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Leben ohne Konsequenzen

ENhemali3gZer NutzerI (#568a697)


Mir fiele einiges ein, was ich dann tun würde, aber offenbar finde nur ich so ein Gedankenspiel reizvoll :)D

Dann veröffentliche doch einfach mal Deine Liste als Inspiration ;-).

Achja und wenn Du das nicht willst - frag Dich warum nicht?

M>ilk%y_ex77


Ich würd meinen Job kündigen

X^iraixn


Die kleinen Sachen, mach ich einfach und werde eben schief angestarrt von der Seite.

Ich gehe gerne in diesen riesen Korbschaukeln schaukeln, wirste erstma doof von der Seite angestarrt, jo ist halt so, is mir aber egal, weil in dem Moment wo ich da drin liege, ist mein Kopf wunderbar frei und gleichzeitig leer von Problemen. Hat bestimmt irgendwas mit frühkindlicher Prägung und Urvertrauen blah blubb zu tun, is mir egal, ich fühl mich wohl wenn ich das mache.

Ich glaube alles, was keine polizeiliche Strafe zur Folge hat, sollte man einfach tun, wenn es einem Spaß macht.

Scheiß auf doofe blicke, dummes Gemurmel und Gemecker.

Um mal eines meiner Lieblingsbücher zu zitieren (Es ist ein Buch über psychisch Kranke und Therapeuten.):

"Es scheint vielmehr so zu sein, dass die Menschen besonders glücklich sind, die sich Individualität erlauben. (...) Von Menschen, die sich in großem Maße gestatten, ein Individuum zu sein, sagen wir, sie hätten einen Spleen oder seien exzentrisch. Manche Leute beschließen, am Wochenende mit anderen in einem Indianerdorf zu leben, und bringen jede freie Minute damit zu, Mokassins selbst zu nähen. Andere haben im Garten echte Feuerwehrautos stehen oder sie häkeln Sushi. Doch, das kann man tun. Sieht übrigens sehr nett aus.

Ob das der statistischen Norm entspricht oder nicht, interessiert den Psychotherapeuten so wenig wie der sprichwörtlich umfallende Sack Reis in China. Ihn interessiert nur , ob sie dabei glücklich sind oder nicht. Wenn sie das ganze nur ihrem Mann zuliebe tun, deshalb depressive Symptome entwickeln, das aber nicht durchschauen und deshalb zu uns kommen - dann wird es interessant für uns. Ansonsten können sie so lange tomahawkschwingend ums Lagerfeuer tanzen, wie es ihnen Spaß macht.

(...)

Gegen Leiden sollte man auf jeden Fall versuchen, etwas zu unternehmen. Oder wenn sie ihre Individualität auf Kosten anderer ausleben. Wenn sie meinen, Ihr Recht auf freie Persönlichkeitsentfaltung schließe ein, in den Vorgarten des Nachbarn zu pinkeln oder ihn einen Faschisten zu nennen (...). - da endet ihr Recht auf Individualität.

Wenn etwas Spaß macht, Sie sich damit nicht selbst schädigen und sie niemandem wehtun - tun sie es, um Himmels willen. Und danken Sie dem Schicksal oder Gottheit ihrer Wahl dafür, dass sie in einem Land leben, das so viel Individualität gestattet. "

Also danach lebe ich. Nach dem letzten Satz. Mich stören blöde Blicke nicht mehr so, oder Kommentare wie "Biste dafür nicht zu alt/fett/doof/wasauchimmer".

