» »

Immer wieder dasselbe: nach 2 Jahren geht die Liebe verloren

tuhat'xs the w=ay iUt is hat die Diskussion gestartet


(Urspr. Titel: "Es ist immer wieder dasselbe")


Wir lernen uns kennen, haben Sex (oder umgekehrt), wir verlieben uns, verbringen viel Zeit miteinander, ziehen zusammen. Und nach etwa 2 Jahren, der Moment, ab dem die rosarote Brille verschwindet, geht alles den Bach hinunter.

Der Umgang miteinander verändert sich von liebevoll und fürsorglich auf "Ach, du bist auch da? Hab dich gar nicht gesehen". Streit wegen Nichtigkeiten. Morgens nicht mehr mit einem langen Kuss an der Wohnungstür verabschiedet, sondern mit einem nebenbei gemurmelten "Tschau" aus dem Wohnzimmer. Die Körperlichkeit verschwindet. Stundenlanges Kuscheln und Sonntage im Bett werden zu einer Erinnerung. Aus aufregendem täglichem Sex wird der wöchentliche normale Sex und dann die monatliche 08/15-Nummer. Aus unserem "the beds are burning"-Liebesnest wird eine WG.

Und sie findet das ganz normal. Ich nicht, bin zumindest der Meinung, dass ab jetzt eben nichts mehr von selbst kommt und stattdessen die Arbeit beginnt. Sieht sie nicht so, also Gespräche, Wünsche, Absichtserklärungen, Besserungsgelobigungen, Ausreden, Situationen die so creepy erfüllt sind vom "sich Mühe geben" dass man lieber freiwillig auf weitere verzichtet. Nebeneinander herleben, vor sich hin dümpeln.

Plötzlich sind andere Frauen wieder interessant. Und sexy. Und besser. Die Nacht- und Tagträume sind nicht mehr erfüllt von der eigenen Frau. Ich entliebe mich. Und trenne mich nach einer Weile.

Das hab ich jetzt fünfmal durch. Und langsam wird es schwierig, noch "unvorbelastet" und in eine neue Beziehung zu gehen. Megaverliebt, ewiges Zusammenbleiben und Hochzeitspläne schmieden - ich beisse mir auf die Zunge, um nicht zu sagen "warte mal zwei Jahre ab, dann siehst du das völlig anders". Es ist ein ziemlicher Stimmungskiller, wenn man quasi noch bevor die Beziehung richtig begonnen hat, schon an das quasi unvermeidliche Ende denkt. Nicht leicht, das wegzuschieben.

Ich weiß nicht so recht, warum ich das hier überhaupt schreibe. Vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen, und ein Patentrezept zur Lösung? Ist das denn wirklich normal, dass Körperlichkeit über kurz oder lang stirbt, und man dann eben nicht mehr Liebende ist, sondern "ein gutes Team"? Ich möchte das nicht. Und bin auch bereit etwas dafür zu tun. Ich fühle ja selbst, wenn man plötzlich von Eigenschaften genervt ist, die man mal als liebenswert betrachtet hat, ich verstehe auch, dass ein Gewöhnungseffekt eintritt, wenn man immer denselben Körper berührt, ich werde auch nicht mehr instant-geil wenn ich ich einen nackten Körper sehe den ich schon tausendmal gesehen habe, aber - meine Meinung - das darf man nicht hinnehmen, dagegen muss man angehen.

Ideen? Ratschläge? Kopfwaschen? Ich nehm alles.

Antworten
V-erhuoetexr


Vielleicht mal dein Frauenraster ändern. ;-)

tJhat'sb the wayZ it is


Vielleicht mal dein Frauenraster ändern. ;-)

Leicht gesagt. Eigentlich waren sie ziemlich verschieden. Das "Einschlaf-Gen" hab ich leider noch nicht isolieren können.

ERmotdioynalxe


Hey,

bist Du denn den Frauen, mit denen Du zusammen bist, auch freundschaftlich sehr nah? Ich will nicht sagen, dass man dann irgendwann nur noch kumpelhaft verkehren soll, sondern ich meine, enge Beziehungen haben ja mehrere Ebenen. Wenn eine Beziehung vor allem auf der sexuellen Ebene besteht und kaum auf einer freundschaftlichen, dann bricht natürlich nach den klassischen zwei Anfangsjahren ziemlich viel weg - vielleicht solltest Du eine Frau suchen, die im Grund auch Dein bester Freund ist?

