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Neue Freundschaften zum anderen Geschlecht während der Beziehung

rTr20x17


Du schreibst aber genau aus der von mir vermuteten opferhaltung (bedingt durch die erwähnten schlechten Erfahrungen) heraus ;-)

also ich kann nur für mich sprechen und ich empfinde es einschränken bis hin zu einsperren, wenn jemand über teile meiner freizeitgestaltung bestimmen möchte.

Ich meine NICHT ein "bestimmen möchten". Sondern eher ein unaufgefordert(!) von Dir ausgehendes "mein Partner sagt zwar nix, aber ich merke dass es ihm ab und an zuviel wird, also schränke ich es mal ein klein wenig (wirklich nur ein klein wenig) ein"

Er nimmt Rücksicht auf Deine Bedürfnise, Du auch auf seine.. müsste doch gehen!?

natürlich wäre der Idealfall 100%ige Kompatibilität, aber die halte ich für schwer und selten zu finden.

rqr201I7


@ Cinnamon

ja ;-). Wir sind uns vermutlich einig.

C6innWamonx4


Viele Leute (auch Bekanntschaften aus dem realen Leben), die diese "ich zieh knallhart mein Ding durch" These unterstützen, tun dies m.M. nach aus einer Opferhaltung heraus, indem sie dem anderen (sei es nun berechtigt oder unberechtigt) Eifersucht und einsperren und kontrollieren wollen unterstellen.

Oh, das habe ich ja noch gar nicht gelesen. Finde ich befremdlich. Was für eine Opferhaltung soll das sein?

CDinnMamo?nx4


@ rr2017

ja ;-). Wir sind uns vermutlich einig.

Könnte ich mir auch vorstellen. Vielleicht haben wir uns der Diskussion nur aus unterschiedlichen Richtungen genähert, aber mit demselben "Ziel".

r@rV201x7


Opferhaltung - naja, die Erfahrung gemacht zu haben, in der Vergangenheit immer von eifersüchtigen Partnern kontrolliert worden zu sein, die selber aber womöglich komplett frei und egoistisch gemacht haben was sie wolllten. Und darauf basierend sowas wie ein "Nun schlage ich zurück!"

Also ebenfalls ein Fehlen der Erfahrung des "liebevollen miteinanders".

Generell sollte eine Beziehung kein Kampfschauplatz sein, aber genau die Gefahr droht hier ja ein bisschen.

CSinn2amoxnx4


Ich verstehe, glaube ich, was du meinst. Nur meine ich meine Einstellung gar nicht als "Zurückschlagen" oder als Fehlen von Liebe. Ich will da einfach nur auf mich achten.

Ich stimmte dir ja insofern zu, dass man schon schauen sollte, dass man die Beziehung gemeinsam schön gestaltet. Dazu kann auch gehören, mal eine Aktivität für den Partner sausen zu lassen, damit die Beziehung nicht zu kurz kommt. Aber eine Aktivität kann hier alles möglich sein. Ob ich dann weniger lese oder seltener Freunde treffe bleibt ja mir überlassen und bei meinen Freunden will ich einfach keine Abstrichen machen müssen.

Allerdings ging es hier in dem Faden ja zunächst gar nicht darum, dass für den Partner zu wenig Zeit bleibt. Es ging darum, Freundschaften zum anderen Geschlecht einschränken zu wollen. Das ist ja ein völlig anderer Sachverhalt.

rZr2x017


ich beziehe mich vor allem auf " und treffen sich seitdem relativ regelmäßig". Wobei die Frage ist, wie oft das ist. Jede Woche? Einmal im Quartal?

und wenn Du "ich achte da auf mich" schreibst, bedeutet das ja implizit, dass die Gefahr droht, dass Du kurz kommst, wenn Du dies nicht tust - ergo besteht wohl doch eine Gefahr und jemand ist da übergriffig.

h(ag-tAysja


natürlich wäre der Idealfall 100%ige Kompatibilität, aber die halte ich für schwer und selten zu finden.

Klar ist die schwer zu finden. Aber es gibt ja für jeden Nogos. Für den Einen ist das Rauchen, für mich ist es Eifersucht.

Klasse, wenn es meinem Partner gerade schlecht ginge, er ne blöde Phase hätte, das wäre kein Ding. Da geht immer das füreinander Dasein vor.

Aber als Grundsatz, nein, da bin ich nicht mehr jung genug dafür, da muss es passen oder die Wege trennen sich wieder.

