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Er ist so kalt und lässt keine Nähe zu

Lfady_NByroxn hat die Diskussion gestartet


Uff...wo soll ich nur anfangen. Ich bin 43 und seit über 20 Jahren verheiratet. Wir haben 3 gemeinsame Kinder, 2 davon bereits erwachsen, und sind beide voll berufstätig.

Viele Jahre führten wir eigentlich eine gute und abwechslungsreiche Ehe. Bei uns war immer was los. Wir konnten immer über alles reden und mein Mann war mein allerbester Freund. Eigentlich wurde er mit der Zeit mein einziger Freund und ich auch seine einzige Freundin. Es gab nichts, was wir uns verschwiegen hätten. Wir sprachen frei über unsere Gefühle, unsere Ängste, Sorgen, Nöte.

Ab und an hat's natürlich auch mal gekracht, aber wir schafften es immer uns auszusprechen und zu versöhnen.

Ich weiß gar nicht, wann das angefangen hat, aber mein Mann hat da eine seltsame und üble Angewohnheit entwickelt. Kaum kommen wir irgendwie in Konflikt, zieht er sich zurück und macht auf eingeschnappt. Er redet dann nur das Nötigste mit mir und zieht sich vollkommen zurück in sein Schneckenhaus. Dieses Verhalten hatte er früher nicht so ausgeprägt. Meistens war er es, der von sich aus auf mich wieder zukam. Jetzt macht er mich damit völlig fertig. Gespräche sind irgendwie nicht mehr richtig möglich und gestalten sich schwierig.

Das Vertrauen ist bei mir irgendwie nicht mehr wirklich vorhanden. Ich halte eben meine Klappe und vermeide weitestgehend einen Konfrontationskurs. Ja, dass das nicht das Gelbe vom Ei ist, ist mir klar. So hat sich das aber eingeschlichen. Es fällt mir auch schon schwer über meine Gefühle mit ihm zu sprechen, weil ich das Gefühl habe, dass ihn das gar nicht interessiert.

In unserer Beziehung war ich immer die Aktive, Lebendige und Leidenschaftliche. Ich habe es aber auch satt, ständig den "männlichen" Part zu übernehmen. Sowohl in der Beziehung, als auch im Bett.

Diese Woche hatte er Spätschicht und ich bin meistens noch ein wenig wach, wenn er nach Hause kommt. Wir sprachen über Belanglosigkeiten, die Nachrichten, den Job, unsere Pläne für die Osterferien. Ein Begrüßungskuss, aber sonst keine Berührungen, kein Streicheln, kein Nichts. Bei sowas gehe ich innerlich die Wände hoch!

Auch nach 20 Jahren habe ich gerne Sex mit meinem Mann und das möglichst reichlich. Eigentlich am liebsten täglich, aber das hält er nicht durch, was ja nicht tragisch ist. Aber eine ganze Woche so gar nicht, geht mir an die Nieren. Das gab es fast noch nie!

Früher haben wir oft auch darüber geredet, uns unsere geheimsten Wünsche und Fantasien erzählt ... obwohl, wenn ich genauer darüber nachdenke, habe eigentlich nur ich erzählt. Als ich ihn nach seinen Wünschen oder Fantasien fragte, kam nicht besonders viel. Er wäre so wie es ist glücklich und hätte sonst keine Wünsche. Fand ich schon immer irgendwie komisch. Aber gut, muss ja nicht jeder so drauf sein wie ich. Deshalb war unser Sex aber nicht langweilig oder einfallslos.

Nun, jetzt sprechen wir kaum mehr darüber, was mir auch etwas fehlt. Die Gespräche waren schon so etwas, wie eine Art Vorspiel und sehr knisternd und erotisch. Er scheint jetzt kaum mehr Interesse daran zu haben.

Mich macht das alles verrückt und wahnsinnig traurig. Ich denke pausenlos an ihn und spiele ständig irgendwelche Szenen in meinem Kopf durch. Alle Gefühlsregungen von sauer, enttäuscht, wütend, traurig, zornig, verzweifelt und ängstlich habe ich mittlerweile durch.

Ich weiß einfach nicht was ich tun soll, um aus diesem Schlamassel raus zu kommen. Das halte ich einfach nicht mehr aus.

Ich liebe ihn wahnsinnig und will mir nicht einmal vorstellen, ohne ihn zu sein.

So, jetzt habe ich mir genug Sorgen von der Seele geschrieben und hoffe, dass vielleicht jemand eine inspirierende Idee hat. {:(

Antworten
K3leito


Lady_Byron

So, jetzt habe ich mir genug Sorgen von der Seele geschrieben und hoffe, dass vielleicht jemand eine inspirierende Idee hat. {:(

Worum soll es denn hier gehen? Willst Du etwas ändern? Ihn kannst Du ja nicht ändern.

L*adyY_eByroxn


Ich will mein Leben zurück. Ich will meine Beziehung einfach wieder so haben, wie sie einmal war. Einfach wieder glücklich sein und Spaß am Leben und dem Zusammensein haben. Offen sein, sich aufeinander einlassen. Sprich: Ich will meinen Mann wieder zurück!