LG

TJanteAQde*lhexid


Ideen? Ratschläge? Kopfwaschen? Ich nehm alles.

Ok, Du hast es so gewollt ;-).

Im Ernst:

Leicht gesagt. Eigentlich waren sie ziemlich verschieden. Das "Einschlaf-Gen" hab ich leider noch nicht isolieren können.

Könnte es dann vielleicht an Dir liegen?

Dein Beitrag wirkt auf mich, als wolltest Du nicht weitergehen, als wolltest Du anfängliche Begeisterung für "das Neue" aufrechterhalten, die neuen Gefühle, Unsicherheiten, das Aufregende an dem Ganzen.

Ich glaube kaum, dass es immer gleich abläuft (und das fünf Mal): Anfangs täglich Sex, dann höchstens ein Mal die Woche - nur als Beispiel. Das wird doch unterschiedlich gewesen sein? Individueller?

Wie gehst Du insgesamt mit Veränderungen um? Wie gestalten sich bei Dir Beziehungen generell, beharrst Du darauf, dass sie an ihrem (für Dich) schönsten Punkt stehenbleiben? Arbeitest Du darauf hin?

Inwieweit siehst Du den Menschen der Dir gegenüber sitzt dann noch? Hast Du ihn jemals wirklich "gesehen"?

M&er?linex72


wenn es bei jeder frau so war....weiß auch nicht. ich will dir nicht zu nahe treten, aber du findest dass jedes mal deine freundinnen schuld waren?

was mich ein bisschen erschreckt: der sex wird weniger (ok einmal im monat ist sehr wenig) und du entliebst dich direkt?

ich bin dieses jahr 25 jahre verheiratet, und bei uns gab es sexuell gesehen auch durststrecken. aber deswegen gleich die liebe weg?

und zum thema nicht mehr scharf werden wenn man den gleichen körper tausendmal gesehen hat. also in meiner beziehung war das nie thema. mein mann hatte immer lust auf mich.

ich bin da doch sicher nicht die ausnahme.

vielleicht sind deine ansprüche, an das was man nach jahren in einer beziehung fühlt, etwas überzogen?

tDhat's Fthe rway iit is


vielleicht solltest Du eine Frau suchen, die im Grund auch Dein bester Freund ist?

Guter Hinweis, vielleicht liegt es daran. So etwas wie einen "besten Freund" habe ich nicht, habe auch kein Bedürfnis danach. Ich bin gewöhnt, mich für Dinge zu interessieren, für die sich wenig andere Menschen interessieren. Ich bin gerne alleine, mache meine Dinge, und bin glücklich damit. Es gibt für mich Paaraktivitäten und Alleine-Aktivitäten, aber Freunde-Aktivitäten habe ich bisher noch keine gefunden.

tBhat's th$e wmay iQt ixs


ich will dir nicht zu nahe treten, aber du findest dass jedes mal deine freundinnen schuld waren?

Das Konzept "Schuld", also darüber nachzudenken wer jetzt der/die Böse war, ist mir eher fremd. Löst keine Probleme, bringt mir auch nichts.

vielleicht sind deine ansprüche, an das was man nach jahren in einer beziehung fühlt, etwas überzogen?

Vielleicht. Versuche ich wohl gerade herauszufinden.

t!hats's Uthe (way ixt is


was mich ein bisschen erschreckt: der sex wird weniger (ok einmal im monat ist sehr wenig) und du entliebst dich direkt?

Natürlich nicht in derselben Woche, aber nach ein paar Monaten...ja.

ErhemalCige\r Nutuzer (#56e8x697)


Ich bin gerne alleine, mache meine Dinge, und bin glücklich damit.

Idee dazu (schau mal obs passt):

Nach anfänglichen Versuchen der Annäherung pendelt es sich beiderseitig auf Distanz ein. Ich vermute du brauchst nicht viel emotionale Nähe was bei den Frauen unbewusst so ankommt als bräuchtest Du auch keinen Sex. Distanzierte Beziehungen funktionieren wohl hauptsächlich dann, wenn beide so ticken und beide die Nähe hauptsächlich sexuell ausdrücken sonst aber die WG bilden und machen was sie wollen.

t>hat's jthe wDay izt is


Nach anfänglichen Versuchen der Annäherung pendelt es sich beiderseitig auf Distanz ein.

