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Männer und (Klein-)kinder

L`o5l`a]X5


oder dein Mann sollte dir einen finanziellen Ausgleich dafür zahlen, dass du das Kind viel mehr betreust als er, und auch nicht zuletzt dafür, dass auch deine zukünftige Karriereentwicklung deswegen negativ beeinträchtigt ist. Das würde übrigens auch finanzielle Möglichkeiten für dich schaffen, dass du weniger arbeiten kannst und entspannter bist.

Das bringt aber keine Beiträge in der Renten- und Arbeitslosenversicherung! Eine gleichmäßigere Verteilung der Kinderbetreuung wäre m.E. eher anzustreben.

Wobei er ja andererseits auch alle Ausgaben für das Haus alleine trägt und sie dadurch keinerlei Mietkosten hat, sondern nur ihre Hälfte der Nebenkosten bezahlt

Das Haus scheint mir mehr zu schaden als zu nutzen: Es erzwingt Pendeln und macht reichlich zusätzliche Arbeit, die es mit einer Wohnung nicht gäbe. Und zu allem Überfluss wird die Arbeit, die das Haus macht, nichteinmal gerecht geteilt.

M#rsHxide


Das Haus scheint mir mehr zu schaden als zu nutzen: Es erzwingt Pendeln und macht reichlich zusätzliche Arbeit, die es mit einer Wohnung nicht gäbe.

Das habe ich allerdings auch schon gedacht, zumal ja beide irre weit vom Arbeitsort entfernt wohnen, ob es so schlau ist dort dauerhaft wohnen zu bleiben, sollte man vielleicht hinterfragen.

Für mich ganz persönlich wäre es auch schlichtweg kein dauerhaft zumutbarer Zustand, dass mein Partner (und eben vor allem: der Vater meines Kindes) unter der Woche nicht da ist. Wäre das anders, würde sich ja sicherlich auch viel eher eine gerechtere Aufteilung der anfallenden Arbeiten ergeben.

Lässt sich da nicht etwas machen?

g=us-tav_kFlimxt


Das bringt aber keine Beiträge in der Renten- und Arbeitslosenversicherung! Eine gleichmäßigere Verteilung der Kinderbetreuung wäre m.E. eher anzustreben.

Exakt, das müsste man in diesem Zusammenhang auch noch betrachten und angemessen entschädigen. Da kommt sicherlich viel mehr zusammen, als der Anteil an "Mietkosten".

Für mich klingt das alles in allem so, als ob die Betreuung des Kindes für die TE "nebenbei" als ein Geschenk an die Beziehung läuft, es aber kein Geschenk an die Beziehung sein sollte und auch nicht als solches von ihr gemeint ist.

Und auf jeden Fall steht hier im Vordergrund, dass die zwei miteinander offen sprechen sollten um auszuloten, was für sie persönlich machbar und wünschenswert wäre, ohne dass sich jemand überlastet oder ausgenutzt fühlt!

d!an=aex87


Also habt ihr faktisch kein gemeinsames Kind sondern du hast ein Kind und wohnst kostenfrei in seinem Haus, seh ich das richtig? Also er kümmert sich nicht, er zahlt nicht, was genau erlaubt ihm sich "Papa" zu nennen?

Was du tun sollst?

Ich würde sagen: Ändern dein Denkmuster und deine Formulierungen!

Wenn er etwas im Garten, im Haus oder mit dem Kind macht, dann "hilft" er dir nicht, er macht schlicht seinen Job. Diese "er hilft mir" Formulierung habe ich wirklich hassen gelernt und bin überaus bemüht sie aus meinem Wortschatz zu streichen, wenn es um diese Themen geht. Die Wortwahl legt nämlich nahe, dass es sich bei all diesen DIngen um deine Jobs, deine Verantwortlichkeiten handelt und er dir gnädigerweise hilft, weil du leider deinen Job nicht schaffst. Dem ist aber nicht so. Es sind EURE Jobs und er hilft dir nicht, er erledigt seinen Anteil!

Das gilt auch finanziell. Wie soll das zukünftig laufen? Willst du bei jedem Schulausflug bei ihm anfragen müssen, ob er so liebenswürdig wäre etwas zum Ausflug seines Sohnes beizusteuern? Er hat mehr Netto, davon sind die gemeinsamen Kosten abzuziehen und dazu gehört auch Kita und wenn er dann noch genug Geld über hat um sich ein Haus zu kaufen, dann ist das sehr nett und wenn nicht, dann eben nicht. Wäre etwas anderes wenn es "euer" Haus wäre, aber so? Never!

d:anaex87


Das Haus scheint mir mehr zu schaden als zu nutzen: Es erzwingt Pendeln und macht reichlich zusätzliche Arbeit, die es mit einer Wohnung nicht gäbe.

Seh ich auch so und was eine eventuelle Miete anginge: Sie bewohnt und pflegt das Haus und den Garten ja. Wäre er immer nur am Wochenende da müsste er am Ende jemanden dafür einstellen. Im Endeffekt erarbeitet sie gerade einen Mehrwert für ihn zu Lasten ihrer eigenen Rente. Wenig fair, heute wie in Zukunft.

U8yulxala


Zwei Fragen - ist nicht als Kritik gemeint. Ich kenne Dich nicht gut genug, um einschätzen zu können, ob das, was ich hier herauszulesen meine, auch stimmt. Das kannst nur Du.

Kann es sein, dass Du einerseits extrem engagiert bist, andererseits aber auch sehr exakte Vorstellungen davon hast, wie etwas "richtig" ist, & Du Dich damit schwertust, wenn jemand etwas anders macht?

Mir sind in dem Zusammenhang ein paar Punkte aufgefallen: Als erstes Deine Aussage, Du würdest schon länger nach einer guten Haushaltshilfe suchen, aber keine finden. Ehrlich gesagt, eine neue Haushaltshilfe zu finden, hat mich noch nie länger als eine Woche gekostet. Ich habe allerdings nicht den Anspruch, dass die alles perfekt macht. Wenn ich z.B. 3 Stunden brauche, um alles selber zu machen & stelle jemanden ein, der bestimmte Sachen nicht so macht, wie es mir passt, & am Ende brauche ich 1 Stunde, um alles so gradezuziehen, dass ich zufrieden bin, dann finde ich das ok. 2 Stunden habe ich ja trotzdem gewonnen. Vielleicht wäre eine Haushaltshilfe für die "einfachen Dinge" erst mal ein Zwischenschritt?

Ich unterhalte mich öfter mit Kolleginnen, die sich beschweren, dass ihr Mann bestimmte Aufgaben in Haushalt & Kinderbetreuung nicht "kann" & sie es dann lieber selber machen. Auch da würde ich sagen: besser jemand anders macht 70% & für mich bleiben 30 als dass ich 100% der Arbeit habe. Dabei ist aber ganz wichtig, den Partner nicht zu bevormunden. Seine Aufgaben sind seine & wenn er sie nicht so macht wie ich, ist das ok. Nicht nur meine Variante ist richtig. Auch dafür ist es extrem wichtig, dass er Dir nicht "hilft", sondern eigene Aufgaben hat - die Ihr gemeinsam so verteilt habt, nicht Du ihm zugeteilt (& erst recht nicht spontan). Aus seiner Perspektive gesprochen: Wenn ich mir als überwachter, inkompetenter Hilfsarbeiter vorkäme, würde das meine Motivation gewaltig mindern. Überlegt vielleicht mal zusammen, welche Aufgaben Du abgeben könntest, ohne das Bedürfnis zu haben, die "korrekte Ausführung" zu kontrollieren. & sag Dir immer wieder, dass es legitime Alternativen zu Deiner Methode gibt, bestimmte Dinge zu tun. Das ist besonders in der Kinderbetreuung schwierig, aber da auch am allerwichtigsten, wenn Dein Mann & Dein Kind eine gute Beziehung zueinander aufbauen sollen. Ich habe bei einer Freundin miterlebt, wie viel Kraft das kosten kann: Sie saß neben mir & hat sich wirklich laut vorgesagt: "Nein, ich gehe jetzt nicht rüber. Ich weiß, er kann das auch." (Ihr Freund war mit dem Baby im Nebenzimmer & sobald die Kleine einen Ton von sich gegeben oder gar kurz geweint hat, war sie kurz vor dem Rüberlaufen.) Sie hat es aber geschafft, & die beiden haben jetzt eine 50:50-Verteilung - ich glaube, zu guten Teilen genau deswegen. Das Gegenteil sehe ich bei den Männern vieler Kolleginnen: Sie können es nicht (oder glauben das), weil sie es nie üben mussten oder durften. Manchmal denke ich, (auch) weil die betroffenen Frauen nicht zulassen können, dass sich ihr Kind bei jemand anderem genauso wohl fühlt wie bei ihnen.

Der zweite Punkt: Kann es sein, dass der extreme Stress, unter dem Du stehst, es Dir manchmal schwer macht, Deinem Partner Entspannung zu gönnen? Mir ist aufgefallen, dass Du geschrieben hast, als Dein Mann sich mal ums Kind kümmern sollte, wäre er einfach mit ihm essen gegangen. Dass es Dich stört, dass die Wohnung hinterher sch... aussah, verstehe ich; aber dass es Dich stört, dass er mit ihm essen gegangen ist, verstehe ich nicht. Offenbar hat er das doch von seinem eigenen Geld gemacht. & wenn es nicht gerade McDreck o.ä. war, wird es dem Kind auch nicht geschadet haben. D.h., es klingt so, als hätte er sich damit entlastet, Dich aber nicht belastet. Wenn das so wäre, was stört Dich daran? Dass er es nicht so gemacht hat, wie Du es gemacht hättest (s.o.)? Wenn er etwas weniger Stress hat, ist das doch gut für Euch alle 3? Oder habe ich Deine Situationsbeschreibung einfach in den falschen Hals gekriegt?

Bitte missversteh das nicht als ein "Du bist doch selber Schuld". Dein Partner muss mit Sicherheit an sich arbeiten. Aber meine "Gesprächspartnerin" bist Du, also kann ich nur Dir Tipps geben, wo ich für Dich Möglichkeiten zur Veränderung sehe.

Insgesamt habe ich das Gefühl, dass Dein Mann & Du sehr unterschiedliche Wahrnehmungen habt, wer wie stark belastet ist. Bei solchen Situationen kann ein Paarcoaching oder eine Mediation sehr hilfreich sein, um Euch beiden zu helfen, die Perspektive des anderen zu verstehen & gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Es kann extrem befreiend sein, wenn jemand das, was man dem anderen nie verständlich machen konnte, in Worte fasst, die bei dem auch ankommen. Ich kann dazu nur raten, und zwar bevor die Situation noch verfahrener wird. Wenn Du davon ausgehst, dass du Deinem Partner wichtig bist & er Dich eigentlich nicht so hängenlassen will, ist die naheliegendste Erklärung, dass er Deine Situation nicht versteht. Du hast offenbar schon ausführlich versucht, sie ihm zu erklären, & es funktioniert nicht. Dann lass es vielleicht mal die Leute versuchen, deren Beruf genau das ist. Oft wird das über gemeinnützige oder kirchliche Vereine angeboten & es kostet nicht viel.

Alles Gute & viel Erfolg!

SVhrojo


Ich unterhalte mich öfter mit Kolleginnen, die sich beschweren, dass ihr Mann bestimmte Aufgaben in Haushalt & Kinderbetreuung nicht "kann" & sie es dann lieber selber machen. Auch da würde ich sagen: besser jemand anders macht 70% & für mich bleiben 30 als dass ich 100% der Arbeit habe. Dabei ist aber ganz wichtig, den Partner nicht zu bevormunden. Seine Aufgaben sind seine & wenn er sie nicht so macht wie ich, ist das ok.

Genau so - also mit Kritteleien an meiner Ausführung - hat mein Kerl es übrigens geschafft, dass ich ihm inzwischen den Haushalt fast ganz überlasse. Jetzt beschwert er sich, und wir haben die typischen Mann-Frau-Gespräche, nur mit vertauschten Rollen. Und ich kann aus Männerperspektive aus vollem Herzen sagen: Das nervt hart!
(Bin aber bereit, ihm ab und zu mal ein bisschen zu "helfen". Ehrlich. Wenn er sich die Nörgelei verkneift. Aber beim kleinsten Nörgeln sind wir wieder auf null. So Stresseulen kann ich nicht haben.)

SThojro


War nicht ganz ernst gemeint, aber die Tendenzen sind, von uns beiden beklagt (zu 70% er) und bekichert (zu 70% ich) eindeutig da. Wir arbeiten dran. Beide.

U8yOula2la


Mein Liebster hat es noch schlechter: sowohl (etwas) mehr als die Hälfte der Arbeit, als auch (etwas) öfter angenörgelt werden - weil ich (hier klassische Mann-Frau-Verteilung ;-) ) genauere Vorlieben habe, wie Dinge sein sollen & mehr, das mich stört ??zugestellte Arbeitsflächen in der Küche, dreckiges Geschirr auf dem Abtropfbrett %-| Klamotten auf dem Boden oder Sofa %-| dreckige Socken irgendwo außer im Wäschecontainer >:( >:( >:( ??.

Bisher funktioniert es ganz gut, dass ich spotte, statt zu nörgeln & wenn mich dafür etwas zu sehr stört, sage: "X stört mich ernsthaft. Lass uns mal überlegen, wie wir das ändern können." Umgekehrt macht er es genauso.

Aber das ist, glaube ich, auf die Situation der TE aktuell nicht übertragbar.

Mea'dam]e (Cha/rentoxn


mal ne andere Frage: was genau macht jetzt eure Beziehung aus?

ihr führt zwei getrennte Leben, du kümmerst dich um Kind + deine Arbeit + Haushalt, er um seine Arbeit - Zeit für Zweisamkeit scheint da keine, Zeit für Familie ist ja offensichtlich schon zu viel verlangt.

vl. solltest du statt bei einem Streit zu heulen mal ordentlich auf den Tisch hauen und Fragen wie er sich die Zukunft vorstellt falls es eine gemeinsame Zukunft geben soll!

H,oneyG91_\MitC_Minxis


Unter der Woche:

Mein Mann steht um 6 auf und macht mit dem Grössenbegrenzung Frühstück.

In der Zeit still ich die kleine.

Er geht dann auf Arbeit (bzw. aktuell macht er ja elternzeit mit) dann bring ich den großen in die Kita (aktuell macht er es).

Nachmittags wenn er wieder kommt spielt er mit dem großen in seinem Zimmer oder wir gehen gemeinsam einkaufen, schlendern durch die Stadt, gehen auf den Spielplatz o.ä.

Hauptsache gemeinsam irgendwas machen.

Dann mach ich das Abendbrot und wir essen, ich mach den großen bettfertig, er räumt in der Zeit den Tisch ab & dann liest er dem großen im Bett noch ein Buch vor.

Danach hat er "Feierabend".

Haushalt usw mache im Normalfall ich, ganz einfach weil ich ja tagsüber zuhause bin und er nicht. Aktuell durch die elternzeit macht er viel mit. Also Wäsche (weil ich durch den Kaiserschnitt ja noch nicht heben darf) und Boden wischen sind momentan seine Aufgaben :-D

Nachts ist es so dass er, wenn der große munter wird, mit ihm in sein Bett geht zum schlafen, weil ich ja nachts die kleine stillen muss usw. Damit können zumindest die zwei ruhig weiter pennen :-) der große muss ja ausgeschlafen sein wenns in die Kita geht.

HConeyp91_M2it_Minixs


Kommt davon wenn man nicht alles liest >_< sorry ich hab nur auf den ausgangsbeitrag geantwortet...

D9arkaredSu6nsh-ine


@ Mini:

Trotzdem danke für deine Antwort

Zeit für Zweisamkeit ist sehr knapp. Nur wenn der Kleine dann abends im Bett ist. Einer muss ihn ja immer bespaßen / nur für ihn da sein, da er sonst sofort schreit.

@ Putzhilfe:

Naja, wenn ich mir denke, dass mein Kleinkind es besser könnte bzw ich im Spiegel nix mehr sehe, oder die Kleidung nach dem Bügeln mehr Falten aufweist als vorher finde ich das einfach nicht tragbar.

Und die pasr die sich gefunden hatten waren eben diese.

TUurbuAlexntia


Ich frage mich wirklich, warum du dir das antust. Da scheint ja garnix bei euch zu "stimmen".

d!anTae8&7


Also bügeln würde ich nur was unbedingt muss und die paar Blusen/Hemden würde ich schlicht an einen Wäscheservuce abgeben. Ganz generell finde ich es deutlich hilfreich, die Standards anzupassen. Bei dem Pensum kann es bei euch eigentlich gar nicht so dreckig sein, ihr seid ja alle eher nicht im Haus.

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