Klar kann ich ihn nicht ändern, aber es war ja nicht immer so wie jetzt.

jDanlxa


Hm,

bwi uns war das eine Zeit lang ähnlich. Geholfen hat, dass ich nichts mehr gegeben habe. Ich habe mich einfach um mich gekümmert und ihn aussen vor gelassen, denn ich war soweit, dass ich trotz aller Liebe Schluss gemacht hätte, wäre es so geblieben. Habe auch 2 Kinder mit ihm und bin seit 22 Jahren mit ihm zusammen.

Aber oh Wunder, als ich dann unabhängig wurde, ihn links liegen liess, wenn er einsilbig und muffig war und selbst vor Lebensfreude sprühte, kam er wieder auf mich zu.

Ich glaube, man verliert sich einfach nach so langer Zeit etwas und was ich gelernt habe ist, dass man erstmal mit sich ganz allein glücklich sein muss. Und als ich das war, kam er wieder an, denn jeder Mensch ist gern mit Menschen zusammen, die Glück und Freude und Zufriedenheit ausstrahlen. Das liest sich jetzt leicht, war es aber nicht. Es war ein mehrjähriger Prozess.

L'a>dy_QByJroxn


@janla

Ich versuche es ähnlich. Ich komme nicht mehr angetrabbt, bedränge ihn nicht zu Gesprächen und fasse ihn auch nicht mehr an. Es macht mich nur so fertig! Wie soll ich da Glück und Freude ausstrahlen? Ich fühle mich nur einsam, ungeliebt und nicht begehrenswert. Psychisch für mich die Hölle aus der ich gerade keinen Ausweg sehe. :°(

jBanxla


Ja, das kann ich verstehen. Das ging mir ähnlich, aber irgendwann, als ich mich immer wieder Zwang, Spass zu haben, hatte ich auch welchen. Ich habe meine Freundinnen getroffen, habe angefangen wieder meinen Hobbies nachzugehen, bin wieder Joggen gegangen. War kaum noch zu Hause und irgendwann hat er aktiv versucht, wieder was mit mir zu unternehmen.

Mir ging es da besser, weil ich dadurch gemerkt habe, dass das Leben notfalls auch ohne ihn weiterginge.

Nun sind wir wieder glücklich seit ca 5 Jahren, aber ich bin unabhängiger geblieben und nehme mir regelmäßig Zeit für meine Unternehmungen ohne ihn. Seither kam es nie wieder vor, dass ich nachlaufen musste.

mYoqnd+sxterne


Ich will meinen Mann wieder zurück!

Also, Frage: Was kann man machen, damit die Schnecke wieder aus dem Schneckenhaus herauskommt?

(Offene Frage. Ich weiß es auch nicht. Ich weiß nur: Man kann es ihr nicht befehlen. Auf den Befehlston reagiert sie nicht.)

jYanxla


Und auch wichtig: Ich habe seine Kälte ignoriert und nicht mehr gemeckert oder ihn darauf angesprochen. War er kalt, hab ich mich anderweitig beschäftigt, war er nett, war ich es auch und in seiner Nähe.

Ich glaube, dass ich überhaupt nicht mehr genörgelt habe und einfach fröhlich war, egal was er tat, hat ihn total irritiert ;-)

K leio


Lady_Byron

Ich will mein Leben zurück. Ich will meine Beziehung einfach wieder so haben, wie sie einmal war.

Und er will das auch?

Klar kann ich ihn nicht ändern, aber es war ja nicht immer so wie jetzt.

Du hast Dich also kein bisschen geändert?

Ab und an hat's natürlich auch mal gekracht, aber wir schafften es immer uns auszusprechen und zu versöhnen.

Wie waren die Gesprächsverläufe. Wie waren Eure Lösungsstrategien? Aussöhnen heißt ja nicht unbedingt, dass auch eine Lösung gefunden wird und sich für die Zukunft ändert. Hat jemand etwas geändert und wenn ja, wer?

Ich weiß gar nicht, wann das angefangen hat, aber mein Mann hat da eine seltsame und üble Angewohnheit entwickelt. Kaum kommen wir irgendwie in Konflikt, zieht er sich zurück und macht auf eingeschnappt. Er redet dann nur das Nötigste mit mir und zieht sich vollkommen zurück in sein Schneckenhaus. Dieses Verhalten hatte er früher nicht so ausgeprägt. Meistens war er es, der von sich aus auf mich wieder zukam. Jetzt macht er mich damit völlig fertig. Gespräche sind irgendwie nicht mehr richtig möglich und gestalten sich schwierig.

Gibt es ein Beispiel?

Das Vertrauen ist bei mir irgendwie nicht mehr wirklich vorhanden. Ich halte eben meine Klappe und vermeide weitestgehend einen Konfrontationskurs. Ja, dass das nicht das Gelbe vom Ei ist, ist mir klar. So hat sich das aber eingeschlichen. Es fällt mir auch schon schwer über meine Gefühle mit ihm zu sprechen, weil ich das Gefühl habe, dass ihn das gar nicht interessiert.

