» »

Was ist der weibliche Gegenpart zum "echten Mann"?

KQante9nmeQchaxniker


Hier noch etwas Lesestoff für [[http://de.wikimannia.org/Lila_Pudel Möchtegernkerle]], denen man auch hier begegnet. Alles eine Sache der Perspektive 8-).

SEhoYjo


Bei richtigen Männern denke ich eher an Männer, die ihre Männlichkeit besonders hervorheben (ganz unabhängig davon, wie sie sie definieren). Türkische Männer, die viel Wert auf ihre Männerehre legen würde ich beispielsweise zu den richtigen Männern zählen oder auch südamerikanische Machos.

Das sind keine Männer, das sind Affenmännchen.

K leeio


Halbmann

Nun frage ich mich: Was ist der weibliche Gegenpart zu so einem "echten Mann". Was ist das weibliche Spiegelbild dazu? Welche Eigenschaften hat so eine Frau, was macht sie aus?

Welche Definition von "echtem Mann" meinst Du denn? Das, was in den Artikeln beschrieben ist - die ich allerdings nur quergelesen habe, sind zwei unsichere Menschen, sowohl Frau als auch Mann. Weich heißt ja nicht unsicher und Menschen die sich reflektieren können, sind auch nicht perse unsicher. Was in den Artikeln beschrieben wird, sind auch eher nicht die gleichberechtigten Frauen, die sich gleichberechtigte Beziehungen mit einem Mann auf gleichwertiger Augenhöhe erwarten, sondern die GNTM-Kategorie und dass die mit reflektierten jungen Männern nichts anfangen können, dazu braucht es nicht 30 Jahre in der Zeit zurückzugehen, denn sie sind ja auch nicht selbstreflektiert, dafür genauso unsicher.

Wäre demgemäß eine "echte Frau" nicht eben jenes Fräulein, das in der gleichen Zeit lebte? Also eine, die den Mann täglich bekocht, sich um die Kinder kümmert, nicht rummault, das Haus sauber hält, submissiv und passiv, im Bett gehorsam ist usw.?

Nicht unbedingt. Heutzutage gibt es die unterschiedlichsten Typen von Menschen, weil die Gesellschaft doch nicht mehr so starr ist. Es gibt viele Menschen, die traditionelle Rollenaufteilungen wollen, weil es ihren Bedürfnissen entspricht und es ist ja nicht verboten, auf seine Rechte zu verzichten und dass das möglich ist, ist eben der Frauenbewegung zu verdanken, wobei es letztlich um nichts anderes als einer Gleichberechtigung aller dreht, unabhängig von irgenwelchen Rollenklischees.

Diese Männer sind doch auch alle in die Schublade "homosex", "bähh" und "unmännlich" gesteckt worden. Da nehmen sich die abwertenden Begriffe nichts, weder von Männer- noch von Frauenseite.

Aber das ist doch klar. Das sagt ja nichts über die Jungs in den Strumpfhosen etwas aus, sondern über jene, die ihre Meinung sagen. Auch Du scheinst ja irgendwelche Männer- und Frauenbilder im Kopf zu haben, als ob das zwingend notwendig wäre. Sieht ja nicht jeder gleich.

E{motSionuale


Lieber Halbmann,

Ich vernehme in letzten Jahren viel Unmut über die Verweichlichung des deutschen Mannes. Der deutsche Mann sei zu schwach, zu weinerlich, zu passiv. Den "echten Mann" gäbe es nicht mehr, gefragt sei er aber...

wenn du das so formulierst, denke ich als Erstes "iih, welcher Altnazi hat denn das geschrieben?" (im Sinne von "wer verwendet denn solche Ausdrücke - "der deutsche Mann" - was soll denn das genau sein - ein blonder Hüne mit scharfem Schäferhund??"). Pardon, ich will dir nicht zu nahe treten - die Wortwahl erweckt spontan diesen Eindruck und ich glaube, irrtümlich.

Wenn ich mir die Artikel anschaue, scheint mir das anders gemeint - auch ich kann bestätigen (und manchmal macht es mich echt sauer), dass viele Männer heutzutage sich anscheinend nicht mehr festlegen wollen... Über die Unfreiheiten der 1950er/60er etc. mache ich ja echt ein Kreuz, nur glaube ich, dieses "Sich-nicht-Festlegen-Wollen" ist für die Männer heute auch schlicht viel einfacher - sie können 'ne Freundin haben, Sex haben und alles, was ihnen so angenehm ist, ohne sich verpflichten zu müssen. Wollte man vor sechzig Jahren die Karotte versenken und dabei einigermaßen gesellschaftskonform bleiben, musste man erstmal - richtig, heiraten, nicht wahr, mit allen Konsequenzen. Muss aber heute keiner mehr, dann bleibt es an uns Frauen hängen, uns sehr genau zu überlegen, was wir wollen. Keiner muss uns heute mehr heiraten, damit er uns weiter poppen darf, ohne dass einer schief guckt. Dafür erwartet aber auch keiner mehr, dass wir zu allem Ja und Amen sagen ;-D

Was soll also ein "echter Mann" sein? Mir gefällt der Begriff nicht so besonders... Mir gefällt jedenfalls ein Mensch (auch ein Mann), der den Mund aufmachen kann, wenns darauf ankommt. Der sich vor andere stellen kann, wenn ein anderer wie verrückt auf jemanden losgeht (egal ob Mann oder Frau). Der sich aber eben NICHT bei jeden dummen Spruch wie ein Affenmännchen erstmal zur doppelten Größe aufbläst und anfängt zu raufen (wie dumm und uncool ist das denn?! Da würde ich als Frau eher davonlaufen, als bei dem Unsinn zuzusehen) - eine gelassene Erwiderung nach dem Motto "Meinen Sie?" kann so viel wirksamer sein (ich habs gesehen...).