Das passiert, aber ich möchte nicht, dass es passiert.

Ich vermute du brauchst nicht viel emotionale Nähe was bei den Frauen unbewusst so ankommt als bräuchtest Du auch keinen Sex.

Ich hätte gerne sehr viel emotionale Nähe, nur von genau einer Person, und ich hoffe, sie kriegt das auch mit.

Distanzierte Beziehungen funktionieren wohl hauptsächlich dann, wenn beide so ticken und beide die Nähe hauptsächlich sexuell ausdrücken sonst aber die WG bilden und machen was sie wollen

Beide so ticken ist wohl die Zauberphrase...aber eigentlich dachte ich bisher mehr als einmal, dass wir beide so ticken. Ich kann ja auch nicht mehr tun als nachfragen.

Kal'eio


that's the way it is

Wir lernen uns kennen, haben Sex (oder umgekehrt), wir verlieben uns, verbringen viel Zeit miteinander, ziehen zusammen. Und nach etwa 2 Jahren, der Moment, ab dem die rosarote Brille verschwindet, geht alles den Bach hinunter.

Wieso nimmst Du die Brille nach 2 Jahren ab?

Allerdings - wenn Dir das 5x hintereinander passiert, dann würde ich tatsächlich reflektieren, wie ich das geschafft habe, dass es immer gleich abläuft.

Der Umgang miteinander verändert sich von liebevoll und fürsorglich auf "Ach, du bist auch da? Hab dich gar nicht gesehen". Streit wegen Nichtigkeiten. Morgens nicht mehr mit einem langen Kuss an der Wohnungstür verabschiedet, sondern mit einem nebenbei gemurmelten "Tschau" aus dem Wohnzimmer. Die Körperlichkeit verschwindet. Stundenlanges Kuscheln und Sonntage im Bett werden zu einer Erinnerung. Aus aufregendem täglichem Sex wird der wöchentliche normale Sex und dann die monatliche 08/15-Nummer. Aus unserem "the beds are burning"-Liebesnest wird eine WG.

Wieso hörst Du auf, sie Morgens nicht mehr mit einem langen Kuss an der Wohnungstür zu verabschieden? Wieso kuschelst Du nicht mehr, etc. etc. etc.?

Und sie findet das ganz normal. Ich nicht, bin zumindest der Meinung, dass ab jetzt eben nichts mehr von selbst kommt und stattdessen die Arbeit beginnt. Sieht sie nicht so, also Gespräche, Wünsche, Absichtserklärungen, Besserungsgelobigungen, Ausreden, Situationen die so creepy erfüllt sind vom "sich Mühe geben" dass man lieber freiwillig auf weitere verzichtet. Nebeneinander herleben, vor sich hin dümpeln.

Wieso kommt es nicht mehr von selbst und wieso kam es vorher von selbst?

Plötzlich sind andere Frauen wieder interessant. Und sexy. Und besser. Die Nacht- und Tagträume sind nicht mehr erfüllt von der eigenen Frau. Ich entliebe mich. Und trenne mich nach einer Weile.

Warum tust Du das? Warum fängst Du an sie mit anderen Frauen zu vergleichen? Warum fängst Du an, sie zu bewerten?

Ich weiß nicht so recht, warum ich das hier überhaupt schreibe. Vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen, und ein Patentrezept zur Lösung? Ist das denn wirklich normal, dass Körperlichkeit über kurz oder lang stirbt, und man dann eben nicht mehr Liebende ist, sondern "ein gutes Team"?

Bei Dir ist es wohl normal. Wie kommt das?

Ich möchte das nicht. Und bin auch bereit etwas dafür zu tun. Ich fühle ja selbst, wenn man plötzlich von Eigenschaften genervt ist, die man mal als liebenswert betrachtet hat, ich verstehe auch, dass ein Gewöhnungseffekt eintritt, wenn man immer denselben Körper berührt, ich werde auch nicht mehr instant-geil wenn ich ich einen nackten Körper sehe den ich schon tausendmal gesehen habe, aber - meine Meinung - das darf man nicht hinnehmen, dagegen muss man angehen.

Du schreibst es – Du hörst irgendwann auf Eigenschaften nicht mehr als liebenswert zu betrachten sondern genervt. Insofern kannst Du es ändern und es beizubehalten ihre Eigenschaften als liebenswert anzusehen.

