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Was ist der weibliche Gegenpart zum "echten Mann"?

an.8f/isxh


Da müsste man wenn dann gleich über das Bedingungslose Grundeinkommen reden...

Allerdings! :)^ :)z

Kinder bitte genauso gut wegsortieren wie die Alten

Ist auch ein Punkt. Wenn man bei der Debatte mal von dem Fokus auf Mann/Frau wegkäme, könnte man sich fragen, ob der entscheidende Punkt nicht vielleicht der Umstand ist, dass da jemand ist, der versorgt werden muss - und von diesem Punkt ausgehend Rahmenbedingungen schaffen. Und dann könnte man sich fragen, ob es entscheidende Unterschiede gibt, wenn die zu versorgende Person ein Kind oder ein Erwachsener ist, ob es eine Rolle spielt, ob die Pflegenden ein Mann-Frau-Paar sind und ggf. könnte man zu dem Schluss kommen, dass es da sehr viele positive Synergie-Effekte gäbe, wenn man das Problem von der Seite her betrachtet und ob da nicht viele im Moment von einander getrennt behandelte/betrachtete Gruppen ganz ähnliche Probleme haben, denen man ähnlich begegnen könnte.

dHa*naex87


Im derzeitigen System geht Rente ohne Rentenbeiträge (=Erwerbsarbeit) eben nicht. Und das finde ich nicht per se ungerecht.

Ja, natürlich, aber der Mann in so einem Modell kann ja auch nur soviel arbeiten und so befördert werden weil sie zu Hause geblieben ist. Und man muss ja auch mal gegenrechnen was die Förderung so eines Betreuungsplatzes im Vergleich zu dem Steuersatz eigentlich kostet. Man müsste schon sehr viel verdienen damit das kein Minusgeschäft für die Allgemeinheit wäre.

Ungerecht daran ist, dass die Familienarbeit (Erziehung, Haushalt, Erwerbsarbeit) nicht gleichwertig betrachtet und dann im Scheidungsfall entsprechend auch so behandelt wird. Es wird grundsätzlich so getan als hätte der Partner der Geld verdient auch mehr geleistet, dabei hat der andere Partner nur den anderen Teil erledigt und damit das Leben so überahupt ermöglicht. Es nervt mich, dass bei dem was da berechnet wird am Ende das Gehalt mit dem man ausgeschieden ist als Wert genommen wird, ohne jede Beachtung dessen was man mit Sicherheit hätte mehr verdienen können, wegen der üblichen Beförderungen etc.

Das ist doch genau das Problem. "zu hause bei den Kindern" wird mein synonm verwendet für "tut nichts". Aber das ist ein riesen Irrtum. Ich will ja unbedingt arbeiten, als Ausgleich und weil ich das gern mache. Das ist einfach im vergleich zu der Erziehung der Kinder verdammt entspannend.

LWolaXx5


Das ist doch wirklich Bullshit - ohne Nachwuchs gibt es langfristig keinen mehr, der überhaupt Rente erwirtschaften kann.

Ja richtig. Aber da NIEMAND aus diesem Grund Kinder bekommt, halte ich das für kein Argument.

d:anaex87


Ist auch ein Punkt. Wenn man bei der Debatte mal von dem Fokus auf Mann/Frau wegkäme, könnte man sich fragen, ob der entscheidende Punkt nicht vielleicht der Umstand ist, dass da jemand ist, der versorgt werden muss - und von diesem Punkt ausgehend Rahmenbedingungen schaffen. Und dann könnte man sich fragen, ob es entscheidende Unterschiede gibt, wenn die zu versorgende Person ein Kind oder ein Erwachsener ist, ob es eine Rolle spielt, ob die Pflegenden ein Mann-Frau-Paar sind und ggf. könnte man zu dem Schluss kommen, dass es da sehr viele positive Synergie-Effekte gäbe, wenn man das Problem von der Seite her betrachtet und ob da nicht viele im Moment von einander getrennt behandelte/betrachtete Gruppen ganz ähnliche Probleme haben, denen man ähnlich begegnen könnte.

Seh ich auch so! Und es würde der menschlichen Seite der Gestaltung unserer Gesellschaft wohlanstehen mal auf die Schwachen, Ausgelieferten, die ohne Stimme zu schauen die angewiesen sind darauf, dass andere Rücksicht auf sie und ihre Bedürfnisse nehmen.

SFhojxo


Ja richtig. Aber da NIEMAND aus diesem Grund Kinder bekommt, halte ich das für kein Argument.

