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Mein Freund ist... unfähig.

rNr20x17


für mich klingt das irgendwie so als wäre Dein Freund letztlich sehr in sich selber gefangen, in unzufriedenstellender, problematischer familien- und Lebenssituation, aber komplett überfordert damit, irgendwas dran zu ändern, und flüchtet dann quasi "ins Innere" (mithilfe des THC). Strahlt stark Resigniertheit aus.

Offenbar ist seine Angst, die Probleme alle anzupacken, so groß, dass er lieber eine Strategie, wie Du sie erlebst, wählt. Immer nur so viel preisgeben wie notwendig ist damit Du bei ihm bleibst und hoffen dass er damit weiter feige vor sich hinvegetieren kann.

Aber was soll man da machen?

M?all<aig


Es geht nicht eigentlich um Männlichkeit, sondern um ein BILD von Männlichkeit - nämlich jenes, das die TE in sich gespeichert hat, oft, auch unbewusst, genährt vom eigenen Vater oder Großvater. Ist dieses Bild sehr dominant, kann man anfangen, das Für und Wider in sich hin und her zu bewegen, es wird vermutlich nicht dazu führen, sich mit der Realität - sprich dem realen Mann der Gegenwart - auf die Dauer wohlzufühlen ...

Lnol>aXx5


Wir sind abends nach Hause gelaufen und wurden dann von einem älteren Obdachlosen angesprochen, der kam auf mich zu und fragte dann meinen Freund so Sachen, wie "Darf ich mir deine hübsche Freundin mal ausleihen für eine Nacht?". Mein Freund sagte nichts. Der Mann verfolgte uns und grabschte mir an den Arsch, ich hab mich umgedreht und dem eine gescheuert und was hat mein Freund gemacht? Nichts. Nicht einen Ton hat er gesagt. Er lief weiter. Auf Nachfrage, wieso er nicht mal eingegriffen hat, kam dann "Es hätte eh nichts gebracht, der ist bloß besoffen und du hast dich ja selbst gewehrt". Sowas macht mich unendlich wütend.

Meiner Meinung nach hättest du den Obdachlosen sofort nach seinem ersten Kommentar verbal scharf zurechtweisen sollen! Dann wäre es zu der körperlichen Belästigung wahrscheinlich gar nicht gekommen.

Der Obdachlose fragt deinen Freund nach einer Nacht mit dir, da ist doch allein schon die Unterstellung, dass das eine Entscheidung deines Freundes wäre eine ansolute Frechheit. Wenn du dazu schweigst und von deinem Freund verteidigt werden willst, schlägst du indirekt doch in die gleiche Kerbe. ":/

Dumme Sprüche würde ich daher unmittelbar parieren. Sonst glaubt der andere, dass er sowas ungestraft machen kann.

L}olxaX5


Nachtrag: Für mich wäre der ganz klar der Drogenkonsum das NoGo, nicht die mangelde Erfüllung von Männlichkeitsklischees...

J`enn+a15


Meiner Meinung nach hättest du den Obdachlosen sofort nach seinem ersten Kommentar verbal scharf zurechtweisen sollen!

Das habe ich getan! Ich habe gesagt, dass er sofort abziehen darf und wir sind weiter gegangen. Darauf kam er hinterher.

S5nakebun/ny0097


@ Jenna15 hast ne PN !!

ATedfgivxa


@ Mallaig

Ich sehe bei der TE absolut kein festgefahrenes Klischeebild von Männlichkeit. Und erst recht glaube ich nicht, daß der Partner der TE dem "modernen Mann" entspricht! Gerade heutzutage sind z.B. In der Arbeitswelt Energie und Durchsetzungskraft gefragt, keine freundlich-gleichgültige Passivität.

Und das Beispiel mit dem Betrunkenen: also, ich finde, es gehört sich einfach in einer Beziehung, in der Familie und unter Freunden, daß man für den anderen eintritt. Das hat mit "ich bin emanzipiert, ich kann mich selber wehren" nix zu tun, auch als Frau kann man ja anderen beispringen, wenns nötig ist.

Mein ehemaliger Freund wurde z.B. Mal total von seinem eigenen Bruder heruntergemacht, und da habe ich mich ganz selbstverständlich eingemischt. Ist zwar immer etwas heikel, sich als Freundin in Familienstreitereien einzumischen, aber da habe ich gar nicht drüber nachgedacht.

Und genau das macht wirkliche Freundschaft aus, finde ich: ein selbstverständliches Eintreten für den Anderen! Alles andere sieht doch ziemlich nach Gleichgültigkeit aus.

Im übrigen würde auch schon im alten Rom über die Verweichlichung des zivilisierten Mannes gejammert. Und wahrscheinlich auch schon in noch früheren Hochkulturen.....

M}all^aixg


Ich sehe bei der TE absolut kein festgefahrenes Klischeebild von Männlichkeit.

Ich auch nicht. Ich sprach von IHREM Bild, und über, was sie subjektiv an "Männlichkeit" an ihm vermisst. Dass er dem Klischee des mordenen Mannes NICHT entspricht, steht m. E. dazu nicht im Widerspruch. Kann aber sein, dass ich mich irre.

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