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Sind Partnerschaften ohne Kinder stabiler?

R~alphx_HH


Kinder sind eine Quelle ewiger Freunde und die Entscheidung, zwei Kinder in die Welt gesetzt zu haben, habe ich noch keine Sekunde bereut.

Aber Kinder sind gleichzeitig ein extremer Stressfaktor, sie kosten ohne Ende Nerven, rauben den Schlaf, sie fordern einen immer wieder heraus und bringen einen an die eigenen Grenzen und darüber hinaus. Je nach Kind, wir haben da ein ziemlich extremes Exemplar... Unter dem Stress und der Verlagerung der Aufmerksamkeit vom Partner weg, hin zur Bewältigung von Problemen aller Art leidet natürlich die Beziehung. Den Raum für Harmonie und Zweisamkeit muss man sich bewusst wieder erkämpfen und das gelingt nicht jedem. Vielfach geht die Zweisamkeit unbemerkt den Bach runter, vielfach nutzt auch alles sich bemühen nichts.

Und noch ein Aspekt: In Beziehungen ohne Kinder, wo die Partner unglücklich sind, trennt man sich. Mit Kindern bleibt man doch eine Weile länger zusammen, was statistisch dann das Bild deutlich kippen lässt.

k3atharinMa-di]e-&groxße


warum? weil ich finde das man als Paar einfach mehr Zeit, Freizeit Füreinander hat und auch sonst was viele hier anführen, Stress, Geld - Nerven ect.pp.

ja, das ist sicherlich ein Aspekt. Allerdings führt ein Übermaß an gemeinsamer Zeit bei vielen halt auch dazu, dass man einander "langweilig" wird und es eben nichts besonderes mehr ist. Mit Kind bekommt solche Zeit zu zweit dafür einen ganz anderen Stellenwert und generell einfach mehr Wert. Man bemüht sich vielleicht in solchen Momenten mehr umeinander, als es der Fall ist, wenn man eh immer Zeit füreinander hat.

Bezieht sich natürlich nicht auf Frühlingskind, ich akzeptiere voll und ganz, dass sie es so empfindet, fand es nur als Aufhänger praktisch ;-D

Wenn ich in meinem Umfeld sehe, wie viele Paare sich mit kleinen Kindern getrennt haben, finde ich das schon erschreckend und frage mich, ob die sich die falschen Partner zum Kinderkriegen ausgesucht haben und ob sie tatsächlich an der Elternschaft "gescheitert" sind oder ob sie sich eh getrennt hätten.

Mein Mann und ich sind sicherlich auch oft gestresst, seit unsere Tochter da ist, aber wir sind trotzdem meistens sehr harmonisch miteinander, achten aufeinander und genießen unsere Auszeiten zu zweit (und finden auch im Alltag Zeit füreinander). Klar denke ich an manchen Tagen "hach war das schön, als wir noch kein Kind hatten", aber missen möchte man es natürlich trotzdem nicht und man neigt wohl auch dazu, das ein bisschen zu glorifizieren.

Was sicher auch eine Rolle spielt: Wenn man sich mit Kind trennt, ist das immer eine größere Sache, als wenn ein kinderloses Paar sich trennt. Gerade bei kürzeren Beziehungen spielt das ja für Außenstehende oft keine Rolle und wird als normal erachtet. Wenn Eltern sich trennen, gibt es immer Gerede. Dadurch entsteht vielleicht auch oft der subjektive Eindruck, dass Elternbeziehungen weniger stabil sind, obwohl es objektiv betrachtet vielleicht gar nicht so ist.

S8tatusQeuoVaxdis


Mein Mann und ich sind sicherlich auch oft gestresst, seit unsere Tochter da ist, aber wir sind trotzdem meistens sehr harmonisch miteinander, achten aufeinander und genießen unsere Auszeiten zu zweit (und finden auch im Alltag Zeit füreinander).

Finde ich toll, wenn ein Paar das trotz Kindern noch schafft :)z.

d7a@nae8x7


Fish/Toffifee

Interessanterweise hab ich die Erfahrung gemacht, dass mittlerweile ziemlich häufig das problematische an Kindern sehr betont wird. Was man alles nicht mehr machen kann, was man alles aushalten muss und und und. Als ich schwanger war kam öfters:"Oh, na da kommen jetzt die harten Zeiten, die entspannten sind ja nun vorbei." Was mir niemand gesagt hat, so abseits von Alete-Kitsch und Sinngeschwurbel ist wie schön und lustig und positiv fordernd es sein kann Kinder zu haben. Ich meine ganz reelle Dinge die man so mit Kindern machen kann und ohne nicht und die ziemlich viel Spaß machen.