Natürlich ist das ein Argument. Es kommt doch nicht auf die Gründe an, sondern auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und Zusammenhänge.

SKhojxo


Oder arbeitest Du primär dafür, die Rente anderer zu erwirtschaften?

ddanaex87


Naja, aber was, wenn die "so gut passende, angeblich rein private Entscheidung" weitreichende Konsequenzen hat? Z.B. die Konsequenz, dass viele Väter sich nach wie vor wenig um ihre Kinder kümmern?

Dann ist das IHRE Entscheidung und nicht meine und es steht mir nicht zu sie zu zwingen es anders hanzuhaben. Sie müssen die Konsequenzen tragen und mit den Folgen leben. Da haben wir weitreichende Freiheiten in der Erziehung garantiert. Und da ich auch nicht weiß wie der oder die mit ihren Kindern umgeht, weiß ich auch nicht ob Anwesenheit immer ein Gewinn ist. Mein Vater war eine solche Katastrophe, da war Abwesenheit durchaus weniger schädlich. Wie gesagt, ich kenne die individuelle Situation nicht und da kann es durchaus sein, dass es so wie es da organisiert ist, besser ist also so wie ich es unter besten Umständen optimal fände.

a'.fxish


Und es würde der menschlichen Seite der Gestaltung unserer Gesellschaft wohlanstehen mal auf die Schwachen, Ausgelieferten, die ohne Stimme zu schauen die angewiesen sind darauf, dass andere Rücksicht auf sie und ihre Bedürfnisse nehmen.

:)_

s!ensibkelmaxnn9x9


Da wird ganz klar eine prekäre Situation für Frauen geschaffen die sich dafür entscheiden zu Hause zu bleiben und das finde ich zutiefst unfair, weil sie einseitig denjenigen belohnen der Arbeitet.

Wenn ich nicht arbeiten will, kann ich nicht mehr als Almosen erwarten. Mensch müsste mindestens soviel arbeiten (im Rahmen der sozialen Gemeinschaft) dass er seinen grundlegenden Lebensunterhalt verdient, sofern er dazu in der Lage ist. Hausfrau oder Hausmann sehe ich heute nur noch als Hobby (ich kann das jedenfalls nicht als halbwegs im Sinne der Gesellschaft ausfüllende Tätigkeit sehen)- umso mehr, je weniger Kinder im Haushalt sind. Da heutige Familien kaum noch mehr als 2 Kinder haben, halte ich eine Hausfrauen/Hausmann-Tätigkeit nicht für unterstützenswert. Eine Unterstützung kann sich höchstens noch auf die Kinder beziehen.

Das Menschen in der Arbeitswelt ausgebeutet werden, ungerecht behandelt werden, ist eine vollkommen andere Sache.

Wer den Lebensplan hat, wenig Arbeitszeit aufzuwenden, sollte sich schon im Vorfeld seinen zukünftige Arbeitsaufgabe überlegen und eine passende Ausbildung/Studium wählen.

Wer das nicht tut, da kann man nur sagen: Dumm gelaufen oder dumm entschieden. In der regel kann man nicht darauf hoffen, die Gesellschaft oder Arbeitswelt vollkommen umzukrempeln- dazu spielen zu wenig Menschen mit.

Dennoch: Es gibt schon heute zahlreiche Arbeitsaufgaben, bei denen Teilzeit kein besonderes Problem darstellt. Und wer sich beschäftigen lassen möchte, muss schon die Konditionen des Arbeitgebers mehr oder weniger akzeptieren (Teilzeit passt nicht unbedingt in das Konzept der Arbeitsorganisation eines Unternehmens) oder man macht sein eigenes Ding, sein eigenes Unternehmen.

Auch wenn meine Frau und ich Vollzeit beschäftigt sind, so haben wir hinreichend viele Möglichkeiten, Teile unserer Arbeitszeit zu verschieben, da es bei uns nicht entscheidend ist, wann und wie lange wir arbeiten, sondern dass wir zu einem bestimmten Zeitpunkt ein entsprechendes Ergebnis abliefern (und ja, dass hat was mit der Berufswahl zu tun). Wer das in einer kürzeren Zeit schafft (das hängt auch teilweise von den persönlichen Fähigkeiten ab), hat Zeit gewonnen.

d1an9ae8x7


Dir ist schon bewusst das es mir um die Aufteilung des gemeinschaftlich erwirtschafteten Besitzes im falle einer Scheidung geht oder? Also wenn beide der Meinung waren jemand sollte zu Hause bei den Kindern sein und einer Arbeiten, dann im Falle einer Entscheidung aber diese Aufteilung plötzlich dem einen zu massiven Nachteilen gereicht?

