Normalfall ganz außerordentlich albern finde.

Ich auch. Sinn macht das für mich allenfalls bei biologisch statisch wirklich relevanten Teilen wie großer Körperkraft und daraus resultierend größerer Schnelligkeit und ähnlichem. Wobei ich auch da nicht weiß in welchem zusammenhang es entscheidend sein soll da in männlich und weiblich zu trennen. Wenn ich Arbeitnehmer brauche die bestimmte Vorgaben erfüllen können gucke ich ob das der Fall ist, wenn nur Männer wegen der größeren Kraft die Vorraussetzungen erfüllen dann ist das eben so, wenn dann dochmal eine Frau vorbei kommt, die Kräftetechnisch das Soll erfüllt, dann bitte gerne. ":/ ":/

S;hoxjo


Nachtrag: Und wenn man das Problem der Abwertung und Geringschätzung von Männern über eine "Rehabilitierung von Männlichkeit" im Sinne eines Sets an Eigenschaften angeht, die lt. Klischee als "männlich" gelabelt wurden, dann tut man mMn nach GENAU GAR NICHTS für die realen Männer ganz im Gegenteil: Man setzt ihnen nur wieder das dumme Bild vom "echten Mann" vor und kommuniziert damit allen Männern, die anders sind, erneut, dass sie so wie sie sind, nicht richtig sind.

Japp, genau so ist es. Das ist, als ob man ausgekippte Scheiße schön glattstreicht, statt einfach mal sauberzumachen.

Ich schätze an Männern und Frauen dieselben persönlichen Eigenschaften. Eine Frau, die nicht über Eigenschaften wie "Selbstbeherrschung, den Willen, über sich selbst hinauszuwachsen, die Bereitschaft, Risiken einzugehen, sich Herausforderungen zu stellen und der Unterdrückung Widerstand zu leisten" verfügt, empfinde ich als Gesprächspartnerin, Freundin, Gegenüber als reizlos, da habe ich Schwierigkeiten, genau wie bei einem Mann. Was in Dreiteufelsnamen soll denn an diesen Eigenschaften bitteschön spezifisch "männlich" sein? Das ist so ein ausgemachter und saumäßiger Blödsinn, dass es mich wirklich ankotzt, so einen Scheiß zu lesen. Weil ich nämlich auch Dummheit bei beiden Geschlechtern nicht goutiere.

d#amnIa3e8x7


Volle Zustimmung.

LgovHuxs


Das ist, als ob man ausgekippte Scheiße schön glattstreicht, statt einfach mal sauberzumachen.

Iiihh, also deine Bilder! Echt! Zum Glück habe ich noch etwas Zeit, bevor ich in die Küche gehe, um das Essen rechtzeitig auf dem Tisch zu haben, wenn meine Frau von der Arbeit kommt.

LMovHuxs


Vielleicht wäre "männliche Tugend" nicht so verstehen, dass es sich um männliche Eigenschaften handelt, sondern dass diese Tugenden gerade bei Männern drohen soweit zu erodieren, dass immer mehr Scheiße auf den Boden quillt, wenn dem kein Einhalt geboten wird. Also dass Männer in besonderer Weise gefordert sind, sich diese Tugenden wieder anzueignen, so sie Schaden genommen haben. Das setzt voraus, dass Frauen Männern diese Tugenden wieder zutrauen und zumuten. Dann ist es pädagogisch vielleicht gar nicht ganz so albern, mit einer Banane zu winken, auf der "Männlichkeit" steht :=o .

S hoj;o


Dann ist es pädagogisch vielleicht gar nicht ganz so albern, mit einer Banane zu winken, auf der "Männlichkeit" steht :=o .

Ich bevorzuge einen Umgang miteinander, bei dem man einander nicht psychologisch manipulativ mit Bananen zuwinkt, sondern den anderen ernst nimmt.

SGhpojxo


Das setzt voraus, dass Frauen Männern diese Tugenden wieder zutrauen und zumuten.