Wenn du von "Ohne Konsequenzen" bei polizeilich verfolgten Dingen sprichst.... Ich glaub außer "ein bisschen zu schnell fahren" (so 20km/h |-o bin nämlich ein Schisser...obwohl ich mal fast meinen Führerschein hätte abgeben müssen für 3 Monate weil ich mit 134 durch ne Baustelle bin, die 80 erlaubte....ich hab das aber nicht gemacht, weil ich so furchbar mutig und blöde gleichzeitig bin...ich hab das Schild übersehen...und die Bahn war frei... Also so solls sich angeblich abgespielt haben. Ich bin mir bis heute sicher, dass da kein Schild war, aber das wird keine Behörde der Welt herausfinden und das Bußgeldverfahren wurde letztendlich auch eingestellt, wegen schlechtem Foto. Im Anschluss hatte ich so viel Schiss, dass ich tatsächlich ein Jahr lang nicht 1km/h zu schnell fuhr....nirgends.), und mal nackt in nen See hüpfen nachts, würd ich nix machen.

Ich bin ein verdammt friedlicher Mensch. Ok ich kann Fliegen töten. Aber ich gehe Streits eher aus dem Weg, also müsste ich auch niemanden erschlagen oder umbringen.

RTalOpKh_HxH


Mich interessiert nur, was andere tun oder lassen würden, wenn es ohne Konsequenz bliebe.

Das fällt schwer, sich da was vorzustellen, weil nichts ohne Konsequenz ist. Siehe das Beispiel mit dem Ferrari. Wenn schon keine Strafe zu fürchten ist, so ist dann doch dem Nachbar sein geliebtes Auto abhanden gekommen. Oder gar Schrott. Aber vielleicht kann man die Zeit zurückdrehen auf den Zeitpunkt davor. Was wiederum bedeutet, dass man den Ferrari dann nicht behalten kann, was schade wäre. Oder dass gemeinsame Erinnerungen mit anderen dann doch nicht existieren.

Ich würde bei dem reichen Typen am Ende der Straße einsteigen und mal sein Schwimmbad im Keller nutzen; Ich würde meine Nachbarin flach legen :-) Ich würde mein ganzes Geld verprassen, vielleicht für ne Weltreise; Zwei Menschen würden ihre irdische Existenz beendet bekommen;

Ansonsten bekomm ich ziemlich viel von dem, was ich so möchte verwirklicht, auch im realen Leben mit Konsequenzen, weil meine Wunschträume insgesamt doch relativ sozial verträglich sind. Maximal scheitert das am Geld oder an der Zeit.

RkalpQhx_HH


und mal nackt in nen See hüpfen nachts,

Was spricht dagegen? Dafür kommt man nicht in den Knast... Ich hab hier einen Badesee, da tobt nachmittags der Bär, aber bis morgens etwa um 8 ist es da ziemlich einsam und von den 3-5 Leuten die dann da sind baden fast alle nackt. Scheitert später am Tag dann aber nicht an den Konsequenzen sondern meist am Schamgefühl.

X\irTain


Was spricht dagegen? Dafür kommt man nicht in den Knast... Ich hab hier einen Badesee, da tobt nachmittags der Bär, aber bis morgens etwa um 8 ist es da ziemlich einsam und von den 3-5 Leuten die dann da sind baden fast alle nackt. Scheitert später am Tag dann aber nicht an den Konsequenzen sondern meist am Schamgefühl.

In Deutschland habe ich tatsächlich das Gefühl, wenns einer sieht, buchtet man mich für ne Nacht ein, ich weiß nicht warum.

Mit dem Meer habe ich es schon gemacht. Strand, laue Nacht auf Lanzarote, Urlaubsfeeling, einfach rein ins Meer (natürlich nur bis zu nem gewissen Punkt weil dunkel).

Ich glaube...ich habe Schiss, dass doch die Polizei kommt und mich dann irgendwer nackt festgenommen sieht....irgendwer, der mich kennt ;-D

Aber das ist jetzt auch kein sooooo tiefes Bedürfnis. Wir haben eine FKK Therme in der Nähe, wenn es mich wirklich überkommen sollte.

Eigentlich bin ich garnicht so ein FKK Mensch. Mich reizt die Spontanität, und ich wünschte ich wäre so spontan, aber eigentlich bin ich verdammt durchgeplant und spießig |-o

EChemaliuger Nu!tzerW (#5c6x8697)


und mal nackt in nen See hüpfen nachts

gibt genügend FKK Seen wo das keine Sau stört ;-).

X$iraixn


gibt genügend FKK Seen wo das keine Sau stört ;-).

Ich würde dann in dem See gerne mit meinem Partner allein sein wollen, WENN IHR WISST WAS ICH MEINE *zwinker zwinker*

EWheGmaligekr NutzHer (#k602696x)


Dann veröffentliche doch einfach mal Deine Liste als Inspiration ;-)

Ein paar Dinge habe ich ja schon genannt (schlafen, essen, Sex - also das unmittelbare Stillen der primitivsten Bedürfnisse).

Wenn ich niemanden um mich herum verletzen könnte durch mein Verhalten, dann würde ich offen aussprechen, was mich alles stört. Da mir an einem friedlichen und angenehmen Miteinander gelegen ist, halte ich mich da nämlich oft zurück. Ich will halt niemandem weh tun. Aber einer Roboterkollegin würde ich einfach sagen, dass mich ihr lautes Lachen nervt und dem Roboterkollegen, dass er stinkt. Solche "Kleinigkeiten" eben. Auf Kleidung würde ich an dem "vogelfreien" Tag im Sommer wohl auch verzichten :-D Und ich hätte Sex mit zahlreichen Robotern aller Couleur.

Ich könnte das auch jetzt schon tun und ich weiß, dass es Leute gibt, die frei von der Leber weg agieren, aber ich kann (und will) das nicht, weil es eben Konsequenzen für mich oder die anderen hätte.

Töten würde ich auch :-X

C4omrxan


weil es eben Konsequenzen für mich oder die anderen hätte.

Oh, bisher hatte ich die Frage so verstanden, dass es nur keine (negativen) Konsequenzen für den Handelnden selbst hat. Ich hatte nämlich überlegt, ob ich dann regelmäßig Zigarillo rauchen würde. Keine Konsequenzen wäre dann: ich bekomme keine gelben Zähne, ich stinke nicht aus dem Mund, ich befördere keinen Lungenkrebs oder Arterienerkrankungen, der Rauch wird von niemandem als belästigend empfunden.

"Keine Konsequenzen" ist eine sehr absolute Aussage und müsste sinnvoll eingegrenzt werden. Denn selbst beim Zigarillo-Rauchen ist die Konsequenz, dass der Zigarillo dann Asche ist und nicht nochmal geraucht werden kann. Daraus ergeben sich andere Konsequenzen (ich muss einen neuen besorgen).

Aber mir ist noch was eingefallen: ich würde vermutlich sämtliche Drogen probieren. Ich bekomme ja keine Überdosis und werde dann nicht süchtig. Ich hätte mir meine Vasektomie sparen können, denn ich könnte ja ohne Konsequenzen (Schwangerschaft) pimpern. Ich würde viel mehr Chips und Tacos futtern, denn ich werde nicht fettleibig.

LHolaXx5


Aber mir ist noch was eingefallen: ich würde vermutlich sämtliche Drogen probieren. Ich bekomme ja keine Überdosis und werde dann nicht süchtig.

Wenn es keine Konsequenzen gibt, hätten die Drogen aber auch keine Wirkung. ;-D ;-)

Ich persönlich würde Drogen auch völlig ohne negative Auswirkungen nicht nehmen wollen, weil ich schon die Manipulation meines Hirns an sich als negativ empfinde und nicht als wünschenswert.

az.fixsh


Alle Drogen nehmen, die es gibt. Und nie wieder Sport!

Ansonsten fallen mir nur Dinge ein, die ich vielleicht im ersten Impuls tun wollen würde, aber letztendlich wohl bereuen würde. Der einen Konsequenz, nämlich, sie getan zu haben, kann man ja doch nicht enkommen.

C$om;ran


Wenn es keine Konsequenzen gibt, hätten die Drogen aber auch keine Wirkung. ;-D ;-)

Daran sieht man halt das konzeptionelle Problem der Fragestellung ;-)

y=uk9umu


Na ja.

Einige der Konsequenzen nehme ich schon in Kauf und verhalte mich dann eben so, wie mir gerade ist oder wie ich will.

Ich zahle dafür den Preis, den viele in unserer Gesellschaft dafür verlangen.

Aushandeln kann ich diesen Preis nicht.

Der Preis ist Ausgrenzung, Ablehnung usw.

Da ich das schon seit meiner Kindheit so mache, habe ich mich daran gewöhnt.

Es ist ein wenig wie ein Handel: Man kauft sich etwas und bezahlt dafür mit Geld.

Ich erkaufe mir gewissermaßen meine Freiheit und viele Leute bestrafen mich dafür, indem sie mir demonstrativ zeigen, dass sie mich ablehnen.

Bis heute kann ich sagen, dass sich damit sehr gut leben lässt.

Anders kann ich nicht.

Andersherum wäre mir der Preis unerträglich hoch: Mich so zu benehmen, wie viele andere es von mir erwarten und dafür mich einschränken. Nein.

Wenn ich schreien will, dann schreie ich.

Was denken die Nachbarn?

Das weiß ich nicht. Irgendwas werden sie schon denken.

Und Sex? Na ja. Dass ich mich nur an eine Partnerin binden soll, ist auch nicht etwas, woran ich mich halten muss.

Aber es muss Offenheit geben. So finde ich jedenfalls. Jemandem was vormachen und heimlich .. Nein. Das ist nicht mein Ding.

Menschen, die angepasst sind, können oft es nicht ertragen, wenn sich jemand nicht angepasst verhält und reagieren mit Wut, Hass, Spott usw.

Wenn man weiß, dass sie so reagieren werden, dann hat man auch keine falschen Erwartungen und ist frei zu tun, was man will.

Ich meine, wer sich anpassen will, bitte, steht jedem frei.

Nur die Freiheit für sich selbst, die wird einem nicht geschenkt. Man zahlt den Preis und man ist frei.

Das ist wie wenn man ins Kino gehen würde.

Man zahlt den Eintritt und geht rein, schaut sich den Film an.

Ich weiß, die Leute werden mich verspotten, ablehnen, über mich reden und und und..

Ich habe mich so sehr daran gewöhnt, dass ich nicht extra daran denken muss, weil es einen irgendwann überhaupt nicht mehr interessiert.

Es passiert halt. Wie das Wetter. Es gehört einfach dazu. Ist fester Bestandteil des Lebens.

Manche Menschen wollen beides: Die Zustimmung, Billigung der Leute und die Freiheit.

Das geht aber nicht. Entweder oder..

S<unflowxer_73


Schließe mich Comran an...

Einzige Ausnahme: Gerne mal ungeduscht im Schlafanzug zur Arbeit. Styling weiter minimieren.

Ansonsten: Freies Ausleben aller Wünsche bedeutet immer auch Rücksichtslosigkeit ggü. anderen. Schön, wenn ich jemanden verprügele und es keine Konsequenzen hat. Bedeutet, der kann so weitermachen - und das ist nicht schön.

Kurzum:

Ich sehe im Alltag die Notwendigkeit best. Regeln. Ich bin definitiv empathisch, ohne dabei mich selber zu verlieren. Ich lebe so, wie ich von anderen behandelt werden möchte (diese Grenzen wie Respekt und Gewaltfreiheit halt ich für absolut erforderlich).

FREI bin ich von unsäglichen Zwängen. Mich werfen die "falschen" Sneaker nicht um und die Leute können denken, was sie wollen. Derartigen Druck empfinde ich nicht, erog auch keine Besorgnis, was andere wohl denken könnten.

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