L#oliaXx5


Ja, natürlich, aber der Mann in so einem Modell kann ja auch nur soviel arbeiten und so befördert werden weil sie zu Hause geblieben ist. Und man muss ja auch mal gegenrechnen was die Förderung so eines Betreuungsplatzes im Vergleich zu dem Steuersatz eigentlich kostet. Man müsste schon sehr viel verdienen damit das kein Minusgeschäft für die Allgemeinheit wäre.

Diese Rechnerei wird ja privat gemacht und dann kommt eben oft raus, dass es sich nicht lohnt, dass SIE arbeitet. Ich halte nichts von dieser Gegenrechnerei weil das immer Richtung "Herdpremie" läuft.

LvolaxX5


Oder arbeitest Du primär dafür, die Rente anderer zu erwirtschaften?

Nein, ich argumentiere aber auch nicht damit.

aq.feish


(das hängt auch teilweise von den persönlichen Fähigkeiten ab)

Ich würde behaupten, sich seine Arbeit aussuchen zu können und dann auch noch unter solchen wählen zu können, die einem größere persönliche Gestaltungsfreiheit gewähren, hängt sehr viel von den persönlichen Fähigkeiten ab, vom Umfeld und in D auch viel vom Pech oder Glück in welche gesellschaftliche Schicht man geboren wurde.

Abgesehen davon, dass ich zum Zeitpunkt meiner Berufswahl mein Leben noch nicht bis zum Sterbebett vorausgeplant und das Universum mir die Pläne auch noch nicht garantiert und abgesegnet hatte.

slens~ibelmaxnn99


Ungerecht daran ist, dass die Familienarbeit (Erziehung, Haushalt, Erwerbsarbeit) nicht gleichwertig betrachtet

Erziehung, Haushalt und Erwerbsarbeit können nicht gleichwertig betrachtet werden, da sie nicht gleichwertig sind. Ich kann doch nicht 7 Stunden Hausarbeit oder 7 Stunden pro Woche Kinderbetreuung (nur für kleine Kinder, also für einen kleinen Zeitraum ist die Betreuungszeit wesentlich länger) Kinderbetreuung sehe ich zudem über weite Strecken nicht als Arbeit- wenn das so sein sollte, dann würde ich darauf drängen, Eltern erst mal zu einer Ausbildung in Kinderbetreuung zu schicken und das auch prüfen- wer will das mit 35 h produktiver Arbeit oder Dienstleistung vergleichen, wo auch noch ein Haufen Qualifikation steckt ...

Hausarbeit ist über weite Strecken ein reines Privatvergnügen- ob jemand 1h oder 50h (für porentiefe Sauberkeit ... ]:D ) Hausarbeit zu Hause leistet tangiert die Gesellschaft nicht. Ob ich 1h oder 50 h Brötchen backe, tangiert das die Gesellschaft sehr wohl.

Zudem wäre es dann auch mal angebracht, die Ergebnisse der Kinderbetreuung nach ca. 18 Jahren für die Bezahlung heranzuziehen, wer eine Gleichbehandlung diesbezüglich unbedingt will... %-| ":/ Es ist ja keinesfalls so, das Kinder, die nur zu Hause betreut werden, automatisch die besser Betreuten sind- erst recht nicht, wenn in einer Kinderbetreuungseinrichtung gut qualifizierte und geeignete Arbeitskräfte arbeiten und die Mutter/der Vater als Hausdrachen oder Hubschrauber-Eltern oder sonstwie negativ agieren. Es ist vollkommen unbedeutend, wie toll jemand selbst seine eigene Erziehungsarbeit einschätzt, wenn sich dadurch sozial vermurkste Menschen entwickeln. Warum soll die Gesellschaft für Murks mitbezahlen? Wer Betreuung und Haushalt als Aufwand sieht, der von der Gesellschaft finanziell mitgetragen werden soll, muss auch akzeptieren, dass gesellschaftlich die tatsächlich geleistete Hausarbeit oder der tatsächlich erreichte Betreuungsstand der Kinder (wie will man das messen?) geprüft wird, bevor bezahlt wird. Und hier wird das für mich vollkommen unsinnig.

S;hojxo


Nein, ich argumentiere aber auch nicht damit.

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