Übrigens kenne ich den Typ Frau, der Männer nicht ganz selbstverständlich erst einmal ernst nimmt, solange sie sich nicht höchstpersönlich selbst disqualifizieren, ausschließlich aus dem Segment der Leute mit extrem stereotyp dichotomem Mann-Frau-Denken. Ich traue Leuten erst einmal grundsätzlich alles zu, und zwar vom Übelsten bis zum Besten, bis ich sie näher kennenlerne und zu einer konkreteren Einschätzung gelange. Die falsch sein kann.

L-oHlaXx5


Dann ist es pädagogisch vielleicht gar nicht ganz so albern, mit einer Banane zu winken, auf der "Männlichkeit" steht :=o .

Das ist männerfeindlicher Sexismus! Du stellst hier Männer quasi als dumme Affen hin, die durch Dressur/Manipulation zum gewünschten Verhalten gebracht werden sollten.

Teile ich nicht ansatzweise dies Gedanken. Ich finde ihn sogar menschenverachtend. Und das ganze dann auch noch als "Pädagogik" zu verkaufen, setzt dem ganzen echt die Krone auf.

E8hemal,igeOr N}utzerf (#568x697)


Nachtrag: Und wenn man das Problem der Abwertung und Geringschätzung von Männern über eine "Rehabilitierung von Männlichkeit" im Sinne eines Sets an Eigenschaften angeht, die lt. Klischee als "männlich" gelabelt wurden, dann tut man mMn nach GENAU GAR NICHTS für die realen Männer ganz im Gegenteil: Man setzt ihnen nur wieder das dumme Bild vom "echten Mann" vor und kommuniziert damit allen Männern, die anders sind, erneut, dass sie so wie sie sind, nicht richtig sind.

:)^

Was mich interessieren würde ist wieviele Menschen diese Klichees in der westlichen Welt unbedingt wollen und brauchen (nach Geschlechtern) ? Und welche Gründe sie dafür angeben? Geht es um Vereinfachung oder um Macht per Definition?

Sgho@jxo


Das ist männerfeindlicher Sexismus! Du stellst hier Männer quasi als dumme Affen hin, die durch Dressur/Manipulation zum gewünschten Verhalten gebracht werden sollten.

Glaube ich bei LovHus übrigens nicht. Ich glaube, das sagt eher was über sein Menschenbild und seine generelle Lebensphilosophie als speziell über sein Männerbild aus.

dbana+e87


Banane? Ernsthaft? Manchmal frage ich mich ob die Leute in deiner Welt alle irgendwie so ein wenig Schachfigurencharakter haben. ":/ ":/

Was mich interessieren würde ist wieviele Menschen diese Klichees in der westlichen Welt unbedingt wollen und brauchen (nach Geschlechtern) ? Und welche Gründe sie dafür angeben? Geht es um Vereinfachung oder um Macht per Definition?

Würde mich auch interessieren. Hab dazu aber noch nie etwas gefunden, nur so difuse Ableitungen aus Wahlergebnissen, was ich persönlich ziemlich mutig und experimentell finde.

L@olqaXx5


Ich finde die Aussage, so wie sie da steht, eindeutig sexistisch.

Alltagssexismus ist ja gerade deswegen so weit verbreitet, weil er eben lange nicht nur aus Bösartigkeit und Dummheit resultiert. Ganz viele Durchschnittsmenschen denken sexistisch und geben dementsprechend sexistische Dinge von sich. Auch intelligente Menschen. Das sind natürlich nicht immer die schlimmsten Fälle von Sexismus, aber es bleibt Sexismus.

EjhemaligPer N,utzer\ (#5I68697x)


Also dass Männer in besonderer Weise gefordert sind, sich diese Tugenden wieder anzueignen, so sie Schaden genommen haben. Das setzt voraus, dass Frauen Männern diese Tugenden wieder zutrauen und zumuten. Dann ist es pädagogisch vielleicht gar nicht ganz so albern, mit einer Banane zu winken, auf der "Männlichkeit" steht :=o .