Was wäre das z. B.?

In unserer Beziehung war ich immer die Aktive, Lebendige und Leidenschaftliche. Ich habe es aber auch satt, ständig den "männlichen" Part zu übernehmen. Sowohl in der Beziehung, als auch im Bett.

Was kann man sich darunter vorstellen?

Diese Woche hatte er Spätschicht und ich bin meistens noch ein wenig wach, wenn er nach Hause kommt. Wir sprachen über Belanglosigkeiten, die Nachrichten, den Job, unsere Pläne für die Osterferien. Ein Begrüßungskuss, aber sonst keine Berührungen, kein Streicheln, kein Nichts. Bei sowas gehe ich innerlich die Wände hoch!

Wie war es früher und wann war dieses früher? Wann und wie hat es sich geändert?

Früher haben wir oft auch darüber geredet, uns unsere geheimsten Wünsche und Fantasien erzählt ... obwohl, wenn ich genauer darüber nachdenke, habe eigentlich nur ich erzählt. Als ich ihn nach seinen Wünschen oder Fantasien fragte, kam nicht besonders viel. Er wäre so wie es ist glücklich und hätte sonst keine Wünsche. Fand ich schon immer irgendwie komisch. Aber gut, muss ja nicht jeder so drauf sein wie ich. Deshalb war unser Sex aber nicht langweilig oder einfallslos.

Wollte er früher denn über Sex und den anderen Dingen sprechen, über die gesprochen wurde?

Nun, jetzt sprechen wir kaum mehr darüber, was mir auch etwas fehlt. Die Gespräche waren schon so etwas, wie eine Art Vorspiel und sehr knisternd und erotisch. Er scheint jetzt kaum mehr Interesse daran zu haben.

Nicht unbedingt für jeden. War es denn für ihn auch wie ein Vorspiel und knisternd und erotisch?

Ich fühle mich nur einsam, ungeliebt und nicht begehrenswert.

Was hat das mit ihm zu tun, wie Dein Selbstverständnis und Dein Selbstbewusstsein ist?

EFhemaligeer Nutze1r (#6p0347!5)


Wir konnten immer über alles reden und mein Mann war mein allerbester Freund. Eigentlich wurde er mit der Zeit mein einziger Freund und ich auch seine einzige Freundin.

Wie ist das gemeint? Gibt es mit anderen keine engen Freundschaften?

L-ady_wByroxn


Das ging mir ähnlich, aber irgendwann, als ich mich immer wieder Zwang, Spass zu haben, hatte ich auch welchen. Ich habe meine Freundinnen getroffen, habe angefangen wieder meinen Hobbies nachzugehen, bin wieder Joggen gegangen. War kaum noch zu Hause und irgendwann hat er aktiv versucht, wieder was mit mir zu unternehmen.

Ich habe mich spontan jetzt zu einem Kurs angemeldet, der mich interessiert. Wenigstens komme ich da unter Leute und auf andere Gedanken. Nach und nach versuche ich nicht mehr wie ein Planet um die Sonne "Mann" zu kreisen, habe aber Angst, dass das nach hinten los geht. :°(

L7ad#y_Byr]o[n


Kleio

Ich will mein Leben zurück. Ich will meine Beziehung einfach wieder so haben, wie sie einmal war.

Und er will das auch?

Ich denke schon, dass ihm noch etwas an mir liegt. Was er will kann ich allerdings nicht wissen, ich kann ja keine Gedanken lesen.

j_an|la


Sehr gut!

Und nach hinten losgehen: Das wird es nicht. Und wenn, dann ist da auch vermutlich nix mehr, was Euch zusammenhält.

Ich weiss, das ist ein Gefühl, als würde man plötzlich allein im Meer treiben, aber ich hab durch meine neuen Aktivitäten wieder gemerkt, wer ich bin und was ICH will. Und das ist so wichtig! Ich habe mich so wie du komplett um ihn rumgebogen, rückblickend ist mir klar, dass er gar keinen Anlass hatte, irgendwas zu tun, denn ich war kilometerweit unter ihm und er wusste genau, ich lass mir eh alles bieten. Ausser mich beschweren, hab ich ja nix gemacht.

Das ging so schleichend, dass ich das gar nicht gemerkt hab.

jWanxla


Kann dir die Tipps auf Youtube von DateDoktor Emanuel empfehlen, da haben mir viele Tipps weitergeholfen. Ist zwar nur ein Ausschnitt aus seinem Programm, für das er natürlich Geld will, aber um das Grundprinzip zu kapieren, reichen die Ausschnitte.

LKady_;Byrxon


janla

Kommt mir so bekannt vor. Ich habe dieses Selbstvertauen einfach nur (noch) nicht in mir gefunden und nur Angst, alleine zu bleiben. Ich war mein Lebenlang niemals alleine. |-o

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