Freizeitgestaltung hat für mich dieselbe Priorität wie sexuelle Kompatibilität, da sag ich auch nicht "Ach, ich brauch zwar was ganz anderes, aber lass uns doch in der Mitte treffen, dann haben wir wenigstens beide nichts davon."

Und ja, das war absichtlich überzeichnet ;-)

DSieDosTismachtd*asGSixft


Halten wir als Konsens fest, dass es Menschen mit unterschiedlichem Nähe- und Distanzbedürfnissen gibt. Einige brauchen lebendige und öfter neue Bereicherungen, um sich wohlzufühlen. Wieder andere Leute wollen nur gelegentlichl etwas mehr außerhäusige Begegnungen und nicht ausschließlich das Modell 'siamesische Zwillinge' leben.

Nochmals andere Individualisten, sind sich in ihren Beziehungen durch jahrelanges nebeneinander herleben und zu wenig gemeinsamen Beführungspunkten wie Hobbies, lebender Austausch in Gesprächen und Interessen so überdrüssig geworden, dass diese Beziehung nur noch außerhäusige Kontakte aufrecht erhalten kann.

Sei es nur zum Schein oder wegen familiärer bzw. finanziell gestellschaftlicher 'Zwänge'.

Zauberwort ist wie bei vielen anderen Dingen im Leben auch, 'Die Dosis macht das Gift, und wem die eigene Beziehung wichtig genug ist wird dahin gehend auch gemeinsam eine Lösung anstreben, die beide innerlich emotional befrieden kann.

Der tragende Punkt ist, will ich eine intakte Beziehung oder nur die Vorstellung einer intakten Beziehung leben. Zwischen beidem mag ein schmaler Grat bestehen, aber in ihrer emotionalen/mentalen (Aus-)Wirkung liegen Welten. ;-)

r^r20x17


fragt sich dennoch, inwieweit es für eine intakte Beziehung notwendig ist, Kompromisse einzugehen? Aber das muss wohl auch jeder für sich entscheiden.

Ansonsten ist Dir wohl zuzustimmen, ja.

D&ieDosi}smachtvdasGixft


fragt sich dennoch, inwieweit es für eine intakte Beziehung notwendig ist, Kompromisse einzugehen? Aber das muss wohl auch jeder für sich entscheiden.

Es mag ein Ideal sein, dass Menschen sich als Partner in vielen Dingen blind verstehen und quasi 'sprachlos'/stillschweigend voneinander wissen, was der andere für sich begehrt, um innere Zufriedenheit im Zusammenleben erlangen zu können.

In gelebten Beziehungen, auch in völlig intakten gibt so gut wie immer Phasen, in denen man sich durch äußere Umstände oder inneren Befindlichkeiten nicht pausenlos "grün" ist. Das halte ich für völlig normal und empfinde es als lebendige Beziehungsdynamik.

Ich habe zu meinen Kindern auch ein sehr gutes Verhältnis, dennoch gab es Phasen in den die Fetzen nur so geflogen sind, weil sich rationale und emotionale Einflüsse vermischt haben. Zudem sehr unterschiedliche Temperamente aufeinander treffen. Der Eine wird schneller hitzig, wenn er sich unverstanden fühlt, Agumente ungehört oder nicht berücksichtigt wurden, und geht voll drauf los. Der wieder andere Mensch, lässt die Fronten abkühlen, zieht sich erst einmal still zurück und versucht es via später noch einmal die Diskussion neu anzustoßen mit einem in sich geschlossenen Ergebnis.

Menschliche Beziehungen sind weder in der Familie noch einer Paarbeziehung rein statisch.

Wir entwickeln uns alle unterschiedlich weiter, soll heißen, es entstehen neue Hobbies, Interessen und Freundesbeziehungen. Dabei ist man nicht ständig friedlich und einander zugewandt.

Dabei kann es schon durchaus Zeiträume geben, in denen einige Dinge aus dem Ruder laufen, und Kompromisse 'das Salz in der Suppe' sein werden. Außer man sitzt es aus und hofft stillschweigend auf einseitige/gegenseitige Besserung in der Konfliktsituation.

Auch Partner müssen nicht alles tot quatschen, aber in der Grundbasic des Zusammenlebens sollte genug Übereinstimmung in der Beziehung vorherrschen. Wenn dem so ist, wird es auch kein großes Auseinanderdriften geben, wenn beide sich en Detail nicht in jeder Beziehungsphase fröhlich lächelnd gegenüber stehen.

Das hält eine gesunde Liebesbeziehung aus, davon bin ich innerlich fest überzeugt, und habe es auch so in meinen Beziehungen gelebt. Große Rosenkriege kenne ich nicht, weder vor noch nach einer Trennung.

Aber jeder Mensch führt seine eigene Paarbindung/beziehung, deswegen wird es auch kein Allheilmittel geben, sondern nur das zu diesem Paar passende Modell der Beziehung/gelebter Liebe. :-D ;-)

d4anave87


Sondern eher ein unaufgefordert(!) von Dir ausgehendes "mein Partner sagt zwar nix, aber ich merke dass es ihm ab und an zuviel wird, also schränke ich es mal ein klein wenig (wirklich nur ein klein wenig) ein"

Ich empfinde das als absolut gruselige Grundhaltung und als Einstieg in eine wirklich verkorkste Kommunikation als Paar. Niemand hat eine Glaskugel und rät immer richtig was den anderen gerade stört. Jemand der erwartet ich möge das an Hand der Flunsch erraten, der wird schwer enttäuscht sein. Einfach weil ich mich weigere und jemand der meint er müsse mein Gesicht lesen und daraus irgendwelche Rücksichten ableiten, wird unter Umständen mit einem ernsthaften Wutanfall meinerseits rechnen müssen, weil ich mich durch sowas eher entmündigt als wertgeschätzt fühle. Man kann mit mir reden und wenn ich so wirke als hätte ich ein Problem, nachfragen, vielleicht denk ich gerade einfach nur nach oder ärger mich über nen Fleck an der Wand.

So eine gedachte Kommunikation ist schon im Grundsatz nichts für mich. Hatte ich, mehrfach, klappt für mich einfach nicht. Ich bin nicht mehr so arrogant zu glauben ich wüsste was ein anderer Mensch gerade denkt, selbst wenn ich ihn so gute kenen wie meinen Partner. Und ich will meinem Partner auch nicht die Stimme nehmen.

Was du da als Ideal betrachtest ist für mich schlicht ein Albtraum. Wenn mein Partner mich gerne mal wieder sehen will, dann soll er das sagen und was vorschlagen, was er machen will. Aber darum ging es hier nicht, hier ging es dezidiert um gegengeschlechtliche neue Bekanntschaften, weil sich aus denen etwas entwickeln könnte.

r;r201x7


Hmm.. also wenn ich gerne was machen möchte (egal jetzt, was, unabhängig vom Thema hier) und merke "mein Partner toleriert das, aber es macht ihn traurig, wenn ichs übertreibe" habe ich schon von mir aus den Impuls, es etwas zu reduzieren.

Was ist daran albtraumhaft? Ich finde das ganz normal.

Es gibt allerdings (hier und auch allgemein) Leute die ein knallhartes "ich mach zu 100% mein Ding, für den Partner gilt - friß oder stirb, akzeptier es wie es ist oder gehe". Das wiederum finde ich eher gruselig. So kalt und gefühllos. Die Leute, von denen ich das real kenne, sind wie gesagt da auch in einer Opferhaltund und es ist ein bisschen wie "bisher wurde ich immer kontrolliert, nun schlage ich zurück!".

C'innaFmonx4


Ich glaube, was danae87 meint, ist: Nicht erraten, was der Partner jetzt vielleicht meinen könnte - vielleicht guckt er ja auch nur traurig, weil sein Lieblingspudding alle ist. Natürlich kann man merken, wenn der Partner traurig ist, und man kann dann auch mal nachfragen, ob es ein Problem gibt. Noch besser ist es, der Partner kriegt selbst den Mund auf und spricht einfach an, wenn er/sie ei Problem hat. Aber zu mutmaßen, warum der Partner gerade beleidigt ist, und nach dieser Mutmaßung dann zu handeln - das finde auch ich gruselig. Denn da kann man sich ganz schön vertun und macht im Zweifelsfall nur sich und den Partner unglücklich und das ganz ohne Not. Über "dicke Luft" zu sprechen ist ja gut, aber sie unkommentiert zu lassen und nur irgendwie umher zu agieren ist auch mir einfach zu anstrengend und oft nicht mal zielführend. Wie gesagt, kann man ja schon spüren, dass den Partner etwas bedrückt - das kann aber auch ein quer sitzender Furz sein und muss gar nichts mit mir zu tun haben.

ror20x17


ja, das stimmt, klar.

Allerdings finde ich es sehr sehr naheliegend, dass es sein könnte, dass der Partner nicht hellauf begeistert ist von dem, worum es hier geht. Wenn er/sie traurig guckt wenn ich mich ständig mit wem anders treff wirds wohl nicht am Pudding liegen.

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