Diese Art der Argumentation läuft immer irgendwann darauf hinaus, dass es Menschen gibt, die nach wie vor fest glauben, dass ein Geschlecht dem anderen etwas vorschreiben oder zur Aufgabe geben könnte, was das Menschen dieses Geschlechts ( sprich alle die es haben) dann auszuführen hätte egal ob die einzelnen Menschen dafür geeignet sind oder nicht . Das ist doch nicht realistisch?

Tugenden sind Tugenden, oder nicht? Ganz unabhängig davon welches Geschlecht derjenige hat der sie anstrebt?!

Was immer geht ist, dass ein Individuum an ein anderes Individuum mit dem er oder sie etwas gestalten will (egal was) bestimmte Anforderungen und Erwartungen hat. Und das hat nichts mit Pädagogik zu tun sondern mit selbst (aus sich heraus) gelebten Werten und Zielen.

Es wäre Schwachsinn wenn "die" Frauen "den" Männer vorschreiben sollten was Männlichkeit ist. Warum sollte das nötig sein?

SMhuo8jxo


Was mich interessieren würde ist wieviele Menschen diese Klichees in der westlichen Welt unbedingt wollen und brauchen (nach Geschlechtern) ? Und welche Gründe sie dafür angeben? Geht es um Vereinfachung oder um Macht per Definition?

Bei mir geht es letzten Endes, wenn ich mit Mann/Frau-Klischees rumalbere, um Sex. Zumindest um irgendwie sexuelle Referenzen. Ums Foppen, um das Spiel mit vermeintlichen Gegensätzen. Spiegelfechten, Tanz, Provokation. Ausloten. Flirten.

Ich glaube angesichts dessen, was ich im Kindergarten so beobachtet habe, dass das Geschlecht schon eine wichtige Rolle spielt bei der Herausbildung der eigenen Identität. Es ist nicht bedeutungslos. Aber das Problem ist, dass es da eben nicht stoppen darf. Es darf nicht darauf hinauslaufen, dass jemand sagt: "Ich bin männlich/weiblich, also, was gehört dazu, wo stimme ich, wo stimme ich nicht", sondern irgendwelche Vorstellungen - die sich ja immer herausgebildet haben und auch immer herausbilden werden, dagegen kann man nichts machen, schätze ich, das ist einfach so - als Konstrukt begriffen werden. Als wirkliches, als relevantes Konstrukt, aber eben als Konstrukt, als Vorstellungen, die nur Wirklichkeit sind, wenn wir sie verwirklichen.
Ich habe als Kind nur wenig mit Puppen gespielt (manchmal aber schon), habe niemalsnicht Kleider oder Röcke getragen (erst so ab 14, 15), weil unpraktisch und schlecht zum Klettern (ist ja nun mal Fakt), und ich habe mich dagegen gewehrt, ein typisches "Mädchen" zu sein. Diese Auseinandersetzung, die ich haben durfte und die meine Eltern vollkommen akzeptiert haben, ist Teil meiner Identitätsfindung gewesen. Ich war aber niemals ein "Junge", und ich wollte auch keiner sein (außer als es anfing, dass die Scheißkerle körperlich stärker wurden und ich sie nicht mehr so einfach verhauen konnte, aber das hat mich dann wiederum sexuell sehr interessiert). Ich war immer ein Mädchen, und ich war es gern, nur habe ich eben zu vielen Leuten gesagt: Eure Vorstellungen davon, wie ich zu sein habe, weil ich ein Mädchen bin, die könnt ihr euch an den Hut stecken. Und so habe ich es als sehr angenehm empfunden - so Vorstellungen, an denen ich mich entweder kooperativ oder renitent ein bisschen orientieren konnte auf dem Weg, mich zu sortieren bezüglich der Frage, was für mich passt, wie ich bin und wie ich sein will. Ich weiß nicht, ob das extreme Ausräumen, der harte Kampf gegen alle Definitionen von männlich und weiblich wirklich hilfreich ist (Umschreibung für: Ich glaube, es ist nicht hilfreich). Die Ermutigung hingegen, zu schauen, was davon für einen passt und was halt nicht: Die halte ich für wichtig. Das eine, damit man sich nicht verirrt, das andere, damit man sich nicht verliert.

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