Tja, wenn ein "echter Mann" einer ist, der schneller aggressiv reagiert als die Frau, dann ist die Frau wohl die, die ihrem Kerl den Kopf zurechtrücken muss. Eine Lysistrate mit Konsorten, die so lange in Sex-Streik tritt, bis die Männer aufhören, sich die Köpfe einzuschlagen, oder die Gattin/Partnerin eines Waffenhandelsbeteiligten, die ihre Kinder nimmt und ihrem Kerl sagt: Ich komm erst wieder, wenn du aufgehört hast mit dem Sch...

Noch mehr würde ich mir vom heutigen Mann allerdings wünschen, dass er das nicht braucht, um mit seinen Gegenübern, Freunden wie Konkurrenten, zu reden, aufrecht und aufrichtig zu kommunizieren. Dass er Dinge wie z.B. psychologische Beratungen als Mittel begreift, durch seine eigene Psyche und Motivationen mehr durchzusteigen und damit zunehmend zu seiner Kraft zu finden, statt sich "weibisch" davor zu fürchten, welche Emotionen und Wahrheiten da hoch- und ans Tageslicht kommen könnten.

Tja, und bei uns Frauen - nachdem viele Kämpfe um viele Rechte ausgetragen werden mussten (!) und ausgetragen worden sind und noch ausgetragen werden, glaube ich, ist es wünschenswert, wenn wir dazu stehen, um welche Dinge, Werte, Gesellschaftsgestaltung... es uns geht... Ich glaube, dass wir uns es zunehmend leisten können, auch Werte zu betonen, die nicht nur eiskalt "rational" einzustufen sind, und dass wir uns in aller Gelassenheit trauen dürfen müssen, ganz gelassen auch "unsere" Werte zu vertreten im Sinne von mehr Herz, und zwar nicht nur wie vor fünfzig, sechzig Jahren nur im "trauten Heim", sondern auch "draußen" in der Welt - in der Firmenkultur, in Handelsbeziehungen etc. Und das mit gelassenem Selbstbewusstsein, selbst wenn ab und zu noch ein männliches Exemplar, das sich der zunehmenden Obsoleszenz seiner Weltsicht noch nicht so richtig bewusst geworden ist, noch einen dämlichen Spruch ("und morgen sollen wir alle Röcke tragen, oder" *hohohoho* - ups, lacht ja keiner außer mir *Mist*") klopft....

8-)

mzond`+st/ernxe


@ Emotionale

schöner Beitrag. :)^ Daumen hoch zur Schönheit, inhaltlich bin ich ganz anderer Meinung

p'araztellcnuss


Ich glaube, dass wir uns es zunehmend leisten können, auch Werte zu betonen, die nicht nur eiskalt "rational" einzustufen sind...

Au weia. Das wäre dann aber sehr antiweiblich. Was für eine Frau denkt denn heutzutage noch 'weiblich'? Und was haben die Beiträge mit Nazis und blonden Hühnen zu tun? Es gibt keinen Gegenpart zum 'echten Mann'. Selbst in der Müttermafia wird mit harten Bandagen gekämpft. Die Weiblichkeit wurde durch Schwarzer und Co, durch Therapeutinnen und 60'er-Jahre-Psychologinnen völlig vernichtet. Sollte doch einmal ein Exemplar durch die Zwangsmaschen huschen, dann wird das schnell wieder eingefangen und umgepolt.

gtaul\oise


Oha. Dann definiere doch bitte mal, was für dich "weiblich" ist, wenn du schon meinst, dass die Weiblichkeit vernichtet wurde, das würde mich jetzt wirklich interessieren.

S*hojxo


Die Weiblichkeit wurde durch Schwarzer und Co, durch Therapeutinnen und 60'er-Jahre-Psychologinnen völlig vernichtet.

Keks?

p^la<cexs


Keks?

In der heutigen Zeit hast du den doch sicher gekauft, faules Weib :(v ;-D

p-arazeZllnuxss


Mann kann ja nicht mehr per Definition antworten was 'weiblich' ist, da es ja keine Weiblichkeit mehr gibt. Voila! Na gut, es gibt ja auch keine richtigen Männer mehr. Wurde ja auch alles 'weichgekocht und aufgeweicht'. Correctness um jeden nur erdenklichen Preis. Heulsusen bei den Männern und Kampfwespen bei den Frauen.

q|uack|salbxerei


Die Weiblichkeit wurde durch Schwarzer und Co, durch Therapeutinnen und 60'er-Jahre-Psychologinnen völlig vernichtet.

Koks?

g|aEul3oise


Achso, du weißt zwar gar nicht, was du überhaupt weiblich findest, möchtest dich aber trotzdem mal eben rundum empören? OK, zur Kenntnis genommen. ;-D

Kampfwespen! Jaa! ;-D

p;lacxes


Ich finde es gut, dass jeder sein darf wie er möchte.

Verhalten tue ich mich so, wie es mir entspricht. Ob das jetzt männliche, weibliche oder sonstwie konnotierte Verhaltensweisen sind ist mir egal. Ich koche und backe gerne, schraube am Motorrad, repariere mein Auto selbst, habe einen Job und möchte keine Kinder. Das entspricht mir, und ob es jetzt besonders weiblich ist ist mir ehrlichgesagt... koks.

mgo>nd+"stxerne


Weiblichkeit, das ist die Antwort auf die Frage: Du bist eine Frau, was bedeutet das für Dich?

Nur leider lieben viele Frauen das Wir-Gefühl. Deshalb beantworten sie solche Frauen nicht gern.

m4ondc+stexrne


Frauen ähh -> Fragen.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beziehungen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Psychologie · Erziehung · Sexualität · Homo, Hetero, Bi


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH