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Manche süchtig nach Verliebtsein?

hweut;e_phiexr


Puh ... durchatmen:

"Ich bin Anfang 30, ich will endlich ein Kind. Eines kann ich mit ihm aufziehen, aber auch ohne." (sie hat ohne sein Wissen die Pille abgesetzt)

Eine andere:

"Weißt du, was hier die Miete kostet? Ist doch zu zweit viel einfacher."

Menschen, die rein ökonomisch denken und wo es an Gefühl mangelt, gab und gibt es immer. Das ist schwer nachvollziehbar, wenn man anders tickt.

Ich weiss wovon ich spreche, da ich einen (zweieiigen) Zwilling habe, der recht gefühlskalt durch das Leben geht.

Für mich ist z.B. das "Freundschaft +" soetwas von abschreckend. Immerhin ist es ehrlich und wenn Leute damit zufrieden sein können oder gar glücklich. Dann ist es absolut ok.

a;nfangymitfrexude


Ja, man kann es natürlich auch so sehen, vielleicht handelt es sich einfach positive Menschen, die nach vorne schauen und nicht zurück.

ich sehe das ähnlich kritisch, wie du.

klar, nach einer trennung sollte man nach möglichkeit nach vorne blicken und nicht 10 jahre lang in tiefste depressionen fallen. ;-D

aber beziehungen und trennungen zeigen einem - finde ich zumindest - ja ein stück weit auch eigene fehler, schwächen oder unzulänglichkeiten auf. ich finde es wichtig, sich dann auch die zeit zu nehmen, sich diesen zu stellen und evtl. irgendeine lehre daraus mit zu nehmen. irgendwas, was einem auf lange sicht hilft, was einen reifer oder selbstbewusster macht.

ansonsten sehe ich beim partner-hopping auch noch das problem, dass man demjenigen nicht gerecht wird. will sagen: wenn ich mit jemandem zusammen bin, dann weil da liebe im spiel ist. man respektiert und achtet sich und mag sich eben sehr.

bei manchen menschen hab ich aber den eindruck, da ist irgendwann im leben mal ein loch ins selbstwertgefühl gerissen worden und das muss nun unbedingt mit einem partner gestopft werden. wenn sich dann der aktuelle als nicht mehr passend entpuppt, sucht man sich den nächsten partner usw.

da sehe ich eben das problem, dass man sich nie ganz seinem innenleben stellt oder mit dem loch im selbst befasst. anstatt ein loch im boot zu flicken schöpft man einfach das wasser immer wieder raus und von zeit zu zeit frustriert einen das dann so, dass man den eimer wechselt.

E1hemalige@r Njutzer e(#5686x97)


Das schnelle nexten kenne ich aus meinem direkten Umfeld eher auch nicht, aber ich bin vielleicht noch zu jung ;-).

Mein Bruder bildete in den 20gern eine Ausnahme. Er neigte nach Beziehungen zu 2-3 monatigen ONS Phasen und schob oft erst danach die Beziehungsdepression. Er hat das mit seinem angegriffenen Ego begründet, besonders wenn er verlassen wurde.

Was ich mich frage, wenn ich das hier:

Mich schockiert vor allem auch das Unverständnis, wenn man Zeit benötigt, etwas zu verarbeiten. Sei es nach einem Todesfall, einer Trennung oder wonach auch immer. Man muss funktionieren, darf nicht "jammern" und wenn doch, folgen oft unnütze, ärgerliche Floskeln wie "wird schon wieder".

lese, was wohl ein sehr zentraler Punkt für Dich ist: Sind Deine Freunde da nicht für Dich da? Und wenn sie für Dich da sind, warum ist dann das Umfeld was Du offensichtlich nicht näher kennst und wo Du hauptsächlich spekulieren kannst "warum wieso weshalb" so wichtig? Was erwartest Du von Deinen Freunden in so einer Situation, bzw was machst Du als Freundin in so einer Situation bei anderen?

EUhemalUigern NutzSer (#5x68697)


bei manchen menschen hab ich aber den eindruck, da ist irgendwann im leben mal ein loch ins selbstwertgefühl gerissen worden und das muss nun unbedingt mit einem partner gestopft werden. wenn sich dann der aktuelle als nicht mehr passend entpuppt, sucht man sich den nächsten partner usw.

da sehe ich eben das problem, dass man sich nie ganz seinem innenleben stellt oder mit dem loch im selbst befasst. anstatt ein loch im boot zu flicken schöpft man einfach das wasser immer wieder raus und von zeit zu zeit frustriert einen das dann so, dass man den eimer wechselt.

Das ist sicher ein wichtiger Aspekt: Es gibt tendenziell viele Menschen, die Selbstwert für Frembestätigung substituieren. Da könnte ich mir auch vorstellen, dass wenn das Gegenüber dann weniger oder nicht mehr bestätigt schnell genexted wird.

P?lüsPchbi?est


Ich habe ähnliches beobachtet.

Eine Bekannte, Mitte Zwanzig wechselt fast nahtlos von einem Kerl zum nächsten.

Läuft immer alles nach Schema F ab. Typ kennen lernen, überall von großer Liebe reden,

nach 3-4 Wochen erster Streit, eine Woche später wieder versöhnt und wenige Wochen später endgültig getrennt. Dann großes hinterher Geflenne und wenige Wochen danach nächster Versuch mit einem neuen Typen.

Eine andere Frau war langjährig liiert und hat mit ihrem Freund zusammengelebt.

Dann hat sie sich während sie offiziell noch mit ihm zusammen war sich in einen anderen verliebt.

Hat dann gemeint, wenn das mit dem Neuen klappt schenke ich dem Alten reinen Wein ein.

Wenn nicht, mache ich dem Alten wieder schöne Augen und versuche die Beziehung aufleben zu lassen.

Dann einen anderen kennengelernt und dem schöne Augen gemacht, gleichzeitig anfangs betont,

eigentlich den Ex noch zu lieben und den Neuen nicht.

Der Ex weiß aber immerhin jetzt Bescheid, dass es einen Neuen gibt.

Momentaner Stand der Dinge, Beziehung mit dem Neuen schwierig und Ex immer noch in der Wohnung.

Jegliche Hinweise, doch mal das Leben in eigener Wohnung in Angriff zu nehmen werden abgeschmettert.

w{edneosdaxy


Sind Deine Freunde da nicht für Dich da? Und wenn sie für Dich da sind, warum ist dann das Umfeld was Du offensichtlich nicht näher kennst und wo Du hauptsächlich spekulieren kannst "warum wieso weshalb" so wichtig?

Das Umfeld ist darum "wichtig", weil ich mir diesbezüglich Sorgen um meine Zukunft mache. Diejenigen "Switcher", die ich kenne, gaukeln dem Neuen jeweils ein so starkes Verliebtsein vor und schaffen es teilweise auch, dass das Gegenüber innerhalb von kürzester Zeit bei ihnen einzieht. Ich mache mir da schon so meine Gedanken, wie ich es vermeiden kann, auch mal an so jemanden zu geraten und drauf rein zu fallen. Bitte nicht damit verwechseln, dass ich anderen Vorwürfe mache oder was auch immer. Wenn wer täglich wechselnde Sexualpartner bevorzugt, dann bitte. Ist alles jedem selbst überlassen, solang es nicht mich selbst betrifft.

Was erwartest Du von Deinen Freunden in so einer Situation, bzw was machst Du als Freundin in so einer Situation bei anderen?

Meinst du damit, wenn ich in einem Tief bin? Jene Personen, welche ich wirklich als "Freunde" bezeichne, gehen bei einem Problem auch darauf ein. Ich finde es wichtig, dass wenn man sich z.B. über etwas aufregt, nicht ständige Standardaussagen kommen wie "reg dich nicht auf" oder "ist ja nicht so schlimm". Ein einfaches "ja, das ist scheiße!" ist manchmal mehr wert als gezwungenes die Sonne scheinen lassen. Oder im Falle einer Trennung auch mal zuhören und Zeit geben, die Gefühle auch mal zuzulassen. Ein schnelles "nach vorne blicken" kann meiner Meinung auch schnell mit Verdrängen verwechselt werden.

wwednyesday


Sind Deine Freunde da nicht für Dich da? Und wenn sie für Dich da sind, warum ist dann das Umfeld was Du offensichtlich nicht näher kennst und wo Du hauptsächlich spekulieren kannst "warum wieso weshalb" so wichtig?

Das Umfeld ist darum "wichtig", weil ich mir diesbezüglich Sorgen um meine Zukunft mache. Diejenigen "Switcher", die ich kenne, gaukeln dem Neuen jeweils ein so starkes Verliebtsein vor und schaffen es teilweise auch, dass das Gegenüber innerhalb von kürzester Zeit bei ihnen einzieht. Ich mache mir da schon so meine Gedanken, wie ich es vermeiden kann, auch mal an so jemanden zu geraten und drauf rein zu fallen. Bitte nicht damit verwechseln, dass ich anderen Vorwürfe mache oder was auch immer. Wenn wer täglich wechselnde Sexualpartner bevorzugt, dann bitte. Ist alles jedem selbst überlassen, solang es nicht mich selbst betrifft.

Was erwartest Du von Deinen Freunden in so einer Situation, bzw was machst Du als Freundin in so einer Situation bei anderen?

Meinst du damit, wenn ich in einem Tief bin? Jene Personen, welche ich wirklich als "Freunde" bezeichne, gehen bei einem Problem auch darauf ein. Ich finde es wichtig, dass wenn man sich z.B. über etwas aufregt, nicht ständige Standardaussagen kommen wie "reg dich nicht auf" oder "ist ja nicht so schlimm". Ein einfaches "ja, das ist scheiße!" ist manchmal mehr wert als gezwungenes die Sonne scheinen lassen. Oder im Falle einer Trennung auch mal zuhören und Zeit geben, die Gefühle auch mal zuzulassen. Ein schnelles "nach vorne blicken" kann meiner Meinung auch schnell mit Verdrängen verwechselt werden.

L(olaxX5


Wenn man sich schnell und häufig verliebt, sind diese fliegenden Wechsel eben einfach die naheliegendste Option.

Ich verliebe mich langsam und selten. D.h. selbst wenn ich es wollte, könnte ich es nicht so halten. ;-D

Für andere fühlt es sich so gut an, also nachen sie es.

Ich würde aber um keinen Preis mit den Leuten tauschen wollen, die sich so leicht verlieben...

wnedne'sdaxy


Ich habe ähnliches beobachtet.

Eine Bekannte, Mitte Zwanzig wechselt fast nahtlos von einem Kerl zum nächsten.

Läuft immer alles nach Schema F ab. Typ kennen lernen, überall von großer Liebe reden,

nach 3-4 Wochen erster Streit, eine Woche später wieder versöhnt und wenige Wochen später endgültig getrennt. Dann großes hinterher Geflenne und wenige Wochen danach nächster Versuch mit einem neuen Typen.

Das hast du sehr gut beschrieben! Immer die große Liebe.

Geht oft so weit, dass innerhalb von kürzester Zeit (wenigen Wochen) über Kinder, Wohnung, Haus diskutiert wird. Streit, Geheule, Trennung, nächster bitte...

LAolaxX5


Das hast du sehr gut beschrieben! Immer die große Liebe.

Naja, um diese Strohfeuertypen, kann man ja recht leicht einen Bogen machen. ;-) Wenn jemand meinen würde, mir seine Liebe zu beteuern zu können bevor er mich überhaupt ernsthaft kennt, dann könnte ich ihn überhaupt nicht erstnehmen. Da wäre doch völlig offensichtlich, dass es gar nicht um mich geht.

D,umaxl


wednesday

Das Umfeld ist darum "wichtig", weil ich mir diesbezüglich Sorgen um meine Zukunft mache. Diejenigen "Switcher", die ich kenne, gaukeln dem Neuen jeweils ein so starkes Verliebtsein vor und schaffen es teilweise auch, dass das Gegenüber innerhalb von kürzester Zeit bei ihnen einzieht.

Wieso machst du dir denn Sorgen? Das hast du doch wunderbar in der Hand!

w:ednes)day


Wieso machst du dir denn Sorgen? Das hast du doch wunderbar in der Hand!

Naja, dazu müsste man doch jemand sein, der sein Gegenüber stehts sofort durchschaut :-) Aber ich könnte ja einfach nach einem Lebenslauf im Liebesbereich fragen ;-D

D5u=maxl


Naja, dazu müsste man doch jemand sein, der sein Gegenüber stehts sofort durchschaut

Nein - es geht da ja um deine Handlungen. Du skizzierst es doch hier:

Geht oft so weit, dass innerhalb von kürzester Zeit (wenigen Wochen) über Kinder, Wohnung, Haus diskutiert wird. Streit, Geheule, Trennung, nächster bitte... - Zu solchen Gesprächen und Handlungen wie zusammenziehen, gehören ja nun mal zwei. Außerdem hat Lola dazu ebenfalls etwas geschrieben:

Naja, um diese Strohfeuertypen, kann man ja recht leicht einen Bogen machen.

w`edneHsday


Ja wenn es bereits zu Anfang gleich um solche Gespräche geht, ist es natürlich schon recht rasch zu durchschauen.

EXhemaligler Nuutzer (#G5686x97)


Diejenigen "Switcher", die ich kenne, gaukeln dem Neuen jeweils ein so starkes Verliebtsein vor und schaffen es teilweise auch, dass das Gegenüber innerhalb von kürzester Zeit bei ihnen einzieht. Ich mache mir da schon so meine Gedanken, wie ich es vermeiden kann, auch mal an so jemanden zu geraten und drauf rein zu fallen.

Das finde ich jetzt wieder relativ einfach: Indem ich nicht sofort zusammenziehe. Ich bin auch skeptisch, wenn ein Mann nach 2 Dates mit "Du bist meine große Liebe" ankommt - der kann mich ja noch nicht kennen?! Ob ich mit jemandem zusammenziehe hab ich doch in der Hand und wie stark die Liebe im Gegensatz zur reinen Verliebtheit ist merkt man doch sowieso immer erst nach einer gewissen Zeit oder? Das bedeutet ja nicht, dass ich das Anfangshoch nicht geniessen kann und er da nicht ständig bei mir oder ich bei ihm übernachten kann, aber ich treff doch da keine lebensverändernden Entscheidungen? Wenn andere das tun - ist das deren Entscheidung und wenn ein Mann darauf besteht schau ich genauer hin und frage nach.

Ob eine Beziehung Bestand hat hängt doch ganz zentral an der Paarkommunikation, die sich über einen längeren Zeitraum entwickelt, oder nicht?

Meinst du damit, wenn ich in einem Tief bin? Jene Personen, welche ich wirklich als "Freunde" bezeichne, gehen bei einem Problem auch darauf ein. Ich finde es wichtig, dass wenn man sich z.B. über etwas aufregt, nicht ständige Standardaussagen kommen wie "reg dich nicht auf" oder "ist ja nicht so schlimm". Ein einfaches "ja, das ist scheiße!" ist manchmal mehr wert als gezwungenes die Sonne scheinen lassen.

Ich meinte jetzt in erster Linie, was machst Du wenn eine Freundin gerade verlassen wurde und über mehrere Monate trauert und hast Du Freunde die das ähnlich handhaben wie Du?

Oder im Falle einer Trennung auch mal zuhören und Zeit geben, die Gefühle auch mal zuzulassen. Ein schnelles "nach vorne blicken" kann meiner Meinung auch schnell mit Verdrängen verwechselt werden.

Für mich passiert das ganz natürlich in Freundschaften. Daher meine Nachfrage: Passiert das für Dich nicht? Mit was für Menschen umgibst Du Dich

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