-<Tof.fifieIeF-


Kinder sind eine Quelle ewiger Freunde und die Entscheidung, zwei Kinder in die Welt gesetzt zu haben, habe ich noch keine Sekunde bereut

Und das von einem Mann ;-) :)^

Aber Kinder sind gleichzeitig ein extremer Stressfaktor, sie kosten ohne Ende Nerven, rauben den Schlaf, sie fordern einen immer wieder heraus und bringen einen an die eigenen Grenzen und darüber hinaus

Vielleicht liegt hier das Problem. Den Stress, die Augenringe, das laute Miteinander, die finanzielle Belastung etc. - all das kann man SEHEN und auch nachvollziehen. (Jeder weiß, wie sich schlaflose Nächte anfühlen).

Die Liebe und das Glück, welches man dennoch empfindet, kann man nicht sehen, man muss es fühlen. Wie soll man sich diese Liebe vorstellen, diese Gefühle nachempfinden - geht einfach nicht.

aQ.fixsh


Vielleicht muss man schwanger sein oder Kinder planen, um darin eingeweiht zu werden? ":/ Mir wurde/wird immer nur erzählt, was ich großartiges verpasse. ;-)

Was sicher auch eine Rolle spielt: Wenn man sich mit Kind trennt, ist das immer eine größere Sache, als wenn ein kinderloses Paar sich trennt.

Stimmt.

EZhem6aliger2 Nutzerm (#282L877C)


Ich habe auch manchmal den Eindruck das "Ziel" ist inzwischen ein anderes. Es gab Zeiten, da wurde man Erwachsen und gründete dann halt eine Familie und dann ging alles weitere seinen Gang. Heute hat man ja viel flexiblere Möglichkeiten und vielerorts scheint mir da der Tenor zu sein, dass man das auch nutzen "MUSS". Weil man ja sonst was verpasst und nicht alles machen kann. Natürlich ist mit Kindern nicht immer Ponyschlecken angesagt. Aber die Erwartung hatte ich vorher auch nicht.

RZalp1h_MHxH


Wenn ich in meinem Umfeld sehe, wie viele Paare sich mit kleinen Kindern getrennt haben, finde ich das schon erschreckend und frage mich, ob die sich die falschen Partner zum Kinderkriegen ausgesucht haben und ob sie tatsächlich an der Elternschaft "gescheitert" sind oder ob sie sich eh getrennt hätten.

Kinder verändern einen und ich glaube, manch einer stellt dann fest, dass der Partner nicht mehr derjenige ist, in den man mal unsterblich verliebt war.

Auch denke ich, ist es ohne Kinder einfacher, wenn der Partner nicht zu 100% passt. Ohne Kinder hat man viele Freiräume, sich mal zurückzuziehen, die Dinge, die am Partner nicht passen hinzunehmen, zu tolerieren, ihm seine Launen zu lassen. Man hat mehr Raum, flexibel zu reagieren. Diese Flexibilität geht ein Stück weit verloren, wenn mit Kindern der Alltag zeitlich verplant ist. Da ist man ein gutes Stück drauf angewiesen, das alles einigermaßen funktioniert. Und dann fehlen auch mal die Nerven, tolerant zu sein.

d6aonae8x7


Wobei Ponyschlecken auch eine haarige Angelegenheit werden könnte, gerade jetzt, im Fellwechsel. :-X

fish

Seltsam oder? Solange man sagt, dass man keines will, wird einem das Lied vorgesungen was du kennst, dass von der grauenhaften Reue der verpassten Gelegenheit und wenn man eines will, plant, dann plötzlich kommt der Rest. Wenn man Schwanger ist, dann soll man das genießen, weil haha, danach wirds richtig hart und wenn man ein Baby hat dann soll man diese tolle Zeit genießen, weil wenn die erst groß werden.... Gerade hör ich mir die "wenn sie erst in der Schule sind" Gesänge an und ich wette dann kommt die Pubertät als Schreckgespenst.

Wenn ich zusammenfassend sagen müsste was Kinder für mich sind, dann würde ich sagen: Meine Kinder sind für mich verdichtetes Leben in aller Schönheit und Schrecklichkeit. In kurze Zeit und kleine Körper gepresst in ständigem und schnellem Wechsel.

RAal|phV_xHH


Was mir niemand gesagt hat, so abseits von Alete-Kitsch und Sinngeschwurbel ist wie schön und lustig und positiv fordernd es sein kann Kinder zu haben. Ich meine ganz reelle Dinge die man so mit Kindern machen kann und ohne nicht und die ziemlich viel Spaß machen.

Ja... Spaß ohne Ende! Und dann kommt plötzlich die Partnerin und sagt Dir, dass sie es totatl scheiße findet, dass Du nur noch mit den Kindern durch den Wald tobst und sie hinterher dackelt, anstatt dass man wie früher händchenhaltend zu zweit spaziert ist. DAS unter einen Hut zu bringen ist beliebig schwierig.

dCaFnaex87


Ja, Ralph, ich weiß was du meinst. ;-D ;-D Die hohe Kunst ist es sich immer genau auf das einzulassen was gerade ist und zusammen, alle zusammen, durch den Wald zu toben um später, wenn die Kleinen müde sind, nochmal Händchen zu halten, selbst wenn man dabei auf dem Sofa einpennt. ;-D ;-D

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