Auch der Gewöhnungseffekt ist Deine Entscheidung. Du entscheidest, ob und ab wann Du meinst, dass Dich der Körper Deiner Partnerin langweilt, anstatt ihn anzusehen, als wäre es das erste Mal.

m)istymQountaixns


Ist das denn wirklich normal, dass ... man dann eben nicht mehr Liebende ist, sondern "ein gutes Team"?

Was ist denn schlecht daran? Für mich ist das in einer Beziehung sogar eine Wunschvorstellung und ein großes Ziel, ja fast schon eine der Grundsäulen "ein gutes Team" zu sein.

Darüber hinaus kann ich diesen Aussagen / Fragen zustimmen:

bist Du denn den Frauen, mit denen Du zusammen bist, auch freundschaftlich sehr nah? Ich will nicht sagen, dass man dann irgendwann nur noch kumpelhaft verkehren soll, sondern ich meine, enge Beziehungen haben ja mehrere Ebenen. Wenn eine Beziehung vor allem auf der sexuellen Ebene besteht und kaum auf einer freundschaftlichen, dann bricht natürlich nach den klassischen zwei Anfangsjahren ziemlich viel weg - vielleicht solltest Du eine Frau suchen, die im Grund auch Dein bester Freund ist?

oder zumindest mehr gemeinsame Hobbies.

Dein Beitrag wirkt auf mich, als wolltest Du nicht weitergehen, als wolltest Du anfängliche Begeisterung für "das Neue" aufrechterhalten, die neuen Gefühle, Unsicherheiten, das Aufregende an dem Ganzen.

vielleicht sind deine ansprüche, an das was man nach jahren in einer beziehung fühlt, etwas überzogen?

:)^

kyam^ika@ze


Ich nicht, bin zumindest der Meinung, dass ab jetzt eben nichts mehr von selbst kommt und stattdessen die Arbeit beginnt.

Ich bin der Meinung, dass eine glückliche Beziehung sehr von Wertschätzung und Aufmerksamkeit lebt. Wer hier nachlässt, muss sich nicht wundern, wenn der Partner sich bald auch weniger Mühe gibt. Darüber reden und Besserung geloben (also nach Deiner Schilderung "an der Beziehung arbeiten") kann man natürlich, letztlich kommt es aber auf das tatsächliche Verhalten an. Wenn bei Dir nach 2 Jahren die Schranke fällt, wundert mich nicht, dass bei Dir nix hält.

tvhat's tFhe wa$y itZ is


Kleio

Wieso nimmst Du die Brille nach 2 Jahren ab?

Ist nicht meine Entscheidung. Körperchemie und so. Kennst du das nicht? Möchtest du nach 2-3 Jahren deinen Freund immer noch so aggressiv bespringen wie in der ersten Nacht? Wenn ja...dann ist er ein glücklicher Mann :-)

Wieso hörst Du auf, sie Morgens nicht mehr mit einem langen Kuss an der Wohnungstür zu verabschieden?

Dazu muß sie da (also an der Wohnungstür anwesend) sein.

Wieso kommt es nicht mehr von selbst

Es kommt nicht mehr von mir selbst, weil es eben einfach mit der Zeit stagniert. Und ich bemerke das. Und generiere es, denn ich will, dass es Bestand hat.

wieso kam es vorher von selbst?

Gute Frage für die Biologen. Ich bin keiner.

Warum tust Du das?

Fühlt sich nicht wie tun an. Mehr wie "getun werden".

Warum fängst Du an sie mit anderen Frauen zu vergleichen?

Ich vergleiche sie nicht. Ich höre auf an sie zu denken.

Warum fängst Du an, sie zu bewerten?

Ich bewerte sie nicht. Ich vermisse sie.

Bei Dir ist es wohl normal. Wie kommt das?

Hast du eine Idee?

Auch der Gewöhnungseffekt ist Deine Entscheidung.

Uff. Das ist starker Tobak. Iss mal für 100 Tage jeden Tag Milchreis. Ich mag das Zeug wirklich. Aber nach 100 Tagen Milchreis jemandem zu sagen "Ist deine Entscheidung, ob du so langsam genug davon hast" ist für mich schon so ein bißchen Zeichen von Weltfremdheit.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beziehungen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Psychologie · Erziehung · Sexualität · Homo, Hetero, Bi


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH